Genre Krimi & Thriller

Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (32) – Der Fall John Watson

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (32) – Der Fall John Watson / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 77 min / Sprecher: Christian Rode, Peter Groeger, Tom Deininger ua

Inhalt: Sherlock Holmes ist ein Mensch, den nur sehr wenige Dinge aus der Bahn werfen können. Doch genau dies geschieht, als er aus der Zeitung vom Tod seines treuen Freundes Dr. Watson erfahren muss. Doch dann geschieht das Wunder – Dr. Watson erfreut sich bester Gesundheit, es wurde ein Mann des gleichen Namens ermordet. Handelt es sich um reinen Zufall, oder steckt doch mehr hinter dieser Angelegenheit? Holmes nimmt die Ermittlungen auf und sieht sich mit einem der tödlichsten Fälle seiner bisherigen Karriere konfrontiert.


Alleine der Titel dieser Folge stimmt sofort neugierig. Wie kann Holmes Freund Watson zu einem Fall werden? Das klärt die Geschichte relativ schnell mit einem turbulenten und dramatischen Start, bei dem ich auch mal kurz schmunzeln musste. Holmes und Mrs. Hudsons Reaktionen sind irgendwie auch ein bisschen witzig.
Anschließend wendet die Geschichte sich sofort der Frage zu, wieso jemand Männer des gleichen Namens ermordet. Ich fand die Frage hier vor allem deshalb spannend, weil man mal nicht unter den Menschen nach dem Täter suchen muss, mit denen Holmes und Watson zu tun haben. Es ist auf Anhieb klar, dass es jemand Außenstehendes sein muss. Und da stellte sich für mich die Frage nach dem Warum gleich nochmal deutlicher.
Gefallen hat mir außerdem, dass Watson hier mal mindestens genauso viel zu sagen und zum Fall beizusteuern hat, wie sonst Holmes. Für meinen Eindruck sogar ein wenig mehr. Da ich die Figur sehr mag, war das so natürlich ganz nach meinem Geschmack.
Die Auflösung war dann auch prompt eine ganz ordentliche Überraschung. Eben weil es das Warum klärt, über das man zuvor die ganze Zeit lang nachgegrübelt hat. Aber es ist schlüssig und auch ziemlich erschreckend. Unter Anderen auch deshalb, weil man etwas Unschönes aus Watsons Vergangenheit erfährt. So sympathisch der junge Watson in einem Rückblick rüberkommt, aber man erfährt auch, dass er es nicht immer leicht gehabt hat.

Neben Peter Groeger und Christian Rode, die einmal mehr in Bestform sind (hier vor allem Peter Groeger natürlich), ist beispielsweise Tom Deininger zu hören. Es überrascht mich immer wieder, ihn anderswo zu hören als in einer gewissen Kinderserie, in der er so langsam spricht, dass es total unecht wirkt. Hier -als Polizist- kommt er so viel lockerer rüber, ohne dass dabei aber die Ernsthaftigkeit seiner Figur verloren geht.

Mit der Musik hält man sich hier ein weiteres Mal zurück, was mir aber bei der Reihe noch immer sehr gut gefällt. So bleibt man mangels Ablenkung aufmerksam bei der Geschichte und folgt ihr gespannter. Die Geräuschkulisse ist solide, was hier unbedingt positiv gemeint ist.

Auf dem Cover sieht man Holmes und Watson bei der Besichtigung des ersten Tatortes. Ein ungewohnt detailreiches Motiv, das schon einiges über die Geschichte verrät. Es verrät aber zum Glück auch schon, dass es nicht „unseren“ Watson erwischt.

Fazit:  Eine der besten Folgen, für meinen Geschmack. Auch wenn es nicht „unseren“ Watson erwischt, so wirkt der Fall doch persönlicher und rückt ihn ganz ordentlich in den Mittelpunkt. Das Motiv für die Morde lässt einen rätseln, ebenso die Frage nach dem Täter. Somit ist auch ordentlich Spannung gegeben. Rundum gelungen!

Morgan & Bailey (07) – Tot aber herzlich

Titel: Morgan & Bailey (07) – Tot aber herzlich / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 58 min / Sprecher: Joachim Tennstadt, Ulrike Möckel, Joseline Gassen, Robin Brosch ua

Inhalt: Rose bekommt Besuch – und ganz Heaven´s Bridge steht Kopf! Denn ihre Schwester Violet ist mit dem erfolgreichen Unternehmer Lloyd Fletcher verheiratet, über deren turbulentes Familienleben eine Reality- Show gedreht wird. Doch auch der nächste Mord lässt nicht lange auf sich warten und so stecken Rose Bailey und ihr Kollege Charles Morgan bald wieder bis zum Hals in einem neuen Fall.


Diese Folge beginnt bereits aufregend: Rose‘ Schwester Violet samt Ehemann reist in Heaven’s Bridge an. Die beiden sind nicht nur stinkreich, sondern gerade auch Star in einer Dokusoap und haben ein ganzes Fernsehteam bei sich.
Diese Umstände kostet die Geschichte zunächst auch eine Weile aus, was ich ausgesprochen vergnüglich fand. Vor allem, wie plötzlich auch solche Urgesteine des Orts wie Wirt Harry so ein kleines bisschen ins Fernehfieber geraten. Da kann man doch so einige Male schmunzeln.
Dann allerdings ereignet sich ein Mord und schon haben Morgan und Bailey ihren nächsten Fall. Auf gewohnt charmante Art gehen sie der Sache nach, was einmal mehr auf sehr unterhaltsame Art spannend ist. Als Hörer kann man auch gut mitknobeln, denn es gibt durchaus den einen oder anderen Verdächtigen.
Ich muss gestehen, ich lag mit meiner Vermutung genauso falsch wie Morgan und Bailey. War diese Idee zu offensichtlich? Möglich. Auf jeden Fall hat die Finte tadellos funktioniert. Das muss man der Story einfach lassen.
Das Ende bzw die Auflösung ist dann noch mal so richtig dramatisch und man kann nochmal mit gewissen Personen mitfiebern. Und vielleicht -so wie ich- dank meines Irrtums staunen angesichts des wahren Täters.

Bei der Rolle der Rose hat es eine Umbesetzung gegeben. Statt Rita Engelmann ist nun Ulrike Möckel zu hören, die sich redlich Mühe gibt, in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin zu treten. Mir fehlen allerdings noch ein wenig die Wärme und Herzlichkeit in der Stimme und manches Mal klingt sie mir auch etwas zickig in Situationen, die Rita Engelmann  einfach mit einem leichten Schmunzeln in der Stimme gemeistert hätte. Aber vielleicht kommt da ja noch. Besonders gut hat mir Merete Brettschneider gefallen, die mir ein gutes Bild von Christine Milford vermittelt hat. Ich fand die junge Frau sehr sympathisch und niedlich. Alexandra Lange wird man in der Reihe nun wahrscheinlich öfter hören, in der Rolle des neuen Auges des Gesetzes. Hier und da ein wenig mehr Betonung könnte ihr auch in dieser Rolle nicht schaden.

Eine sehr angenehme und stimmige Musikkulisse begleitet die Geschichte und versteht es, an entscheidenden Stellen für Atmosphäre zu sorgen und Akzente zu setzen. Eine feine Geräuschkulisse tut ihr Übriges dazu und schon kommt einem auch dieses Mal ein rundum gelungener Sound zu Ohren.

Die Filmklappe auf dem Cover gefällt mir. Sie ist der erste Hingucker beim Betrachten. Doch auch der Hintergrund lohnt einen Blick, denn dort bekommt man -denke ich jedenfalls- einen Blick auf Heaven’s Bridge gewährt. Und weil der Titel so herzlich ist, gibt es natürlich auch ein Herz zu sehen.

Fazit:  Diese Geschichte ist anfangs turbulent und amüsant, ohne darin aber je zu übertreiben. Dann wird sie wahrlich spannend und lockt den Hörer und die beiden Ermittler gekonnt auf eine falsche Fährte. Ein dramatisches Ende bildet schließlich den Abschluss.

Sherlock Holmes & John H. Watson (02) – Der Avalon-Ritus

Titel: Sherlock Holmes & John H. Watson (02) – Der Avalon-Ritus / Verlag: Hermann Media / Spielzeit: ca. 65 min / Sprecher: Sky du Mont, Hans-Peter Korff, Pia Werfel, Gerhard Hinze ua

Inhalt: Die schöne Schwedin ist nur noch von einem einzigen Gedanken besessen: Sie will endlich die Wahrheit über den grausamen Mord an ihrer Schwester erfahren. Sherlock Holmes nimmt die Herausforderung an, dem Urheber des Schreckens das Handwerk zu legen. Noch ahnen weder Holmes noch Watson etwas von dem blutigen Ritual, das nachts in den Straßen des Londoner East Ends ausgeführt wird – dem Avalon-Ritus.


Nachdem die erste Folge immerhin leichte und unterhaltsame Kost war, bin ich der Serie nochmal treu geblieben. Allerdings treiben mich nun doch Zweifel um, ob sich das weiterhin lohnen wird. Was erwartet man von einer Detektivgeschichte, erst recht von einer um Holmes? Zumindest doch eine gewisse Spannung. Doch die sucht man hier leider lange vergebens. Sehr lange. Bis zum Schluss nämlich, wo man erkennen muss, dass es keine gab. Das liegt einmal daran, dass man durch den „Prolog“ bestens im Bilde ist über die Zusammenhänge, die Holmes und Watson erst noch ermitteln müssen.
Doch auch diese Ermittlungen sind keine Minute lang wirklich spannend. Bei mir hat dieser Teil der Geschichte nur einen wirren, zusammenhanglosen Eindruck hinterlassen. Das darf bei einer Geschichte um Holmes auf keinen Fall sein! Überall sonst leben die Krimis mit ihm doch von den klugen und gewitzten Ermittlungen! Was bleibt denn sonst von einem Krimi mit ihm? Statt zu ermitteln, ergeht er sich hier oft in wilden Theorien, die jeglicher Grundlage entbehren und vor allem auch kaum mal in die richtige Richtung gehen. Da ist man als Hörer dann direkt froh darüber, dass Holmes noch einen Bruder hat, der ihm in dem Fall die richtige Richtung weißt. Hallo, im Ernst jetzt?!
Egal an welche Holmes-Hörspiele ich denke, natürlich steht Mycroft ihm gelegentlich hilfreich zur Seite, aber die Wahrheit bzw die Auflösung findet Holmes dort immer selbst.
Man kommt bei diesem Hörspiel also von Anfang bis Ende aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus.

Sky du Mont gefällt mir als Holmes nachwievor ganz gut. Er klingt ein bisschen vornehm und erhaben, hat aber oft auch ein Augenzwinkern in der Stimme. Hans-Peter Korff wurde immer noch nicht gesagt, dass sein Freund nicht „Hollms“ heißt. Davon abgesehen fehlt es mir bei ihm auch oft an Lebendigkeit in der Stimme. Inspektor Abberline soll laut Holmes jung und aufstrebend sein, klingt aber beim besten Willen nicht so. So ganz jung ist Sprecher Manfred Lehmann ja auch tatsächlich nicht mehr. Und wieso eigentlich ist man sich unter den Sprechern nicht einig, ob die Tote nun „Lisa“ oder „Leisa“ heißt? Wäre das einmal vorgekommen, hätte ich noch einen Flüchtigkeitsfehler geglaubt, aber es kommt mehrfach vor.

In Sachen Musik hat man sich dieses Mal ein bisschen mehr Mühe gegeben. Die Stücke passen zum jeweiligen Geschehen und unterstreichen die Atmosphäre an diesen Stellen. Die Geräuschkulisse ist solide, mehr nicht. Mich persönlich stört das wenig, aber das ist Geschmackssache.

Was das Cover angeht, hat sich lediglich die Szenerie hinter Holmes und Watson geändert. Auf einfachste Weise übrigens mit einer Art Scherenschnitt einer Gestalt. Ein schwarzer Scherenschnitt ist aber nicht automatisch auch geheimnisvoll. Da dürfte man sich gerne ein bisschen mehr Mühe geben.

Fazit:  War der Erstling der Reihe wenigstens noch unterhaltsam, ist dieser Nachfolger nicht einmal mehr das. Zudem geht es äußerst unspannend zu. Und was man hier auch der Figur Holmes gemacht hat, das kann man schon fast unverschämt nennen. Ich weiß noch nicht, ob ich an der Reihe dran bleibe.

Mord in Serie (27) – Im Netz der Spinne – Teil 2

Titel: Mord in Serie (27) – Im Netz der Spinne – Teil 2 / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 61 min / Sprecher: Stephanie Kirchberger, Luisa Wietzorek, Lutz Mackensy ua

Inhalt: Der gefährliche Hacker Spider X ist tot! Doch irgendjemand verfolgt weiter dessen mörderischen Plan und arbeitet eine Todesliste ab. Um die digitale Spur des Killers aufzunehmen, ist die Polizei auf die Mitarbeit eines ebenbürtigen Hackers angewiesen.So muss ein Pakt mit dem Teufel eingegangen werden.


Meiner Erfahrung nach können zweite Teile so gut wie nie mit ihrem Vorgänger mithalten, eher im Gegenteil. Daher hatte ich bei diesem zweiten Teil durchaus so meine Bedenken.
Allerdings wurde ich ganz schön überrascht. Ich muss sogar sagen, dass mir diese Fortsetzung noch einen ganzen Tacken besser gefallen hat als der Erstling. Dank ihm weiß man als Hörer nun zwar, mit wem man es zu tun hat, wer falsch spielt, wer welche Interessen durchsetzen möchte und wem dafür so manches Mittel recht ist. Trotzdem ist die Geschichte noch spannend vom Anfang bis zum Ende. Das verdankt sie mancher überraschender Wendun, einigen dramatischen Vorfällen und einem rasanten Tempo, bei dem man die Ohren anlegt.
Zudem haben mir gewisse Ideen wirklich gut gefallen. Die Sache mit dem Auto beispielsweise und der damit verbundenen, halb virtuellen, halb realen Jagd. Überhaupt zieht die Story aus diesem virtuellen Aspekt ihren ganz besonderen Reiz. Natürlich sind viele solche Spielerein spaßig und heute nicht mehr wegzudenken, doch hier wird  aufgezeigt, dass eben dies auch seine Schattenseiten hat. Ich habe uA bei der Szene mit einem Bluetootharmband und Turnschuhen mit Smartship schon gedacht, dass es an einigen Stellen durchaus zu weit geht.
Einige Male musste ich auch schmunzeln, was ich immer gerne mag. Marina und Isabelle liefern sich manches amüsante Wortgefecht.

Stephanie Kirchberger versteht es auch hier mit klarer Stimme und energischem, befehlsgewohnten Ton zu überzeugen. Luisa Wietzorek hat mich damit überrascht, wie boshaft ihre so angenehme Stimme klingen kann. Aber eben auch, wie pfiffig und gewitzt. Rüdiger Schulzki gibt einen sympathischen Chef. Und Tobias Schmidt, dessen markante Stimme ist so mag, versteht es damit als Bösewicht zu überzeugen.

Musik und Geräusche kommen filmreif daher, das kann man gar nicht anders sagen. Jedes Musikstück, jedes Geräuscht sitzt und wirkt auf den Punkt. Das unterstreicht die Spannung das Tempo der Handlung einwandfrei.

Das Covermotiv ähnelt sehr stark dem des ersten Teils, ist nur dieses Mal in Grün gehalten und im Zahlenmeer ist deutlich ein Totenkopf zu erkennen. Ein wunderbar düsteres Motiv, das ein Stück weit verrät, in welchen Welten sich die Geschichte bewegt.

Fazit:  In meinen Ohren noch einen ganzen Schlag spannender und rasanter als der erste Teil und ein klares Highlight in der Serie.

Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (31) – Die Falle von Dornwood

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (31) – Die Falle von Dornwood / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 77 min / Sprecher:

Inhalt: Ein einsames Gasthaus in einer abgelegenen Gegend Nordenglands. Ein Reisender, der spurlos verschwunden ist und eine junge Frau, die sich in Sorge um ihren Bruder an Sherlock Holmes wendet. Holmes und Watson machen sich auf die Suche nach dem Vermissten. Dabei geraten sie nach Dornwood, wo nicht alle Dinge so sind, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Das Interesse von Holmes ist geweckt, als er auf eine in der Nähe gelegene Privatklinik stößt, die von dem dubiosen Dr. Wheldon betrieben wird. Als ein weiterer Reisender aus dem Gasthaus verschwindet, glaubt Holmes zu wissen, an welchem Ort die Fäden zusammenlaufen und begibt sich damit in große Gefahr.


Diese Folge beginnt direkt mit einem Schreckmoment, sodass man sich sofort fragt, was bloß vorgefallen ist. Diese Frage wird dann aber schnell beantwortet. Zum Glück, denn ich habe einiges gegen hysterische Frauen. Und ich brauche auch kein Anhängsel an Holmes und Watson wie hier, ebenfalls schon mal lange nicht, wenn es eine Frau ist, die sich überall einmischt und nicht einmal die Klappe halten kann.
Davon mal abgesehen hat mir diese Folge aber wirklich gut gefallen. Der Fall beginnt so richtig in einem abgelegenen Gasthaus nahe eines kleinen Ortes, was für mich ein toller Schauplatz ist. Das hat schon fast etwas Schauriges, wofür ich ein absolutes Faible habe.
Dort ereignet sich dann auch der eine oder andere seltsame Vorfall und Holmes und Watson machen mehr als eine überraschende Entdeckung. So ist für viel Spannung gesorgt und man kann prima miträtseln. Und in diesem Falle sogar in die richtige Richtung! Denn es kommt ein Punkt, da beschleicht einen einfach eine Ahnung, was in dieser sonderbaren Klinik vor sicht geht.
Trotzdem nimmt diese Erkenntnis dem Fall nichts von seiner Spannung und auch ein gewisser Gruselfaktor kommt nochmal auf, wenn Holmes und Watson diese Ahnung bestätigen. Was überraschend ist, denn aus der heutigen Zeit heraus dürften einen die Vorgänge in der Klinik nicht einmal mehr ansatzweise erschrecken.
Um der Sache endgültig auf die Schliche zu kommen, muss dann auch noch Lestrade ran, worüber ich anfangs wirklich schmunzeln musste. Doch schon sehr bald wird es wieder einmal äußerst brenzlig.
Dieser Fall lässt einem kaum Zeit zum Durchatmen.

Besonders haben mir hier Uwe Jellinek und Hildegard Meier gefallen, die ein absolut liebenswert schrulliges Wirtepaar abgeben. Ich habe ihnen mit solch großem Vergnügen gelauscht! Gerald Paradies kann als finsterer Kutscher punkten und sorgt bei seinen Auftritten für eine kleine Gänsehaut. Christian Rode und Peter Groeger bilden einmal mehr ein pefektes Doppel.

In Sachen Musik und Geräusche hält sich auch diese Folge eher bedeckt. Es sind passende und stimmungsvolle Stücke zu hören, die sich aber nie in den Vordergrund drängen, sondern mehr aus dem Hintergrund, auf leise Art, für Flair sorgen. Die Geräsuchkulisse ist einmal mehr sehr fein und sorgt dafür, dass man sich das Geschehen gut vorstellen kann.

Auf dem Cover ist die Ankunft von Holmes, Watson und ihrer Auftraggeberin beim Gasthaus zu sehen. Der Name der Kneipe verheißt schon direkt mal nichts Gute. Und der Kontrast mit dem kräftigen Rot hat auch etwas Bedrohliches an sich.

Fazit: Lasst doch Holmes und Watson bitte alleine ermitteln, ohne (weibliches) Auftraggeberanhängsel. Ansonsten aber eine sehr spannender neuer Fall, der hier und da auch einen schaurigen Einschlag an sich hat. Das hat mir so prima gefallen.

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