Johnny Sinclair (02) – Beruf: Geisterjäger

Titel: Johnny Sinclair (02) – Beruf: Geisterjäger / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 59 min / Sprecher: Dirk Petrik, Tim Kreuer. Lène Calvez, Bert Franzke, Sven Plate ua

Der junge Geisterjägeranwärter Johnny Sinclair sieht seiner ersten großen Aufgabe entgegen! Aber wie soll man sich auf die Geisterjagd konzentrieren, wenn man nicht einmal über einen richtigen Geisterjägerassistenten verfügt? Und dann wartet in der Schule auch noch ein schwieriger Geschichtstest und als einzige Schummelhilfe entpuppt sich am Ende ausgerechnet ein schwerhöriger Totenschädel, der einfach nicht die Klappe halten kann!


Nachdem die erste Folge sehr ordentlich Vorarbeit geleistet und die Grundlagen der Geschichten geschaffen hat, geht es direkt weiter. In diesem zweiten Teil macht Johnnys Ausbildung zum Geisterjäger einen ordentlichen Schritt voran. Er erlebt seine ersten Einsatz als Geisterjäger, der spannend und durchaus schaurig daherkommt. Vor allem aber fällt er wunderbar klassisch aus mit einem stimmigen Hintergrund zu der Geistererscheinung. Und man erlebt einen angehenden Geisterjäger, der unverkennbar Talent hat. Das muss selbst der sonst für seine Meckereien bekannte Erasmus eingestehen.
Über ihn erfährt man in diesem zweiten Teil eine ganze Menge. Vor allem viel Verwunderliches, aber auch Beeindruckendes. Denn auch wenn sich einige seiner großen Reden schnell als heiße Luft entpuppen, scheint er eine magische Vergangenheit zu haben. Diese verhilft Johnny dann auch zu seiner ersten Geisterjägerausrüstung. Die ist witzig gemischt aus altmodischen Accessoires aus Erasmus Nachlass und solch modernen Gerätschaften wie eine riesige Wasserpistole, die sich super mit Salzwasser befüllen lässt. So wird den jungen Hörern gleichzeitig etwas Bekanntes und etwas Altmodisches und vermutlich eher Unbekanntes geboten. Mir gefällt das ebenfalls, obwohl ich deutlich älter bin. Denn mich kann man mit Altmodischem schnell langweilen. Zuletzt gilt es dann noch, einen Assistenten für Johnny zu finden, wobei es sehr turbulent zugeht.
Neben all diesem Geisterjägerdingen hat Johnny aber natürlich noch Alltägliches um die Ohren. So muss er sich mit den Klassenrowdys herumschlagen und bekommt immer mehr mit Millie zu tun, was für viel Gespött sorgt. Selbstverständlich gibt es noch Schulaufgaben und Tests, die man scheinbar nicht mal mit magischem Souffleur meistern kann. Johnny ist eben auch ein ganz normaler Junge wie seine Hörer auch und durch diese Szenen fühlt man sich der Figur näher als wenn Johnny nur mit Geistern und Magie zu tun hätte.

Mr. Hopkins ist einer der Geister, die auf Grayman Castle umgehen. Von ihm hört man hier eine ganze Menge und Peter Matics Stimme wurde dafür mit einem passenden Hall unterlegt. Das erinnert mich stark an wirklich alte Gruselhörspiele, was ich unglaublich charmant finde. Lène Calvez Akzent steht Cécile ebenso gut wie der gewitzte Ton, den sie Möchtegern-Mambo oft verleiht.

Einmal mehr ist eine bunte Mischung an Musik zu hören. Da sind Melodien dabei, die an alte Gruselgeschichten erinnern, aber auch modernere Stücke, die den Schwung einiger Szenen prima transportieren. Die Geräuschkulisse ist wie aus dem Ei gepellt, da sitzt jeder Ton perfekt.

Das Covermotiv gleicht dem des ersten Teils. Lediglich das leuchtende Grün ist gegen verschiedene kräftige Rot- und Blautöne getauscht worden. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich liebe diesen Stil einfach.

Fazit:  In diesem zweiten Teil geht es mit Johnnys Ausbildung zum Geisterjäger spürbar voran. Er erlebt seine erste spannende Geisterjagd, mischt sich eine witzige Kombination aus Werkzeugen zusammen und findet auf amüsant holprigen Wegen einen Assistenten. Es ist also immer etwas los. Und liegt die Geisterjagd mal brach, springen unterhaltsame Ereignisse aus Johnnys ganz normalem Leben ein, beispielsweise an der Schule.

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