Die drei ??? Kids (70) – Aufbruch ins All

Titel: Die drei ??? Kids (70) – Aufbruch ins All / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 70 min / Sprecher: Jannik Schürmann, Achim Schülke, Marko Bräutigam, Frank Kessler ua

Justus, Peter und Bob freuen sich auf ein Inselabenteuer vor der Küste von Rocky Beach. Doch plötzlich taucht aus dem Wasser etwas Unheimliches auf. Ist eine Weltraumstation ins Meer gestürzt? Die drei Detektive ermitteln.


“Aufbruch ins All”…so richtig stimmt das nicht. Der Titel täuscht ganz gut, was mich -wie ich zugeben muss- schon ziemlich enttäusch hat. Es geht zwar in Teilen um den Weltraum, Weltraumfahrzeuge und Astronauten, doch das Geschehen spielt sich gänzlich auf der Erde ab. Ganz im Gegensatz zum Weltall oben, ganz weit unten auf dem Grund des Ozeans. Ich habe natürlich nicht erwartet, dass die drei Freunde ins All fliegen, aber der Schauplatz hätte für mich durchaus mehr mit dem Weltall zu tun haben dürfen.
Sonst kann man dem Fall nicht viel vorwerfen. Hier und da hatte ich zwar Probleme, den Schauplatzwecheln zu folgen, weil sie für mich nicht ganz logisch waren, aber die Detektive ermitteln fleißig, mal an Land, mal unter Wasser und arbeiten letztlich sogar mit Polizei und der ASA, der American Space Academy, zusammen (womit Justus natürlich unerträglich herumprotzen muss). Da ist Abwechslung drin und ein guter Schuss Spannung auch, speziell zum Ende hin bei der finalen Mission, bei der die Bösewichte überführt werden sollen.
Selbige sind für mich allerdings der große Wermutstropfen dieser Folge. Selten so ein deppertes Gangsterduo gehört. Das erschien mir selbst für diese Serie zu übertrieben.

Als Miller von der ASA ist Frank Kessler zu hören, der diese Figur recht undurchschaubar rüberkommen lässt. Man weiß lange Zeit nicht, was man von Miller halten soll. Daniel Sellier undMoritz Lindbergh sind als besagte Gangster zu hören und ergänzen sich in der dusseligen Art ihrer Charaktere einwandfrei. Der eine mit dröhnender Stimme, der andere mit heftigem Lispeln.

Kompliment an Geräusche und Effekte. Der Schauplatz auf dem Meer ist geräuschmäßig prima umgesetzt. Und bei ihren Tauchgängen klingen die Freunde auch entsprechend, leiser und dumpfer. Das ist ebenfalls sorgfältig und gut gemacht.

Auch das Cover täuscht kräftig Dinge vor, die nicht so sind. Ich sehe aber ein, dass so eine Rakete mit den drei Freunden eher neugierig stimmt als wenn man sie zB auf der Insel oder beim Tauchen sehen würde. Beides gab es ja bereits, wenn ich mich richtig erinnere.

Fazit:  Ein paar Dinge um das Weltall und die Raumfahrt spielen hier zwar eine Rolle, aber die Geschichte spielt sich doch ganz klar auf der Erde bzw unter Wasser ab. So ein bisschen getäuscht habe ich mich schon gefühlt. Die Geschichte selber ist aber ganz ordentlich geraten und hat ihre spannenden Momente. Leider aber auch zwei unsagbar dusselige Gangster. Da hätte man etwas weniger dick auftragen dürfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© 2019 Frontier Theme