Die drei ??? (197) – Im Auge des Sturms

Titel: Die drei ???  (197) – Im Auge des Sturms / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 70 min / Sprecher: Andreas Fröhlich Herma Koehn, Katja Brügger, Sascha Rotermund ua

“Finde Finnley! Er ist in Gefahr!” Kurz darauf verliert der Surfer, den Peter verletzt am Strand findet, das Bewusstsein. Doch: Wer ist Finnley? Auf ihrer Suche quer durch Rocky Beach werden Justus, Peter und Bob von einem mysteriösen Mann verfolgt. Vor allem aber muss Peter sein Können als Surfer unter Beweis stellen. Wird es den drei Detektiven gelingen, auch diesen Fall zu lösen? Die Zeit wird knapp, denn ein gewaltiger Sturm zieht auf!


Die Serie hat im positiven Sinne gerade einen Lauf. Nachdem mir die Folge um die Bauchrednerpuppe gefallen hat, hat mir auch diese Geschichte wieder sehr zugesagt. Dabei hält sie sich von (vermeintlich) übersinnlichen Geschehnissen gänzlich fern.
Stattdessen bekommt man einen sehr unterhaltsamen, bodenständigen Detektivfall geboten. Es beginnt rätselhaft mit einer seltsamen Warnung, der die Freunde natürlich sofort nachgehen. Insgesamt richtet dieser Fall sich vornehmlich an Peter, denn er spielt im Surfermilieu. Auch das hat mir gefallen, denn hier hat Peter wirklich mal Gelegenheit zu zeigen, was er detektivisch so drauf hat. Manchmal habe ich nämlich das Gefühl, die Bangebüx kommt in der Hinsicht gerne mal zu kurz.
Die Detektive verfolgen gründlich jede Spur, ermitteln dabei mal gemeinsam, dann wieder getrennt, wonach sie sich zusammensetzen und die Erkenntnisse zusammentragen und weiteres Vorgehen planen. Da sieht man, wie gut sie auch einzeln und später dann wieder gemeinsam funktionieren. Für den Hörer ist das so angenehm geradlinig und doch abwechslungsreich gehalten. So hat man durchaus Gelegenheit ein bisschen mitzuknobeln, was für Spannung sorgt. Die Auflösung ist stimmig und nachvollziehbar und keine von der Sorte, wie sie nur ein Genie wie Justus herleiten kann.
Und zuletzt, zumindest am Anfang, liegt über den Geschehen eine irgendwie recht sommerliche Atmosphäre. Trotz des Vorfalls am Strand. Da wir gerade Sommer haben, habe ich das als passig empfunden. So gesehen war es also ganz gut, dass ich so sehr hinterherhinke mit der Reihe.

Tim Kreuer überzeugt als Matthew Kooning und gibt den verunglückten Surfer sehr überzeugend. Seine Verzweiflung nimmt man ihm leicht ab. Auch Clarissa Börner hat mir als Farryn Stanseth prima gefallen mit ihrer angenehmen Stimme und dem sympathischen Ton. In de Rolle ihres Bruders Finley ist Julian Greis zu hören, der diese Figur lange Zeit zu einem echten Widerling macht.

Die Geräuschkulisse kann vor allem bei dem Strandszenen punkten und gestaltet sie anschaulich. Ein paar neue Musikstücke wurden mit einigen wenigen älteren kombiniert, was insgesamt einen soliden Eindruck hinterlässt. Anfangs versteht die Musik es, das erwähnte sommerliche Flair zu unterstreichen.

Auf dem Cover ist natürlich ein Surfer zu sehen. Schön düster gehalten, sodass man nicht erkennen kann, um wen es sich handelt. Drum herum überschlägt sich eine riesige Welle, was durchaus ein bisschen bedrohlich aussieht.

Fazit:  Diese Geschichte kommt ganz ohne vermeintlich übersinnliche Elemente aus. Dennoch hat sie für mich gut funktioniert. Ein spannend umgesetzter interessanter und abwechslungsreicher Fall und eine echte Detektivgeschichte. Sehr fein!

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