Kati & Azuro (19) – Irrlicht im Moor

Titel: Kati & Azuro (19) – Irrlicht im Moor / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 50 min / Sprecher:  Elise Eikermann, Wolf Frass, Marion Elskis, Linda Fölster ua

Kati ist wenig begeistert, als sie mit ihrem Vater ein Wochenende auf einem Ponyhof verbringen soll, der ganz in der Nähe eines Sumpfgebiets liegt.
Nicht, dass sie an eine der tausend Schauergeschichten glauben würde, die es über das Moor gibt – aber ein Pferde-Wochenende ohne Cousine Cleo!? Das kann ja nur langweilig werden. Doch dann lernen Kati und Azuro ein quirliges, lustiges Mädchen und ein altes vorwitziges Pony kennen. Charlotte und Willo wissen Dinge über das Moor, die sonst keiner weiß und die vor allem keiner glauben will. Außerdem kennt Pony Willo sich im Moor aus, wie sonst niemand. Zum Glück.


Nanu, Kati und Azuro mal weit weg vom heimatlichen Fasanenhof? Aber warum eigentlich nicht? Ein bisschen Abwechslung kann nie schaden und mit dem Hof nahe eines sagenumwobenen Moors hat man wirklich einen schönen Schauplatz gewählt, der einiges an Spannung verspricht. Eine ganze Reihe rätselhafter Geschichten um das Moor sorgen schnell für Atmosphäre. Anfangs ist Kati zwar wenig begeistert, doch diese maulige Phase fällt zum Glück nicht allzu lang aus.
Schon bald wirbelt nämlich Lotte in Katis Leben und damit ist vom ersten Augenblick an für richtig Schwung gesorgt. Ich mochte Lotte mit ihrer fröhlichen, frechen Art und ihrem Engagement für ihren verstorbenen Großvater und dessen Ideen auf Anhieb. Sie bildet einen ordentlichen Kontrast zur eher ruhigen und vernünftigen Kati, ist aber auch von ganz anderem Schlag als zB Cleo. Schön, dass man hier eine ganz neue Figur mit solch eigenem und speziellen Charakter antrifft. Ich hoffe sehr, man hat hier nicht zum letzten Mal von Lotte gehört.
Doch es liegen auch Schatten über dem Hof, den Lottes Mutter geerbt hat. Sie kann im Gegensatz zu Lotte nichts mit den Schauergeschichten um das Moor anfangen und mit Pferden noch viel weniger. Das sorgt natürlich für Spannungen. Schnell stellt man sich dabei die Frage, wie die Sache mit dem Hof, Lotte und ihrer Mutter ausgehen wird. Speziell eine Szene lässt die Angelegenheit gänzlich aussichtslos wirken und mir tat Lotte so unglaublich leid. Ich konnte ihrer Verzweiflung absolut nachvollziehen. Und ihre Reaktion darauf irgendwie auch.
Dadurch steuert die Geschichte dann auch ihrem Höhepunkt entgegen. So angenehm unheimlich und wild romantisch Lottes Geschichten um das Moor bis dahin auch waren, plötzlich geraten sie und Kati dort doch in ernste Gefahr. Auch wenn beide sich vernünftig geben, ihnen ist dennoch anzuhören, dass sie sich durchaus fürchten und das macht diese Passage richtig spannend und glaubhaft.

Elise Eikermann ist in der Rolle des Lotte zu hören und spricht sie mit so viel Energie, Schwung und Witz, dass man ihr den Wirbelwind sofort abnimmt und vom ersten Satz an gar keine andere Chance hat als sie zu mögen. Marion Elskis übernimmt den Part von Lottes Mutter und bildet mit dem leicht arroganten Ton einen deutlichen Kontrast. Dennoch wird sie einem nie wirklich gänzlich unsympathisch und so nimmt man ihr später auch die freundlichere Art leicht ab.

Eine Reihe passiger Musikstücke begleitet das Geschehen und unterstreicht gekonnt die jeweilige Stimmung.  So sind speziell die unheimlichen Stellen bestens in Szene gesetzt.

Das Covermotiv gefällt mir dieses Mal besser als bei der Vorgängerfolge. Die Moorlandschaft ist schön dargestellt, auch ein bisschen geheimnisvoll mit den Nebelschwaden und den schwarzen Vögeln.

Fazit:  Mir hat diese Folge alleine schon wegen Lotte sehr gut gefallen. Dazu noch die Schwierigkeiten um den Hof, eine Reihe unheimlicher Moorgeschichten und ein spannender Vorfall zum Ende hin, diese Mischung geht rundum auf und macht das Hören zum Vergnügen.

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