Die Punkies (14) – Burning Heart Boyz

Titel: Die Punkies (14) – Burning Heart Boyz / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Niels Rieke, Robert Knorr, Franciska Friese, Marek Erhardt, Janina Baier ua

Kim, Yin und Jun aus Korea lassen als Burning Heart Boys Tausende von Mädchenherzen höher schlagen. Als ihre Welttournee sie nach Hamburg führt, rasten ihre Fans dermaßen aus, dass die drei die Flucht ergreifen müssen. Durch einen verrückten Zufall finden sie Unterschlupf im frisch eröffneten Music Hostel auf dem Resthof von Bens Eltern. Dort tauen die drei Tour-gestressten Superstars völlig auf und besinnen sich auf ihre musikalischen Wurzeln. Doch die ländliche Idylle ist in Gefahr: Ihre Fans, ihre ehrgeizige junge Tour-Managerin und ein TV-Team sind den B.H.B. auf den Fersen! Und dann sind da noch die krashkiddz, die sich seit Neuestem einbilden, auch eine Boygroup zu sein!


Die Punkies sind ja so eine Band, wie man sich das häufig vorstellt und wie es eigentlich auch sein sollte. Ein paar Freund, die Spass daran haben, gemeinsam Musik zu machen. Dieses Bild einer Band wurde in der Reihe bisher  immer klar vermittelt. Selbst bei den krashkiddz ist das so, auch wenn sie wieder ein anderer Schlag Musiker sind.
Durch einen irren Zufall geraten die Punkies dieses Mal jedoch an eine ganz andere Art von Band. Eine koreanische Boyband, gewissenhaft zusammengecastet und von vorne bis hinten gedrillt und in eine ganz bestimmte musikalische Ecke gedrängt. Welche das ist, lässt sich am Namen Burning Heart Boyz leicht erkennen.
Angesichts zahlreicher wie auch immer gearteteter Castingshows im heutigen Fernsehprogramm fand ich die Idee, mal solch eine Band ins Spiel zu bringen, wirklich super. Denn wie künstlich diese Stars und damit der Hype um sie sind, kommt hier wirklich deutlich  zur Geltung. Die drei Jungs tun einem zügig mehr als leid.
Da ist es schön zu erleben, wie sie sich im Verlauf der Handlung auf ihre Ursprünge besinnen und wie sich herausstellt, dass sie durchaus richtige Musik machen können. So passen sie dann auch zu den Punkies.
Doch nach der überstürzten Flucht vor ihren Fans und der darauf folgenden “Entführung” durch die Punkies ergeben sich bald auch richtige Probleme. Man muss sich mit einer hysterischen Managerin herumplagen, die Fans sind ihren Idolen dicht auf der Spur und die Presse mischt ebenfalls mit. Das sorgt für viele turbulente Szenen und viel Tempo. Und die ganze Zeit drückt man den Burning Heart Boyz die Daumen, dass sie nicht wieder als Retortenband auf die Bühne müssen. Es ist also wieder eine ganze Menge los.

Franciska Friese ist als Managerin Helen Larsen zu hören. Man nimmt ihr diese leicht hysterische und oft panische Person sofort ab. In den Rollen der BHB sind Tammo Kaulbarsch, Robert Knorr und Julian E. Heneberg zu hören, die sich prima ergänzen und die koreanische Boyband glaubhaft rüberbringen. Tobias Diakow, Tobias Schmidt und Niels Rieke erlebt man dieses Mal grundlegend anders als man sie als krashkiddz kennt. Und man hört deutlich, dass ihnen das sehr viel Spass bereitet.

Musikalisch dreht sich dieses Mal alles um die Musik der koreanischen Boyband. Entsprechend ist auch ihre Musik hier zu hören, und das gleich in verschiedenen Variationen. Auch wenn es nur ein Lied ist, aber es passt. Immerhin dreht sich hier alles um die Jungs. Ich könnte mir nicht vorstellen, wie man da einen Song der Punkies hätte unterbringen können.

Das Cover zeigt die BHB auf der Flucht, natürlich aber auch einige der Punkies. Die Menschenmenge im Hintergrund lässt erahnen, wovor sie flüchten. Farblich ist das Cover dieses Mal ausgesprochen grell gehalten. Vermutlich musste es irgendwie zu den Haarfarben der Koreaner passen. Mir gefällt es.

Fazit:  Die Geschichte zeigt deutlich auf, was man vondiesen Castingbands zu halten hat. Wie die Musiker dabei behandelt werden, was sie aushalten müssen etc. Das passt gut in die heutige Zeit. Um die Punkies und ihre Musik geht es dieses Mal nicht wirklich, alles dreht sich temporeich um die Boyband. Das darf auch mal so sein, wie ich finde. Mir hat die Episode gefallen.

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