TKKG (205) – Teuflische Kaffeefahrt

Titel: TKKG (205) – Teuflische Kaffeefahrt / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Sascha Draeger, Frank Roder, Rosemarie Wohlbauer, Michael Prelle ua

Tim, Karl, Gaby und Klößchen kommen einem Betrüger auf die Schliche: Auf Gratiskaffeefahrten nimmt der Geschäftsmann Hagen Teufel gutgläubige, ältere Menschen aus, indem er ihnen wertlose Heilmittel zu schamlos überteuerten Preisen verkauft. Aber TKKG haben einen Plan, heften sich an Teufels Fersen und sind kurz davor, den Betrüger samt seinem Busfahrer Harry Henkel dingfest zu machen. Leider läuft der Plan aus dem Ruder, denn was TKKG nicht wussten: Der ehemalige Boxchampion Harry Henkel spielt sein eigenes Spiel.


Dieses Mal dient also eine Kaffeefahrt für Senioren als Aufhänger für einen Fall. Irgendwie sehe ich sogar ein, dass es bei über 200 Folgen schwierig ist, noch neue Themen zu finden. Warum also nicht eine Kaffeefahrt? Dass dabei gerne mal Rentner über den Tisch gezogen werden, ist ja nichts Neues und eindeutig auch ein Aufreger. Somit winke ich das Thema mit viel gutem Willen mal als okay durch.
Gegenüber dem Rest der Story kann ich allerdings nicht so großzügig sein. Speziell was einige Figuren angeht, wird mir viel zu sehr übertrieben. Und vor allem wird sich viel zu lange damit aufgehalten, die Boshaftigkeit gewisser Personen aufzuzeigen. Das hat man lange zuvor bereits gerafft und so wird es schnell ziemlich anstrengend. Und dabei bleibt halt auch mal wieder die Spannung gänzlich auf der Strecke.
Die kommt dann auch später nicht wieder. Große Überraschungsmomente sucht man vergebens und irgendwie hatte ich auch nicht den Eindruck, dass die Freunde nicht großartig ermitteln. Vorfall reiht sich an Vorfall und gefühlt stehen sie vor allem die meiste Zeit daneben und schauen zu.
Gegen Ende kommt dann kurz mal etwas Schwung in die Sache, quasi zum Wecken des Hörers. Die Situation ist dann zwar wieder einmal ziemlich haarsträubend, aber wenigstens ist endlich mal etwas los. Wenn auch auf den letzten Minuten. Ein bisschen Tempo dieser Art hätte der vorangegangenen Handlung auch ganz gut getan. Das hätte man eventuell aufteilen sollen.

Bei den Sprechern ist Rosemarie Wohlbauer ein echter kleiner Lichtblick. Sie klingt gleichermaßen liebenswert und gutmütig, wie auch entschieden, wenn es die Situation erfordert. Frank Roder ist als fieser Hagen Teufel zu hören und das hört man ihm auch sofort an. Leider klingt das immer gleich, obwohl “Böse” doch durchaus verschiedene Facetten haben kann. Eine oder zwei mehr hätten der Figur sicher gut getan.

Alleine der Musik ist es zu verdanken, dass man weiß, welche Szenen spannend wirken sollen. Allerdings hilft das auch nicht viel, wenn das Geschehen einfach nicht spannend ist. Den Geräuschen kann man weiter nichts vorwerfen. Es ist da, was gebraucht wird. Grundsolide, mehr nicht.

Die Szene auf dem Cover ist der Handlung entliehen und passt entsprechend gut. Sie sieht aber auch sehr viel dramatischer und actionreicher aus als man sie in der Geschichte wiederfindet.

Fazit:  Leider kommt hier nie wirklich Spannung auf, die Figuren wirken viel zu überzogen und charakterlich flach und die Szene am Ende reißt da auch nicht wirklich etwas raus. Den Aufhänger mit der Kaffeefahrt hätte ich ja noch durchgehen lassen, der Rest ist recht hanebüchen und unspektakulär.

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