Gruselserie (03) – Moskitos – Angriff der Killer – Insekten

Titel: Gruselserie (03) –Moskitos– Angriff der Killeri-Insekten / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 59 min / Sprecher: Elga Schütz, Udo Schenk, Patrick Bach, Martin May ua

Der Urlaub im tropischen Amazonas-Gebiet entwickelt sich für eine kleine Touristengruppe zu einem wahren Alptraum: In Todesangst fliehen sie vor mutierten Insekten, deren Blutdurst keine Grenzen kennt.


Nach dem Folge um den Yeti, wird die Reihe etwas realistischer. Nun geht es um besonders gefährliche Moskitos, und Moskitos gibt es ja nun tatsächlich. Wenn auch nicht in Adlergröße…
Zu meiner Freude setzt sich der inzwischen sehr gute Eindruck von der Serie bei dieser Episode fort. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Einer ist auf jeden Fall, dass eine Figur von Anfang dabei ist, aber nicht über die ganze Geschichte hinweg. Das habe ich als relativ ungewöhnlich empfunden. Man geht irgendwie automatisch davon aus, dass die Person, die man direkt kennenlernt, einem bis Ende erhalten bleibt. Auf gewisse Weise tut sie das hier sogar, aber andererseits auch wieder nicht so wirklich.
Dann gefällt mir der Schauplatz richtig gut. Der Dschungel am Amazonas, das alleine klingt schon interessant und spannend. Wer weiß schon so genau, was in diesem Landstrich alles lebt? Dass man dort auf eine ungewöhnliche Art treffen kann, halte ich für gar nicht so unwahrscheinlich.
Und zuletzt, die Geschichte nimmt sich ihre Zeit, ohne dass es dabei langweilig wird. Von Anfang an sind Hinweise gestreut, dass etwas in der Pension und ihrer Umgebung nicht stimmt, dass es dort Ungewöhnliches gibt. Schnell wird auch klar, dass es dabei um die Moskitos geht, doch wie dramatisch die Angelegenheit letztlich wirklich ist, das stellt sich erst nach und nach heraus. Quasi unterwegs lernt man die Figuren besser kennen und einige von ihnen sind zwar schräge Vögel, entwickeln aber im Laufe der Zeit interessante Charakterzüge über die man staunt. Den einen oder anderen dramatischen und erschreckenden Moment gibt es auch und dann kommt schließlich das große Finale.
Das schickt einen durchgeknallten Wissenschaftler ins Rennen. Wenn das nicht eine absolut klassische Idee ist…

Wenn man Udo Schenk als Erzähler einsetzt, ist einem bei den ersten Worten klar, dass diese Geschichte nichts Gutes verheißt. Elga Schütz ist als Hattie Miller zu hören und erweckt die rüstige Seniorin zu einem Leben, das stetig zwischen liebenswert und nervig schwankt. Bei mir überwog zum Glück das Liebenswerte. Dann haben wir da noch Peter Weis, einen meiner absoluten Lieblingssprecher. Erstaunlich, wie böse und irre diese wunderbare Stimme klingen kann. Heidrun von Goessel dagegen hat nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Ihre Stimme ist markant und ich mag sie wirklich, aber ganz authentisch klang sie für mich leider nicht.

Der Schauplatz ist tadellos in Szene gesetzt mit viel Vogelgezwitscher, Moskitogesumm und allerlei weiteren gelungenen Dschungelgeräuschen. Die Musik habe ich eher als zurückhaltend empfunden. Stattdessen setzt man mehr auf durchdringende, laute Geräusche, die Akzente setzen und die Aufmerksamkeit des Hörers hochhalten.

Dieses Cover leuchtet wieder in Neongelb. Zu sehen sind natürlich die fiesen Blutsauger (die eigentlich ganz flauschig aussehen). Dem gequälten Gesichtsausdruck des Mannes ist aber zu entnehmen, dass es eine Qual sein muss, von dieser speziellen Sorte Moskitos gestochen zu werden. Ich muss sagen, mir hätte eine andere Szene an dieser Stelle besser gefallen.

Fazit:  Mir hat Folge 3 wieder prima gefallen. Eine spannend Geschichte, die sich zwar Zeit nimmt, aber geschickt Hinweise streut und dann mit ganz klassischen Elementen auftrumpft. Eine sehr illustre Gesellschaft ist ebenfalls mit dabei und auch ein verrückter Wissenschaftler. Gruselherz, was willst du mehr?

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