Die drei ??? (190) – …und die Kammer der Rätsel

Titel: Die drei ??? (190) – …und die Kammer der Rätsel / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 60 min  / Sprecher: Andreas Fröhlich, Anna Carlsson, Michael Lott, Hanso Jochmann, Rainer Brandt ua

Titel: Ein Auftrag der seltsamen Art: Die drei ??? sollen bei einer Wette behilflich sein. Gesucht ist ein Team aus klugen Köpfen, die sich in weniger als fünf Stunden aus fünf verschiedenen Rätselräumen befreien können. Wer wäre da geeigneter als Justus, Peter und Bob? Doch was zunächst als Spaß beginnt, entpuppt sich bald als gefährlicher Ernst.


Die drei Detektive in einem „Escape Room“ – Spiel. Grundsätzlich ein Thema, bei dem ich sofort davon ausging, dass mir die Geschichte gefallen würde. Denn ich finde diese Spiele unglaublich spannend und interessant und würde unheimlich gerne selber mal an einem teilnehmen. Somit standen die Zeichen für den neuen Fall der drei Freunde und mich wirklich gut!
Und dann kam doch alles völlig anders. Denn irgendwie stelle ich mir solch ein Spiel spannend, aufregend und auf eine gewisse Art auch atmosphärisch vor. Nur leider ist von alldem hier so gar nichts zu spüren. Die Freunde rätseln sich völlig abgeklärt und auf bewährt intelligente Weise durch die Räume. Alles wirkt kühl und wie „geleckt“, von Stimmung ist da weit und breit nichts zu spüren, was ich ausgesprochen schade fand. Wenn eine Situation genau so etwas hergibt, dann doch wohl die, dass eine kleine Gruppe Menschen sich nur durch Lösung von Rätseln aus dem einen Raum befreien und sich Zutritt zum nächsten verschaffen können. Aber nichts, wirklich gar nichts in dieser Hinsicht.
Woher soll denn da bitte Spannung kommen? Man weiß doch schließlich dass für Justus kein Rätsel zu schwierig ist!
Dass irgendetwas mit der Wette und dem Spiel nicht stimmt, wird zwar eingangs dezent angedeutet, dann geht es jedoch über das Geschehen in den Räumen geradezu vergessen. Und erst als die Freunde darin eine erstaunliche Entdeckung machen, wird man daran erinnert. Auch in dieser Hinsicht muss man einfach sagen, dass Spannung erzeugen anders geht.
Und zuletzt noch: was um alles in der Welt hat diese Sandy da verloren? Das soll eine Aufpasserin sein, eine Spielleiterin quasi, die die drei Freunde durch das Spiel (beg)leitet? Mit diesen ganzen sinnfreien Kommentaren? Die Frau ist überflüssig und nervt kolossal. Anders kann ich es leider nicht sagen.

Außerdem hat Anna Carlsson für Sandy auch nicht unbedingt die angenehmste Stimme und den erträglichsten Ton auf Lager. Das macht es nochmal schwieriger, diese Figur zu auszuhalten. Michael Lott habe ich als Bruce Torino kaum wiedererkannt. Er klingt altersmäßig so gar nicht nach einem Surflehrer. Außerdem hört man ihm an, dass die zweideutigen Sprüche seiner Figur ihm so gar nicht liegen und entsprechen. Um in diesem Bereich überhaupt jemanden lobend zu erwähnen: wenigstens die drei Hauptsprecher tun ihr Möglichstes, aus dieser Story noch was rauszuholen.

In Sachen Musik und Geräusche wird ebenfalls nicht der große Wurf geboten. Keines der Stücke ist mir irgendwie im Kopf geblieben und keinem ist es gelungen, den Szenen wenigstens etwas Atmosphäre abzutrotzen.

Ein Schlüssel in einem Türschloss, das passt immerhin gut zum Titel. Wenn man das Thema der Geschichte kennt zwar schon weniger, aber immerhin! Schön düster ist das Motiv ebenfalls wieder. Leider wird so weit mehr versprochen als der Inhalt der CD dann hergibt.

Fazit: Diese Folge hätte genau mein Ding sein können, doch leider fehlt es ihr sowohl an Atmosphäre, als auch an Spannung und Glaubhaftigkeit. Hinzu kommt noch eine überaus nervige und völlig überflüssige Figur, die man aber fast von Anfang bis zum Ende ertragen muss. Vielleicht sollte die Reihe Ausflüge zu solch modernen Themen besser sein lassen…

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