Hui Buh (26) – Die kaiserliche Urkunde

Titel: Hui Buh (26) – Die kaiserliche Urkunde / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Stefan Krause, Ulrike Stürzbecher, Marie-Luise Schramm, Debora Weigert ua

Inhalt: König Julius und die königliche Familie werden zur Krönung von Prinzessin Annabella von und zu Felsensee geladen. Was anfangs wie ein schöner, freundlicher Ausflug beginnt, endet in einem gefährlichen Komplott, bei dem König Julius beinahe Schloss Burgeck und sein Königreich verliert.


Irgendwie kriegen die Bewohner von Schloss Burgeck ja nichts so richtig hin, ohne dass es erstmal gewisse Komplikationen zu bewältigen gibt. Wie diese Geschichte beweist, scheint das sogar ein Problem der gesamten Familie zu sein. Bis es allerdings damit losgeht, dauert es schon geraume Zeit. So lange nämlich, dass ich mich schon gefragt hatte, wann man denn mal endlich auf diese Urkunde zu sprechen kommen würde. 80 Minuten sind schon echt ein Klacken Holz für ein Kinder(!)hörspiel! Und ich als deutlich älterer Hörer sehe das genauso.
Als es dann endlich mit der Urkunde zur Sache geht, nimmt die Story dann aber doch noch gut Tempo auf und obwohl man ahnt, wer hinter dem Steich steckt, ist es doch spannend zu verfolgen, wie die Freunde demjenigen auf die Spur kommen. Mitten drin natürlich Hui Buh, womit das Chaos an sich schon vorprogrammiert ist. Wo er ist, geht es turbulent zu, aber gerade nach diesem trägen Start tut das der weiteren Handlung einfach nur gut. Einige pfiffige und witzige Sprüche und Dialoge lassen einen auch mal schmunzeln.

Ich hatte es letzthin schon mal erwähnt: es macht mir immer wieder Spass, Christian Rode – Sherlock Holmes mal in gänzlich anderen Rollen zu hören. Auch hier ist er anzutreffen, worüber ich sehr grinsen musste. Debora Weigert gibt eine ausgesprochen sympathische Annabella von und zu Felsenstein, genauso wenig hochmütig wie Julius und seine Familie.

Muskalisch hält man sich an den bewährten Stil. Sehr schöne Stücke, die schnell für Flair und Charme sorgen und hier und da durchaus einen etwas gruseligen Einschlag haben. Geräuschemäßig kann man sich ebenfalls nicht beklagen, man kann sich das Geschehen jederzeit leicht vorstellen.

Das Covermotiv finde ich persönlich etwas übervoll mit dem Schloss, Hui Buh, den beiden Kutschen, den vielen Pferden usw. Was das alles mit der Urkunde aus dem Titel zu tun hat, kann man nicht mal ansatzweise erahnen. Da wäre weniger mehr gewesen.

Fazit:  Die Geschichte braucht wirklich ewig lange, ehe es mal mit der Urkunde losgeht. Das zieht sich! Zum Glück kommt dann aber endlich doch Tempo in die Sache undauf bewährt chaotische Art und Weisel kommen Hui Buh, König Julius und seine Freunde einer ausgemachten Schweinerei auf die Spur!

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