Fünf Freunde (132) – …und das Rätsel um den Stromausfall

Titel: Fünf Freunde (132) – …und das Rätsel um den Stromausfall / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Alexander Mettin, Lina Maria Millat, Maud Ackermann ua

Stromausfall in Kirrin! Durch clevere Notlösungen können die Bewohner des Felsenhauses das größte Chaos verhindern. Da heißt es, Saboteure seien am Werk gewesen, und die Fünf Freunde finden einen alarmierenden Hinweis, der das bestätigt. Gemeinsam mit Jenny, einer Mitschülerin von George, folgen sie einer Spur von rätselhaften Hinweisen und bringen Licht in ein dunkles Geheimnis.


Ein Stromausfall sorgt in Kirrin für Aufregung. Damit beschäftigt sich ein Gutteil dieser Geschichte. Insgesamt finde ich das eine nette Idee, auch wenn man einen neuen Fall hier überhaupt noch nicht erahnen kann. Aber es ist ein interessantes Szenario, das man sich in diesem Ausmaße schwer vorstellen kann. Genauso interessant fand ich es, wie Quentin, Fanny und die Freunde damit umgehen. Hier kommt man leicht ins Staunen, wie aufwendig gewisse Dinge ohne Strom sein können, aber auch darüber,  wie man sich in solch einer Situation behelfen kann. Auch die Aufregung im Ort kommt gut rüber, speziell als sich offenbart, was es bedeutet, wenn nicht nur der eigene Haushalt, sondern eine ganze Stadt samt Läden, Banken usw ohne Strom dasteht. Außerdem lernt man eine Menge über Strom, woher er kommt und was mit ihm passiert ehe er in der heimischen Steckdose zur Verfügung steht.
Erst danach schwenkt die Handlung um Richtung neuer Fall. Denn hinter dem Stromausfall scheint mehr zu stecken als ein technischer Fehler. Die Freunde kommen einer seltsamen Sache auf die Spur, tatkräftig unterstützt von einer gewissen Jenny, die mit ihrer Familie bereits lange ohne Strom lebt, weil sie die drastisch gestiegenen Rechnungen nicht mehr zahlen konnten. Mir hat dieser neue Fall (wenn man es denn so nennen möchte) nur halb gefallen. Ich fand es gut, dass es mehrere Wendungen gibt und man sich lange nicht sicher sein kann, wer hinter den Ereignissen steckt. Allerdings habe ich die Ermittlungen der Freunde größtenteils als ziemlich konstruiert und wenig glaubhaft empfunden. Es sind ein paar Zufälle zu viel im Spiel und dass ihnen die Bewohner von Kirrin die Story mit dem Schulprojekt abkaufen und ihnen ihre Stromrechnungen zeigen, darüber konnte ich nur den Kopf schütteln.
Zum Ende hin kommt dann eins zum anderen und so ergibt sich wenigstens bei der Auflösung noch ein recht schlüssiges Bild.

Wie schon erwähnt ist eine Jenny hier mit von der Partie, gesprochen von Lina Maria Millat. Mir klang sie mit ihrer hellen Stimme viel zu kindlich um zu den Freunden zu passen. Außerdem werden ihr Sätze in den Mund gelegt, über die muss man einfach stolpern. So kommt es, dass sie häufig hölzern und abgelesen klingt. Theresa Underberg alias Anne darf an einer Stelle sogar mal laut werden und das steht der Figur prima. So würde ich sie gerne öfter hören.

Der Moment als der Strom ausfällt und der als er wieder da ist, fand ich gut und unverkennbar eingearbeitet. Man hört trotz der lebendigen Stimmung am Tisch deutlich, wie es im Hintergrund plötzlich still wird. Genauso markant ist es als bei der nachbarschaftlichen Grillerei plötzlich wieder Musik zu hören ist.

Ich mag es nicht albern. Das Covermotiv ist entsprechend nicht mein Fall. Als ob man mit einem Fahrrad und dessen Dynamo so viel Strom erzeugen könnte um eine Gefriertruhe am Kühlen zu halten.

Fazit:  Das überraschende Finale und die interessante Situation in Kirrin retten die Folge ein Stück weit. Der “Fall” und die Ermitlungen waren mir zu zufalllastig und oft schlichtweg unglaubwürdig.

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