Professor van Dusen (18) – …und der lachende Mörder

Titel: Professor van Dusen (18) – …und der lachende Mörder / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 56 min / Sprecher: Nicolai Tegeler, Vera Bunk, Bernd Vollbrecht, Peter Flechtner ua

Hutchinson Hatch wird ein wichtiges Beweisstück in einem laufenden Mordprozess zugespielt. Sofort begibt er sich damit an den Gerichtshof, wo der des Mordes angeklagte Marvin Costello allerdings freigesprochen wird. Hatch wird von diesem ausgelacht und verhöhnt. Doch damit nicht genug: Nicht einmal Professor van Dusen scheint sich für diesen Fall zu interessieren. Hatch und seine Freundin Penny sind entschlossen, den Fall aufzuklären und ermitteln auf eigene Faust. Schnell stellen sie fest, dass Costello und dessen neue Freundin Estelle von Geheimnissen umgeben sind, die für Hatch und Penny nur einen Schluss zulassen: Marvin Costello steht kurz davor, einen weiteren Mord zu begehen. Kann Professor van Dusen Schlimmeres verhindern?


Das ist mal ein Start in einen Fall, wie er einem selten begegnet. Selbst in einer Serie wie dieser. Die Geschichte beginnt direkt vor Gericht, wo ein Mordprozess verhandelt wird. Wohlgemerkt einer, bei dem es bis dahin noch nicht einmal eine Leiche gibt. Nachdem der Angeklagte freigesprochen wurde, stürmt Hatch in den Gerichtssaal. Mit einem Dokument, dass den Angeklagten klar schuldig gesprochen hätte. Damit beginnt die Story schon mit einem ordentlichen Paukenschlag.
Selbstverständlich will Hatch diese Demütigung nicht auf sich sitzen lassen. Doch zu seinem -und sicher auch zum Erstaunen vieler Hörer- zeigt van Dusen wenig bis gar kein Interesse an dem Fall. Von ihm hört man in dieser Folge insgesamt ungewöhnlich wenig. Stattdessen stellen Hatch und seine Kollegin und Freundin Penny Nachforschungen an und so begleitet man zur Abwechslung die beiden. Das ist mal eine nette Abwechslung, allerdings hat mit der Professor schon gefehlt. Penny ist kein Ersatz für ihn. Ich muss sogar sagen, ich brauche sie nicht nochmal in einer solche großen Rolle. Die Fälle dieser Reihe werden von Hatch und van Dusen bestritten, und das möge bitte weiterhin so bleiben.
Trotzdem sind die Ermittlungen von Hatch und Penny nicht uninteressant. Im Gegensatz zu van Dusen habe ich ihre Rückschlüsse durchaus als logisch empfunden und Mut kann man ihnen ebenfalls nicht absprechen. So gibt es manche spannende und brenzlige Szene. Außerdem fällt es bei Hatch und Penny leicht, mitzuknobeln. Das ist bei den Gedankengängen des Professors nicht so leicht. Mir macht sowas immer Spass und so hat mir das hier gefallen.
Die Szenen mit van Dusen bergen aber dennoch die gewohnte Komik, so kurz sie auch sind. Dieses Weckerklingeln ständig, fast nervig, aber eben auch witzig. Man fragt sich jedes Mal, was der Professor da eigentlich treibt. Und irgendwie spürt man auch, dass er den Fall durchaus im Blick hat. Es kann doch nicht sein, dass er einen Fall ignoriert und seinen Assistenten im Stich lässt! So kommt van Dusen am Ende dann natürlich doch noch zu seinem ganz großen Auftritt. Pünktlich zum Weckerklingeln quasi.

Vera Bunk gibt eine ausgesprochen selbstbewusste und energische Penny De Witt und so ist vom ersten Satz an  klar, dass Hatch dieser Kollegin nicht wirklich gewachsen ist. Geschlagen gibt dieser sich allerdings nicht. Nicolai Tegeler lässt ihn ebenso engagiert und eifrig klingen wie eh und je. Stefan Gossler gelingt es gut, Costello nie so wirklich fies und hinterhältig wirken zu lassen. Man hört ihm den typischen Verbrecher nie an. Lediglich ein feiner Unterton hier und da zeigt auf, von welchem Schlag seine Figur wirklich ist. Erst beim Finale wird das so richtig deutlich.

Musik und Geräusche verstehen ihren Job einmal mehr ganz hervorragend. Die Stücke sind einwandfrei eingefügt und sorgen für Atmosphäre. Die Effekte gestalten das Geschehen lebhaft und vorstellbar.

Das Covermotiv zeigt den Professor bei seinen rätselhaften Experimenten mit den Uhren, während Hatch wild gestikulierend auf ihn einredet. Das verrät zwar nichts über den Fall, stellt aber dennoch ein wesentliches Element der Geschichte dar.

Fazit:  Eine Story mit wenig van Dusen. Den Löwenanteil der Geschichte bestreiten Hatch und Penny, was aber ebenfalls ganz spannend und unterhaltsam ist. Vor allem, weil der Fall quasi von hinten aufgerollt wird. Das ist mal ein anderer Verlauf und sorgt für Abwechslung. Aber nicht verzagen, auch wenn es lange nicht so ausieht, zum Ende hin wird es doch noch ein waschechter van Dusen – Fall.

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