Morgan & Bailey (12) – Tod in den Hamptons

Titel: Morgan & Bailey (12) – Tod in den Hamptons / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Joachim Tennstedt, Tommi Piper, Simone Röbern ua

Inhalt: Die Hamptons nahe New York gelten als Heimat und Rückzugsort der Reichen und Schönen. Eine eher ungewöhnliche Wirkungsstätte für die himmlischen Spürnasen Charles Morgan und Rose Bailey. Doch als Hund Matty auf dem Golfplatz eine Leiche ausbuddelt, sind die beiden wieder voll in ihrem Element.Der zweite Fall mit dem hart aber herzlichen Ehepaar Fletcher.


Morgan und Bailey sind zurück aus Europa, doch ihnen bleibt keine Zeit um durchzuatmen. Aus irgendeinem Grund besteht Liam darauf, dass sie ihn zu seinen Eltern in die Hamptons begleiten, was sie ihm nicht ausschlagen wollen.
Diese kleinere Reise ist auch schon das erste Besondere an dieser Folge. Denn die beiden bodenständigen Geistlichen heben sich schon sehr von der High Society ab. Wenn man sie und Lians Eltern erlebt und lauscht, dann muss man ab und zu schonl schmunzeln. Humor kommt in dieser Folge also keinesfalls zu kurz.
Doch die Welt der Reichen und Schönen hat auch ihre Schattenseiten, und das ausgerechnet auf dem Golfplatz! Passenderweise hat der Tote einen Golfball im Mund. Das ruft natürlich den Spürsinn von Morgan und Bailey auf den Plan und obwohl es um sie herum so gar nicht ihre Welt ist, so gehen sie der Sache auf ihre ganz eigene, bereits sehr vertraute, charmante und clevere Art auf den Grund. Es gibt den einen oder anderen Verdächtigen und als Hörer kann man hier wirklich mal gut mitknobeln, wer den Mann auf dem Gewissen hat.
Die Auflösung dann hat konnte mich überraschen. Da denkt man zuvor, es ist eh schon klar, wer es war…und dann kommt die Geschichte mit einer solchen Idee daher. Aber warum auch eigentlich nicht? Schlüssig ist es dennoch, und darauf kommt es bei einem Krimi und seinem Ende doch an. Finde ich jedenfalls.
Ganz zum Schluss wird dann auch aufgelöst, wieso Liam unbedingt zu seinen Eltern und was er ihnen sagen wollte. Ich bin neugierig, inwiefern das noch Teil der Reihe werden wird.

Joseline Gassen und Joachim Kerzel sorgen dafür, dass Violet und Lloyd Fletcher zwar wie echte Snobs, aber doch ganz sympathisch klingen. Sie bilden so einen tollen Kontrast zu den beiden Hauptfiguren. Daher höre ich die beiden in der Reihe gerne. Stephanie Kirchberger erweckt Soraya Hernandez mal mit viel südländischem Temperament, mal mit viel Gefühl zum Leben. Man mag das Hausmädchen auf Anhieb und nimmt ihm die Verzweiflung problemlos ab.

Musik und Geräusche können sich wie bei allem, was aus dem Hause Contendo kommt, einwandfrei hören lassen. Trotzdem die Geschichte nicht in Heavens Bridge spielt, so klingt nicht nicht viel anders. Somit trifft man auch hier das bekannte, angenehme Flair an.

Beim Anblick des Covers fragt man sich sofort, was denn bitte Golfschläger und Golfball mit einem Toden bzw einem Mord zu tun haben können. Wobei man beim Schläger ja noch auf Ideen kommen kann. So macht das Motiv schnell neugierig.

Fazit: Eine weitere rundum gelungene Folge, die besonders mit dem Kontrast der beiden „Welten“ Heavens Bridge und den Hamptons punkten kann. Das ist wirklich cool. Dennoch gehen die beiden Hobbydetektive dem neuen Fall mit auf die für sie so typische Art nach und sorgen so sowohl für Spannung, als auch für das eine oder andere Schmunzeln.

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