Die drei ??? (198) – Die Legende der Gaukler

Titel: Die drei ???  (198) – Die Legende der Gaukler / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 70 min / Sprecher: Andreas Fröhlich Herma Koehn, Katja Brügger, Sascha Rotermund ua

Ein kleiner Zirkus hält Einzug in die Stadt und mit ihm die schaurige Legende der zwei Lebenden und der drei Toten. Doch die Gaukler schweigen eisern über die seltsamen Phänomene, die die drei ??? in den Bann ziehen – denn wer über die Legende spricht, den überkommt schreckliches Unheil. Keine guten Voraussetzungen für Justus, Peter und Bob, die sich außerdem fragen müssen, was es mit ihrem mysteriösen Auftraggeber auf sich hat. Können sie das Geheimnis der Gaukler lüften?


Aus ganz verschiedenen Gründen kann ich mit dem Thema “Zirkus” nichts anfangen. Möglich, dass die Vorzeichen für diese Folge schon alleine aus der Richtung nicht gut standen. Dass ich am Ende des Hörspiels aber wortwörtlich kopfschüttelnd dasaß (und zwar jedes Mal), hatte aber doch andere Gründe.
Allem voran, dass das, was man zu Beginn für den neuen Fall hält, nach einer Weile quasi mit einem *Ätsch* als Finte aufgelöst wird. Man hat die drei Detektive doch tatsächlich hinters Licht geführt und ausgenutzt! Sowas aber auch!
Und jetzt? Das kann es schließlich noch nicht gewesen sein, das wäre wirklich etwas kurz für eine Folge.
Zum Glück (wenn man so will) nimmt der eigentliche Fall aber jetzt erst seinen Lauf. Sonderlich schnell ist er dabei allerdings nicht unterwegs. Die Handlung zieht sich im Gegenteil wie Kaugummi und ist gespickt mit hanebüchenen Ideen, bei denen man sich nur die Haare raufen kann.
Es gibt keine einzige Szene, die auch nur einen Funken spannend wäre, weil faktisch nichts passiert. Die drei Detektive rödeln so vor sich hin und die Gaukler machen durchweg einen auf super geheimnisvoll ohne dass dieser Eindruck aber beim Hörer ankommt. Ich fand die Handlung dadurch auch null flüssig im Erzählstil. Das ist alles so holprig wie der Weg, der die Gauklertruppe auf ihren Festplatz geführt hat.
Und dann ist das noch die Auflösung. Selten etwas so Lasches zu hören bekommen in dieser Serie. Nicht mal hier gibt es für länger als 30 Sekunden mal etwas Dramatik. Danach ist alles nur noch Quatscherei und so wirklich böse hat der Täter das ja alles auch nicht gemeint. Es tut ihm ja sogar leid, ach Gottchen, wie rührend! Das kann nicht der Ernst dieser Geschichte sein…

Der überwiegende Anteil der Namen auf der Sprecherliste sagte mir gar nicht. Das will aber weder etwas heißen, noch ein Qualitätsmerkmal sein. Darum gebe ich auf solche ersten Eindrücke nichts und warte erstmal ab. Mit Santiago Ziesmer in einer wichtigen Rolle hat man zB alles richtig gemacht. Er gibt einen überzeugenden Elliot Littlehorn und den Gaukler nimmt man ihm bei seiner Darbietung am Anfang auch schnell ab. Manuela Eifrig hat mir tatsächlich auch recht gut gefallen. Sie bringt die verschiedenen Launen ihrer Figur gut rüber. Davon abgesehen haben Julian Horeyseck, Malin Steffen, Vivian Brünner & Co. bei mir keinen nennenswerten Eindruck hinterlassen. Schade, denn an sich bin ich für neue Stimmen immer zu haben…

Musik? Ja, ist vorhanden, rettet aber in diesem Falle auch nichts mehr. Wo keine Grundlage für Atmosphäre ist, da kann auch Musik keine dazuschustern. Das ist halt so. Die Geräusche sind okay, aber das sollte für eine Reihe mit bald 200 Folgen ja nun auch kein besonderes Aushängeschild mehr sein.

Ich mag keinen Zirkus und Clowns noch viel weniger. Darum ist das Cover auch nicht mein Fall.

Fazit:  Irgendwie hat die Folge für mich überhaupt nicht funktioniert. Langgezogen, holprig, hanebüchen und unspannend. Ich bin null reingekommen in diese Geschichte, auch nicht beim dritten Anhören. Auf einen weiteren Versuch habe ich keine Lust mehr.

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