Insel-Krimi (06) – Die Bestie von Wangerooge

Titel: Insel-Krimi (06) – Die Bestie von Wangerooge / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 70 min  / Sprecher: Markus Pfeiffer, Holger Umbreit, Annette Strasser, Bert Franzke ua

Ein Serienmörder geht auf Wangerooge um. Immer bei Vollmond schlägt er zu und präpariert seine Opfer auf makabere Weise. Kommissar Arne Brekewoldt will gemeinsam mit der Ärztin Nele Röwekamp seinen Kollegen unter die Arme greifen, um den Mörder zu fassen. Doch ihr Plan schlägt fehl und die nahenden Vollmondnächte locken die Bestie bereits aus ihrem Versteck.


Au weia!
Ich kichere immer noch. Wie bei jedem Mal, wenn ich diese Folge gehört habe. Manchmal habe ich sogar laut lachen müssen. Nun hat es also Wangerooge erwischt bei den Insel-Krimis. Nach einem guten Viertel des Hörspiels weiß man vor allem zwei Dinge: ein irrer Frauenmörder geht auf der Insel um. Und: die Insel ist bevölkert von schrägen Gestalten. Beispielsweise einem übereifrigen Kommissar, einem bekifften selbsternannten Schamanen, einem schießwütigen Vogelschützer und einer nymphomanischen Pensionswirtin. Das führt zu saukomischen Situation und verrückten Dialogen.
Mitten drin -abkommandiert von Borkum- Kommissar Brekewoldt, der mit seiner ruhigen und trocknen Art kaum gegensätzlicher sein könnte. Inmitten dieser illustren Gesellschaft gilt es nun also die Bestie dingfest zu machen. Gemeinsam mit Kollege Söderup (und uA auch in dessen Golfwägelchen) wird in alle Richtungen ermittelt. Mehrere Gespräche am Anfang zeigen erste Verbindungen unter den Inselbewohnern auf, wie diese die Sache mit dem Mörder einschätzen und einige lernt man dabei auch ein gutes Stück weit kennen. So hat man direkt ein paar Leutchen an der Hand und kann ein bisschen mitknobeln.
Im Laufe der Handlung legt die Spannung nach und nach ein Schüppchen drauf . Mitten in der Ermittlungen wird die nächste Leiche gefunden und langsam wird es eng für Brekewoldt und Söderup. Und auch für Nele Röwekamp, die hier einmal mehr bei den Nachforschungen helfen darf. Sie ist es dann auch, die die vermeintlich einzige Möglichkeit aufzeigt, den Mörder auf frischer Tat zu ertappen. Bei der Umsetzung erreicht die Geschichte dann in Sachen Spannung ihren Höhepunkt. Die Auflösung ist dann auch noch einmal eine Überraschung und das Finale kommt angemessen dramatisch daher.

Markus Pfeiffer gibt Brekewolt einen herrlich trockenen und manchmal sarkastischen Ton, was einen genialen Kontrast zu den Inselbewohnern mit ihrer nodisch-schnodderigen Mundart bildet. Allen voran sei da Kommissar Söderup zu erwähnen, dem Holger Umbreit einen ausgeprägten Akzent verleiht. Und eine witzige Stimme, die mir anfangs fast etwas auf die Nerven ging, die aber einfach super zu dieser leicht schrägen Figur passt. Bei Dirk Hardegens Darbietung als verpeilter Hippie habe ich mich oft kaum noch eingekriegt. Herrlich!

Musik und Geräusche orientieren sich hier ganz am Geschehen. Anfangs kommt beides ruhiger daher, zu den spannenden und dramatischen Momenten später tun sie sich deutlich mehr hervor. Das bringt die Stimmung der jeweiligen Szenen deutlich rüber.

Das Cover fügt sich tadellos in die Reihe ein. Schön düster, mit dem Auge in dem Baumstamm ein echter Hingucker, den man gar nicht übersehen kann.

Fazit:  Auf jeden Fall die witzigste Folge der Serie bisher! Aber auch spannend und rätselhaft. Ich fand diese Kombination einfach nur herrlich und äußerst vergnüglich und habe sie gleich mehrmals gehört.

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