Johnny Sinclair (05) – Dicke Luft in der Gruft

Titel: Johnny Sinclair (05) – Dicke Luft in der Gruft / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 52 min / Sprecher: Dirk Petrik, Tim Kreuer. Lène Calvez, Bert Franzke, Sven Plate ua

Johnny Sinclairs Klassenkameradin Millie Edwards wurde mit Pustelfieber ins Krankenhaus eingeliefert kurz nachdem sie Johnny seinen ersten offiziellen Geisterjäger-Auftrag erteilt hat! Offenbar gibt es nur ein Mittel gegen das sonderbare Fieber: das gräuliche Greisenhaupt eine Pflanze, die ausschließlich auf Friedhöfen wächst und nur bei Mondschein zu sehen ist!


Die vorige Folge ließ einen mit einem Sack voll Rätsel und offener Fragen zurück. Einige davon werden in diesem zweiten von drei Teilen aufgelöst. Doch soweit ist es anfangs noch nicht. Speziell zwei Rätsel stehen hier im Mittelpunkt. Nachwievor ist es rätselhaft, was mit Millie passiert ist. Die Diagnose Pustelfieber wirkt wenig glaubhaft, doch was sollte es sonst sein?
Das dröselt sich nach und nach auf und natürlich ist es Ehrensache, dass Johnny, Assistent Russell und Erasmus dem Mädchen helfen. Das geht aber mal nicht mit der Salzwasserpistole oder der Phönixschwinge. So lernt Johnny hier einen weiteren Zweig seines Traumberufs kennen. Geisterjäger müssen sich neben handfesten Kampfmethoden eben auch mit Zaubertränken auskennen und einen solchen braucht es um Millie zu kurieren. Das fand ich so ganz gut gemacht, denn immer nur Jagden und Kämpfe auf und mit Geistern wäre auf Dauer wohl etwas eintönig.
Für den Trank braucht es einige Zutaten und bei der Beschaffung gibt es manchen schaurigen Zwischenfall und Johnny treffen einige Erkenntnisse, die man -genau wie er- nicht unbedingt gut findet und die auch für Überraschungen sorgen. Besonders aufregend ist Johnnys und Russells Expedition auf dem Friedhof und dort unter die Erde. Da hat man alle Gelegenheit, sich um die beiden zu sorgen und natürlich auch ihren Mut zu bewundern.
Das zweite Rätsel, das hier aufgelöst wird, ist das um die sonderbare Krankheit von Russells Vater. Dass Johnny des Rätsels Lösung so plötzlich und irgendwie zusammenhanglos überkommt, fand ich zwar nicht ganz so glaubhaft, dafür sind seine und Russells Unternehmungen später absolut unterhaltsam. Und ganz typisch für sie auch turbulent und ein bisschen chaotisch. Aber sie zeugen auch davon, dass die beiden ganz schön clever und kreativ sind, wenn es um ihre Einsätze geht. Außerdem hat Erasmus hier einen grandiosen Auftritt.
Am Ende dieses zweiten Teils sind einige Fragen beantwortet, einige Probleme gelöst, aber es bleiben noch immer genug Rätsel für den dritten Teil.

Dirk Petrick gefällt mit als Johnny nachwievor sehr gut. Seine Stimme ist mir immer noch angenehm neu und er spricht ausgesprochen lebendig, was einem  ein gutes und sympathisches Bild des jungen Geisterjägers vermittelt. Hier gab es dann aber doch etwas, was mich an seiner Darbietung ein bisschen gestört hat. Dieses ewige Seufzen und Stöhnen vor fast jedem Satz tut wirklich nicht Not. Ab und zu, okay, aber mir war es irgendwann zu viel davon. Auch die beiden Rowdys aus Johnnys Schule mischen hier mit und ich hätte ja niemals für möglich gehalten, wie fies Sven Plate klingen kann. Das passt gut zu dem Ekelpaket Alfie.

Musikalisch bleibt die Serie sich absolut treu. Ich bin immer noch beeindruckt, welch abwechslungsreiche und aufwendige Stücke eingesetzt sind. Das unterstreicht jede einzelne Szene wunderbar und beschwört die jeweilige Atmosphäre im Nu herauf. Eine Fülle an Geräuschen veranschaulicht das Geschehen.

Das Covermotiv ist identisch mit dem des vorigen Teils, was den Zusammenhang zwischen den Geschichten verdeutlicht. Lediglich die Farben der Szene in der Mitte haben gewechselt. Mir gefällt das düstere Design mit diesem Farbklecks prima.

Fazit:  Dieser zweite Teil beantwortet einige Fragen, die nach Teil 1 offen waren. Dabei lernt Johnny neue Elemente des Geisterjägerberufs kennen, was eine schöne Abwechslung ist. Außerdem wird ein Problem in einer haarsträubend chaotischen Aktion gelöst. Das macht Spas. Einige schaurige Szenen gibt es auch wieder und Johnny muss sich mit ein paar Dingen abfinden, die ihm gar nicht passen. Und ihn ebenso überraschen wie den Hörer.

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