Die drei !!! (56) – Geheimnis im Düstermoor

Titel: Die drei !!! (56) – Geheimnis im Düstermoor / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Nils Rieke, Katrin Decker, Alexandra Doerk, Achim Schülke ua

Kreativferien auf dem Eichenhof! Kim, Franzi und Marie freuen sich auf ihre Schreib- und Malkurse und auf Ausflüge ins nahegelegene Düstermoor. Doch gleich an ihrem zweiten Tag im idyllischen Moorhausen wird die Moorleiche aus dem Dorfmuseum gestohlen! Und schon ist es vorbei mit den entspannten Herbstferien! Die drei !!! nehmen sofort die Ermittlungen auf, doch keiner der Verdächtigen hat ein Tatmotiv. Eines Abends machen die drei auf dem Friedhof dann die entscheidende Entdeckung.


Bei den drei Detektivinnen ist es Herbst geworden. Die Ferien stehen vor der Tür und sie machen Kreativferien auf dem Einchenhof in Moorhausen. Damit befasst sich das komplette erste Drittel dieser Folge . Man erfährt, was es mit den Kursen auf sich hat, wie schön gelegen der Hof ist und natürlich hören sie schnell die ersten dezent schaurigen Geschichten aus dem Moor. Von Irrlichtern ist da zB die Rede und all das bringt der Story ihre ganz spezielle Stimmung ein.
Mit dem Fall geht es einmal mehr erst recht spät los, auch wenn die Moorleiche bereits vorher ein Thema ist. Sehr rätselhaft ist dieser Fall allerdings nicht. Während die Mädchen noch forschen, wohin die Moorleiche verschwunden ist und wer dahinterstecken könnte, hat man als (erwachsener Hörer zumindest) schon eine Ahnung. Versprochen, die wird sich gegen Ende als richtig herausstellen.
Zum Glück nimmt die Sache aber noch eine Wendung. Plötzlich wird der Ort erpresst. Sonst würde ich sagen, schon wieder so ein Fall im Fall, aber weil der eine Teil davon so vorhersehbar ist, war ich dieses Mal gar nicht böse um diesen Ablauf, denn er hält die Spannung noch ein bisschen weiter hoch.

Marianne Bernhardt hat mir als Oma Hannelore prima gefallen. Sie hat eine markante Stimme und schlägt einen sehr liebenswerten Ton an. Dagegen konnte mich Nils Rieke weniger überzeugen. Zunächst klingt er deutlich älter als sechzehn Jahre, aber auch seine Betonung passt längst nicht immer, weshalb ich ihm Kalle nicht richtig abgenommen habe. Irgendwie fehlt das eine Schüppe jugendlicher Pfiff.

Neben den vertrauten Stücken sind hier gelegentlich auch mal leisere Melodien zu hören, die mir neu waren. Im Vergleich sind es aber leider wenige. Denn diese Art Musik hätte vielen Szenen deutlich besser gestanden als die Standardstücke.

Das Covermotiv passt super zum Titel. Ich mag ja ohnehin nächtliche Szenen sehr gerne, speziell mit so leuchtenden Farben im Kontrast zur Dunkelheit. Allerdings gibt es solch eine Szene im Hörspiel leider nicht.

Fazit:  Wieder eine Folge mit langem Anlauf, der aber immerhin für die nötige Atmosphäre sorgt. Der Fall ist anfangs ziemlich durchschaubar, weshalb ich zum ersten Mal wirklich froh darüber war, dass sie quasi ein zweiter ergibt. Denn so bleibt es über die stattlichen knapp 80 Minuten hinweg stets interessant.

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