Genre Grusel & Horror

ContamiNationZ (03) – Stadt der Kadaver

Titel: ContamiNationZ (03) – Stadt der Kadaver / Verlag: Contendo Media, Audionarchie, Pandora’s Play / Spielzeit: ca. 63 min / Sprecher: Elga Schütz, Nientje Schwabe, Horst Kurth, René Dawn-Claude, Heinz Dieter Vonau ua

Inhalt: Angelockt von einem Notruf, betreten Jan und die anderen Überlebenden die düsteren Ruinen einer Großstadt. Der Anblick, der sich ihnen dort bietet, lässt sie erschauern. Ein riesiges Heer von untoten Kadavern befindet sich zwischen ihnen und ihrem Ziel! Und schon bald stellen sie fest, dass die größte Gefahr nicht von den wandelnden Toten droht.


Die kleine Gruppe mit Jan, Fee, Keller und Nastja hat sich mehr oder minder zusammengerauft und als sie einen Notruf erhalten, machen sie sich auf den Weg. Aus den Wäldern und den einsamen Gegenden bisher, geht es für sie nun in eine ehemalige Stadt. Das fand ich schon mal gut. Speziell, weil diese Stadt von mir nicht allzu weit entfernt ist und ich mir daher ein Bild davon machen konnte wie sie wohl so zerstört aussehen könnte. Außerdem bin ich generell mehr für Geschichten zu haben, die in Städten spielen. Diese wird hier gut anschaulich beschrieben und auch der Schrecken, der sich der Gruppe dort bietet, kommt gut und wirkungsvoll beim Hörer an.
Doch tatsächlich geht die Gefahr dieses Mal nicht nur von den Kadavern aus, obwohl auch sie wieder ihre schaurigen Auftritte haben. Die Geschichte führt einen teilweise ganz schön an der Nase herum und spielt gekonnt mit Hoffnung und Verzweiflung. Und zeigt auf erschreckende Weise auf, was die Situation der Menschheit aus den Menschen machen kann. Und schon stecken die Verbündeten in einer mehr als brenzligen Situation, aus der es kaum ein Entkommen zu geben scheint. Werden sie es gemeinsam schaffen? Denn ein echtes Team sind sie hier leider wirklich noch nicht, weshalb man auch in dieser Hinsicht durchaus Bedenken haben darf.
Ich hoffe aber, sie finden noch zusammen. Denn mir ging Jan hier einfach nur tierisch auf den Keks mit seinen Launen, seiner Undankbarkeit und seiner Feindseligkeit Leuten gegenüber, die ihm bisher mehr als einmal das Leben gerettet haben. Das hat mich jedes Mal richtig genervt.

Dank der neuen Bekanntschaften ist die Sprecherliste um zwei Namen länger. Heinz Dieter Vonau bringt die Verzweiflung von Roman Jessen glaubhaft rüber, man hat so sofort Mitleid mit dieser Figur.  Doch auch später versteht er es, zu punkten. Da schlägt Roman Jessen nämlich gänzlich andere Töne an. Cornelia Diesing-Vonau hat mir als Stimme für Romans Frau ebenfalls gefallen. Als sie von den Ereignissen vor dem Eintreffen der Freunde berichtet, schaudert man.

Was Musik und Geräusche anbetrifft, bleibt sich die Reihe auch hier wieder treu. Beides ist ein Maßen vorhanden, sodass das Geschehen vorstellbar ist und eine stimmige Atmosphäre gegeben ist. Wer es laut und bombastisch mag, ist hier nachwievor falsch. Aber genau so passt es.

Sehr städtisch sieht das Covermotiv nicht aus. Dafür sieht man nochmal etwas mehr von den Kadavern, die angemessen grausig aussehen. Das Blutrot ist das Markenzeichen der Cover der Reihe und könnte passender kaum sein angesichts der blutigen Handlung.

Fazit:  Für mich bisher die beste Folge der Reihe. Einfach, weil sie in einer Stadt spielt, was mir generell besser liegt. Die Geschichte spielt gekonnt mit Gefühlen wie Hoffnung, Verzweiflung, Angst und einem winzigen Funken Glück an einigen wenigen Stellen. Ein erschreckendes Finale rundet die Story letztlich ab.

ContamiNationZ (02) – Gejagt

Titel: ContamiNationZ (02) – Gejagt / Verlag: Contendo Media, Audionarchie, Pandora’s Play / Spielzeit: ca. 56 min / Sprecher: Katja König, Nientje Schwabe, Horst Kurth, René Dawn-Claude ua

Inhalt: Das Dorf der Überlebenden war gefallen. Gnadenlos gejagt, hetzen Anna und Jan durch den Wald, das Grauen an ihre Fersen geheftet. Verzweifelt muss Jan mit ansehen, wie seine infizierte Freundin immer schwächer wird. Als seine Hoffnung auf Rettung vergebens scheint, stellt sich unerwartet Hilfe ein. Doch kann er den Fremden trauen? Der Wettlauf mit dem Tod hat begonnen. Die Welt der Lebenden war vergangen. Die Toten hatten sich erhoben und sie in den Abgrund gestürzt. Die wenigen Überlebenden müssen sich nun dem Grauen stellen.


Mit Folge 2 begleiten wir Jan und Anna weiter auf ihrer Flucht vor den Untoten. Genau daraus zieht dieser Teil in der ersten Hälfte seine Spannung. Werden sie es in Sicherheit schaffen? Wird Anna den verhängnisvollen Biss überleben? Speziell mit Letzterem hat mich die Geschichte gut bei Laune gehalten. Jan und vor allem Anna taten mir schon sehr leid und ich habe -trotz eines leisen, aber ehrlichen Stimmchens im Hinterkopf- so sehr für sie gehofft.
In der zweiten Hälfte kommen noch neue Bekanntschaften hinzu, die die beiden unerwartet machen als sie sich gegen eine Schar Untoter verteidigen müssen. So ehrlich die drei Fremden auch wirken, so ganz sicher war ich mir da erstmal nicht. Das soll auch so sein, dass man zweifelt! Man kann in der Welt von Jan und Anna schließlich nicht jedem sofort trauen. Und das sorgt natürlich auch nochmal für zusätzliche Spannung.
Ich haber sehr gehofft, dass man den Dreien trauen kann, denn sie machen den Eindruck als würden sie sich deutlich besser in der neuen Welt und mit den Kadavern auskennen, und Jan und Anna machen klar den Eindruck als könnten sie kundige Hilfe brauchen.

Mit drei neuen Figuren sind natürlich auch neue Sprecher mit dabei. Nientje Schwabe vermittelt einem auf Anhieb den Eindruck einer Anführerin mit ihrer tiefen, markanten Stimme und dem energischen Ton. Charlotte Uhlig konnte mich dagegen noch nicht so recht von sich überzeugen. Ein bisschen mehr Betonung hier und da würde nicht schaden. Mein Favorit ist der einzige Mann in dem Trio, Keller. Gesprochen wird er von Horst Kurth, der ihn zwar verwegen und raubeinig, aber auch sehr sympathisch klingen lässt. Irgendwie mag ich Keller dank ihm total gerne. Katja König liefert einen erstklassigen Job ab. Man hört zu jeder Sekunde heraus, wie sehr Anna leidet und sich quält. Da krümmt man sich alleine schon beim Zuhören.

Wie schon in Teil 1 kommt die Musik auch hier nicht mit lauten Klängen und aufschreckenden Einsätzen daher. Nachwievor ist das für mich so genau richtig, weil so nichts vom Schicksal der Figuren ablenkt, aber hintergründig eben doch für die nötige Atmosphäre gesorgt wird. Auch die Geräuschkulisse ist nicht allzu üppig, dafür gehen aber so zB das Gestöhne und die Beißgeräusche der Untoten nicht unter. Und ein plötzlicher Gewehrschuss hat so auch ganz besonders seine Wirkung. Solche Akzente sind manchmal mehr wert als eine allgegenwärtige Geräuschkulisse.

Hier sind die Zombies auf dem Cover schon deutlicher zu erkennen als noch bei Folge 1. Mit den Bäumen wird man auch der Lanschaft gerecht, in der Jan und Co. unterwegs sind. Und das Blutrot passt natürlich sowieso zum Geschehen.

Fazit: Für mich eine in Sachen Spannung zweigeteilte Folge. Den ersten Teil um Anna fand ich noch eine Ecke spannender als den um Jans neue Bekannte. Einfach weil ich mir so gewünscht habe, dass sie es gut mit Jan und Anna meinen. Die Drei dürften auch so eine Art Auftakt für den weiteren Verlauf der Reihe sein und ich bin schon mächtig gespannt auf die Abenteuer mit ihnen.

ContamiNationZ (01) – Totenland

Titel: ContaminationZ (01) – Totenland / Verlag: Contendo Media, Audionarchie, Pandora’s Play / Spielzeit: ca. 69 min / Sprecher: Katja König, Elga Schütz, René Dawn-Claude, Karen Schulz-Vobach ua

Inhalt: Viele Jahre ist es bereits her, seit die Toten sich erhoben und die Welt in den Abgrund stürzten. Tief in den Wäldern des Harz versteckt, leben die letzten Menschen der Erde. Einige von ihnen haben die lebenden Kadaver nie selbst zu Gesicht bekommen. Als eines Tages ein Fremder erscheint, bringt er nicht nur neue Hoffnung mit sich…sondern auch das Grauen. Denn ein Heer von Untoten ist ihm auf den Fersen. Die Welt der Lebenden war vergangen. Die Toten hatten sich erhoben und sie in den Abgrund gestürzt. Die wenigen Überlebenden müssen sich nun dem Grauen stellen.


Vor über 6 Jahren ging hier schon einmal eine Besprechung zu dieser Geschichte online. Damals nannte die Reihe sich noch „Terra Mortis“ und erschien bei Pandora’s Play. Nun erlebt sie ihr Comeback bei den Kollegen von Contendo Media und soll dort bald auch mit allen fünf Teilen vertreten sein.
Ich kann mich an „Terra Mortis“ nicht mehr so richtig erinnern. Natürlich, ich weiß noch, um was es ging, aber mehr auch nicht. Da bin ich ganz ehrlich und desahalb wird es hier auch keinen Vergleich geben. Ich fange mit der Story nochmal ganz von vorne an. Da ich ein Fan von Zombiegeschichten bin, fällt mir das ganz leicht.
In dieser ersten Folge lernt man Jan und die Leute kennen, die sich vor den Untoten in einem gut gesicherten Dorf im Harz in Sicherheit gebracht haben. Es ist zwar allgegenwärtig, dass die Gefahr mit Zäunen und Wachdienst nie ganz gebannt sein wird, aber man spürt auch die Hoffnung der Menschen, die sich so sehr anstrengen, ein zufriedenes und sicheres Leben zu führen. Dabei erfährt man auch, wie die Katastrophe ihren Anfang nahm, wobei da noch so einiges im Dunklen bleibt. Das ist für den Anfang so auch völlig in Ordnung, das hält die Spannung hoch.
Als ein Fremder ins Dorf kommt und von einer Insel erzählt, auf der er und seine Leute sicher leben, ist bei Jan die Neugier geweckt. Er träumt ohnehin davon, die Welt zu sehen, andere Menschen zu finden, was ich in seiner Situation nur zu gut verstehen konnte. Doch der Fremde sorgt nicht nur für Trubel in Jans Seelenleben, sondern auch im ganzen Dorf. Denn ihm hängt eine Horder Untoter an den Hacken.
Und so kommt es zu einem rasanten und dramatischen Finale, an dessen Ende wortwörtlich fast alles in Jans Leben in Schwerben liegt.

Das Hörspiel ist sehr erzählerlastig, das muss man einfach sagen und damit muss man zurechtkommen. Mir ist das allemal lieber, als irgendwann plötzlich nicht mehr zu wissen, wo und bei wem man ist. Elga Schütz gefällt mir auch wirklich gut mit ihrer tiefen Stimme und dem ruhigen Erzählton, in dem immer etwas mitschwingt, das einem verdeutlicht, in welch bedrohlicher Situation die Figuren sich befinden. Sie versteht es aber auch, Jans Gefühle passend zu beschreiben. Katja König ist als Jans Freundin Anna zu hören und wechselt mit Leichtigkeit zwischen ernsten Tönen und mädchenhafter Flirterei. Andreas Bötel habe ich den schwer verletzten Gero auf Anhieb abgenommen. Gleichzeitig ist es ihm gelungen, dass ich nie wusste, ob man ihm wirklich trauen kann.

Musik und Geräusche halten sich bedeckt. Da kann man jetzt natürlich sagen, dass eine solche Story schon eine bombastische Untermlaung und ebenso beeindruckende Geräusche mitbringen sollte, andererseits habe ich das Gefühl, sie will nahe an den Figuren sein und nicht auf große Show machen. Von daher finde ich die ruhigen Klänge absolut angemessen, denn sie sorgen für Atmosphäre, lenken aber nicht von den Figuren und ihrem Schicksal ab.

Der blutrote Look ist natürlich ein Blickfang im Regal und die scherenschnittartigen Untoten wirken im Kontrast gut dazu. An die Cover von „Terra Mortis“ erinnere ich mich noch ganz gut. Sie sind sehr hell, fast weiß. Da finde ich das Rot schon stimmiger zum blutigen Geschehen.

Fazit:  Neuer Anlauf für „Terra Mortis“, das nun unter einem etwas sperrigeren Titel zum Ende gebracht wird. Die Reihe hat es verdient. Der Auftakt punktet mit einer Stimmung, die zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankt und letztlich in einem dramatischen Finale zum Schlechten hin kippt. Man darf gespannt sein, was Jan & Co noch bevorsteht.

Gespenster-Krimi (14) – Schattenschrei

Titel: Gespenster-Krimi (14) – Schattenschrei / Verlag: Contendo Media, Audionarchie / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Ulrike Stürzbecher, Otto Strecker, Sascha Rotermund ua

Inhalt: Kurz nach einer vergeblichen Not-Operation wird die Ärztin Jade Glover von einer unheimlichen Präsenz verfolgt, die nicht fassbar und dennoch überall zu sein scheint. Um dem schleichenden Grauen zu entgehen, nimmt Jade die Einladung ihrer Mutter an und fährt zu dem einsam gelegenen Haus am See. Dies ist jedoch erst der Auftakt zu einem Schrecken, der Jade mit ihren verdrängten Ängsten konfrontiert und vor nichts und niemandem Halt macht.


Von der unsichtbaren Blutbestie zu einem anderen körperlosen Schrecken, so könnte man angesichts dieser Folge sagen. Doch geht es hier nicht so splattermäßig blutig zu. Zu Beginn wartet die Story zwar mit einer grausigen, blutigen Szene in der Notaufnahme eines Krankenhauses auf, doch danach wird der Schrecken subtiler. Allerdings nicht weniger wirkungsvoll!
Für mein Empfinden sogar eine ganze Ecke eindringlicher. Ich finde es immer schauriger, wenn das Grauen nicht im wörtlichen Sinne greifbar ist. Zunächst bleibt jedoch offen, was die Ärztin bei der Behandlung der Frau erlebt. Stattdessen wendet sich die Handlung den Lebensumständen von Jade zu, sodass man einen guten Eindruck davon bekommt und nachvollziehen kann, dass sie eine Auszeit braucht. Diese nimmt sie sich bei ihrer Mutter in einem einsamen Haus an einem See.
Doch dort brodelt es erstens menschlich, zweitens holt Jade der Schrecken vom Anfang wieder ein. Und der nutzt die Chance der abgelegenen Gegend kräftig aus. Dagegen ist der Vorfall aus der Notaufnahme kaum der Rede wert.
Ich habe wirklich gegrübelt, was hinter den Ereignissen steckt, denn Andeutungen gibt es zuvor überhaupt nicht. Man tappt genau wie Jade im Dunklen und erlebt mit ihr gemeinsam ein ganz böses Erwachen bzw eine schaurige Auflösung und einen noch schaurigeren Weg bis dorthin.

Die Sprecherliste ist erfreulich übrsichtlich. Ulrike Stürzbecher ist als Jade zu hören. Sie hat sowohl den abgeklärten Ton einer Ärztin auf Lager, als auch den sympathischen der Jade als Privatperson. Bei beiden bringt die die Gefühlslagen glaubhaft rüber. Sascha Rotermund hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Seine klare Stimme und der ruhige Ton passen gut zu Dylan. Er bildet so einen klaren Gegensatz zu Jade. Luise Lunow höre ich allmählich am liebsten in bösen Rollen, die hat sie wunderbar drauf. Da ist es eine Freude zuzuhören.

Die Story lebt von schleichendem Grauen, nicht von großen Schreckmomenten. Entsprechend fällt auch die Untermalung aus. Musik hält sich meist eher zurück, kommt leise daher und unterstreicht so dezent, aber wirkungsvoll das Unheimliche der Story. Eine feine Geräuschkulisse trägt das Ihrige dazu bei.

Vom Cover her könnte man gut denken, die Geschichte gehe in eine andere Richtung, was aber nicht so ist. Die schattige, düstere Szene wirkt jedoch insgesamt angenehm unheimlich, sodass  es zumindest so passig ist.

Fazit:  Eine unheimliche Geschichte, bei der man gemeinsam mit der Hauptfigur lange im Dunklen tappt, was vor sich geht. Mir hat diese ruhigere, unblutigere Art des Grauens sehr gut gefallen. So etwas bleibt nach dem Hören einfach länger und intensiver hängen.

Schattensaiten (12) – Nachthall

Titel: Schattensaiten (12) – Nachthall / Verlag: Pandora’s Play / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Matthias Felling, Dagmar Bittner, Maria Tzankow, Horst Kurth ua

Inhalt: Als Anne mit ihrer Freundin Hanna einkaufen geht, passiert etwas Sonderbares: Hanna hat auf einmal nicht nur ihren Nachnamen, sondern auch noch ihre Anschrift und ihre Telefonnummer vergessen. Und sie ist nicht die einzige. Etliche Leute haben auch Teile ihres Gedächtnisses verloren. Steckt vielleicht wieder die geheimnisvolle Wahrsagerin Madame Medusa dahinter?


Und da ist auch schon die nächste Folge der Reihe! Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich hier schnell gefragt habe, ob Pandora’s Play die Ideen ausgehen. Immerhin trifft man mehrere alte Bekannte wieder. Eine davon hat man vor gar nicht allzu langer Zeit erst kennengelernt. Und während damals zahlreiche Menschen erblindeten, verlieren dieses Mal viele ihr Gedächtnis. Klingt schon arg ähnlich und nur ein bisschen anders.
Insgesamt stimmt das auch, trotzdem ist die Story absolut kein Abklatsch der „Augenlichter“, sondern bringt einige neue und unverbraucht wirkende, phantasievolle Ideen ins Spiel. Speziell die Sache mit dem Nebel hat mir sehr gut gefallen. Ich mag einfach unheimliche Storys, in denen Nebel eine Rolle spielt. Und unheimlich geht es hier durchaus hin und wieder zu.
Gefallen hat mir außerdem, dass Madame Medusa scheinbar zu jemandem wird, den man vielleicht noch mal in der Serie antreffen wird. Ich mag diese Figur gerne, sie hat so das gewisse Etwas und in dieser Geschichte ändert sich ihre Haltung den Freunden gegenüber deutlich. Umgekehrt natürlich auch!
Rigurd spielt hier ebenfalls eine Rolle, aber keine anllzu wichtige, was ich gut fand. Nachwievor gehören die Episoden, die hauptsächlich dort spielen, nicht gerade zu meinen Favoriten. Daher müssen die neuen Folgen für mich auch nicht zu intensiv darauf eingehen. Wer diese Parallelwelt jedoch mag, wird sich über diese kleine Anspielung sicher freuen.

Die Sprecherliste ist überraschend umfangreich. Als Madame Medusa ist weiterhin Dagmar Bittner zu hören, die sowohl den geheimnisvollen Ton der Wahrsagerin drauf hat, als auch den sympathischen Ton, wenn sie sich mit den Freunden unterhält oder den energischen, wenn sie etwas plant. Stephanie Preis alias Hanna konnte mich leider nicht von sich überzeugen, sie klingt selbst für meinen Geschmack zu gestellt. Dafür habe ich mich über das Widerhören mit Horst Kurth in der Rolle des Roman Selden gefreut. Seine dunkle Stimme passt zu dieser Figur.

Musikalisch reiht sich die Folge nahtlos in die Serie ein. Sie hat über die Zeit hinweg ihren eigenen Klang bekommen, der aufwendig, mystisch und so einfach schön daherkommt. Die Geräuschkulisse ist ebenfalls in Ordnung. So kann man sich leicht alles vorstellen.

Das Cover meiner CD sieht anders aus als das oben eingefügte. Die Szene mit den Freunden samt Auto im Nebel ist zwar sehr ähnlich, aber das Motiv ist nicht so übermäßig hell. Mir gefällt es in dem gedeckteren Stil besser. Da mein Scanner streikt, habe ich es abfotografiert und eingefügt.

Fazit: Auch wenn hier einiges an die „Augenlichter“ erinnert, so hat man hier keineswegs einen Abklatsch davon im Player. Die Geschichte überzeugt mit neuen phantasievollen Ideen und sorgt damit ein weiteres Mal für Spannung und eine unheimliche Atmosphäre.

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