Merle (3 / 3) – Das gläserne Wort

Titel: Merle (3 / 3) – Das gläserne Wort / Verlag: Holysoft Studios / Spielzeit: ca. 158 min, 2 CDs / Sprecher: Friedhelm Ptok, Luisa Witzorek, Torsten Michaelis, Santigo Ziesmer ua

Inhalt: Merles Welt ist voller Magie. Während Venedig unter dem Angriff der Mumienkrieger zerbricht, verschlägt es Merle und die Fließende Königin ins Land der Sphinxe. Doch die ägyptische Wüste liegt begraben unter meterhohem Schnee eine unfassbare Macht hat eine neue Eiszeit heraufbeschworen. Meerhexen und Horuspriester, alte Götter und neue Tyrannen ziehen in einen schrecklichen Krieg. Inmitten des Chaos kommt Merle dem Schlüssel zur Rettung der Welt so nahe wie nie zuvor: In der Spiegelfestung der Sphinxmagier trifft sie auf den Zauber des Gläsernen Worts und auf einen verloren geglaubten Freund.


Da ist es nun also, das Finale, das ich mir bis zum Ende von Teil 2 noch gar nicht vorstellen konnte. Das blieb hier auch noch eine ganze Weile so, denn auch wenn es auf das Ende zugeht, so ereignet sich in Teil 3 noch einiges. Es bleibt spannend mit Szenen, bei denen man denkt, dass sie niemals ein gutes Ende nehmen können. Es bleibt überaus phantasievoll und Langeweile hat absolut gar keine Chance. Für Merle und ihre Freunde sieht es noch lange überhaupt nicht gut aus und so hat man auch hier noch einmal alle Gelegenheit, mit ihnen zu kämpfen, zu hoffen und zu bangen.
Als Hörer kann man außerdem noch ausgiebig rätseln, denn irgendwie gewinnt man -je weiter es zum Ende hin geht- doch schon den Eindruck, dass in der Gruppe irgendetwas nicht stimmt. Irgendetwas ist seltsam und der Gedanke fühlt sich nicht gerade gut an.
Dieser Eindruck täuscht nicht und das Ende hat dann nicht nur eine dicke Überraschung in petto. Manches Mal kann man kaum glauben, was man da hört. Immerhin hat man den Figuren um Merle doch lange Zeit vertraut. Da ist der eine oder andere Schrecken vorprogrammiert und manche Erkenntnis trifft einen dann auch richtig und absolut unerwartet.
So bleibt es bis zum tatsächlichen Ende abwechslunsgreich und interessant.

Anna Thalbach ist eine gute Wahl für die Rolle der Fließenden Königin. Ihre markante Stimme und der oft geheimnisvolle Tonfall passt gut zu dieser „Figur“, die ja eigentlich gar keine richtige Figur ist. Und auch den hochmütigen Ton einer Königin hat sie auf Lager. Anne Helm hält für Junipa einen eher kühlen Ton bereit. Angesichts dessen, was Junipa geschehen ist, ist da so sehr stimmig. Lalapeja klingt bei Marion Hartmann meistens entweder kämpferisch oder ein bisschen schwermütig, was speziell zum Ende hin Sinn ergibt.

Auch Musik und Geräusche kommen hier einmal mehr nicht zu kurz. Es ist eine gelungene und stimmige Mischung aus leiseren und eindrucksvollen und lauten Stücke zu hören. Je nachdem, wie es das Geschehen erfordert. Das lockert auf, was bei einer solch langen Spielzeit nur positiv ist.

Das Cover dieses dritten Teils wirkt düster. Merle sieht man auf Vermitrax kaum. Das Motiv verrät so irgendwie schon, dass es hier noch einmal hoch her gehen wird. Ansonsten bin ich bei meiner Meinung zu den Covermotiven der Trilogie geblieben. Sie sind nicht mein Fall.

Fazit: Ein würdiger Abschluss der Trilogie, die noch einmal alles auffährt, was einen bereits bei den beiden Vorgängern beeindruckt hat. Es bleibt spannend, rasant und phantasievoll und der Schluss macht einen stellenweise wirklich sprachlos. Insgesamt eine wirklich tolle Trilogie, die ich Fantasyfans nur ans Herz legen kann.  Mir persönlich wurde es ab Teil 2 zu phantastisch, das ist einfach nicht mehr so mein Fall. Wer so etwas aber mag, der wird „Merle“ lieben.

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