Die drei ??? (194) – …und die Zeitreisende

Titel: Die drei ??? (194) – …und die Zeitreisende / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 77 min / Sprecher: Lutz Mackensy, Katja Brügger, Oliver Rohrbeck, Rosemarie Wohlbauer ua

Was hat es mit dem geheimen Zeitreise-Experiment von Quentin Kurtz auf sich? Weshalb wurden er und seine Tochter Aurora vom CIA gesucht? Und wohin verschwanden die beiden vor mehr als 30 Jahren spurlos? Als die drei ??? sich dieses mysteriösen Falles annehmen, scheinen die Gesetze der Logik außer Kraft gesetzt zu sein. Denn plötzlich steht die verschollene Aurora leibhaftig vor ihnen – ohne auch nur einen Tag gealtert zu sein.


Natürlich kommen mir oft Bewertungen anderer Hörer unter und ja, die lese ich teilweise auch. Darum weiß ich, dass ich mit meiner Meinung zu dieser Episode etwas verlassen auf weiter Flur stehe. Ich mache es kurz und knapp: mir hat die Folge richtig gut gefallen! Und dabei bin ich kein ausgewiesener Fan der drei Detektive.
Einmal finde ich das Thema einfach interessant und spannend. Zeitreisen, das wäre doch mal was! Sicher, sowas gibt es nicht, über die Glaubwürdigkeit der Story muss man also nicht diskutieren. Doch wird hier so lange die Theorie hochgehalten, dass es ja vielleicht doch jemandem gelungen sein könnte, Zeitreisen möglich zu machen, dass man es irgendwann wirklich in Erwägung zieht. Und das auch ganz schön lange! Erst spät findet die Geschichte zurück auf den Boden der Realität, doch selbst dann gibt es noch Momente, wo man denkt aber vielleicht ja doch… Das fand ich einfach cool, manchmal sogar ein bisschen spooky und obendrein sind viele Momente und Dialoge auch noch stimmig in Szene gesetzt.
So rätselt man gemeinsam mit den drei Detektiven geraume Zeit, was für ein Spiel da mit der Theaterdiva gespielt wird und es bleibt lange spannend. Selbst das an vielen Stellen kritisierte Ende hat mir zugesagt. Mich stört sowas nämlich nicht, wenn es gut gemacht ist. In meinen Ohren ist das hier der Fall. Geschmackssache, natürlich!

Rosemarie Wohlbauer findet für die abgehalfterte Theaterdiva genau den richtigen überheblichen und exzentrischen Ton. Manchmal übertreibt sie aber auch, wobei ich vermute, dass das bewusst so gemacht ist. Mich hat sie an diesen Stellen dann aber doch mehr genervt als unterhalten. Lutz Mackensy gibt einen wunderbar gelackten Frank Firhaus und Katja Brügger darf sich als resolute Conchita Dominguez austoben, was ihr einwandfrei gelingt. Man sieht die tobende und sicher wild gestikulierende Conchita sofort vor sich.

Zugegeben, der Soundtrack der Folge ist gewöhnungsbedürftig und bestimmt nicht jedermanns Sache. Mir hat er gefallen, auch wenn er ungewöhnlich ist. Vielfach wird auf Geräusche statt auf Musik gesetzt und diese Geräusche könnten tatsächlich aus einer Sciencefiction Geschichte stammen. Sie klingen fremd, oft durchdringend und stehen der Story so ausgezeichnet. In meinen Ohren jedenfalls. Und auch die eingesetzten Melodien schlagen diesen Weg ein, was gut zusammenpasst.

Das Covermotiv mag ich ebenfalls. Das leuchtende Ziffernblatt wirkt wie ein Strudel, in den das schattenhafte Mädchen hineingeht. Der Strudel in eine andere Zeit vielleicht?

Fazit:  Es lässt sich nicht ändern: mir hat die Folge wirklich Spass gemacht. Die Geschichte schafft es tatsächlich, dass man so etwas Unmögliches wie Zeitreisen in Erwägung zieht und hält diese Spannung auch lange hoch. Nenebei ist es auch noch eine Spur spooky. Über die Glaubwürdigkeit muss man nicht diskutieren, die ist quasi nicht existent. Aber das Unglaubliche wird in meinen Ohren sehr gut verkauft.

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