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TKKG (203) – Der Räuber mit der Weihnachtsmaske

Titel: TKKG (203) – Der Räuber mit der Weihnachtsmaske / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Wolfgang Kaven, Tommi Piper, Stephan Schwartz, Volker Bogdan ua

Inhalt: Früher Schneefall hat die Millionenstadt bereits Anfang Dezember in ein idyllisches Winterwunderland verwandelt. Aber die friedliche Stimmung währt nur kurz, denn Karl wird Zeuge eines gemeinen Verbrechens. Am Institut für Musikwissenschaft wird Prof. Tilmann Zobel ein 200 Jahre altes Notenblatt gestohlen. TKKG haben schnell einen Tatverdächtigen und heften sich an seine Fersen. Sie ahnen nicht, dass sie an der Nase herumgeführt werden.


Alle Jahre wieder kommt auch die Millionenstadt in Weihnachtsstimmung und TKKG müssen ausgerechnet in dieser sonst so friedlichen Zeit einen Ganoven zur Strecke bringen. Zumindest das muss man dieser Geschichte zugute halten: sie greift das Winterlich-Weihnachtliche gut auf. Es geht um das Lied „Stille Nacht“, die Stadt ist verschneit, der Räuber ist mit einer Weihnachtsmannmaske unterwegs und zum Abschluss gibt es noch eine rasante Schlitenfahrt.
Gefallen hat mir auch, dass so viel von dem bekannten Weihnachtslied die Rede ist. Das ist durchaus interessant und man dabei sogar nocht etwas lernen. Das finde ich hinsichtlich der jungen Hörerschaft ganz prima. Wer weiß, wer von denen dieses Lied überhaupt noch kennt! Da kann das sicherlich nicht schaden.
Rund um diese beiden positiven Ansätze geht es allerdings eher finster zu. Erstens wird es ja irgendwie immer kritisch, wenn die Geschichten sich um Moderne bemühen, und das ist auch hier wieder der Fall. Wieso müssen es denn bitte ausgerechnet Bitcoins sein? Und wieso das Darknet? Beides spielt nämlich an sich überhaupt keine Rolle. Man hätte auch einfach mit Geld handeln und verschlüsselte Mails schreiben können.
Dann ist das noch der Fall an sich, der eigentlich ganz brauchbar beginnt. Ganz ohne Umschweife und gleich zur Sache. Doch danach zieht sich die Angelegenheit ganz schön und recht früh hat man das Ganze auch schon durchschaut und darf sich fragen, wieso die Intelligenzbestien von TKKG nicht erkennen, wohin der Hase läuft.
Gekrönt wird das alles  dann noch von einer zwar wunderbar winterlichen, aber geradezu absurden Schlittenfahrt. Es ist ja ganz schön, dass ausgerechnet Willi hier als Held brilliert, aber was er davor angestellt hat, dass nehme ich dem runden Schokofreak nun echt nicht ab.

An den Sprechern habe ich durch die Bank nichts auszusetzen. Die TKKG-Sprecher sind gut in Form und auch Tommi Piper habe ich als Sergej Iwanow gerne zugehört. Er lässt ihn schon eine Spur undurchschaubar klingen, was gut passt. Stephan Schwartz ist als der bestohlene Tilmann Zobel zu hören und man nimmt ihm dessen Verzweiflung leicht ab.

Musik und Geräusche bewegen sich auf bewährtem Niveau. Alles da, was man braucht, aber nichts, was wirklich hängenbleibt oder beim Hören besonders positiv auffällt. Dafür aber eben auch nicht negativ. Solide halt.

Natürlich hat es die finale Schlittenfahrt auf das Cover geschafft. Es ist ja auch  -sofern man das so sagen kann- die rasanteste und aufregendste Szene der Geschichte. Immerhin ist das Motiv winterlich ausgefallen und ein Weihnachtsmanngesicht im Bild kann um diese Jahreszeit ja auch nicht verkehrt sein.

Fazit:  Die Geschichte hat zwei wirklich gute Ansätze und kommt auch schnell zur Sache. Leider wird sie anschließend genauso schnell vorhersehbar und das Geschehen zieht sich gewaltig in die Länge. Und wer Klößchen seine Heldentat vom Ende tatsächlich zutraut, dem ist nicht mehr zu helfen. Schade um die guten Ansätze, die so im Nu verpuffen.

Die drei ??? (190) – …und die Kammer der Rätsel

Titel: Die drei ??? (190) – …und die Kammer der Rätsel / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 60 min  / Sprecher: Andreas Fröhlich, Anna Carlsson, Michael Lott, Hanso Jochmann, Rainer Brandt ua

Titel: Ein Auftrag der seltsamen Art: Die drei ??? sollen bei einer Wette behilflich sein. Gesucht ist ein Team aus klugen Köpfen, die sich in weniger als fünf Stunden aus fünf verschiedenen Rätselräumen befreien können. Wer wäre da geeigneter als Justus, Peter und Bob? Doch was zunächst als Spaß beginnt, entpuppt sich bald als gefährlicher Ernst.


Die drei Detektive in einem „Escape Room“ – Spiel. Grundsätzlich ein Thema, bei dem ich sofort davon ausging, dass mir die Geschichte gefallen würde. Denn ich finde diese Spiele unglaublich spannend und interessant und würde unheimlich gerne selber mal an einem teilnehmen. Somit standen die Zeichen für den neuen Fall der drei Freunde und mich wirklich gut!
Und dann kam doch alles völlig anders. Denn irgendwie stelle ich mir solch ein Spiel spannend, aufregend und auf eine gewisse Art auch atmosphärisch vor. Nur leider ist von alldem hier so gar nichts zu spüren. Die Freunde rätseln sich völlig abgeklärt und auf bewährt intelligente Weise durch die Räume. Alles wirkt kühl und wie „geleckt“, von Stimmung ist da weit und breit nichts zu spüren, was ich ausgesprochen schade fand. Wenn eine Situation genau so etwas hergibt, dann doch wohl die, dass eine kleine Gruppe Menschen sich nur durch Lösung von Rätseln aus dem einen Raum befreien und sich Zutritt zum nächsten verschaffen können. Aber nichts, wirklich gar nichts in dieser Hinsicht.
Woher soll denn da bitte Spannung kommen? Man weiß doch schließlich dass für Justus kein Rätsel zu schwierig ist!
Dass irgendetwas mit der Wette und dem Spiel nicht stimmt, wird zwar eingangs dezent angedeutet, dann geht es jedoch über das Geschehen in den Räumen geradezu vergessen. Und erst als die Freunde darin eine erstaunliche Entdeckung machen, wird man daran erinnert. Auch in dieser Hinsicht muss man einfach sagen, dass Spannung erzeugen anders geht.
Und zuletzt noch: was um alles in der Welt hat diese Sandy da verloren? Das soll eine Aufpasserin sein, eine Spielleiterin quasi, die die drei Freunde durch das Spiel (beg)leitet? Mit diesen ganzen sinnfreien Kommentaren? Die Frau ist überflüssig und nervt kolossal. Anders kann ich es leider nicht sagen.

Außerdem hat Anna Carlsson für Sandy auch nicht unbedingt die angenehmste Stimme und den erträglichsten Ton auf Lager. Das macht es nochmal schwieriger, diese Figur zu auszuhalten. Michael Lott habe ich als Bruce Torino kaum wiedererkannt. Er klingt altersmäßig so gar nicht nach einem Surflehrer. Außerdem hört man ihm an, dass die zweideutigen Sprüche seiner Figur ihm so gar nicht liegen und entsprechen. Um in diesem Bereich überhaupt jemanden lobend zu erwähnen: wenigstens die drei Hauptsprecher tun ihr Möglichstes, aus dieser Story noch was rauszuholen.

In Sachen Musik und Geräusche wird ebenfalls nicht der große Wurf geboten. Keines der Stücke ist mir irgendwie im Kopf geblieben und keinem ist es gelungen, den Szenen wenigstens etwas Atmosphäre abzutrotzen.

Ein Schlüssel in einem Türschloss, das passt immerhin gut zum Titel. Wenn man das Thema der Geschichte kennt zwar schon weniger, aber immerhin! Schön düster ist das Motiv ebenfalls wieder. Leider wird so weit mehr versprochen als der Inhalt der CD dann hergibt.

Fazit: Diese Folge hätte genau mein Ding sein können, doch leider fehlt es ihr sowohl an Atmosphäre, als auch an Spannung und Glaubhaftigkeit. Hinzu kommt noch eine überaus nervige und völlig überflüssige Figur, die man aber fast von Anfang bis zum Ende ertragen muss. Vielleicht sollte die Reihe Ausflüge zu solch modernen Themen besser sein lassen…

Zauberwelt der Märchen – Die schönsten Wintermärchen

Titel: Zauberwelt der Märchen – Die schönsten Wintermärchen / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 80 min / gelesen von: Jürgen Thormann, Carla Becker, Tobias Schmidt ua

Inhalt: Die Winterzeit… Jahreszeit der Märchen und Zauber. Was gibt es da Schöneres, als sich in eine kuschelige Decke zu hüllen und magischen Geschichten zu lauschen? Geschichten aus vergangenen Zeiten, die auch heute nichts von ihrem Zauber verloren haben. Hans Christian Andersen, die Gebrüder Grimm, Paula Dehmel, Sophie Reinheimer und Manfred Kyber gelten als bedeutende Schriftsteller ihrer Zeit. Endlich gibt es liebevoll inszenierte Lesungen ihrer schönsten Winter-Märchen, die mit hochkarätigen Sprechern, lebendigen Geräuschen und orchestralem Soundtrack einfach begeistern!


Das Wetter der letzten Tage dürfte es auch den letzten Zweiflern deutlich gemacht haben: es ist Winter! Und was könnte an Winterabenden gemütlicher und schöner sein, als sich zur Jahreszeit passende Geschichten erzählen zu lassen?
Insgesamt neun Märchen sind auf dieser CD zu hören. Darunter solch bekannte wie „Frau Holle“ und „Der standhafte Zinnsoldat“, aber auch einige, die ich bislang noch nicht kannte. Darunter beispielsweise „Weihnachten in der Speisekammer“ und „Der Schnee“. Auf diese Geschichten war ich besonders neugierig und da ich sie nicht kannte, fand ich sie auch durchaus ganz spannend und interessant. Sie wirken im Vergleich zu den klassischen Märchen der Gebrüder Grimm und Hans Christian Andersen eine Spur moderner, was wohl auch daran liegt, dass die Autorinnen Sophie Reinheimer und Paula Dehmel ihre Erzählungen ein paar Jahrzente nach den Gebrüdern Grimm und Andersen verfasst haben.
Meine ganz persönlichen Favoriten dieser Sammlung sind „Der Schneemann“, „Weihnachten in der Speisekammer“ und „Der Wegweiser“.
Alle gemeinsam spielen natürlich im Winter, teilweise auch in der Weihnachtszeit. Oder zumindest sind weihnachtliche  Elemente darin zu finden. Mal sind die Geschichten länger, mal kürzer, aber immer vermitteln sie ein heimeliges Gefühl, das wunderbar in die aktuelle Jahreszeit passt. Sie laden zum Träumen ein, manchmal auch zum Schmunzeln und dann wieder kommt es vor, dass einem eine Figur unendlich leid tut. Eine schöne Mischung, die sicher nicht nur Kinder begeistern dürfte.

Die einzelnen Erzählungen weden von je einem Sprecher gelesen. Darunter sind so bekannte Namen wie Jürgen Thormann, Jannik Endemann, Werner Wilkening und Dagmar Bittner. Sie alle finden genau die richtige Stimme und genau den richtigen Ton, was maßgeblich dazu beiträgt, dass man sich beim Hören so wohlig fühlt. Wenn es nötig ist, weil zB eine weitere Figur in der Geschichte auftaucht, werden die Stimmen mit einem feinen Effekt unterlegt. So klingt es trotz nur einem Sprecher ein bisschen abwechslungsreich.

Was darf bei einem märchenhaften Hörbuch in der Weihnachtszeit natürlich nicht fehlen? Genau, Musik! Und die präsentiert sich hier vom Allerfeinsten mit aufwendigen Orchesterstücken, die im Nu den Zauber der Winter- und Weihnachtszeit und märchenhaftes Flair aufkommen lassen.

Das aufgeschlagene Märchenbuch auf dem Cover passt ausgezeichnet zu der Sammlung auf der CD dahinter. Auf der linken Seite sind die enthaltenen Geschichten aufgeführt, die rechte Seite zeigt eine tief verschneite Landschaft mit einem einladend beleuchteten Haus. Vielleicht brennt dort ja gerade der Kamin und die Familie liest sich die Märchen vor?

Fazit:  Da ich nicht (mehr) so unbedingt ein Fan von Märchen bin (obwohl ich sie für wichtig halte!), kam es mir sehr gelegen, dass man hier auch Erzählungen zu hören bekommt, die nicht so populär sind wie die der Grimms oder Andersen. Sie haben mich dann eben doch neugierig gemacht. Und ja, ich gebe es schon zu: die klassischen Märchen konnten mich dann doch auch begeistern, so stimmungsvoll und schön sie hier zu Gehör gebracht werden. Eine feine Sammlung, sicher nicht nur für Kinder.

Professor van Dusen (12) – …fährt Achterbahn

Titel: Professor van Dusen (12) – …fährt Achterbahn / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher: Nicolai Tegeler, Peter Weis, Joachim Kaps, Sandrine Mittelstädt ua

Inhalt: Unter den russischen Immigranten im New Yorker Stadtteil Brooklyn geht die Angst um. Ein Unbekannter tötet im Schutz der Dunkelheit die Freunde und Anhänger des Zaren. Als es auch einen ehemaligen Schüler von Professor van Dusen trifft, nimmt dieser mit Hilfe seines Begleiters Hutchinson Hatch die Ermittlungen auf. Die blutige Spur führt nach Coney Island, in den noch im Bau befindlichen Vergnügungspark Dreamland. Dort kommt es zu rasanten Begebenheiten, bei denen die Grenzen zwischen Fantasie und Realität zu verschwimmen scheinen. Für die Denkmaschine gilt es, den gefährlichen Mörder nicht aus den Augen zu verlieren.


Nach dem Überraschung bei dem Hörspiel der gestrigen Besprechung, habe ich hier gleich wieder eine erlebt. Nur leider längst keine solch positive. Dabei höre ich diese Reihe wirklich gerne. Ich fand bislang alle Folgen ganz spannend und mochte den feinen Humor, der in Figuren und Dialogen steckte.
Daher verstehe ich wirklich nicht, was man sich bei dieser Geschichte gedacht hat. Wobei man es auch hier wie so oft mit Mord zu tun hat, was einem Krimihörspiel an sich immer gut steht. Leider ereignete sich der erste Mord in Kreisen russischer Immigranten. Leider, weil diese natürlich deutsch sprechen müssen (sonst könnten wir sie ja nicht verstehen), aber das mit einem geradezu katastrophalen Akzent, der nicht erst bei dem alle naselang skandierten „Äs läääbe die Rrrrevulotiooon“ nervt. Ich musste bei diesen Szenen ehrlich die Zähne zusammenbeißen um nicht abzuschalten. Wer kann denn solche Bösewichte bitte ernst nehmen? Da ist doch eher Fremdschämen erster Klasse angesagt!
Meinem Eindruck nach rücken diese Passagen auch ziemlich die Ermittlungen von Hatch und van Dusen in den Hintergrund. Es ist hier deutlich weniger von der Brillanz des Professors rauszuhören als in vorigen Folgen. Dieser Hau-Drauf-Akzent und die brachiale Mentalität der Russen drängt irgendwie alles hinter sich. Dabei blieb für mich leider auch die Spannung auf der Strecke, mit der ich den Geschichten um van Dusen sonst lausche.
Die Krönung ist dann noch ein Finale, das zwar unbestritten rasant, aber bedauerlicherweise auch absolut hanebüchen ist. Nein, ich kenne die Achterbahnen und ihre Bauweise in Zeiten von van Dusen nicht, aber was hier beschrieben wird, das dürfte allenfalls in einem Cartoon wirklich funktionieren.

Vor allem Joachim Kaps und Sandrine Mittelstädt sind es, die sich hier mit besagtem Akzent durch die Handlung schlagen. Da wäre deutlich weniger, deutlich angebrachter gewesen. Authentisch klingen sie so beim besten Willen nicht. Aber wie auch, wenn man es so übertreibt?  Ein kurzes Gastspiel gibt Peter Weis, was mich wie immer sehr gefreut hat. Selbst nach den wenigen Sätzen konnte ich mir schon ein gutes Bild von seiner Figur machen. Bernd Vollbrecht und Nicolai Tegeler sind zum Glück mit ihren Figuren ganz die Alten. Das wirkt aber gegen die übrigen Charkatere schon geradezu schräg irgendwie.

Wie üblich kommt die Folge mit überwiegend ruhigen, gediegenen Musikstücken daher. Feine, sorgfältig ausgewählte Geräusche veranschlaulichen die einzelnen Szenen.

Bei diesem Titel ist es nur logisch, dass die Acnhterbahnfahrt auch auf dem Cover zu sehen ist. Über die Geschichte gibt das Motiv aber ansonsten nichts preis. Der Stil ist vertraut mit der Bleistiftzeichnung und dem tiefroten Rahmen. So richtig neugierig macht das Cover so jedoch nicht.

Fazit:  Was diese Reihe für mich bislang speziell auszeichnete, das war die Komik, uA in der Figur des van Dusen und der feine Humor in seinen Vorträgen. Vielleicht hatte ich deshalb so meine Probleme mit dieser Folge, die für mich durch den brachialen russischen Akzent, den langen Szenen bei den Russen und dem cartoonmäßigen Finale einfach nur zum Fremdschämen und abgedreht  war.  Und selbst an diejenigen, die darüber lachen können: liebe Leute, das ist doch nicht van Dusen!

Die drei !!! (52) – Das rote Phantom

Titel: Die drei !!! (52) – Das rote Phantom / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 69 min / Sprecher: Sonja Stein, Traudel Sperber, Clemens, Gerhard, Volker Hanisch, Oliver Warsitz ua

Inhalt: Ein Phantom geht um! Ein dreister Dieb versucht, Franzis Rucksack zu stehlen. Sofort ist ein Motorradfahrer auf seiner roten Maschine zur Stelle und schlägt den Dieb in die Flucht. Die ganze Stadt ist in Aufruhr: sobald ein Unrecht geschieht, ist der rote Rächer schon zur Stelle. Wer ist das Phantom? Der Ehrgeiz der drei Detektivinnen ist geweckt. Bei einer Verfolgungsjagd kommen Kim, Franzi und Marie hinter das Geheimnis und erleben eine erstaunliche Überraschung.


Unitymedia hat es scheinbar endlich hinbekommen: ich habe wieder zuverlässiges Internet, also geht es hier auch direkt weiter. Und zwar mit einem Hörspiel einer Serie, bei der ich ehrlich gesagt nicht mehr mit einer allzu großen Überraschung gerechnet habe. Doch genau die ist mit „Das rote Phantom“ eingetreten und für mich ist sie ein echtes Highlight der Serie.
Die Geschichte hält sich mit langen Vorreden gar nicht auf. Schon nach wenigen Minuten haben die Freundinnen einen neuen Fall, der umso brisanter ist, weil er eine von ihnen betrifft. Wer ist dieser Motorradfahrer, der Franzi in der brenzligen Situation geholfen hat? Und der auch noch einigen anderen Menschen aus der Stadt in ähnlichen Momenten half? Genau genommen machen sich die Freundinnen dieses Mal nicht auf die Suche nach einem Verbrecher.     Natürlich, der Rucksackdieb muss entlarvt werden, aber im Vordergrund steht die Suche nach dem Motorradfahrer. Und auch wenn ich schon realtiv zeitig so einen Verdacht hatte (der später prompt bestätigt wurde), so fand ich die Suche nach ihm ausgesprochen spannend. Die drei Freundinnen lassen sich von nichts und niemandem ablenken, was der Handlung Tempo gibt,  und forschen hartnäckig nach und beweisen hier einmal mehr so richtig Mut. Ich weiß nicht, ob ich an ihrer Stelle so einfach in den Motorradclub hineinmarschiert wäre. Da kann man sie einfach nur bewundern.
Auch dieses Thema zeichnet die Geschichte für mich irgendwie aus, denn es ist die erste Episode ohne einen „typisch mädchenhaften“ Anstrich, wie ihn die bisherigen Folgen meistens mitbrachten.

Die drei Hauptsprecherinnen sind gewohnt frisch und gut aufglegt am Werke. Als Birte Anders ist Saskia Bellahn zu hören, die mir schnell ein Bild von der eifrigen Polizeianwärterin vermittelt hat und mit ihrer markanten Stimme heraussticht. Rosemarie Wohlbauer gibt eine wunderbar rüstige Frau Michalik. Und Oliver Warsitz hört man gut an, wie sehr seine Figur Joe Weidner zwischen seinem Leben als Familienvater und dem als wildem Motorradfahrer hin- und hergerissen ist.

Klanglich ragt die Folge allerdings nicht aus der Reihe heraus. So sind vertraute Stücke zu hören, denen es aber gelingt, gewissen Szenen durchaus Tempo zu verleihen. Eine gelungen Geräuschkulisse trägt ihr Übriges dazu bei, dass man sich das Geschehen jederzeit gut vorstellen kann.

Auf dem Cover ist natürlich das Phantom zu sehen. Der Motorradfahrer vermittelt direkt etwas von dem Tempo der Geschichte und wirkt durchaus geheimnisvoll. Dass die Freundinnen bei seinem Anblick ganz aufgeregt sind, ist unverkenntbar. Und so wird man leicht neugierig auf die Folge.

Fazit: Eine gewisse Vorhersehbarkeit kann man der Folge nicht absprechen. Dennoch ist sie spannend, weil die Mädels sich dieses Mal nicht die kleinste Ablenkung leisten, immer voll am Ball sind und weil der Story der mädchenhafte Anstrich fehlt.  Was mich übrigen sehr gefreut hat!

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