Die drei ??? Kids (65) – Mission Goldhund

Titel: Die drei ??? Kids (65) – Mission Goldhund / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 65 min / Sprecher: Yoshij Grimm, Michael Lott, Lara Trautmann, Sven Brieger, David Wittmann ua

Ein junger Hund taucht bei den drei ??? Kids auf und weicht ihnen nicht mehr von der Seite. Was will er von ihnen? Sein Halsband ist aus echtem Gold und schon bald geraten Justus, Peter und Bob in eine gefährliche Verfolgungsjagd.


Nach der vorigen gelungenen Folge war ich angesichts dieser Geschichte sehr optimistisch gestimmt. Leider beginnt sie längst nicht so aufregend wie ihr Vorgänger. Ein junger Hund läuft den drei Freunden zu und auch wenn alleine vom Titel her klar ist, dass er der Aufhänger zum neuen Fall ist, so ist davon sehr lange nichts zu spüren. So sehr ich die Begeisterung der Jungs nachvollziehen konnte, aber es hätte ruhig eine Spur zügiger zur Sache gehen dürfen.
Mit einer aufregenden Verfolgungsjagd geht es dann endlich los und bald schon müssen die Freunde erkennen, an ihrem Findelhund muss etwas Besonderes sein. Nur was? Die Hinweise sind zunächst rar gesät, häufen sich aber nach und nach dann doch. Dabei schlägt die Geschichte unerwartete Haken, die hier und da aber doch etwas zu überzogen wirken. Selbst für die Verhältnisse dieser Reihe. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu alt, dass mir das so vorkommt, das kann natürlich auch sein.
Außerdem waren es mir irgendwann auch zu viele Umwege und die Handlung zog sich teilweise schon ganz ordentlich. Es gab mehrere Momente, wo ich dachte, nun steht das Finale bevor, die Sache ist geritzt und dann ging es doch noch weiter. Auf einem neuen Umweg.

Ich begrüße es ja immer sehr, wenn es Figuren gibt, die die drei Nachwuchsdetektive nicht sofort für voll nehmen. Letztlich sind sie immer noch Kinder und wer sie nicht kennt, nimmt sie auch nicht gleich ernst. Das ist normal, daher konnte ich Sergeant Bofingers abweisende und unfreundliche Art schon ein Stück weit verstehen. Beides bringt  Sprecher Michael Lott sehr gut und überzeugend rüber. Lara Trautmanns angenehme Stimme passt gut zu Emily Carter und lässt sie sehr sympathisch. Schön, dass man ihr keine Starallüren angedichtet hat.

Hinsichtlich Musik kann man es kurz und knapp machen: kennt man alles bereits hinlänglich aus vorigen Folgen. Dafür ist die Geräuschkulisse einmal mehr abwechslungsreich und gut gelungen.

Das Cover zeigt die Szene, mit der der neue Fall für die jungen Detektive endlich so richtig losgeht. Das ist gut gewählt. Ich frage mich nur, wieso der kleine Hund so überaus fröhlich dreinschaut. Das dürfte in dieser Situation kaum den Tatsachen entsprechen.

Fazit:  Die Geschichte braucht etwas zu lang um in die Gänge zu kommen, punktet dann mit einer aufregenden Verfolgungsjagd, nur um dann wieder gut und gerne zwei Gänge zurückzuschalten. Von da an zieht sie sich ziemlich und irgendwann wirken die ständig neuen Drehs nicht mehr besonders glaubwürdig.

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