Fünf Freunde (131) – …verfolgen die Fahrraddiebe

Titel: Fünf Freunde (131) – …verfolgen die Fahrraddiebe / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Ivo Möller, Maud Ackermann, Michael Lott, Udo Schenk ua

Sonne, Strand und Meer – die Ferien haben wunderbar begonnen, bis das Fahrrad von Anne gestohlen wird. Dank Julians Geschicklichkeit bekommt Anne zwar mit einem alten reparierten Rad Ersatz, doch die Tatsache bleibt: Fahrraddiebe scheinen nicht nur in Kirrin, sondern offenbar in der ganzen Region rund um New Haven ihr Unwesen zu treiben! Das lässt die Fünf Freunde nicht in Ruhe. Als ein Fahrrad praktisch vor ihren Augen gestohlen wird, setzen sie alles daran, den Dieben auf der Spur zu bleiben.


Als ich den Titel dieser Folge gehört habe, habe ich bereits gestutzt. Zwar kann man nach weit über 100 Folgen nicht dauernd das Rad neu erfinden, wofür ich absolut Verständnis habe, doch ein Fall um Fahrraddiebstähle erschien mir trotzdem zu schwach. Doch man ist ja Optimist und hört erstmal.
Bedauerlicherweise hat sich dieser erste Eindruck schnell bestätigt. Wobei der Anfang gar nicht übel ist und ein paar andere Szenen sind auch ganz typisch Fünf Freunde mit entsprechendem Flair, doch der Fall ist wirklich arg dünn geraten. Spannend will es trotz gestohlener Räder nie werden.
Ermittlungen würde ich die Unternehmungen der Freunde in diesem Falle auch nicht nennen. Mal beobachten sie hier etwas, dann da, alles ergibt sich so nach und nach und vor allem zum Großteil aus Zufällen heraus. Bei solch einem Verlauf kann man als Hörer natürlich auch nicht wirklich miträtseln. Als erwachsener Hörer ist das ja meistens eh nicht so sehr gegeben, bei den Hörern der angepeilten Zielgruppe aber sicher doch. Und selbst die werden hier wohl leider in die Röhre gucken. So plätschert das Geschehen recht unaufgeregt und zäh vor sich hin und vermittelt vor allem das Wissen darüber, was eine Flex und ein Bolzenschneider sind. Falls es irgendein Hörer noch nicht wissen sollte…
Positiv zu erwähnen ist in meinen Augen nur, dass die Freunde sich hier ein paar Mal nicht ganz so untadelig verhalten wie man es sonst von ihnen kennt. Bei ein paar Aktionen lassen sie gerne mal Fünfe gerade sein. Ob man das nun als Aushängeschild für die Folge werten sollte, bezweifele ich aber sehr.

Das Hörspiel wird vornehmlich von den Hauptsprechern bestritten. In kleineren Rollen sind beispielsweise Udo Schenk und Michael Lott zu hören. Beide machen ihre Sache selbstverständlich tadellos, auch wenn sie nicht ganz so viel zu sagen haben. Udo Schenk als Kommissar zu hören, der durchaus mal nachsichtig mit den Kindern ist, ist eine Abwechslung im Vergleich zu seinen sonstigen Rollen. Und Michael Lott gibt einen engagierten Verkäufer.

Geräusche und Musik bewegen sich absolut in vertrauten Bahnen. Die meisten eingesetzten Stücke kennt man bereits, so richtig überraschend neue Klänge gibt es nicht zu hören. So ergibt sich in dieser Hinsicht der von der Reihe bekannte Eindruck.

Das Cover zeigt eine Szene aus der Geschichte. Eine, in der wenigstens etwas Bewegung ist. Der Flohmarkt und der Ort im Hintergrund sind erfreulich detailreich gestaltet.

Fazit: Eine schwache Folge, vom Thema her und von den Nachforschungen der Freunde erst recht. Viel zu oft hat Kommissar Zufall die Finger im Spiel. Da kann von Spannung leider keine Rede sein. Schade.

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