Die drei !!! (62) – Spuk am Himmel

Titel: Die drei !!! (62) – Spuk am Himmel / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Sonja Stein, Leyla Bulut, Jürgen Holdorf, Frank Logemann ua

Unbekanntes Flugobjekt gesichtet! Aber nicht mal Marie glaubt wirklich daran, dass Außerirdische im Feld vor Franzis Haus landen. Oder etwa doch? Gemeinsam mit Kim und Franzi macht sie sich auf die Suche nach einer Erklärung. Dabei müssen die drei !!! allen Mut aufbringen und ahnen noch nicht, welches Geheimnis sich hinter dem Spuk am Himmel verbirgt.


UFOs? Warum eigentlich nicht? Mit dem Thema kriegt man mich leicht und ich hatte mich schon auf eine Geschichte um mysteriöse UFO-Sichtungen gefreut. Die Story lässt sich auch in dieser Richtung an und bietet gleich zu Beginn eine schöne, stimmungsvolle Szenerie und Situation. Ein bisschen unheimlich und vor allem rätselhaft.
Doch diesen Weg verlässt man dann relativ schnell wieder und die Handlung schlägt eine völlig neue Richtung ein, die man so sicher nicht erwartet hätte. Dabei bleibt sie aber auf jeden Fall interessant und auch spannend. Lange ist den Mädchen nicht genau klar, war vor sicht geht und auch als Hörer kann man gut miträtseln. Stetig ergeben sich neue Situationen, neue Wendungen, einige Figuren stehen gleich mehrmals in ganz neuem Licht da als zuvor und die Erkenntnisse der Mädels wollen mal wunderbar zusammenpassen, dann wieder gar nicht.  Ein schlüssiges Bild ergibt sich bis fast zum Ende nicht. Man spürt, dass es einen Zusammenhang zwischen alldem gibt, kann ihn aber nicht greifen.
Am Ende fügt sich dann alles passig zusammen und die Auflösung bietet ein schlüssiges Bild.

Neben den drei Hauptsprecherinnen, die in gewohnt guter Form sind, hat sich bei den Sprechern für mich vor allem Leyla Bulut in der Rolle der kleinen Lissy hervorgetan. Ihre helle Stimme und der aufgeweckte Ton passen prima zu dem Mädchen. Robert Knorr und Sven Nowatzky ergänzen sich als Brüderpaar ebenfalls gut. Oliver Wahrsitz vermittelt einem mit manchmal leicht knurrigen, aber nie unsympathischen Klang ein gutes Bild vom Hühnerbauern Ahlers.

Musikalisch wird “Hausmannskost” geboten, aber ich schätze, in dieser Hinsicht wird sich in der Reihe wohl nichts mehr ändern. So klingen die Hörspiele eben und irgendwie gehört es für mich mittlerweile auch dazu. Dafür fallen die Geräusche hier sehr ordentlich aus und verleihen den einzelnen Szenen einen lebendigen Klang.

Ein sehr schönes Covermotiv, wie ich finde. Aber ich habe ja auch einen Fimmel für nächtliche Szenen. Mir gefält das leicht Düstere jedenfalls prima. Es macht sofort neugierig und verspricht einen spannenden neuen Fall. Außerdem habe ich einen “Signs”-Knacks (und einen Maisfeld-Knacks) seit diesem Film. Alleine deshalb war das Cover bei mir schon für ein Schaudern gut.

Fazit:  Die Geschichte hält sich lange genug mit dem UFO-Thema auf um daraus gleich zu Beginn ordentlich geheimnisvolle und leicht unheimliche Atmosphäre ziehen zu können. Danach schlägt sie jedoch eine ungeahnt neue Richtung ein, bleibt dabei aber ebenso spannend und interessant. Sehr lange ist nicht klar, was hier vor sich geht und so bleibt es spannend bis zum Schluss.

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