Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (40) – Die Speise der Götter

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (40) – Die Speise der Götter / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca 78 min / Sprecher: Christian Rode, Udo Schenk, Peter Weis, Gabriele Schramm ua

Ein Meisterkoch und kulinarischer Alchemist bittet Holmes um Hilfe bei der Suche nach einer gestohlenen Zutat. Es handelt sich dabei um eine einzigartige Wurzel aus weit entfernten Kolonien, die dem Koch Weltruhm einbringen soll. Auf der Suche nach dem Dieb, öffnet sich Holmes eine ungeahnte Subkultur von Gourmets und Küchenzauberern. Als es schließlich auch noch zu einem grotesken Todesfall kommt, bei dem sich ein Mann zu Tode isst, wird klar, dass hinter der Zutat mehr steckt als nur ein Geschmacksveredler.


Zur vierzigsten Folge leistet sich die Reihe eine etwas ungewöhnliche Geschichte. Der neue Auftrag für Holmes und Watson klingt wenig spektakulär. Einem Meisterkoch ist eine ganz spezielle Zutat gestohlen worden. Eben die Speise der Götter aus dem Titel. Nun sollen Holmes und Watson helfen, diese Zutat wiederzufinden. Sonst haben sie es ja mehr mit Mord und Totschlag zu tun. Da wirkt das zunächst etwas befremdlich.
Allerdings ist dieser Einstieg auf der anderen Seite so dermaßen unterhaltsam bis witzig geraten, dass das gar nicht weiter negativ ins Gewicht fällt. Diesen Stil behält die Geschichte durchgängig bei. Man erhält interessante Einblicke in die Haute Cuisine Londons zu Holmes Zeiten und lernt eine ganze Reihe arg verschrobener Sterneköche (wie man heute sagen würde) kennen. Dass sich Holmes, Watson und auch Lestrade sich bei ihren Ermittlungen notgedrungen durch die meisten Küchen essen müssen, sorgt ebenfalls für eine sehr heitere Note. Einige Seitenhiebe auf unsere heutige, moderne Küche (Stichwort: Brunch und Basilikum) und mehrere amüsante Dialoge tragen Weiteres dazu bei.
Doch diese Zutat, eine Wurzel um genau zu sein, hat bedauerlicherweise eine fatale Nebenwirkung. So liegt den drei Ermittlern dann doch noch ein Toter zu Füßen. Er wurde jedoch weder erschlagen, noch erschossen oder sonstwie heimtückisch ins Jenseits befördert. Die Wurzel ist Schuld, mehr möchte ich dazu an dieser Stelle nicht sagen. Während mich Mordopfer selten schaudern lassen, hat mir diese Todesursache doch eine Gänsehaut verursacht. Was für eine eklige Vorstellung. Der arme Kerl! Somit haben Holmes und Co doch noch einen Todesfall aufzuklären, doch die Nachforschungen kommen hier überraschend unaufgeregt daher. Spannend sind sie trotzdem, denn dieser illustre Kreis an Verdächtigen bietet reichlich Raum für Mutmaßungen.

Auch der Sprechercast lädt an mancher Stelle zum Schmunzeln ein. Bernd Vollbrecht kennt man überwiegend als Hobbykriminologen und damit quasi als Kollegen von Holmes. Es ist witzig, sie mal zusammen zu hören. Hier gibt er den Oberst Wolf von Werwald und auch dieser Figur steht der leicht überhebliche, aber auch augenzwinkernde und daher doch ganz sympathische Ton ausgezeichnet. Peter Weis alias Baracca hat man einen leicht italienischen Akzent mitgegeben, den er glaubhaft umsetzt. Auch er darf seine Figur recht überheblich darstellen. Und wenn es einen Sprecher gibt, der in dieser Hinsicht allen anderen den Rang abläuft, dann ist es klar Udo Schenk.

Dezente Musikstücke und eine ganze Reihe Geräusche lassen die Geschichte lebendig wirken und verhelfen ihr zu passender Atmosphäre.

Selbstverständlich hat er eine Restaurantszene auf das Cover geschafft. Wohl im Restaurant von Camberdor. Dem sieht man seine Aufregung durchaus an und man fragt sich sofort, was vorgefallen sein könnte.

Fazit:  Folge 40 startet eher unspektakulär, dafür aber umso heiterer. Es gibt durch die gesamte Folge hindurch immer wieder Gelegenheit dem Schmunzeln. Da ist man angesichts der Leiche wenig später direkt überrascht und so kann Holmes dann doch einmal mehr beweisen, wie genial er ist. Auch seine Ermittlungen verlaufen sehr unaufgeregt, sind aber dank der illustren Gesellschaft an Verdächtigen dennoch spannend.

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