Bibi Blocksberg (128) – Ausgehext

Titel: Bibi Blocksberg (128) – Ausgehext / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 46 min / Sprecher: Gabriele Streihhahn, Luise Lunow, Peggy Pollow, Maria Koschny ua

Bibi, Schubia und Xenia haben eine verrückte Idee: Sie wollen die Althexen auf einem besonders langweiligen Hexentreffen mit einer Szene aus einem hexischen Theaterstück überraschen. Leider geht das nach hinten los. Sie stören die Zubereitung der hexischen Grundbrühe und es kommt zu einem Hexunfall: Die Althexen können nicht mehr hexen!


Es ist lange gutgegangen, aber nun ist mal wieder eine Folge mit Jung- und Althexen fällig. Es soll ja Fans dieser Geschichten geben. Ich gehöre nicht zu diesen Fans und hatte entsprechend geringe Erwartungen. Die wurden auch prompt erfüllt.
Hat schon jemand von der Grundbrühe gehört, die von den Hexen gebraut werden muss und als Grundlage für viele Tinkturen dient? Nein? Dann bin ich beruhigt, ich nämlich auch nicht. Aber es braucht halt diese Grundbrühe, weil man sonst keinen Aufhänger für die Geschichte gehabt hätte.
Also brauen die Althexen diese Brühe auf dem Blocksberg und werden dabei von den Junghexen gestört, die unbedingt eine Szene mit einer sprechenden Krone (unglaublich witzig, echt, findet sogar Schubia!) aus einem Theaterstück vorführen wollen. Der Sud fliegt in die Luft und anschließend ist plötzlich die Hexkraft aller Althexen weg. Das ist immerhin mal eine Abwechslung, sonst schaffen die Junghexen es ja meist nur, sich selbst die Hexkraft zu nehmen. Dieses mal sind die Althexen dran und verhängen erstmal ordentliche Strafen für die Junghexen. Da werden zentnerweise Kartoffeln geschält, ein Riesenabwasch erledigt und ein Wocheneinkauf bestritten. Ein paar Sachen dürfen die Junghexen zum Wohlergehen der Älteren auch hexen, eine Schwefelsuppe auf den Herd zum Beispiel.
Zu den Strafen zählt auch, Kräuter für einen neuen Kessel Grundbrühe zu beschaffen. Spätestens von diesem Moment an kam mir die Folge vor wie ein Videospiel. Das Kraut suchen und finden, mal im Mistelwald, mal im Finsterwald. Dann müssen wieder daheim bei den Hexen Aufgaben erledigt werden, es wird überprüft was Bibi & Co. quasi an Kräutern bereits in ihrem “Inventar” haben. Eins reiht sich ans andere ohne jemals auch nur ansatzweise spannend zu werden bis es wieder ans Brauen der Grundbrühe geht. Dabei wartet immerhin noch eine kleine Überraschung. Und nachdem der Erzähler dann noch einen Schwank über den Blocksberg erzählt hat, hat man es endlich geschafft. Scheinbar hat die Serie nun ebenfalls einen offiziellen Lehrauftrag wie die Schwesternserie   “Benjamin Blümchen”.

Vier erwachsene Hexen, drei jugendliche Hexen, mehr Figuren mischen nicht mit. Mit Peggy Pollow als Schubia kann ich deutlich besser leben als mit Ghadah Al-Akel, weil sie die Punkerhexe längst nicht so schräbbelig spricht. Maria Koschny gefällt mit in der Rolle von Xenia jedes Mal wieder. Margot Rothweiler gibt hier eine gar nicht mal so fiese Zickia.

Eine Hand voll Geräusche und das Titellied, mehr ist es wie üblich nicht. Immerhin ist die nächtliche Szene im Finsterwand mit Eulenrufen schön in Szene gesetzt.

Die explodierte Grundbrühe hat es in den Mittelpunkt der Covers geschafft. Mit allen Anzeichen des Entsetzens stehen die Hexen drumherum, die jungen und die alten auch. Mit viel gutem Willen kann man sagen, dass dieses Motiv neugierig stimmt. Warum zum Beispiel die Junghexen aussehen wie aus einem Märchen entlaufen. Und wieso sich durch diese Szene etwas ausgehext hat.

Fazit:  Ein an den Haaren herbeigezogener Aufhänger und ein Verlauf wie ein Computerspiel. Spannungslos aneinandergereihte Aufgaben mit einer Mini-Überraschung am Ende. Ich weiß schon, was ich gegen die Folgen mit ausschließlich Alt- und Junghexen habe.

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