Die Punkies (12) – Farm Festival

Titel: Die Punkies (12) – Farm Festival / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Tim Kreuer, Tobias Diakow, Lisa Karlström, Volker Hanisch, Hans-Jörg Frey ua

Die Punkies sind voll im Job-Stress. Ob Putzfrau oder Pizzakurier das mühsame Geldverdienen verschlingt massig Zeit, und darüber kommt die Band zu kurz! Außerdem interessiert sich Nikolas in letzter Zeit vor allem für sein virtuelles Bandprojekt. Doch dann hat Ben eine geniale Idee: Als seine Eltern verreisen, quartiert er die Punkies auf deren Bauernhof ein und sie verwandeln ihn in ein Musiker- und Party-Paradies. Und dank Nikolas Netzwerk kommen sogar internationale Gäste! Doch dunkle Wolken ziehen auf: Die Hof-Idylle ist in großer Gefahr! Wird es hier bald noch Musiker geben können? Doch die Punkies wären nicht die Punkies, wenn sie nicht um ihre Idee kämpfen würden!


Ich habe mich schon bei einigen Folgen dieser Serie gefragt, woher die Punkies eigentlich das Geld für gewisse Dinge haben. Natürlich, sie sind bereits älter und können jobben gehen, doch Thema war das eigentlich nie. Das ist in dieser Episode anders. Hier wird ausführlich darauf eingegangen, dass fast alle von ihnen sich mit mehr oder weniger -meist weniger- tollen Jobs herumplagen und dass das sogar stark zu Lasten der Band und ihrer Freundschaft geht. Schön, dass das hier endlich einmal thematisiert wird, denn das macht insgesamt vieles glaubhafter.
Zu den Job- und Geldproblemen kommt speziell bei Ben hier noch hinzu, dass seine Eltern ihren Bauernhof verkaufen wollen. Das geht natürlich auf gar keinen Fall!. Als die Eltern für ein paar Tage verreisen, kümmern sich die Punkies um den Hof und unversehens verwandelt er sich in eine Partylocation. Mit dabei auch viele internationale Musiker, die Nikolas online über ein Musikprojekt kennengelernt hat. Die Stimmung auf dem recht spontanen Festival kommt hier wunderbar zur Geltung. Das macht einfach richtig Laune und ganz viel Spass.
Natürlich tritt dasbei die Idee des Hofverkaufs nicht allzu lange in den Hintergrund und -typisch Punkies- wird gemeinschaftlich ein Plan ausgetüftelt, der die Sache verhindern soll. Wenn man betrachtet, wie zerstritten die Freunde zu Beginn der Folge teilweise sind, ist es besonders schön, wenn man hier wieder erlebt, wie gut sie doch zusammenhalten. Das Ergebnis ihrer Pläne verspricht dann noch so manche interessante Geschichte.

Mein Highlight unter den Sprechern ist klar Hans-Jörg Frey alias Pepito. Der Schweizer Akzent ist ganz witzig und seine eigentümliche Sprechweise hat auch einen ganz speziellen Charme. Er vermittelt einem das Bild eines sehr schrägen Vogels, lässt ihn dabei aber auf Anhieb sympathisch wirken. Als Erzähler ist dieses Mal Daniel Axt zu hören, was logisch ist, es geht immerhin um den Hof von Bens Eltern. Er erzählt locker weg, wechselt zu bei ernsteren Momenten aber auch schnell zu einem entsprechend ernsteren Ton.

Die Festival-Atmosphäre kommt richtig gut rüber. Das liegt neben der Musik auch an den vielen Stimmen und zahlreichen Geräuschen, die zu solch einer Veranstaltung gehören. Die Musik aus Nikolas Online-Bandprojekt geht nochmal ganz andere Wege, die ich so gar nicht erwartet hatte. Es gefällt mir aber, dass sich in der Reihe nicht  nur auf der Musik der Punkies ausgeruht wird.

Ben im Holzfällerhemd und mit Strohhut, ein Huhn, Minischwein Frau von Siep und im Hintergrund der Bauernhof, rundherum die Bühne und davor jubelnde Fans, mehr Farm und Festival hätte man nicht in ein Covermotiv unterbringen können.

Fazit:  Hier werden zunächst ganz ernste Themen angesprochen und aufgezeigt, dass aufstrebende Bands längt nicht in Saus und Braus leben, ehe man sich dem Festival widmet und damit wieder viel Spaß ins Geschehen bringt. Das macht die Geschichten um die Punkies glaubhafter. Danach kann man dann die tolle Festivalstimmung genießen. Ein gelungene Kombination.

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