ContamiNationZ (01) – Totenland

Titel: ContaminationZ (01) – Totenland / Verlag: Contendo Media, Audionarchie, Pandora’s Play / Spielzeit: ca. 69 min / Sprecher: Katja König, Elga Schütz, René Dawn-Claude, Karen Schulz-Vobach ua

Inhalt: Viele Jahre ist es bereits her, seit die Toten sich erhoben und die Welt in den Abgrund stürzten. Tief in den Wäldern des Harz versteckt, leben die letzten Menschen der Erde. Einige von ihnen haben die lebenden Kadaver nie selbst zu Gesicht bekommen. Als eines Tages ein Fremder erscheint, bringt er nicht nur neue Hoffnung mit sich…sondern auch das Grauen. Denn ein Heer von Untoten ist ihm auf den Fersen. Die Welt der Lebenden war vergangen. Die Toten hatten sich erhoben und sie in den Abgrund gestürzt. Die wenigen Überlebenden müssen sich nun dem Grauen stellen.


Vor über 6 Jahren ging hier schon einmal eine Besprechung zu dieser Geschichte online. Damals nannte die Reihe sich noch „Terra Mortis“ und erschien bei Pandora’s Play. Nun erlebt sie ihr Comeback bei den Kollegen von Contendo Media und soll dort bald auch mit allen fünf Teilen vertreten sein.
Ich kann mich an „Terra Mortis“ nicht mehr so richtig erinnern. Natürlich, ich weiß noch, um was es ging, aber mehr auch nicht. Da bin ich ganz ehrlich und desahalb wird es hier auch keinen Vergleich geben. Ich fange mit der Story nochmal ganz von vorne an. Da ich ein Fan von Zombiegeschichten bin, fällt mir das ganz leicht.
In dieser ersten Folge lernt man Jan und die Leute kennen, die sich vor den Untoten in einem gut gesicherten Dorf im Harz in Sicherheit gebracht haben. Es ist zwar allgegenwärtig, dass die Gefahr mit Zäunen und Wachdienst nie ganz gebannt sein wird, aber man spürt auch die Hoffnung der Menschen, die sich so sehr anstrengen, ein zufriedenes und sicheres Leben zu führen. Dabei erfährt man auch, wie die Katastrophe ihren Anfang nahm, wobei da noch so einiges im Dunklen bleibt. Das ist für den Anfang so auch völlig in Ordnung, das hält die Spannung hoch.
Als ein Fremder ins Dorf kommt und von einer Insel erzählt, auf der er und seine Leute sicher leben, ist bei Jan die Neugier geweckt. Er träumt ohnehin davon, die Welt zu sehen, andere Menschen zu finden, was ich in seiner Situation nur zu gut verstehen konnte. Doch der Fremde sorgt nicht nur für Trubel in Jans Seelenleben, sondern auch im ganzen Dorf. Denn ihm hängt eine Horder Untoter an den Hacken.
Und so kommt es zu einem rasanten und dramatischen Finale, an dessen Ende wortwörtlich fast alles in Jans Leben in Schwerben liegt.

Das Hörspiel ist sehr erzählerlastig, das muss man einfach sagen und damit muss man zurechtkommen. Mir ist das allemal lieber, als irgendwann plötzlich nicht mehr zu wissen, wo und bei wem man ist. Elga Schütz gefällt mir auch wirklich gut mit ihrer tiefen Stimme und dem ruhigen Erzählton, in dem immer etwas mitschwingt, das einem verdeutlicht, in welch bedrohlicher Situation die Figuren sich befinden. Sie versteht es aber auch, Jans Gefühle passend zu beschreiben. Katja König ist als Jans Freundin Anna zu hören und wechselt mit Leichtigkeit zwischen ernsten Tönen und mädchenhafter Flirterei. Andreas Bötel habe ich den schwer verletzten Gero auf Anhieb abgenommen. Gleichzeitig ist es ihm gelungen, dass ich nie wusste, ob man ihm wirklich trauen kann.

Musik und Geräusche halten sich bedeckt. Da kann man jetzt natürlich sagen, dass eine solche Story schon eine bombastische Untermlaung und ebenso beeindruckende Geräusche mitbringen sollte, andererseits habe ich das Gefühl, sie will nahe an den Figuren sein und nicht auf große Show machen. Von daher finde ich die ruhigen Klänge absolut angemessen, denn sie sorgen für Atmosphäre, lenken aber nicht von den Figuren und ihrem Schicksal ab.

Der blutrote Look ist natürlich ein Blickfang im Regal und die scherenschnittartigen Untoten wirken im Kontrast gut dazu. An die Cover von „Terra Mortis“ erinnere ich mich noch ganz gut. Sie sind sehr hell, fast weiß. Da finde ich das Rot schon stimmiger zum blutigen Geschehen.

Fazit:  Neuer Anlauf für „Terra Mortis“, das nun unter einem etwas sperrigeren Titel zum Ende gebracht wird. Die Reihe hat es verdient. Der Auftakt punktet mit einer Stimmung, die zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankt und letztlich in einem dramatischen Finale zum Schlechten hin kippt. Man darf gespannt sein, was Jan & Co noch bevorsteht.

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