Genre Krimi & Thriller

Insel-Krimi (01) – Die Toten von Juist

Titel: Insel-Krimi (01) – Die Toten von Juist / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Daniela Bette-Koch, Markus Pfeiffer, Theresa Schulte, Celina Walter ua

Inhalt: Mit nordischem Charme und Witz begeben sich der Borkumer Hauptkommissar Arne Brekewoldt und die Juister Kinderärztin Nele Röwekamp auf die Spur des Verbrechens. Am Ufer der Nordseeinsel Juist wird eine Flaschenpost angespült. Die Kinderärztin Nele Röwekamp und ihre Nichte staunen nicht schlecht, als sie darin das Auge eines Menschen finden. Ein Kommissar von der Nachbarinsel Borkum soll den Fall untersuchen und geht schließlich gemeinsam mit Nele auf Spurensuche. Wie es scheint, treibt im niedersächsischen Wattenmeer ein Serienmörder sein Unwesen. Und er hat bereits sein nächstes Opfer im Visier!


Regionalkrimis sind ja seit geraumer Zeit ausgesprochen beliebt. Auch bei mir! Daher begrüße ich eine solche Hörspielreihe wirklich sehr, zumal man bei Contendo Media auch in der Reihe „Morgan & Bailey“ vortrefflich den Charme einer gewissen Kleinstadtsituation und damit eines Schauplatzes vermittelt. Da habe ich natürlich Ähnliches von den Insel-Krimis erwartet und wurde zumindest mit dieser ersten Folge nicht enttäuscht. Man fühlt sich schnell auf die Insel versetzt und kann sich Dank der meist sehr sympathischen Figuren und ihrer Eigenarten auch leicht ein Bild der Menschen dort machen, die natürlich schon (im Positiven) ein besonderer Schlag sind.
Der Krimi um die grauenvollen Flaschenpostfunde kommt knackig und spannend daher. Vom Anfang bis zum Ende dreht sich alles um die Aufklärung, große Nebenhandlungen sucht man vergeblich. Mir hat das gefallen, ich mag keine Ablenkungen, wenn ich eine Geschichte höre oder lese. Es geht stets zügig voran und man ist immer mitten drin in den Ermittlungen und kann auch ein bisschen mitknobeln. Das macht Spass! Die Auflösung weiß zu überraschen und zu schockieren. Und das Finale bringt nochmal eine ordentlichen Schuss Dramatik mit. Ich habe ehrlich geschaudert bei der Vorstellung dieses Spange, die der Täter benutzt.
Ein Funken Humor ist der Geschichte ebenfalls beigemsicht. Mal in den Dialogen, mal im Verhalten der Figuren, mal ist es reine Situationskomik. Humor gehört zu Regionalkrimis und solange er nicht platt daher kommt, liebe ich ihn in diesem Genre. Somit hat mir das auch hier gefallen.

Daniela Bette-Koch  als Kinderärztin Nele Röwekamp habe ich gerne gelauscht. Sie hat eine angenehme Stimme und mir ihre Figur im Nu sympathisch gemacht. Sie und Markus Pfeiffer alias Arne Brekewoldt ergänzen sich prima. Er lässt den Kommissar zwar ab und zu etwas brummig klingen, aber das passt gut zu dem etwas eigenbrödlerischen Menschen. Dass Brekewoldt auch anders kann, hört man an so vielen anderen Stellen ebenfalls heraus. Celina Walter bringt als kleine Jette Dransfeld frischen Wind in viele Szenen und es macht Spass ihr zuzuhören.

Besondes erwähnenswert ist die Geräuschkulisse des Hörspiels, die maßgeblich dazu beiträgt, dass man sich nach Juist versetzt fühlt. Wind, Möwen, Meeresrauschen, es ist alles da, was es dazu braucht. Top! Die Musik ist auch bei dieser Reihe wieder sehr angenehm und stimmungsvoll, wobei sie -ebenfalls wie bei mehreren Reihen von Contendo- mehr aus dem Hintergrund heraus wirkt.

Fazit:  Ein rundum gelungener, spannender und unterhaltsamer Reihenauftakt mit ganz viel nordischem Flair und Charme. So darf die Serie weitergehen. Ahoi!

Morgan & Bailey (08) – Die letzte Ölung

Titel: Morgan & Bailey (08) – Die letzte Ölung / Verlag: Contendo Media / Spielzeit:  ca. 71 min / Sprecher: Joachim Tennstadt, Alexandra Lange, Wolfgang Bahro, Katja Brügger ua

Inhalt: In der psychiatrischen Klinik St. Bartholomew’s ereignet sich ein verdächtiger Todesfall. Pfarrer Morgan vermutet einen heimtückischen Mord. Um dem Täter auf die Spur zu kommen, lässt Rose Bailey sich einweisen und ermittelt undercover in den Reihen der Patienten.


Pastorin Rose Bailey in der Psychiatrie? Wie konnte das denn geschehen? Natürlich: ein neuer Fall für sie und den katholischen Geistlichen hat sie hergeführt, denn in der Klinik scheint es jemand ganz und gar nicht gut mit den Patienten zu meinen. Ist an der Theorie eines Mordes etwas dran? Dieser Frage geht man gemeinsam mit den beiden Ermtittlern auf den Grund, wobei man so mancher erschreckende Entdeckung macht und immer mal wieder mit überraschenden Wendungen bei Laune gehalten wird. Und das tatsächlich vom Anfang bis zum Ende.
Alleine der Schauplatz war schon ganz nach meinem Geschmack, wobei ich es der Folge hoch anrechne, dass sie kein allzu verzerrtes Bild einer solchen Einrichtung malt. Natürlich sind dort Menschen mit Spleens und Ängsten untergebracht, was teilweise sogar ganz humorig dargestellt wird, aber es wird sonst nie zum Negativen hin übertrieben. So fällt es einem auch leicht, eine Verbindung zu Rose Mitpatienten aufzubauen und sie ganz sympathisch zu finden.
Rose selber hat mich ebenfalls beeindruckt. Immerhin ist ihre Rolle / ihre Figur hier so etwas wie ein Spiel in einem Spiel. Die Rolle / Figur der Rose ist erdacht, aber auch ihr angeblicher Putzfimmel wurde ihr widerum angedichtet. Das ist schon cool gemacht und von Sprecherin Ulrike Möckel beeindruckend umgesetzt.

Ulrike Möckel hat mir also als putzfimmelgeplagte Patientin wirklich gut gefallen. Die hektische Sprechweise hat dann und wann schon etwas Durchgedrehtes an sich, was gut passt. Über Lutz Mackensys Darbietung als Mitpatient musste ich einige Male schmunzeln. So kenne ich ihn als Sprecher gar nicht, aber es hat Spass gemacht, ihn mal so total anders zu hören. Alexandra Lange gefällt mir als Detective Laurie Howard von Mal zu Mal besser. Ich mag solch markante Frauenstimmen einfach super gerne.

Eine eher zurückhaltende Musikkulisse begleitet und untermalt das Geschehen aus dem Hintergrund, was ich als sehr stimmig empfunden habe. Allzumal es kein Schauplatz ist, zu dem laute Stücke passen würden. Die eingesetzten Geräusche sind einmal mehr vom Feinsten. In diesen Belangen lässt sich Contendo einfach nie etwas zu Schulden kommen.

Der Totenschädel aus Pillen auf dem Cover ist eher witzig als erschreckend, verdeutlicht aber doch, dass man es hier durchaus mit einem Krimi mit mörderischem Einschlag zu tun hat. Mir persönlich gefällt ja die Szene daneben super! Die einsame Gestalt auf dem langen, leeren Klinikflur, das hat was!

Fazit:  Eine weitere spannende Folge der Reihe, die sich durch Rose „Undercovereinsatz“ in der Psychiatrie von ihrem Vorgängern abhebt. Ein Spiel in einem Spiel, das einen bis zum Ende hin nicht loslässt.

Professor van Dusen (10) – …kauft die Katze im Sack

Titel: Professor van Dusen (10) – …kauft die Katze im Sack / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 75 min / Sprecher: Bernd Vollbrecht, Kerstin Draeger, Tobias Nath, Luisa Wietzorek ua

Inhalt: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Eigentlich wollten Professor van Dusen und Hutchinson Hatch den Zwangsaufenthalt im schönen Wales zur Erholung nutzen. Doch damit ist es vorbei, als sie das verzweifelte Dienstmädchen Janie um Hilfe bittet, deren Herrschaft Lady Agatha sich kürzlich das Leben genommen haben soll. Aber Janie ist davon überzeugt, dass es Mord war – und sie glaubt auch zu wissen, wer dahintersteckt: Der erfolgreiche Mystery-Autor Bryan Edgar Wilson! Und damit stecken die „Denkmaschine“ und dessen treuer Begleiter auch schon wieder in einem neuen Fall.


Es ist schon erstaunlich, dass ich die Hörspiele dieser Reihe noch am selben Tag anhöre, an dem sie bei mir eintreffen. Normalerweise würde ich jemanden wie van Dusen so überhaupt nicht ertragen. Aber neben seiner oberschlauen Art hat diese Figur eben auch etwas so augenzwinkernd Sympathisches an sich, dass ich ihm ewig lauschen könnte.
Genau mit dieser Art ermittelt er sich auch wieder -unterstützt natürlich von Hatch- durch diesen Fall, der es tatsächlich in sich hat. Er ist spannend vom Anfang bis zum Ende, als Hörer wird man mal auf diese, mal auf jene Fährte geführt, kann wunderbar miträtseln und sich immer wieder von neuen Wendungen überraschen lassen. Das macht riesigen Spass und lässt selbst bei einem so langen Hörspiel nicht eine Sekunde Langeweile aufkommen.
Zum Schmunzeln gibt es ebenfalls wieder etwas. Denn Hatch hat so seine Probleme gegenüber die walisischen Küche. Und zwei andere Ermittler aus einer ebenso populären Krimireihe trifft man hier ebenfalls an, wobei sie sich -zwar unter anderem Namen- gewissermaßen selbst spielen. Da habe ich wirklich lachen müssen. Überhaupt hat mich hier vom Schauplatz her so einiges an eine der letzten Folgen dieser „Schwesternreihe“ erinnert, was durchaus ein Pluspunkt für mich war.

Neben Bernd Vollbrecht und Nicolai Tegeler, die einmal mehr ein absolut rundes Bild ihrer Figuren vermitteln, ist mir vor allem Luisa Wietzorek im Gedächtnis geblieben. Ich habe es wahrhaftig nicht mit SprecherINNEN, aber ihre Stimme liebe ich. Sie passt einwandfrei zu der jungen Janie und mit energischem Ton lässt sie sie sehr selbstbewusst rüberkommen. Kein Wunder, dass Hatch das Sabbern kriegt 😉  Bernd Stephan und Kerstin Drager ergeben ein stimmiges Duo als Wirtepaar.

Ein Ermittler, der so viel denkt und so viel erklärt und fragt, der braucht seinen Raum. Da rückt die Musik automatisch ein Stück in den Hintergrund. Von dort aus wirkt sie aber trotzdem wirklich gut und verleiht dem Geschehen die nötige Stimmung und einen unverwechselbaren Charme.

Das Covermotiv finde ich ein bisschen wirr. Man muss schon genau hinschauen um alles zu erkennen. Es zeigt die Szene, die sich ereignet hat, ehe sie zu einem Fall für van Dusen und Hatch wurde. Mit dem schwarzen Schatten ist sie sogar ein bisschen unheimlich.

Fazit:  Eine von vorne bis hinten sehr spannende Geschichte, bei der man durchweg miträtseln kann und die einen immer wieder aufs Neue eine lange Nase zeigt, wenn man meint, sich über etwas sicher zu sein. Das macht richtig Spass!

Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (33) – Die Wölfe von Whitechapel

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (33) – Die Wölfe von Whitechapel / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher:  Peter Groeger, Harry Kühn, Lutz Riedel, Sonja Deutsch ua

Inhalt: Armut, Verbrechen und Unmoral prägen das Leben in den düsteren Gassen von Whitechapel, wo die unterste Schicht der Londoner Gesellschaft um ihr Überleben kämpft. Doch seit einiger Zeit wird dieser Kampf erschwert. Schreie zerreißen die Nächte, in den Morgenstunden werden grausig zugerichtete Leichen gefunden. Der Polizei misstraut man in diesem gesetzlosen Teil der Stadt, doch dringt ein Hilferuf zu Sherlock Holmes und seinem Freund Dr. Watson. Ein Ruf, der beide auf eine blutige Spur bringt, die aus den Niederungen der Gosse durch den Dunst verruchter Freudenhäuser zu gänzlich unerwarteten Orten führt.


Bleiben wir noch einen Tag bei Holmes und Watson, dann ist schon die erste Serie hier auf der Seite wieder auf aktuellem Stand. Gefiel mir die vorige Episode noch wirklich gut, bin ich bei dieser hier hin- und hergerissen.
Einerseits hat sie viel Positives an sich. So empfand ich es als nette Abwechslung, dass Holmes und Watsons neuer Fall in wenig erlauchten Kreisen spielt. Es gab seinerseits nunmal auch weniger wohlhabende Viertel als das der Bakerstreet. Dann haben die beiden es mit wirklich brutalen Morden zu tun. Für so etwas bin ich auch immer gerne zu haben. Und sie treffen auf eine ganze Reihe sehr verschiedener Personen, von denen jede für sich etwas Besonderes ist. Darunter ein gewisses äußerst pfiffiges junges Mädchen, das schon sehr genau weiß, wo es im Leben langgeht.
Soweit ist also alles ganz nach meinem Geschmack und alle Voraussetzungen für einen neuen spannenden Fall gegeben.
Andererseits zog sich die Geschichte für mein Empfinden teilweise ganz schön. Einfach, weil gleich mehrere Figuren reichlich Zeit zum Schwadronieren und Palavern haben. So etwas bremst das Tempo und die Spannung einer Geschichte für mich einfach aus, was wirklich schade ist. Außerdem lenkt es leicht vom übrigen Geschehen ab, wodurch mir die Handlung hier und da geradezu wirr vorkam. Da wäre weniger mehr gewesen. Und zuletzt konnte man mich mit dem Täter bzw den Tätern nicht wirklich überraschen. Eine Ahnung in die Richtung ergab sich vergleichsweise früh, was ich für eine Geschichte um Holmes und Watson irgendwie untypisch finde.

Sonja Deutsch hat mir mit ihrer markanten Stimme und dem für ihre Figur sehr passenden Ton mit am besten gefallen. Allerdings hält auch sie hier einen üppigen Monolog, was doch etwas anstrengend wurde. Ich hätte sie gerne nochmal wieder gehört, aber eben an anderer Stelle im Hörspiel. Katharina von Daake gibt mit heller, aber doch auch markanter Stimme eine herrlich aufgeweckte und direkte Vanessa. Harry Kühn lässt Bryson Amberfield angemessen abgehoben und exaltiert klingen.

In Sachen Musik geht es einmal mehr weitgehend ruhig und dezent zu. Hier und da sind zwischen den Szenen statt Musik auch Geräusche eingesetzt, die die Atmosphäre unterstreichen und dem Tempo des Geschehens Rechnung tragen. Auch sonst ist eine feine Geräuschkulisse zu hören.

Die schattige Gasse auf dem Cover gewährt einen Einblick in die Gegend, in der Holmes und Watson dieses Mal ermitteln. Was es mit den Wölfen auf sich hat, ist nicht zu erkennen, wodurch das Motiv neugierig stimmt.

Fazit: Ich fand die Folge nicht schlecht. Sie hat mit einem brutalen Verbrechen und Abwechslung in verschiedenen Belangen einiges Gutes an sich. Sie erschien mir gelegentlich aber auch wirr und langgezogen durch Monologe, die die Handlung ausbremsen und vom eigentlichen Geschehen ablenken. Viel Licht, aber eben auch etwas Schatten, könnte man sagen.

Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (32) – Der Fall John Watson

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (32) – Der Fall John Watson / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 77 min / Sprecher: Christian Rode, Sonja Deutsch, Tom Deininger ua

Inhalt: Sherlock Holmes ist ein Mensch, den nur sehr wenige Dinge aus der Bahn werfen können. Doch genau dies geschieht, als er aus der Zeitung vom Tod seines treuen Freundes Dr. Watson erfahren muss. Doch dann geschieht das Wunder – Dr. Watson erfreut sich bester Gesundheit, es wurde ein Mann des gleichen Namens ermordet. Handelt es sich um reinen Zufall, oder steckt doch mehr hinter dieser Angelegenheit? Holmes nimmt die Ermittlungen auf und sieht sich mit einem der tödlichsten Fälle seiner bisherigen Karriere konfrontiert.


Alleine der Titel dieser Folge wirft bereits Fragen auf. Watson als ein neuer Fall? Wie kann das sein? Aber nicht nur der Titel dieser Folge ist interessant und außergewöhnlich. Auch inhaltlich gibt sie eine Menge her, die sie von vorigen Episoden abhebt.
Natürlich gilt es, den Fall an sich aufzuklären, der quasi mit einem Paukenschlag beginnt. Wer macht Jagd auf die John Watsons von London? Und wieso eigentlich? Diesen Fragen gehen Holmes und „sein“ Watson auf bewährt spannende, clevere und harnäckige Art nach. Vor allem Watson hat natürlich ein großes Interesse daran, den Täter zu erwischen. Immerhin muss er ständig um sein eigenes Leben fürchten.
Gleichzeitig gewährt die Geschichte auch einen Einblick in Watsons erste Jahre beim Mlitär, das er ja sonst häufig mal in Gesprächen in Nebensätzen erwähnt. Und diese Einblicke haben es in sich. Da schaudert man schon das eine oder andere mal. Und ein kleines bisschen zieht man auch mal gewisse Parallelen zu Zuständen heute in gewissen Ländern.
Mit Watsons Zeit beim Militär hängt dann widerum der Fall zusammen, was ein stimmiges Bild ergibt. Es ist zwar irgendwo erstaunlich, dass so etwas so lange auf sich warten ließ, aber sei’s drum. Der Fall ist spannend und hat durch die Morde an diversen Namensgenossen von Watson die gewisse Würze, die ihn von anderen Fällen abhebt.

Christian Rode und Peter Groeger sind hier in gewohnt guter Form. Christian Rode versteht es meisterlich, zu Beginn den völlig betrunkenen Holmes zu geben. Und Peter Groeger legt Watson einen unüberhörbaren Eifer in die Stimme, wenn es darum geht, bei den Ermittlungen voran zu kommen. Tom Deininger konnte mich einmal mehr mit einer vergleichweise lockeren Darbietung überraschen. Aus einer gewissen Kinderserie kenne ich ihn nur extrem gekünstelt.

In Sachen Musik kommt die Folge im bewährten Stil daher. Eher dezent untermalt und ruhig, was jedes Mal für die notwendige Stimmung und das vertraute Flair sorgt. Einzelne Geräusche veranschaulichen das Geschehen. Und es ist immer wieder verblüffend, wie gut dieser Minimalismus funktioniert. Mich begeistert das jedes Mal aufs Neue.

Das Cover zeigt gleich eine dramatische Szene ziemlich zu Beginn der Geschichte. Der ermordete Arzt am Schreibtisch. Drum herum Holmes, Watson und -wie ich annehme- Lestrade. Man erkennt also sofort, womit die beiden Detektive es dieses Mal zu tun bekommen.

Fazit:  Mir hat dieser Fall sehr gut gefallen. Alleine, weil Watson -eine der Hautptfiguren selber- in Lebensgefahrt schwebt. Das macht ihn brisant und besonders spannend. Und weil er einem einen Einblick in Watsons Zeit beim Militär gewährt. Das fand ich zusätzlich spannend und interessant.

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