Benjamin Blümchen (140) – Weihnachtsmarkt im Zoo

Titel: Benjamin Blümchen (140) – Weihnachtsmarkt im Zoo / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Detlef Bierstedt, Klaus Dieter Klebsch, Ulrike Stürzbecher ua

Benjamin findet, alle Zootiere sollten zu Weihnachten ein Geschenk bekommen. Doch Herr Tierlieb und Wärter Karl zeigen ihm die leere Zookasse. Um sie zu füllen, schlägt Benjamin vor, einen Weihnachtsmarkt im Zoo zu veranstalten mit selbstgebastelten Dingen und selbstgebackenen Leckereien. Sofort machen sich alle an die Arbeit!


Es fällt bei dieser Serie so schwer, nicht bei jeder Folge zu vergleichen. Bei einer Weinhnachtsfolge komme ich daran aber auf keinen Fall vorbei. Somit muss ich sagen, dass mir diese Folge zwar recht gut gefallen hat, sie aber weder mit den früheren Weihnachtsgeschichten mithalten kann, noch einen neuen Aufhänger mitbringt. Der Zoo hat wie üblich kein Geld für Weihnachten, an dem jedes Tier ein Geschenk bekommen soll. Dieses Mal wollen Benjamin und seine Freunde die Kasse mit den Einnahmen aus einem Weihnachtsmarkt im Zoo auffüllen.
Eine schöne Idee und es macht auch Spass zu verfolgen, wie sie sich gemeinschaftlich daran machen, Weihnachtsschmuck usw zu basteln. Schön ein bisschen altmodisch mit Strohsternen und Plätzchen. Es schadet sicher nicht, den jungen Hörern mitzugeben, dass man nicht allen Kram um Weihnachten kaufen muss. Witzig geht es ebenfalls zu, denn manch ein Zoobewohner kann die Pfoten bei all den Leckereien nicht bei sich behalten.
Einen kleinen Schuss Spannung bekommt die Geschichte vor allem durch die Sache rund um Benjamins Geschenk. Und durch den plötzlichen Wintereinbruch, wegen dem der ganze Weihnachtsmarkt ins Wasser zu fallen droht.
Allerdings fehlt mir -um nochmal einen Vergleich anzustellen- einfach dieses urige, weihnachtliche Flair wie es die alten Weihnachtsfolgen an sich haben. Dabei hätte die Geschichte das Potenzial dafür gehabt, da bin ich mir ganz sicher. Wenn man beispielsweise das Ende dem Weihnachtsmarkt überlassen hätte, statt dem Heiligen Abend. Denn wie der Markt lief, erfährt man nur im Nebensatz. Die eine oder andere Szene vom Markt, vielleicht mit etwas festlicher Musik, das hätte sicher für Stimmung gesorgt.

Wieder einmal sind nur die bekannten Hauptfiguren am Werke und damit die vertrauten Sprecher. Darüber freue ich mich jedes Mal wieder. So sind Jürgen Kluckert, Till Hagen, Ulrike Stürzbecher, Katja Primel und Reinhard Scheunemann zu hören, die ihre Sache so ordentlich machen wie immer. Frau Stürzbecher dürfte man allerdings ruhig ein paar Verniedlichungen weniger in ihre Texte schreiben.

Immerhin gibt es einmal ein bisschen Weihnachtsmusik zu hören. Auch wenn sie dem Flair nicht auf die Sprünge hilft, man hat daran gedacht. Und gesungen wird abschließend auch.

Das Covermotiv passt zum Titel. Nur schade, dass es keine einzige Szene mit Benjamin an einem Weihnachtsmarktstand gibt. So gesehen hätte eine Szene mit den Vorbereitungen besser gepasst.

Fazit:  Insgesamt eine ganz nette Weihnachtsgeschichte, die man mal hören kann. Leider fehlt ihr jegliches Weihnachtsflair, was ich darauf schiebe, dass man vom Weihnachtsmarkt selber gar nichts hört. Beides habe ich als sehr schade empfunden.

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