Death Note (04) – Treuebeweis

Titel: Death Note (04) – Treuebeweis / Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: ca. 50 min / Sprecher: Marlin Wick, Thomas Schmuckert, Yesim Meiheit, Simon Jäger ua

Eine Live-Übertragung des Fernsehsenders Sakura TV erschüttert ganz Japan: vor laufenden Kameras kündigt Kira den unmittelbaren Tod eines Nachrichtensprechers an. Als ein Polizist die weitere Ausstrahlung der Sendung zu verhindern versucht, stirbt auch er. Doch Kiras Wahl der Opfer scheint verändert und unmoralischer als zuvor. Er tötet plötzlich nach Lust und Laune. Sind das die Taten eines neuen Kira? L bleibt bei seinen Ermittlungen keine andere Wahl – er muss sich mit Light verbünden, um die Wahrheit herauszufinden.


Eines kann man der Reihe wirklich nicht vorwerfen: dass es langweilig wird, weil keine neuen Ideen eingebunden werden. Selbstverständlich geht es nachwievor darum, inwieweit man Light bzw Kira bereits auf den Fersen ist, aber auch dieses Mal wählt man einen neuen Ansatz.
Im ersten Teil der Folge erlebt man quasi die Seite der Medien, die natürlich auch Wind von Kira bekommen haben und ihn nun praktisch live erleben. Gemeinsam mit den Fersehzuschauern. Kira kündigt den Tod eines Nachrichtensprechers an. Daraufhin bricht natürlich Panik und Chaos aus, was auch sehr gut beim Hörer ankommt. Man muss bei der Sache sein um die Szenenwechsel auf die Reihe zu bekommen und die jeweils agierenden Charaktere einordnen zu können. Die Handlung rast nur so dahin und man kommt kaum zum Durchatmen. Es wird hier überaus deutlich, welche Macht Kira bereits besitzt, dass er für Angst sorgt und dass seine Gegner unter Hochdruck daran arbeiten, ihm auf die Schliche zu kommen.
Der zweite Teil der Folge schickt zwei neue Figuren ins Rennen. Es wird bestätigt, was gewisse Personen im ersten Teil schon mal angedeutet haben. Es scheint einen zweiten Kira zu geben, der allerdings wesentlich willkürlicher zu Werke geht als Light. Einerseits hat mir das super gefallen. Wenn man solch eine Macht bekommt…hey, warum nicht hier und da mal ausnutzen? Speziell, wenn man so Schlimmes erlebt hat. Irgendwo konnte ich das schon verstehen, weil mir Light mit seiner Ruhe und Taktiererei mitunter ganz schön auf den Zeiger geht. Außerdem verleiht es der Story ganz neue Würze. Andererseits (und wenn man sich das Cover ansieht, kann man hier nicht von einem Spoiler sprechen) , warum denn bitte ein Mädchen? Wenn ich eines in der Reihe bislang überhaupt nicht vermisst habe, dann ein Mädel an Lights Seite. Immerhin, sie ist clever, gewitzt und alles andere als dumm oder auf den Mund gefallen. Letzteres ist ein netter Kontrast zum eher wortkargen Light. Vielleicht kann ich mich doch an sie gewöhnen.

Yesim Meiheit fügt sich wunderbar in den Sprechercast ein. Ihre helle und klare Stimme und ihr lebendiger Ton peppen diese Folge ordentlich auf und man nimmt ihr das junge Mädchen einwandfrei ab. Gabriele Blum alias Rem fehlt dafür meist das Geheimnisvolle und Dunkle ihrer Figur, was allerdings nicht an ihrer markanten Stimme liegen dürfte, sondern an den Effekten drumherum wie sie bei Marlin Wick eingesetzt werden. Die fallen bei Gabriele Blum bis hierher eher schwach aus.

Musikalisch gibt es nicht viel Neues zu hören, was aber weiter nicht schlimm ist. Auch wenn man viele Stücke bereits aus der Reihe kennt, so kommen sie auch hier gut zur Geltung und sorgen für Atmosphäre oder transportieren das Tempo des Geschehens.

Warum ein Mädchen und warum denn blond? Mir fehlt dem Cover alleine durch Letzteres schon ein guter Schuss Düsternis, wie man sie bei den Covers der Vorgängerfolgen zu sehen bekommt. Da retten auch die blutroten Augen nicht viel.

Fazit:  Wie einmal bietet die Reihe neue Ideen und Sichtweisen auf. Die erste Hälfte der Folge ist rasant und verdeutlich klar, welche Bedrohung Kira mittlerweile darstellt. Die zweite Hälfte bringt zwei neue Figuren ins Spiel, von denen vor allem eine sicher noch für Aufregung sorgen wird. Meinetwegen hätte es kein Mädchen sein müssen…aber bitte.

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