Fünf Freunde (129) – …und die kleinen Detektive

Titel: Fünf Freunde (129) – …und die kleinen Detektive / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 53 min / Sprecher: Jannik Endemann, Tim Kreuer, Lelio Fontanges, Alexandra Garcia ua

In ihrem neuen Abenteuer verschlägt es die Freunde in ein Zeltlager. Als zwei geplante Betreuer ausfallen, übernehmen sie die Verantwortung für drei jüngere Kinder, die sich “Die kleinen Detektive” nennen. Doch dann verschwinden die Kleinen und die Lagerleitung erhält eine beunruhigende anonyme Botschaft. Jetzt heißt es klug zu handeln! Mit höchster Aufmerksamkeit und raffinierten Tricks gehen die Fünf Freunde in dieser Sache vor. Und mit der Hilfe der schlauen Kinder wird schließlich einer gemeinen Bande das Handwerk gelegt.


Vermutlich erinnert sich außer mir kaum noch jemand an die Kiosk Hörspielserie “Die kleinen Detektive” aus den Achtzigern. Falls doch, dürfte zumindest diesen Leuten einleuchten, dass ich angesichts des Titels dieser Folge ganz schön irritiert war.
Doch natürlich hat beides nichts miteinander zu tun. Die Geschichte beginnt in einem Zeltlager, an dem die fünf Freunde in den Ferien teilnehmen. Relativ schnell lernt man gemeinsam mit ihnen die besagten kleinen Detektive kennen, und die sind wirklich noch sehr klein bzw jung. Ich befürchtete schon das Schlimmste was Nerverei naseweiser Kinder angeht. Glücklicherweise sind die kleinen Detektive aber wirklich ganz schön schlau und vernünftig für ihr Alter und heulen nicht bei der erstbesten Gelegenheit herum. Ganz im Gegenteil, sogar als es ernsthaft brenzlig wird, handeln sie sehr besonnen. Wie wahrscheinlich das ist, darüber kann man geteilter Meinung sein. Aber in dieser Hinsicht sind mir zu vernünftig geratene Kinder ehrlich lieber als heulende.
Die fünf Freunde übernehmen es, auf die kleinen Detektive aufzupassen, doch dann geschieht das Unglück: die Kleinen gehen im Wald verloren. Auch wenn ich es seltsam fand, dass die Großen sich auf den Deal mit den Kleinen einlassen, so verantwortungsbewusst sie sonst immer sind, aber ein bisschen kann man es auch nachvollziehen.
Und als wäre das noch nicht schlimm genug, geraten die Kleinen auch noch an zwei ganz gemeine Kerle, die sie entführen. Das ist der einzige Moment, wo die Vernunft der Lütten mal kurz aussetzt. Doch das braucht es halt um die eigentliche Story in die Gänge zu bringen. Mir hat sie trotz anfänglicher Bedenken wirklich gut gefallen. Die Großen müssen die Angelegenheit besonders schlau und vorsichtig angehen und die Kleinen müssen all ihren Grips zusammenkratzen um mitzuarbeiten. Das ergänzt sich auf spannende Weise und einige ernsthaft bedrohliche Situationen steuern nochmal einen Schuss Dramatik bei.

Lelio Fontanges, Viviana Brunner und Sten Brettschneider sind in den Rollen der kleinen Detektive zu hören. Mit ihren hellen Stimmen und dem aufgeweckten Ton bringen sie viel frischen Wind in die Geschichte. Tim Kreuer  gibt Betreuer Tom einen überzeugend pflichtbwussten Ton.

Musik und Geräusche sind sorgfältig aufeinander abgestimmt. So kommt leicht die passende Stimmung auf und das Geschehen ist wunderbar anschaulich.

Von den kleinen Detektiven ist auf dem Cover keine Spur zu sehen. Man erkennt aber auf Anhieb, dass die fünf Freunde etwas oder jemanden suchen und der Hintergrund mit den Containern und dem großen Kran stimmt neugierig.

Fazit: Ich hatte ernste Bedenken, die aber glücklicherweise unbegründet waren. Die kleinen Detektive nerven kein Stück. Stattdessen erlebt man hier schlaue und spannende Zusammenarbeit zwischen ihnen und den fünf Freunden, die mit einer wirklich ausgesprochen gefährlichen Lage zurechtkommen müssen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© 2019 Frontier Theme