Meine Freundin Conni – Conni und die Nacht im Museum

Titel: Meine Freundin Conni – Conni und die Nacht im Museum / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 67 min / Sprecher: Lea Sprick, Linda Fölster, Lenny Trampert, Traudel Sperber ua

Wie cool ist das denn? Connis Klasse plant einen ganz besonderen Museumsbesuch – mit Übernachtung in einer Steinzeithöhle! Vor dem Einschlafen gibt es noch eine Taschenlampenführung durchs Museum. Alle anderen Besucher haben das Gebäude längst verlassen. Anna, die wohl oder übel mitkommen musste, ist schlecht gelaunt. Und obwohl noch überall das Licht brennt, ist sie überängstlich – selbst als die Kinder in der Cafeteria zum Abendessen fröhlich picknicken. Erst als die Führung beginnt, werden die Lichter gedimmt. Da wird auch Conni ein wenig mulmig…


Wenn das nicht aufregend ist: Connis Klasse darf eine Nacht im Museum verbringen! Doch nicht jedem ist das Museum bzw die Ausstellungsstücke dort ganz geheuer. Das zeigt sich bereits als die Klasse zunächst tagsüber einen Besuch dort unternimmt. Somit ist gleich für Schwung gesorgt. Und so interessant es ja im Museum an sich ist, ein bisschen kann man speziell Annas Ängste doch nachvollziehen. Sie tat mir anfangs wirklich leid.
Zum Glück hat Anna Conni und ihre anderen Freunde und denen gelingt es zunächst ganz gut, Anna ihre Angst ein bisschen auszureden. Bis die Nachricht mit der Übernachtung kommt. Das gefällt Anna überhaupt nicht. Selbst das konnte ich noch verstehen, doch irgendwann ging mir ihr Gejammer nur noch auf die Nerven.
Denn es ist ja wirklich spannend im Museum! So viel, was es dort zu sehen gibt! Und gemeinsam mit Conni und ihrer Klasse kann man hier eine ganze Menge lernen. Und in der freudigen Aufregung der Kinder, die ebenfalls leicht zum Hörer überschwappt, ist Anna letztlich vor allem eine echte Spaßbremse. Dass jemand so nervig ist, kenne ich aus den Conni-Geschichten sonst gar nicht, darum habe ich mich hier ehrlich darüber gewundert.
Natürlich wird die Nacht dann so richtig aufregend. Ohne Streiche geht es eben nicht! Die wilde Jagd durch das Museum ist wunderbar lustig, gleichzeitig auch dezent unheimlich und spannend. Man ahnt zwar, wer dahintersteckt, aber die Sache wird zum Glück nicht sofort aufgelöst. Und selbst als sich alles geklärt zu haben scheint, ist es noch nicht vorbei. Plötzlich ereignen sich Dinge, die nicht auf dem Mist der “üblichen Verdächtigen” aus der Klasse gewachsen sein können. Die Geschichte bleibt also bis zum Schluss wirklich dran und wird nicht eine Sekunde lang langweilig.

Einzelne Sprecher herauszugreifen macht hier insgesamt gesehen wenig Sinn. Es sind selbstverständlich in der Hauptsache die Sprecher von Conni und ihrer Klassenkamerade zu hören und sie alle machen ihre Sache richtig gut. Man nimmt ihnen ihre Rollen sofort ab. Traudel Sperber ist eine der wenigen erwachsenen Sprecher und gibt eine sympathische Klassenlehrerin, der man bei ihren Erklärungen im Museum gerne lauscht.

An Musik sind vertraute Stücke aus der Serie zu hören, hier und dort aber auch mal minimal düstere Melodien. Beispielsweise bei den Ereignissen im Museum des Nachts. Die Geräuschkulisse ist einwandfrei, in dieser Hinsicht ist man jederzeit bei Conni und ihrern Freunden im Museum mit dabei.

Im Museum dürfen die Kinder in den nachgebauten Steinzeithöhlen übernachten. Diese Situation hat es auf das Cover geschafft. Wenn das nicht gemütlich aussieht, dann weiß ich es auch nicht.

Fazit: Bei dieser Geschichte gibt es einiges zu lernen, aber der Spass kommt natürlich auch nicht zu kurz. Die Nacht im Museum ist sehr aufregend und sogar ein Fünkchen unheimlich. Eine gelungene Mischung. Hätte Anna mich nicht irgendwann vor allem genervt, hätte mir die Folge noch besser gefallen.

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