TKKG (202) – Ein Paradies für Diebe

Titel: TKKG (202) – Ein Paradies für Diebe / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Wolfgang Kaven, Rhea Harder, Harald Weiler, Clarissa Börner, Sven Dahlem ua

Inhalt: Gaby und Tim beobachten auf einem Marktplatz mitten in der Millionenstadt eine junge Diebin, die mit einem schnellen Griff einen Ring in ihrer Hosentasche verschwinden lässt. Als die beiden dem Mädchen folgen, wird Tim von einem Mann gestoppt, festgehalten und dann sogar selbst des Diebstahls bezichtigt! TKKG machen sich sofort an die Detektivarbeit und sind schon bald einem Gaunerduo auf den Fersen. Die Spur führt in die Internatsschule und ins Kaufhaus Paradies.


Da stehlen also Jugendliche  aus reichem Elternhaus in Kaufhäusern. Das kommt einem dann schon ziemlich bekannt vor, wenn man nicht gerade erst vor ein paar Folgen in die Serie eingestiegen ist. Man muss also schon damit leben, dass hier vom Aufhänger der Story her nicht gerade das Neueste vom Neuesten präsentiert wird.
Allerdings zieht die Geschichte natürlich noch ihre Kreise und die Sache mit dem Verkauf gestohlener Sachen im Internet ist immerhin mal ganz modern. Auch wenn ich an einigen Stellen gelesen habe, dass genau das die Hörer störte, mir hat das gar nicht mal so schlecht gefallen. Ich fand die Szene im Garten und an der Hecke mit der eingeworfenen Glasscheibe sogar ganz spannend und ein bisschen rasant.
Und ja, ich gebe es zu: ich habe mir ein Loch in den Bauch darüber gefreut, dass hier mal TKKG aufs Kreuz gelegt werden. Dass Tim mal quasi angeklagt auf dem Polizeirevier sitzt. Das hat diese naseweise Bande einfach auch mal verdient.
So richtig gestört haben mich hier eigentlich nur einige Details. Beispielsweise am Anfang, diese Vehemenz, mit der auf eine DiebIN bestanden wird. Himmel, geht es mir auf den Keks, wie genau es damit heute genommen wird! Egal, wo. Und somit eben auch hier.
Und dann noch: was ist nur aus Tim geworden? Den Kerl vom Anfang, der ihn auf dem Markplatz festhält, den hätte er früher kurzerhand aus der Jacke gehauen! Und heute? Lässt er sich festhalten. Damit den armen, kleinen Hörern auch bloß nicht nur im Ansatz vermittelt wird, dass man sich auch mit Gewalt wehren kann. Als ob wir früher nach einem TKKG-Hörspiel gleich prügelnd durch die Straßen gezogen wären…
Ach so, diese dusselige Polizeimeisterin, die braucht auch kein Mensch!

Jannik Schürmann als Mattes hat mir gut gefallen. Ich habe ihm den Bengel reicher Eltern, geplagt von massiver Langeweile leicht abgenommen und fand es gut, wie er immer wieder durchklingen lässt, dass ihm die Diebstähle eigentlich auch nicht gefallen. Luisa Burg, gesprochen von Lucia Dahlem ist da schon ein anderes Kaliber und bildet einen schönen Gegensatz zu Mattes.

Soundtrack und Geräuschen kann ich auch nichts vorwerfen. Beides tut sich hier nicht sonderlich hervor, ist aber passig zur Stelle, wenn es die Szenen erfordern.

Das Covermotiv zeigt die anfängliche Szene auf dem Marktplatz und mit dem davonlaufenden Mädchen kann man sogar schon ein bisschen erahnen, was der Geschichte zugrunde liegt. Die rötlich gefärbten Bäume zeigen, zu welcher Jahreszeit die Geschichte spielt und die stimmt mit der jetzigen voll überein.

Fazit:  Ich muss gestehen, so übel fand ich die Folge gar nicht. Natürlich bietet sie wenig Neues und einen geradezu lachhaften Tim – Tarzan, aber das Thema hat sich über die Serie hinweg bewährt und eingebürgert. Es erhält hier halt noch einen modernen Anstrich. Das sorgt vielleicht nicht für eine knappe Stunde Spannung, aber immerhin für etwas Unterhaltung zwischendurch.

1 Comment

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  1. Keine gute Folge,die Musikstücke aus den 80er passten gar nicht zur dieser Folge.Ist und bleibt die besten Musikstücke aus „Das Schloss-Trio“.Wieder zuruckstufung für Kleinkinder das darf doch nicht war sein.Ich sollte mal die Bücher schreiben,denn ich weis was der Zuhörer braucht.

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