Bibi Blocksberg (126) – Das wilde Schlittenrennen

Titel: Bibi Blocksberg (126) – Das wilde Schlittenrennen / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 52 min / Sprecher: Wilfried Herbst, Adam Nümm, Ulrike Stürzbecher, Bodo Wolf ua

Beim jährlichen Neustädter Schlittenrennen treten ausgeloste Teams gegeneinander an. Bibi muss diesmal mit ihrer Lehrerin Frau Müller-Riebensehl fahren. Am Ende sind alle anderen raus und es geht für die beiden nur noch gegen Florian und den Herrn Bürgermeister. Die schummeln ohne Ende, Bibi hext dagegen. Da sind plötzlich alle vier verschwunden!


Nachdem mir die vorige Folge so gut gefallen hat, bin ich von dieser Geschichte wieder deutlich weniger angetan. Der Titel suggeriert, dass es darin vornehmlich um das Schlittenrennen geht. Das alleine klingt schon wenig aufregend, aber es ist eine Kinderhörspielreihe, also von mir aus. Wenn es denn gut gemacht ist. Ist es nur leider nicht. Winterfeeling kommt trotz Schnee, Schneemann und Schlitten nie auf. Und auch wenn Frau Kolumna noch so engagiert moderiert, es kommt nicht mal ein kleiner Funken Spannung rein. Dabei heißt es doch eingangs an Blocksbergs Esstisch, alleine die Zusammenstellung der Teams verspreche bereits ein aufregendes Rennen. Ich muss Barbara zustimmen, in Summe fand ich das Rennen ziemlich albern. Erst recht, als Mogeln offiziell erlaubt ist. Und als der Erzähler dann sagt, wenn alle mogeln, sei es ja doch wieder fair, dachte ich wirklich, ich höre nicht richtig. Es gibt also Situationen, wo Schummeln in Ordnung ist? Eine fragliche Botschaft an die jungen Hörer ab vier Jahren…
Etwa auf der Hälfte dreht die Geschichte sich in eine komplett andere Richtung. Das passte für mich nicht zusammen. Aus dem Rennen und dem Geschehen aus der zweiten Hälfte hätte man besser zwei Folgen machen sollen. Zu beidem noch ein paar Minuten Story dazu dichten und alles wäre gut gewesen. Das hätte mehr Sinn gemacht. Aber immerhin kommt hier endlich ein bisschen Spannung in die Sache.
Was das Lied am Ende noch soll, keine Ahnung. Genauso wenig wie ich verstehe, warum man das Wissen aus dem Vortrag nach dem Lied nicht in die Geschichte eingebaut hat. Möglich wäre das definitiv gewesen. So am Ende angehängt und trocken erzählt, macht das wenig Spass.

Am Schlittenrennen sind nur Charaktere beteiligt, die man schon lange aus der Reihe kennt. Entsprechend muss man sich um die Sprecher keine Gedanken machen, die machen ihre Sache so gut wie eh und je. Ich finde übrgens jedes Mal, dass Ulrike Stürzbecher in den Bibi-Folgen überzeugender und erträglicher ist. Weil sie hier nicht an fast jedes Hauptwort eine Verniedlichung anhängt wie es bei den Benjamin-Geschichten der Fall ist.
Als Gastsprecher ist Adam Nümm mit von der Partie, der einen sympathischen Pemba Tenzing Sherpa gibt.

Neben dem Titellied gibt es also auch am Ende ein Lied. Gesungen von Bibi und ein paar Kindern. Wie gesagt, fragt mich nicht, warum das sein musste. Es bringt der Folge nichts und hat auch nichts dringend Hörenswertes an sich.

Auf dem Cover findet sich eine Szene vom Schlittenrennen. Bibi und Frau Müller-Riebensehl ist anzusehen, dass in dem Rennen Tempo steckt. Es wäre schön gewesen, auch den gegnerischen Schlitten zu sehen. Ein Rennen fährt man schließlich nicht alleine.

Fazit:  Aus der Geschichte hätte man besser zwei machen sollen. Die zweite Hälfte passt irgendwie überhaupt nicht zur ersten Hälfte. Aber immerhin kommt in der zweiten Hälfte etwas Spannung in die Sache. Die bleibt beim Schlittenrennen nämlich gänzlich auf der Strecke.

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