Die Punkies (13) – Big Moon

Titel: Die Punkies (13) – Big Moon / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Achim Buch, Saskia Weckler, Patrick Bach, Alexander Scala, Jens Wendland ua

Die international gefeierte DJane ‘Moon’ ist ein echter Popstar. Sie tritt bei einem von Gino organisierten Party-Event auf. Leonie knüpft Kontakt und spielt ihr den neuesten Punkies-Song vor. Moon ist hellauf begeistert und lädt die Band nach Rimini ein, wo sie ihr Studio betreibt. Die Punkies lassen sich nicht zweimal bitten und jetten an die italienische Adria. Nur Aylin darf nicht mit… ihr strenger Vater hat wieder einmal was dagegen. Damit Aylin nicht traurig ist, wenn sie von ihrem Spontantrip erfährt, tischen die Punkies ihr Notlügen auf. Doch dann findet Aylin die Wahrheit heraus. Alarmstufe Rot: Will sich ihre Band von ihr trennen.


Als Musiker lernt man schnell auch mal andere Musiker kennen. So ergeht es auch den Punkies. Gino hat eine Party organisiert, bei der die bekannte DJane Moon auftritt und so lernen Leonie und sie sich recht fix kennen. Auch wenn Moon ganz andere Musik macht, verstehen die beiden sich auf Anhieb und Moon ist vom neuen Song der Punkies hellauf begeistert. Einmal mehr habe ich mich gefreut, dass die Reihe auch andere Musikrichtungen zulässt als die der Punkies. Moons Musik hat mir außerdem wirklich gut gefallen, weil sie absolut partytauglich ist und längst nicht so seicht wie viele Songs der Punkies. Moon selber war dagegen gar nicht mein Fall. Dieses Gejuchze ständig nervte mich einfach nur tierisch.
Als Moon die Freunde nach Rimini einlädt, überlegen die nicht lange und nehmen das Angebot an. Da darf man sich -vorige Folge, Stichworte “Geld” und “Jobs”- hin, Last Minute Flüge her durchaus fragen, wie sie das finanzieren. Da muss man schon ein Auge zudrücken um der Story das abzukaufen. Aber die braucht das halt, sonst würde der Rest nicht funktionieren. Denn Aylins strenger Vater würde seine Tochter niemals mitfliegen lassen. Damit Aylin nicht zu traurig ist, verschweigen ihre Freunde ihr die Reise und tischen ihr stattdessen Notlügen auf. Auch das habe ich den Punkies nicht  abgenommen, denn so kennt man sie an sich nicht. Natürlich kommt Aylin der Sache auf die Schliche. Dabei erfährt man einiges über die Familie, den Tod ihrer Mutter und die Gründe, warum ihr Vater so steng ist. Ein schöner Einblick, der einem die Figur Aylin nochmal zusätzlich nahebringt.
Die Partystimmung in Rimini kommt dieses Mal zwar gut und authentisch rüber, aber insgesamt steht sie schon hinter dem Geschehen um die Reise, den Lügen Aylin gegenüber und das spätere Zusammentreffen der Freunde zurück. Jedenfalls habe ich das so empfunden und fand das auch ganz passig gemacht so.

Saskia Weckler ist als Moon zu hören und juchzt sich penetrant durch das Geschehen. Sie vermittelt einen so zwar ein gutes Bild einer überdrehten DJane, mir ging das Gejuchze aber wie gesagt ziemlich auf den Keks. Daran hat auch das Ende nichts geändert, wo Saskia Weckler Moon ernstere Töne anschlagen lässt. Achim Buch und Ugur Tabislek mischen als Aylins Vater und ihr Bruder Alpay mit. Es gelingt ihnen gut, einem diese beiden Personen nahezubringen. Bisher hat man ja nur in Aylins Erzählungen von ihnen gehört.

Dank Moons Musik geht es in dieser Hinsicht ausgesprochen elektronisch zu. An sich nicht meine Musikrichtung, aber immerhin bringt sie mehr Tempo und mehr Druck mit als die Songs der Punkies. Alleine deshalb hat mir das wirklich gut gefallen. Natürlich hat aber auch die Musik der Punkies wieder ihren Raum. Wer eher davon ein Fan ist, kommt hier ebenfalls nicht zu kurz.

Das Cover zeigt eine ausgesprochen ruhige und friedliche Szene, was gut zur nächtlichen Szenerie passt. Das feiernde Partyvolk ist nur klein im Hintergrund zu sehen. Eine Nachtszene passt toll zum Titel und die Palmen und das Meer stimmen neugierig, wohin es die Freunde dieses Mal verschlagen hat.

Fazit:  Eine weitere unterhaltsame Folge, die musikalisch wieder neue Wege einschlägt und einem speziell Aylins Situation näherbringt. Das hat mir beides gut gefallen. Allerdings hat mich Moon genervt und es gibt auch einige Punkte, die ich wenig glaubhaft fand. Daher konnte mich diese Folge nicht so richtig begeistern und überzeugen.

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