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Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus (Torben Kuhlmann / Bastian Pastewka)

Titel: Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus / Verlag: derHörverlag / Spielzeit: 43 min / Buch: Torben Kuhlmann / gelesen von: Bastian Pastewka

lindberghInhalt: Anfang des 20. Jahrhunderts: In Hamburg lebt eine außergewöhnliche kleine Maus. Eines Tages bemerkt sie, dass es in ihrer Stadt gefährlich geworden ist: Überall lauern Mausefallen und Feinde. Nach und nach verschwinden ihre Mäusefreunde. Aber wohin sind sie geflüchtet? Nach Amerika? Die kleine Maus beschließt, den weiten Weg über den Atlantik zu wagen. Aber dazu braucht sie erst einmal ein Fluggerät.


So viele Bilderbücher, die als Hörbuch umgesetzt wurden, sind mir bisher noch nicht begegnet. Einige gibt es bei headroom Verlag, und da die durchweg gelungen sind, bin ich an “Lindbergh” recht optimistisch herangegangen. Außerdem, eine Geschichte um eine Maus? Immer her damit!
Natürlich ist es eine Geschichte für Kinder und dementsprechend einfach erzählt. Trotzdem ist es spannend zu verfolgen, wie der kleine, liebenswerte Mäuserich sein großes Ziel verfolgt, Rückschläge einstecken muss, sich aber immer wieder aufrafft und ganz fest an sich und seinen Traum glaubt. Da wird den jungen Hörern erstens eine wirklich tolle Botschaft vermittelt und zweitens erfahren sie so quasi inkognito bereits etwas über den eigentlichen Lindbergh. Sollten sie die Geschichte später jemals lesen oder hören, werden sie sicher einige Dinge darin wiederfinden. Auch wenn sie in dieser Kindergeschichte sehr vereinfacht erzählt werden.
Das Hörbuch hat sich den Charakter eines Bilderbuchs bewahrt. Das hat mich sehr überrascht. So etwas kannte ich bislang nicht. Das bedeutet, dass es sowohl einen Erzähler gibt, als auch einen “Zeichner”. Der Zeichner beschreibt die Bilder aus dem Bilderbuch und wechselt sich mit dem Erzähler ab. Das wirkt schön lebendig und abwechslungsreich. Mir hat diese Idee wirklich gut gefallen. Wenn man schon ein Bilderbuch als  (inszenierte) Lesung umsetzt, dann sollten irgendwie auch die Bilder transportiert werden, Ansonsten geht ja das wichtiges Element eines Bilderbuchs verloren. Hier hat man diese Klippe ausgezeichnet umschifft.

In allen “Rollen” ist Bastian Pastewka zu hören. Auch wenn ich sonst kein Fan von ihm bin, als Hörbuch- und Hörspielsprecher finde ich ihn großartig. Lindbergh klingt bei ihm sehr goldig, clever und gewitzt, was gut zu der Figur passt. Als Zeichner liest er sehr ruhig mit angenehm tiefer Stimme, der man gerne entspannt zuhört. Der Part des Erzählers fällt bei ihm wieder anders aus: zwar freundlich, aber hier und da auch ein wenig bissig. Diese Figur streitet gerne auch mal, bleibt aber dennoch immer sympathisch.

In Sachen Musik hält sich das Hörbuch eher bedeckt, was aber nie negativ auffällt. Ganz im Gegenteil bleibt die Aufmerksamkeit dadurch ganz auf die Erzählung gerichtet. Einige Geräusche sind eingestreut. Beispielsweise ein Geräusch von Kreide auf einem Stück Papier, wenn der Zeichner zu Worte kommt. Selbstverständlich dürfen bei einer Geschichte um Fluggeräte auch Motorengeräusche nicht fehlen. Alles schöne und liebevolle Details, die die Geschichte zu einem Hörvergnügen machen.

Das Cover orientiert sich an der Vorlage des Bilderbuchs. Das Motiv wirkt antik in den verschiedenen Brauntönen mit kleinen Fabrklecksen hier und da. Das steht einer Geschichte, die in so ferner Vergangenheit spielt, natürlich wirklich gut. Lindbergh wirkt geradezu verloren auf den Flugzeug. Er ist sehr niedlich geraten. Und sofort wird man neugierig, was es mit seinen Flügeln und dem Flugzeug auf sich hat. Das Booklet hält nochmal einige Illustrationen bereit, die das Durchblättern zum reinsten Vergnügen machen.

Fazit: “Lindbergh” ist eine rundum gelungene Umsetzung eines Bilderbuchs als inszenierte Lesung. Die Erzählweise sorgt für Abwechslung und Spass, die Geräusche veranschaulichen gewisse Elemente, es gibt einiges zu lernen, für Spannung ist gesorgt und die Optik ist ebenfalls vom Feinsten. Meine ganz große Empfehlung

 

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[Veranstaltung] Lesung mit Thomas Krüger aus “Erwin, Enten & Entsetzen”

Am Freitag, den 13. ging es direkt weiter mit den Lesungen, denn an diesem Tag las Thomas Krüger aus dem neuen Band seiner Krimireihe um Erwin Düsedieker und seine Laufenten.

Hier lief die Sache mit den Karten am leichtesten ab: angerufen, reserviert, am Abend der Veranstaltung abgeholt.
Dafür war es purer Zufall, dass ich zu Beginn der Woche von der Lesung erfahren habe. Ich weiß nicht mal mehr, wieso ich mich auf welche Seite gegoogelt habe, auf der die Lesung angekündigt wurde.

Und so ging es am 13.11.15 auf nach Verl in die dortige Bibliothek.

Es war meine zweite Lesung mit Thomas Krüger, Erwin und den Enten. Letztes Jahr fand in Herford eine Lesung mit ihnen statt.
Und dieses Jahr war es wieder genauso unterhaltsam, nur ohne die Häppchen 😉

Zu Beginn stellte Thomas Krüger seine Reihe, die wichtigsten Figuren und die Gegend, in der die Krimis spielen, ausführlich vor. So konnten sich auch Neulinge in der Reihe später bei der Lesung gut zurechtfinden. Sogar eine Karte von Bramschebeck und Umgebung gab es. Und Fotos von Erwin, Lothar, Lisbeth und Alfred. Auf einer Leinwand! Jawohl!

Bei den Lesungen kam ich einmal mehr zu dem Schluss, dass Thomas Krüger seine Hörbücher auch gut selber einlesen könnte. Er kann das richtig gut!

Abschließend gab es auch hier eine Fragerunde und dann konnte man sich sein Buch noch signieren lassen.

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[Veranstaltung] Lesung mit Wolfgang Hohlbein aus “Mörderhotel”

Fast genau eine Woche nach der Lesung mit Sebastian Fitzek stand bereits die nächste Lesung auf dem Programm.

Dieses Mal mit Wolfgang Hohlbein, der aus seinem neuen Buch “Mörderhotel” las. Normalerweise bin ich für Wolfgang Hohlbeins Bücher nicht so zu haben, doch der Inhalt vom “Mörderhotel” sprach mich dann doch an.

In diesem Falle war es auch gar kein Problem, eine Karte zu ergattern.
Und so fuhr ich am 10.11.15 abends nach Bielefeld, wo die Lesung im Thalia stattfand.
Natürlich ein deutlich kleinerer Rahmen als bei Sebastian Fitzeks Lesung, aber ich mag diese “kleinen” Lesungen ebenfalls sehr gerne. Ich mag das Gemütliche daran. Und eigentlich sollte eine Lesung doch auch in einem Buchladen oder in einer Bibliothek stattfinden, oder?

Auch sonst war es eine sehr klassische Lesung. Etwa eine Dreiviertelstunde hat Wolfgang Hohlbein aus “Mörderhotel” gelesen, dann gab es die übliche Fragerunde und anschließend wurde natürlich noch signiert.

 

 

 

 

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