Genre Krimi & Thriller

Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (30) – Das Rätsel der Aurora

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (30) – Das Rätsel der Aurora / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Christian Rode, Lutz Harder, Georg Tryphon, Uwe Jellinek ua

Inhalt: Aus einem Londoner Museum wird ein hölzernes Modellschiff gestohlen. Inspector Lestrade von Scotland Yard misst dem Diebstahl keine größere Bedeutung bei. Jedoch bittet der ehemalige Eigentümer des Schiffes Holmes eindringlich, das für ihn wichtige Kleinod wiederzubeschaffen. Es scheint ein Geheimnis zu verbergen, das es sogar wert ist, dafür zu töten.


Ich mag es ja immer gerne, wenn Fälle eine vermeintliche Kleinigkeit zum Anlass haben. Wenn alles lange nicht so brisant beginnt, wie es sich dann entwickelt. So ist es auch hier. Nach einem amüsanten Geplänkel zu Anfang, nimmt der Fall schnell an Fahrt auf. Als Hörer muss man bei dieser Reihe ja sowieso meist ganz bei der Sache sein um mitzukommen, doch hier ist das noch um ein Vielfaches wichtiger. Mir persönlich war der Fall schon wieder zu verworren mit zu vielen Figuren, die mitunter gar nicht die sind, die sie vorgeben. So fand ich es eher anstrengend, der Handlung zu folgen.
Uninteressant ist sie jedoch nicht und über mangelnde Spannung kann man sich ebenfalls nicht beklagen. In einer Hinsicht allerdings fand ich die Story aber doch etwas vorhersehbar. Da hat es mich schon gewundert, dass Holmes und Watson nicht früher in diese Richtung denken.
Das Ende ist für eine Holmes-Geschichte schon recht ungewöhnlich. Nicht im negativen Sinne, aber ich war doch ziemich verdutzt als das Hörspiel plötzlich zuende war. Das ist zwar mal etwas anderes, gar keine Frage, mir gefallen die Enden der übrigen Folgen aber doch irgendwie besser.

Friedrich Georg Beckhaus vermittelt dem Hörer mit seiner markanten Stimme schnell ein gutes Bild von seiner Figur. Uwe Jellinek ist es gelungen, mich stets im Ungewissen über James Wallace zu lassen. Ich wusste nie genau, ob ich ihm trauen kann, oder nicht. Das trägt zur Spannung bei. Und Gerald Paradies gibt einen herrlich raubeinigen, versoffenen Buchanan.

Musik und Geräusche halten sich wie gewohnt eher zurück. Dennoch veranschaulichen die Geräusche gut das Geschehen und die eingesetzten Muskstücke unterstreichen die Atmosphäre der jeweiligen Szenen. So kommen gewisse Momente besonders intensiv rüber, was der Spannung und Dramatik zugute kommt.

Auf dem Cover ist selbstverständlich die Aurora zu sehen wie gerade Hände danach greifen. So hat man schnell schon eine Ahnung, um was es in der Folge gehen könnte. Schön schattig und düster ist das Motiv auch, was einem Krimi gut steht.

Fazit:  Ein durchaus spannender neuer Fall für Holmes und Watson, bei dem man aber von Anfang an jede Minute ganz bei der Sache sein muss um mitzukommen. Mir war das teilweise schon wieder zu verworren und entsprechend anstrengend beim Hören. Das Ende ist etwas Besonders, war aber ebenfalls nicht so nach meinem Geschmack.

Mindnapping (25) – Todesspiel – Freelancer 3.0

Titel: Mindnapping (25) – Todesspiel – Freelancer 3.0 / Verlag: Audionarchie / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Klaus Dieter Klebsch, Sascha Rotermund, Otto Strecker, Michael Grimm ua

Inhalt: Einst waren sie Spione im Dienst der Regierung. Jetzt arbeiten sie als Söldner für den Meistbietenden. Sie sind – die FREELANCER. Die Spur eines weltweit operierenden Schleppernetzwerks führt Roland Voss und sein Team in die Vereinigten Staaten. Im Glücksspielparadies Las Vegas heften sie sich an die Fersen des Casinobesitzers Clifford Briggs, der im Hintergrund die Fäden ziehen soll. Doch die Freelancer werden verraten und finden sich plötzlich in einem mörderischen Spiel wieder, das nur einen Gewinner kennt. Rien ne va plus!


Nanu, war da nicht letztens schon ein Hörspiel mit solch einem ähnlichen Titel? Hängt das wohl zusammen? Ja, das tut es! Diese Folge „Mindnapping“ bildet ein Crossover mit der 25. Folge von „Mord in Serie“. Eine coole Idee!
Als Hörer ist man also wieder mit den Freelancern unterwegs. Hinweise auf den Menschenhändlerring haben sie über den großen Teich nach Las Vegas geführt. Ich persönlich finde das irgendwo etwas schade. Ich weiß, gute Thriller können auch problemlos in Deutschland spielen. Die Thrillerlandschaft hier braucht die USA nicht. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung. Und zu „Mindnapping“ gehört dieser Schauplatz nun mal.
Und der Qualität des Hörspiels schadet der Schauplatz keineswegs. Kaum in den USA angekommen, geraten die Freelancer bereits an die erste Person, der ich keinen Meter weit über den Weg getraut habe. Und so war gleich für Spannung gesorgt. Eine gehörige Schippe Spannung legt die Story dann noch nach als sich herausstellt, was unter dem Dach von Clifford Briggs Casino noch alles so abläuft, unten im Keller. In dieser Hinsicht kam es mir ein wenig vor wie ein Spiegelbild von „Todesjagd“. Auch dort benutzte man Menschen für sehr kranke Spiele. Das war also schon wieder ganz mein Fall. Erst recht als sich plötzlich einer der Freelancer dabei behaupten muss.
Es geht also gut rund in alle Richtungen. Briggs zu fassen zu kriegen, istnicht einfach und als Hörer hat man manche Gelegenheit, an den Fingernägeln zu knabbern.
Mein Highlight allerdings war das vermeintliche Ende. Ich hatte zwar geahnt, dass es das bis dahin noch nicht gewesen sein konnte, aber aus welcher Ecke die Überraschung dann kommt, hatte ich nicht vermutet. Und diese Überraschung sorgt dann nochmal für Spannung und vor allem für Tempo und Action.

Abgesehen davon, dass Klaus Dieter Klebsch ohnehin einer meiner Lieblingssprecher ist, ist er auch die ideale Besetzung für einen Bösewicht. Das stellt er hier mit Bravour unter Beweis. Auch Anke Reitzenstein versteht es prächtig, die Böse zu spielen. Als Freelancer sind natürlich auch Ekkehardt Belle, Sascha Rotermund und Claudia Lössl wieder mit den der Partie und verstehen es erneut, trotz allen Grauens, dem ihre Figuren begegnen, sie durchweg noch menschlich und sympathisch rüberkommen zu lassen.

Schon bei „Todesjagd“ gab es hinsichtlich Musik und Geräusche nichts zu bemängeln und das setzt sich hier nahtlos fort. Die eingesetzten Stücke sind stimmig und unterstreichen die Atmosphäre der jeweiligen Szenen. Die Geräusche sorgen für ein lebendiges Bild vom Geschehen vor Augen des Hörers.

Das Covermtoiv trägt dem Schauplatz des Geschehens Rechnung und passt so tadellos. Falls da irgendeine spezielle Kartenkombination auf dem Tisch liegen sollte: davon habe ich keine Ahnung  😉

Fazit: „Todespiel“ ist eine rundum gelungene Fortsetzung von „Todesjagd“. Es glänzt genau wie der erste Teil mit Spannung, Action und einer guten Portion Geschmacklosigkeit in Sachen gewisser „Spiele“. Und ja, ich mag sowas immer noch total gerne!

Mord in Serie (25) – Todesjagd – Freelancer 2.0

Titel: Mord in Serie (25) – Todesjagd – Freelancer 2.0 / Verlag: Contendo Media, Audionarchie / Spielzeit: ca. 61 min / Sprecher: Claudia Lössl, Anke Reitzenstein, Lutz Riedel, Sascha Rotermund ua

Inhalt: Einst waren sie Spione im Dienst der Regierung. Jetzt arbeiten sie als Söldner für den Meistbietenden. Sie sind – die FREELANCER. Roland Voss und sein Team werden beauftragt, den verschwundenen Enthüllungsjournalisten Florian Bernard aufzuspüren. Bei Recherchen über international agierende Schleuserbanden ist er offenbar dem gesuchten Kriegsverbrecher Zoran Vukov zu nahe gekommen. Dieser bietet seinem elitären Kundenkreis ein ganz besonderes Unterhaltungsprogramm. Als die Freelancer in einen Hinterhalt geraten, werden die Jäger zu Gejagten.


Vor einigen Jahren gab es bereits „Freelancer“-Hörspiele, doch die kenne ich nicht. Was ich jetzt im Nachhinein darüber gelesen habe, entsprach auch nicht meinem Geschmack. Daher bin ich darüber bislang nicht böse gewesen.
Nun nehmen Contendo Media und die Audionarchie den Freelancer-Faden in Gestalt eines Crossovers wieder auf. Und ich bin mit richtig vielen Bedenken an die Sache herangegangen. Bitte, alles, aber keine billige Haudrauf-Prügelaction, unnötige Flucherei und gewöhnliche Gestalten…
Und dann stellte sich die Geschichte als echte Überraschung heraus, denn sie bedient nicht ein einziges meiner Bedenken. Ganz im Gegenteil bin ich mit den Freelancern schnell warmgeworden, zumal sie trotz ihres Jobs und ihrer Vergangeheit immer noch sehr menschlich rüberkommen.
Ihr neuer Auftrag klingt anfangs noch nicht ganz so brisant, nimmt aber schnell Fahrt auf und wird zusehends gefährlicher. Bei ihren Nachforschungen gelangen sie uA in eine Situation, in der ich nahe dran war, das Hörspiel auszuschalten, weil ich mir so etwas einfach nicht geben möchte. An diesem Punkt hatte man bei mir schlicht eine Grenze überschritten. Und wenn ein Hörspiel so etwas schafft, finde ich das schon beachtlich, paradoxerweise in positiver, wie auch in negativer Hinsicht. Es geht also ganz gut zur Sache hier.
Der größte Pluspunkt an der Story ist für mich aber das im Klappentext erwähnte Spiel. Da kann man mich jetzt gerne für krank oder verrückt halten, aber ja, so etwas mag ich ja total. Alleine die Vorstellung davon, zu was Menschen in der Lage sein können und auf was für kranke Sachen sich manche von ihnen einlassen, das hat für mich seinen Reiz. Die Idee, dass sich tatsächlich Menschen daran erfreuen…hat was.
Und es machte die Handlung für mich einfach unglaublich spannend!
Schön übrigens, dass „Mord in Serie“ seine Geschichten weiterhin in Deutschland spielen lässt. Ich bin kein Fan (mehr) von Krimis und Thriller, die zB in den USA spielen.

Ekkehardt Belles markante und raue Stimme passt prima zur Rolle des Roland Voss. Und auch Claudia Lössl hat mich mit ihrer festen Stimme und dem selbstbewussten und energischen Ton begeistert. Marc Sprenger, gesprochen von Sascha Rotermund, ist der Dritte im Bunde und ergänzt sich perfekt mit den beiden anderen. Lutz Riedel vermittelt einem schnell ein klares Bild von dem Verbrecher Vukow. Und mein persönliches kleines Highlight ist Francois Goeske. Ihm kommt zwar nur eine wirklich kleine Rolle zu, aber ich mag seine Stimme einfach total gerne. Ich wusste bisher gar nicht, dass er auch in Sachen Hörspiel unterwegs ist. Sehr cool!

Die Musik passt sich der derben Gangart der Geschichte bestens an, sorgt für Tempo und vermittelt dem Hörer sofort den Eindruck, dass er hier kein Hörspiel für Zartbedsaitete im Player hat. Die Geräuschkulisse ist vom Allerfeinsten, darüber braucht man gar keine weiteren großen Worte verlieren. Top!

Die Person im blutverschmierten Pulli vor dem Totenschädel, dazu noch der düstere Stil, das ist ein Cover, das so einfach auffällt. Und nichts Gutes für die Story erwarten lässt.

Fazit:  Spannend, kompromisslos, mit trotz allem sehr menschliche Figuren und der Idee eines Spiels, die für mich ganz persönlich sehr reizvoll ist. Zu meiner Überraschung hat mir die Folge richtig gut gefallen. Sehr fein!

Professor van Dusen (08) – ….und der erfundene Tod

Titel: Professor van Dusen (08) – ….und der erfundene Tod  / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 76 min / Sprecher: Bernd Vollbrecht, Nicolai Tegeler, Christian Rode, Gerald Paradies ua

vandusen08Inhalt: Professor van Dusen nimmt an einer Ausstellung der besonderen Art teil: Im Battery Park von Manhattan geben sich berühmte Erfinder die Ehre, um ihre neuesten Werke vorzustellen. Doch es scheint, als läge ein Fluch über der Veranstaltung, denn gleich am Eröffnungstag kommt es zu einem entsetzlichen Todesfall. War es Unfall oder Mord? Die Denkmaschine geht dieser Frage nach und findet schnell heraus, dass es irgendjemand auf das Leben der Erfinder abgesehen hat. Da ereignet sich ein weiterer Anschlag. Doch wo liegt das Motiv und wer ist für die Sabotageakte und Morde verantwortlich? Der Professor und sein kriminologischer Assistent Hutchinson Hatch setzen alles auf eine Karte, um dem unbekannten Mörder eine Falle zu stellen.


Eine Erfinderveranstaltung ist also dieses Mal des Professors Bühne für den neuen Fall. Sehr passend, wie ich finde. Denn Erfinder sind doch meist ebenfalls ganz kluge Köpfe. Ziemlich am Anfang gibt es direkt einen Lacher mit dem Auftritt eines Detektivkollegen, der hier aber eine ganz andere, spezielle Art an sich hat.
Dann aber nimmt der Fall seinen Lauf und bietet einige sehr kreative und interessante Morde auf. So böse es zugeht, ab und zu habe ich dennoch mal darüber schmunzeln müssen. Die Suche nach dem Mörder ist spannend wie von der Reihe gewohnt und hat einige nette Wendungen in petto. Gefallen hat mir außerdem, dass -soweit mein Eindruck- Hatch etwas mehr zu tun hat als sonst. Und besonders seine nächtliche Aktion mit Caruso hat es in sich.
Die Auflösung hat mich ehrlich überrascht. In diese Richtung hatte ich die ganze Zeit nicht wirklich gedacht. Da hatte ich andere Verdächtige auf dem Schirm. Somit ist der Fall für mich eine rundum gelungene und unterhaltsame Sache.
Was ich irgendwie witzig fand, waren gewisse neuartige Erfindungen, die heute in fortschrittlicherer Art ganz normal sind. Wie zB eine Trockenhaube oder auch der scherenartige Frühstückseiköpfer. Das ist aus heutiger Sicht schon ein bisschen schräg, wenn man hört, wie das zu van Dusens Zeiten gefeiert wird.

Bernd Vollbrecht hat mir mit seinem oberlehrerhaften Ton und den gewissen Augenzwinkern in der Stimme wieder prima gefallen. Ohne dieses Augenzwinkern könnte ich den Professer nicht ertragen, aber diese Mischung macht es möglich.
Christian Rode hat offenkundig nicht nur Holmes auf Lager, sondern auch den leicht verrückten Erfinder. Hildegard Meier hat mir mit ihrer sehr markanten Stimme und dem burschikosen Ton ebenfalls sehr gut gefallen. Solche Frauenstimmen sind genau mein Fall!

Musikalisch hält man sich bewährt bedeckt mit wenigen Stücken, die meist nur im Hintergrund erklingen. Dafür gibt es eine feine Geräuschkulisse, die einem das Geschehen leicht vorstellbar macht.

Zugegeben, dem Covermotiv hätte ich niemals entnommen, was da gerade mit der Person mit der Kugel vor dem Kopf passiert. Das erschließt sich erst im Laufe des Hörspiels. Aber es hat etwas mit einer Erfindung zu tun. Und die gespannten Blicke der Umstehenden machen neugierig, was es da Spannendes zu erleben gibt.

Fazit: Ein spannender und durchweg unterhaltsamer Fall, bei dem es manches zum Schmunzeln gibt. So macht mir van Dusen richtig Spass!

Mord in Serie (24) – Labyrinth

Titel: Mord in Serie (24) – Labyrinth / Verlag: Contendo Media  / Spielzeit: ca. 65 min  / Sprecher: Jürgen Holdorf, Anita Hopt, Christina Puciata ua

mis24Inhalt: Ein Survival-Wochenende im Schwarzwald soll für eine Gruppe gestresster Manager zum großen Abenteuer werden. Nachdem einer von ihnen in einen Schacht stürzt, entdecken sie den Eingang zu einem geheimen Tunnelsystem. Aus Angst vor dem drohenden Unwetter suchen sie dort Zuflucht. Die Gruppe erkennt jedoch schnell, dass dieses unterirdische Labyrinth mehr, als nur eine tödliche Überraschung für sie bereithält.


Bekanntlich bin ich historisch kaum interessiert. Gewisse Jahre betrifft das ganz besonders, nachdem ich sie jahrelang in der Schule hatte. Somit ist der Folge der Start erstmal nicht so recht gelungen.
Zum Glück geht es danach geradewegs ins Hier und Heute zu einer Truppe Manager (und deren Untergebenen), die im Schwarzwald ein Survival-Wochenende absolvieren. Innerhalb kürzester Zeit wird klar, dass es in der Gruppe sowieso schon Spannungen gibt, doch als sie sich plötzlich in einem unterirdischen Tunnelsystem wiederfinden, flammen diese umso deutlicher auf. Ab da hatte die Story mich dann auch komplett am Haken. Alleine der unheimliche, beengte Raum und das somit ungewöhnliche Setting sorgen schon für Spannung, Gänsehaut und die Frage, was dahinterstecken könnte. Und natürlich, ob es die Truppe hinaus schaffen wird.
Hinzu kommt dann noch ein guter Schuss Dramatik als sich diverse Fallen auftun, die sich in den Tunneln verbergen. Ganz persönlich finde allerdings, es erwischt die Richtigen. Die nervigen Figuren, die ich bis dahin eh schon leid war mit ihrem Gejammere und Geheule.
Nach dieser „Aufräumaktion“ geht es dann erheblich angenehmer weiter mit tapferen Figuren, jedoch keineswegs weniger spannend. Um sie bangt man dann erst recht!
Am Ende gibt es dann -wie fast immer in dieser Reihe- nochmal einen feinen Dreh. Und kaum hat man den verdaut, spingt auch schon der nächste aus seiner Ecke hervor. Klasse!

Die Sprecherliste ist angenehm überschaubar, was mir wie immer sehr entgegenkommt. Jürgen Holdorf nimmt man die Rolle des Chefs auf Anhieb ab mit seiner kräfitgen Stimme und dem energischen Ton. Auch Anita Hopt hat mir hier als Praktikantin soweit gut gefallen. Nur dieses ständige unnötige Gekichere dürfte sie sich gerne sparen. Was soll das? Es passt in den seltensten Fällen. Und auch Joachim Tennstedt findet für seine Figur genau den richtigen Ton.

Eine weitere Folge, in der mich vor allem die Geräuschkulisse beeindruckt hat. Sie bringt einem das Geschehen in den Tunneln einwandfrei vor Augen und bietet einige echte Schreckmomente. Aber natürlich ist auch Musik zu hören, die der Handlung den letzten Schliff verleiht und für Atmosphäre sorgt.

Das Cover erinnert mich stark an „Maze Runner“ und sehr unterirdisch sieht das Labyrinth auch nicht aus. Aber es wirkt düster und rätselhaft. Und natürlich passt das Motiv einwandfrei zum Titel.

Fazit: Eine sehr spannende und atmosphärische Folge dieser Reihe, die trotz des bedenklichen Starts einer meiner Favoriten ist. Ich empfehle, sie auf einer nächtlichen Autofahrt bei Sturm und Regen zu hören. Dann wirkt sie bombig. Selbst ausprobiert!

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