Fünf Freunde (125) – …und die gemeine Falle

Titel: Fünf Freunde (125) – …und die gemeine Falle / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Ivo Möller, Achim Schülke, Alexander Mettin, Rainer Brandt ua

Inhalt: Am Meeresufer verunglücken nacheinander zwei Schiffe. Doch als hätte Constable Wilbert mit der Aufklärung nicht schon genug zu tun, verteilt er auch noch unberechtigte Strafanzeigen. Sogar George wird grundlos wegen gestohlener Äpfel beschuldigt. Das lassen die Freunde nicht auf sich sitzen. Sie beginnen nachzufragen und kommen schon bald immer größeren Ungereimtheiten auf die Spur, bis sie schießlich einen ganz gemeinen Betrug aufdecken.


Geht es nur mir so, oder hat noch jemand den Eindruck, dass der Titel dieser Folge ziemlich einfallslos klingt? Vor allem, wenn man die Geschichte erst angehört hat. Denn die beiden Schiffshaverien oder auch das Rätsel und der Umgang gewisser Leute mit Constable Wilbert hätten sicher einen knackigeren Titel gestellt.
Denn genau um diese beiden Sachen geht es hier im Wesentlichen. Die beiden Schiffsunglücke passen gut ins Universum der „Fünf Freunde“. Ich mag es jedes Mal gerne, wenn eine Folge einen Bezug zum Meer hat oder zur Felseninsel. Das ist hier gegeben und eine ganze Weile ist es wirklich rätselhaft, was es mit den beiden Unglücken auf sich haben könnte. Die Freunde lassen sich dabei auf die eine oder anderen gefährliche Situation ein und beweisen einmal mehr, wie gut sie zusammenhalten.
Genauso interesant ist aber natürlich auch die Frage, was es mit den seltsamen Strafanzeigen auf sich hat. Plötzlich steht die Frage im Raum, ob Constable Wilbert eventuell allmählich zu alt und verwirrt für seinen Posten ist. Da zumindest ich ihn mir nocht wegdenken kann, darf man sich dabei schon mal Sorgen machen.
Letztlich stellt sich heraus, dass zwischen beiden Vorkommnissen ein Zusammenhang besteht. Und ja, der ist auch gemein, aber eine Falle? In meinen Augen eher nicht.

Achim Schülke ist natürlich als Constable Wilbert am Werke und lässt ihn sympathisch wie eh und je klingen, versteht es aber auch, ernstere Töne anzuschlagen, wenn die Situation es erfordert. Das gleiche kann man über Hans Joachim Krumpholz sagen, der den Sonderermittler für Schiffshavarien Bill spricht. Werner Cartano hat mir als Bauer Green ebenfalls gefallen. Er klingt ein bisschen brummig, aber doch liebenswert.

Eine gewohnt solide Geräuschkulisse, der es an nichts fehlt macht das Gehörte anschaulich. Die Musik hält sich meistenteils zurück und bietet stimmige Melodien. Mal trennen sie die Szenen, dann wieder sorgen sie als Unermalung für das erforderliche Flair.

Alleine das Covermotiv sieht schon dramatischer aus als der Titel darüber klingt. Man fragt sich sofort, was es mit dem verunglückten Schiff auf sich hat, doch einen Zusammenhang zu einer Falle kriege ich einfach nicht hin.

Fazit:  Der Titel der Folge wirkte auf mich auf Anhieb sehr einfallslos. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Freunde es hier gleich mit zwei interessanten Rätseln zu tun haben, denen sie mutig und clever auf den Grund gehen, was für Spannung sorgt. Das hätte einen würdigeren Titel verdient.

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