Die Punkies (09) – Operation Lovesong

Titel: Die Punkies (09) – Operation Lovesong / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Merete Brettschneider, Daniel Axt, Rüdiger Schulzki ua

„Ihr seid eine Band und keine Detektive!“ meint die junge Polizistin Sofia. Doch als die Punkies unvermittelt im Brennpunkt eines internationalen Kriminalfalles stehen und sich die Ereignisse überstürzen, werden nicht nur ihre musikalischen Talente gebraucht. Zusammen mit Kommissar Thomsen versuchen sie einen guten Freund aus einer sehr gefährlichen Falle zu befreien. Und sie müssen sich beeilen, bevor diese zuschnappt. Die ‚Operation Lovesong‘ kann beginnen!


Obwohl er es in den Titel geschafft hat, ist der Lovesong hier gar kein solch großes Thema. Natürlich, einen Lovesong gibt es und man diskutiert darüber, ob er gut oder einfach nur Kitsch ist, doch dann wendet sich die Handlung direkt anderen Dingen zu. Die Punkies helfen einem Freund dabei, den Keller von Crazy Ice aufzuräumen und kommen dabei einer seltsamen Sache auf die Spur. Von da an steht der Lovesong dann gänzlich hinter der eigentlichen Story zurück.
Schlecht ist das aber nicht, denn die Geschichte geht ausgesprochen spannend und interessant weiter. Man kann hier direkt von einem Jugendkrimi bzw einer Detektivgeschichte sprechen, und auch das steht der Band wirklich gut. Mir gefällt diese Abwechslung jedenfalls prima. Ginge es immer nur um die Band, die Musik, Songs und und und, wäre das vielleicht irgendwann mal eintönig. Mit solch einem neuen Einschlag wie hier wird für frischen Wind gesorgt und man erlebt die Punkies auch mal anders. Das macht Spass und ist mit der einen oder anderen Idee auch richtig gut umgesetzt. Als Beispiel sei da der Taxifahrer und sein geheimnisvolle Fahrgast genannt, zu denen die Handlung immer mal hinüberwechselt. Da rätselt man ganz schön, wer oder was es damit auf sich hat.
Überhaupt kommt der Fall recht ernsthaft daher und ist keinweswegs schnell zu durchschauen. Das Verbrechen, um das es hier geht, hat es in sich. Ich finde es immer schön zu hören, wenn ein Kinder- oder Jugendhörspiel seine Hörer nicht mit irgendwelchen Larifari-Fällen abspeist, die man nach drei Minuten durchschaut hat.

Von Leoni Kristin Oeffinger würde ich in dieser Reihe gerne mal wieder etwas hören. Sie hat mir als junge Polizistin gut gefallen mit ihrer hellen Stimme und dem lebendingen Ton. Patrick Bach höre ich auch jedes Mal gerne. Ich mag seinen spitzbübischen Ton dann und wann und die coole Art, die er Nikolas gibt. Tim Grobe dagegen übertreibt mir an verschienen Stellen  mit dem französischen Akzent, hinterlässt aber insgesamt doch einen charmanten Eindruck.

Eine Hörspielreihe um eine Band. Es wäre ein Armutszeugnis, wenn das musikalische Konzept da nicht funktionieren würde. Einmal mehr begleiten schöne und passige Stücke die Handlung. Eine feine Geräuschkulisse -an einer Stelle muss man aber sehr, sehr genau hinhören- ergänzt die Untermalung.

Die Punkies auf dem Cover schauen drein als würden sie gespannt etwas beobachten. Das passt genauso gut zur Geschichte wie der seltsame Mann mit dem Koffer, den man nur von hinten sieht und der entsprechend rätselhaft wirkt.

Fazit:  Eine rundum gelungene Folge, die Abwechslung in die Reihe bringt. Hier geht es mal nicht um die Band und Bandprobleme. Im Gegenteil bekommt man eine waschechte Detektivgeschichte bzw einen Kinder/Jugend-Krimi zu hören, der ausgesprochen spannend ist.

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