Die Nordseedetektive (06) – Unter Verdacht (Bettina Göschl, Klaus Peter Wolf / Uve Teschner)

Titel: Die Nordseedetektive (06) – Unter Verdacht / Verlag: Jumbo Verlag / Spielzeit: ca. 80 min / Buch: Bettina Göschl, Klaus Peter Wolf / gelesen von: Uve Teschner

Eine Einbruchserie in Norden verunsichert den ganzen Ort: Im Teemuseum wird wertvolles Geschirr gestohlen und bei Emmas und Lukas’ Nachbarn Kunschewski wird ebenfalls eingebrochen und ein ostfriesisches Teeservice entwendet. Der verdächtigt ausgerechnet die Nordseedetektive, weil die Kinder von der Überwachungskamera auf seinem Grundstück gefilmt wurden. Dabei wollten sie nur ihren Ball wiederholen! Die jungen Spürnasen beginnen ihre Ermittlungen, um den falschen Verdacht zu widerlegen.


In dieser Geschichte gibt es für die Nordseedetektive eigentlich gleich zwei Fälle zu klären bzw Probleme zu lösen. Zum einen hält eine Einbruchsserie den kleinen Ort in Atem. Zum anderen geraten sie durch einen unglücklichen Zufall selbst unter Verdacht, hinter den Einbrüchen zu stecken.
Das können sie natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Die Sache mit den Einbrüchen muss aufgeklärt und damit der ungeheuerliche Verdacht aus der Welt geschafft werden. Emma und Lukas machen sich umgehend an die Arbeit und beweisen dabei einmal mehr, wie mutig und clever sie sind. Es gibt mehr als eine gefährliche Situation, bei der man um die beiden bangen kann. Doch die Nordseedetektive wären nicht die Nordseedetektive, wenn sie sich so schnell geschlagen geben würden. Es macht Spass anzuhören, wie pfiffig sie ihre Ideen entwickeln und wie selbstbewusst sie oft zu Werke gehen.
Aus dieser Richtung bezieht die Geschichte den Löwenanteil an Spannung. Denn wer hinter den Einbrüchen steckt, das weiß man als Hörer lange vor den beiden, zumal man im Wechsel bei den Kindern dabei ist, dann wieder bei den Einbrechern. Die sind wiederum herrlich schräg bis dusselig gestaltet. Ich musste einige Male über ihrer trottelige Art schmunzeln. Trotzdem wirken sie auch ein kleines bisschen bedrohlich, wenn sie böse Pläne schmieden, bei denen sie Emma und Lukas gefährliche nahe kommen werden. Aber keine Sorge, Grund zum echten Gruseln gibt es hier nicht. Die Geschichte ist absolut kindgerecht in Sachen Spannung.

Es hat einen Sprecherwechsel gegeben. Statt wie bisher Robert Missler ist nun Uve Teschner zu hören. Auch seine Stimme hat mir für die Geschichte gut gefallen. Er liest lebendig und locker und macht es einem mit verschiedenen markanten Stimmen für die Figuren leicht zu wissen, wer gerade das Wort ergriffen hat.

Das Titellied stellt die wichtigsten Figuren bereits vor. So weiß man direkt, mit wem man es in der nachfolgenden Geschichte zu tun hat. Die eingängige Melodie bleibt schnell im Ohr.

Auf dem Cover findet man rund um Emma und Lukas mehrere Elemente, die in der Geschichte eine wichtige Rolle spielen. Die Vogelscheuche, der Ball und eine zerbrochene Teetasse. Natürlich ist auch die Nordsee wieder zu sehen. Ein passendes Motiv für diese Folge.

Fazit:  Ein spannender neuer Fall für die Nordseedetektive. Dieses Mal müssen sie nicht nur einen neuen Fall lösen, sondern auch noch sich selbst vom Verdacht des Einbruchs befreien. Zwei große Herausforderungen, die sie mit viel Mut und Cleverness angehen.

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