Genre Krimi & Thriller

Mord in Serie (26) – Im Netz der Spinne

Titel: Mord in Serie (26) – Im Netz der Spinne / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: / Sprecher: Stefanie Kirchberger, Lutz Mackensy, Luisa Wietzorek, Uve Teschner, Tobias Schmidt ua

Inhalt: Der mysteriöse Unfalltod eines aufstrebenden Lokalpolitikers ruft Ermittlerin Marina Forster auf den Plan. Jemand scheint die Luxuslimousine gehackt und den tödlichen Crash provoziert zu haben. Hinter dem perfiden Mordanschlag steckt offenbar ein legendärer Hacker, der im Deep Web unter dem Namen Spider X bekannt ist. Und er hat bereits weitere Opfer im Visier! Doch wie stoppt man ein Phantom, das per Mausklick ganze Existenzen auslöschen kann?


Nachdem die letzte Folge der Reihe den Hörer in die USA geführt hat, nimmt diese ihn mit in die dunkelsten Ecken des Internets. Irgendwo dort lauert ein äußerst talentierter Hacker, der gleich zu Beginn das erste Opfer in den Tod rasen lässt.
Die Polizei muss handeln und Ermittlerin Forster wird mit dem Fall betraut. Nun bin ich ja allgemein kein Fan von weiblichen Ermittlern, aber mit Marina Forster bin ich doch unerwartet schnell warmgeworden. Ich mochte ihre energische und direkte Art sehr schnell. So habe ich ihre Nachforschungen mit Spannung verfolgt. Auch, weil sie sich ja quasi zweigleisig abspielen. Einmal virtuell auf der Jagd nach dem Hacker, aber natürlich auch ganz im Hier und Jetzt um den Hacker als Menschen dranzukriegen. Lange sieht es alles andere als gut damit aus und es kommt zu weiteren dramatischen Vorfällen, die auf das Konto des Hackers gehen. Außerdem erlebt Forster auch ganz persönliche Angriffe. Langeweilie hat hier also keine Chance.
Etwa im letzten Drittel wird die Handlung richtiggehend rasant, nur um kurz darauf ihren größten Dreh auszupacken. Ich habe da durchaus gestaunt, aber mir hat es auch richtig gut gefallen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Eine wirklich gute Idee! Und diese Überraschung bringt dann noch alles Rüstzeug für ein dramatisches Finale mit. Herz, was willst du mehr?
Ein bisschen nachdenklich stimmt die Geschichte auch. Schließlich sind die meisten Menschen im Netz unterwegs, benutzen zig Geräte, die online gehen und so auch ein Ziel für Verbrecher darstellen können. Diese Vernetzung kann halt doch irgendwo ein sehr zweischneidiges Schwert sein.

Forster wird von Stefanie Kirchberger gesprochen und gibt ihr -wie schon erwähnt- einen angemessen energischen Ton. An anderen Stellen gelingt es ihr dann widerum, die Ermittlerin ganz menschlich klingen zu lassen. Tobias Schmitz hat mir ebenfalls gut gefallen. Ich mag seine markante Stimme und er hat mir ein gutes Bild von Götz vermittelt. Er hat es aber auch geschafft, dass ich Götz die meiste Zeit eher misstrauisch betrachtet habe. Rüdiger Schulzki ist als Chef Claußen zu hören und vermittelt dessen Autorität mit klarer, ruhiger und fester Stimme. Schmunzeln musste ich über Katja Brügger in der Rolle einer biestigen älteren Dame.

In Sachen Musik geht es recht abwechslungsreich zu. Es sind sowohl leise, aus dem Hintergrund heraus bedrohlich wirkende Stücke zu hören, als auch schnelle und lautere Stücke zu action- und temporeichen Szenen. Gelegentlich sind feine elektronische Geräusche mit eingestreut, was gut zum virtuellen Aspekt der Story passt.

Die dunkle Kapuze aus Computerpixeln wirkt schön düster und die leuchtenden Zahlenkolonnen an Stelle eines Gesichts bilden dazu einen starken Kontrast. Anhand daran kann man schon ganz gut ableiten, wo die Spinne aus dem Titel ihr Netz gesponnen hat.

Fazit: Eine spannende und rasante neue Folge, in der das Verbrechen aus dem Internet heraus in Hannover für Angst und Schrecken sorgt. Eine coole Idee, wo das Internet heutzutage kaum noch wegzudenken ist und viele denken, sie müssten dauernd online sein. Mehrere Wendungen und dramatische Vorfälle sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Und nachdenklich macht die Story ebenfalls.

Sherlock Holmes & John H. Watson (01) – Die Schatten von Albion

Titel: Sherlock Holmes & John H. Watson (01) – Die Schatten von Albion  / Verlag: Hermann Media / Spielzeit: ca. 50 min / Sprecher: Sky du Mont, Hans-Peter Korff, Peter Weis, Robert Missler ua

Inhalt: Ganz London steht Kopf: Das rätselhafte Ableben Lord Ashburys erschüttert die feine Gesellschaft der englischen Metropole. Es gibt nur einen Mann, der jetzt noch Licht ins Dunkel bringen könnte. Doch selbst der legendäre Meisterdetektiv aus der Baker Street 221 B sieht sich jäh Hindernissen gegenüber, die unüberwindlich scheinen: Liegt am Ende doch ein tödlicher Fluch über dem Haus Ashbury?


Ich bin ja ein kleiner Fan von Sky  du Mont. Ich sehe ihn gerne spielen, noch lieber lausche ich ihm aber. Da war es klar, dass ich es mal mit dem Hörspiel versuchen musste. Auch wenn Holmes ein kritisches Thema für mich ist. Es gab mal Hörspiele, da mochte ich die Figur gar nicht, inzwischen gibt es mehrere, die mir durchaus gut gefallen.
Mein Eindruck von der ersten Folge dieser neuen Reihe ist absolut paradox. An sich fand ich an der Geschichte nichts wirklich gut. Der Fall ist mir zu einfach gestrickt. Und aus der Idee von wegen spontane Selbstentzündung hätte man klar mehr machen können. Vielleicht sogar mit einem dezent unheimlichen Einschlag. Watson wirkt mit zu ruhig, wo er doch in anderen Holmes-Reihen oft mal der „Lebendigere“ ist. Und Holmes berühmte aufklärerische Monologe sucht man hier ebenfalls vergebens. So fehlte mir auch der Eindruck, echter Ermittlungen und Erkenntnisse. Das geht natürlich auch zu Lasten der Spannung, die nicht sonderlich üppig vorhanden ist.
Und trotz alldem: rein vom Unterhaltungswert bin ich mit dem Hörspiel absolut zufrieden. Es ist so eine Art Fastfood-Holmes. Fastfood macht nur kurz satt, aber zwischendurch kann man es sich mal gönnen und dann schmeckt es auch.
Dieser Holmes vertreibt einem also durchaus unterhaltsam kanppe 50 Minuten lang die Zeit, wenn auch nicht allzu spannend. Und irgendwo ist er auch erholsam, denn bei anderen Holmes-Hörspielen muss man mitunter schon scharf aufpassen alles mitzubekommen, weil man sonst uU Holmes Auflösung nicht nachvollziehen kann. Das ist hier gar nicht der Fall. Und ehe ich es mich versehen hatte, hatte ich das Hörspiel bereits dreimal gehört.

Sky du Mont ist als Holmes zu hören und wie ich finde, passt seine dunkle und angenehme Stimme prima zu dieser Rolle. Der gediegene Ton, den ich so mag, wenn du Mont spricht, steht ihr ebenfalls sehr gut. Auch Hans-Peter Korff konnte mich als Watson soweit überzeugen. Allerdings sollte ihm mal jemand sagen, dass sein bester Freund nicht „Sherlock Hollms“ heißt…alle anderen Sprecher kriegen das ja auch auf die Reihe. Und dann noch ein Wiederhören mit Peter Weis, der als schräger Mr. Porter zu glänzen weiß.

Musikalisch ist das Hörspiel nun auch kein großer Wurf. Es sind einige, leicht altmodisch anmutende Stücke zu hören, auf mich wirkten sie aber für einen Krimi schlicht zu fröhlich. Aber sie sind nicht sehr oft zu hören, deshalb hat es mich nicht zu sehr gestört. So bleibt die Aufmerksamkeit auch auf die Geschichte gerichtet.

Soweit ich weiß, gibt keine Hörspielreihe auf ihren Covers Holmes und Watson solch eindeutige Gesichter wie diese. Ich muss auch zugeben, eine Spur jünger hatte ich mir die beiden schon vorgestellt. Dafür gefällt mir das düstere Haus im Hintergrund richtig gut. So unheimlich wie diese Szenerie hätte gern auch das Hörspiel sein dürfen.

Fazit: Viel Schatten, wenig Licht und dieses nervige „Hollms“. Objektiv betrachtet, kommt die erste Folge der neuen Reihe nicht so gut weg. Aber ich möchte auf dieser Seite ja gar nicht die Objektivität für mich in Anspruch nehmen, sondern meine ganz sujektiven Eindrücke schildern. Und rein subjektiv hat mich dieser Fastfood-Holmes doch eine Weile ganz nett unterhalten. Ich denke, ich werde die Reihe weiter verfolgen.

Professor van Dusen (09) – …setzt auf Mord

Titel: Professor van Dusen (09) – …setzt auf Mord / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 68 min / Sprecher:  Bernd Vollbrecht, Jürgen Kluckert, Bernd Stephan, Dirk Müller ua

InhaltAn einem verschneiten Januarabend erhält Professor van Dusen  Besuch vom exzentrischen Lord Babbington. Dieser wartet sogleich mit einer unangenehmen Überraschung auf: Angus Granger, ein Freund des Lords, wette, dass ihm das perfekte Verbrechen gelänge. Ein erhebliches Vermögen stünde dabei auf dem Spiel und van Dusen solle helfen, es zu retten. Die „Denkmaschine“ will von derlei Dingen nichts wissen und komplementiert den Lord hinaus, was sich jedoch als Fehler erweist. Nur wenige Tage später geschieht tatsächlich ein Mord im Central Park und alles deutet auf Granger als Täter hin.


Diese neue Folge um den Professor wirkte auf mich vor allem sehr andersartig. Das beginnt bereits damit, dass das Verbrechen, das später aufzuklären ist, anfangs noch gar nicht stattgefunden hat. Jemand hat verkündet, das perfekte Verbrechen zu begehen, Mord in diesem Falle. Aber geschehen ist zunächst mal noch nichts. Eine durchaus interesante Idee für eine neue Art Aufhänger, aber schon ein bisschen seltsam.
Das Verbrechen geschieht dann natürlich auch, doch statt dass man den Professor mit Hatch gemeinsam beim Ermitteln begleitet, ist Hatch für erstaunlich lange Zeit alleine unterwegs. Das macht auch Spass, keine Frage, aber es ist eben auch ziemlich anders als sonst. Überhaupt erlebt man den Professor hier nicht so ausführlich beim Ermitteln wie man es gewohnt ist. Stattdessen sitzt er dieses Mal mit im Saal als die Gerichtsverhandlung um den Mordverdächtigen geführt wird. Erst am Ende kann er einmal mehr mit seiner Cleverness und Weitsicht punkten und das Rätsel ergründen.
Ja, hier kommt vieles recht neuartig daher, auch spannend, keine Frage. Und schlecht ist das keineswegs. Aber ich persönlich mochte den bislang so vertrauten Verlauf eines Falles für den Professor schon lieber. Vor allem möchte ich ihn bei der nächsten Folge wieder mehr und durchgängiger beim Ermitteln erleben. Das macht mir aufgrund des listigen Augenzwinkerns, das man bei ihm oft heraushört, einfach viel zu sehr Spass um es einfach so herzugeben.

Als ich Jürgen Kluckert hier zum ersten Mal gehört habe, fühlte ich mich direkt in die Serie „Gabriel Burns“ zurück katapultiert. Denn er schlägt hier exakt den gleichen Ton an wie dort damals oft als Erzähler. Das hat was für ein Krimihörspiel! Dirk Müller hat mir ebenfalls gut gefallen als Inspektor Fox. Eine schöne Abwechslung zu Caruso. Und alleine durch Stimme und Ton ein ganz anderer Schlag an Ermittler. Schmunzeln musste ich bei Christian Rode als Richter. Ich sehe bei seiner Stimme einfach sofort Holmes vor mir. Aber auch den gefürchteten Richter spricht er gekonnt.

Musikalisch hält sich auch diese Folge wieder eher zurück. Es sind aber immer mal wieder schöne, etwas altmodisch anmutende Melodien zu hören, die erstaunlicherweise eine gewisse Fröhlichkeit an sich haben. Auch Geräusche sind nicht gerade im Übermaß zu hören, aber mir sind hier vor allem einige Geräusche aufgefallen, die ganz im Hintergrund zu hören sind. Das Rattern einer Bahn beispielsweise. Das sorgt für Flair. Lediglich das Knattern eines Autos (?) in einer Szene klingt eher wie die Lauäußerung eines Tieres mit Steckdosennase und Ringelschwanz…

Das Covermotiv gibt über die Geschichte nur wenig her, aber man fragt sich schon, worüber der Professor dort wohl gerade mit dem anderen Mann spricht. Gehalten ist alles im vertrauten Schwarz-Weiß und dem gezeichnet wirkenden Stils.

Fazit:  Dieser Fall kommt in vielerlei Hinsichten neuartig (für diese Reihe) daher. Das ist mal etwas anderes und spannend sowieso, aber mir gefielen die Fälle zuvor besser. Mir kam vor allem der Professor bei seinen Nachforschungen zu kurz, was ich sehr schade fand.

Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (30) – Das Rätsel der Aurora

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (30) – Das Rätsel der Aurora / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Christian Rode, Lutz Harder, Georg Tryphon, Uwe Jellinek ua

Inhalt: Aus einem Londoner Museum wird ein hölzernes Modellschiff gestohlen. Inspector Lestrade von Scotland Yard misst dem Diebstahl keine größere Bedeutung bei. Jedoch bittet der ehemalige Eigentümer des Schiffes Holmes eindringlich, das für ihn wichtige Kleinod wiederzubeschaffen. Es scheint ein Geheimnis zu verbergen, das es sogar wert ist, dafür zu töten.


Ich mag es ja immer gerne, wenn Fälle eine vermeintliche Kleinigkeit zum Anlass haben. Wenn alles lange nicht so brisant beginnt, wie es sich dann entwickelt. So ist es auch hier. Nach einem amüsanten Geplänkel zu Anfang, nimmt der Fall schnell an Fahrt auf. Als Hörer muss man bei dieser Reihe ja sowieso meist ganz bei der Sache sein um mitzukommen, doch hier ist das noch um ein Vielfaches wichtiger. Mir persönlich war der Fall schon wieder zu verworren mit zu vielen Figuren, die mitunter gar nicht die sind, die sie vorgeben. So fand ich es eher anstrengend, der Handlung zu folgen.
Uninteressant ist sie jedoch nicht und über mangelnde Spannung kann man sich ebenfalls nicht beklagen. In einer Hinsicht allerdings fand ich die Story aber doch etwas vorhersehbar. Da hat es mich schon gewundert, dass Holmes und Watson nicht früher in diese Richtung denken.
Das Ende ist für eine Holmes-Geschichte schon recht ungewöhnlich. Nicht im negativen Sinne, aber ich war doch ziemich verdutzt als das Hörspiel plötzlich zuende war. Das ist zwar mal etwas anderes, gar keine Frage, mir gefallen die Enden der übrigen Folgen aber doch irgendwie besser.

Friedrich Georg Beckhaus vermittelt dem Hörer mit seiner markanten Stimme schnell ein gutes Bild von seiner Figur. Uwe Jellinek ist es gelungen, mich stets im Ungewissen über James Wallace zu lassen. Ich wusste nie genau, ob ich ihm trauen kann, oder nicht. Das trägt zur Spannung bei. Und Gerald Paradies gibt einen herrlich raubeinigen, versoffenen Buchanan.

Musik und Geräusche halten sich wie gewohnt eher zurück. Dennoch veranschaulichen die Geräusche gut das Geschehen und die eingesetzten Muskstücke unterstreichen die Atmosphäre der jeweiligen Szenen. So kommen gewisse Momente besonders intensiv rüber, was der Spannung und Dramatik zugute kommt.

Auf dem Cover ist selbstverständlich die Aurora zu sehen wie gerade Hände danach greifen. So hat man schnell schon eine Ahnung, um was es in der Folge gehen könnte. Schön schattig und düster ist das Motiv auch, was einem Krimi gut steht.

Fazit:  Ein durchaus spannender neuer Fall für Holmes und Watson, bei dem man aber von Anfang an jede Minute ganz bei der Sache sein muss um mitzukommen. Mir war das teilweise schon wieder zu verworren und entsprechend anstrengend beim Hören. Das Ende ist etwas Besonders, war aber ebenfalls nicht so nach meinem Geschmack.

Mindnapping (25) – Todesspiel – Freelancer 3.0

Titel: Mindnapping (25) – Todesspiel – Freelancer 3.0 / Verlag: Audionarchie / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Klaus Dieter Klebsch, Sascha Rotermund, Otto Strecker, Michael Grimm ua

Inhalt: Einst waren sie Spione im Dienst der Regierung. Jetzt arbeiten sie als Söldner für den Meistbietenden. Sie sind – die FREELANCER. Die Spur eines weltweit operierenden Schleppernetzwerks führt Roland Voss und sein Team in die Vereinigten Staaten. Im Glücksspielparadies Las Vegas heften sie sich an die Fersen des Casinobesitzers Clifford Briggs, der im Hintergrund die Fäden ziehen soll. Doch die Freelancer werden verraten und finden sich plötzlich in einem mörderischen Spiel wieder, das nur einen Gewinner kennt. Rien ne va plus!


Nanu, war da nicht letztens schon ein Hörspiel mit solch einem ähnlichen Titel? Hängt das wohl zusammen? Ja, das tut es! Diese Folge „Mindnapping“ bildet ein Crossover mit der 25. Folge von „Mord in Serie“. Eine coole Idee!
Als Hörer ist man also wieder mit den Freelancern unterwegs. Hinweise auf den Menschenhändlerring haben sie über den großen Teich nach Las Vegas geführt. Ich persönlich finde das irgendwo etwas schade. Ich weiß, gute Thriller können auch problemlos in Deutschland spielen. Die Thrillerlandschaft hier braucht die USA nicht. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung. Und zu „Mindnapping“ gehört dieser Schauplatz nun mal.
Und der Qualität des Hörspiels schadet der Schauplatz keineswegs. Kaum in den USA angekommen, geraten die Freelancer bereits an die erste Person, der ich keinen Meter weit über den Weg getraut habe. Und so war gleich für Spannung gesorgt. Eine gehörige Schippe Spannung legt die Story dann noch nach als sich herausstellt, was unter dem Dach von Clifford Briggs Casino noch alles so abläuft, unten im Keller. In dieser Hinsicht kam es mir ein wenig vor wie ein Spiegelbild von „Todesjagd“. Auch dort benutzte man Menschen für sehr kranke Spiele. Das war also schon wieder ganz mein Fall. Erst recht als sich plötzlich einer der Freelancer dabei behaupten muss.
Es geht also gut rund in alle Richtungen. Briggs zu fassen zu kriegen, istnicht einfach und als Hörer hat man manche Gelegenheit, an den Fingernägeln zu knabbern.
Mein Highlight allerdings war das vermeintliche Ende. Ich hatte zwar geahnt, dass es das bis dahin noch nicht gewesen sein konnte, aber aus welcher Ecke die Überraschung dann kommt, hatte ich nicht vermutet. Und diese Überraschung sorgt dann nochmal für Spannung und vor allem für Tempo und Action.

Abgesehen davon, dass Klaus Dieter Klebsch ohnehin einer meiner Lieblingssprecher ist, ist er auch die ideale Besetzung für einen Bösewicht. Das stellt er hier mit Bravour unter Beweis. Auch Anke Reitzenstein versteht es prächtig, die Böse zu spielen. Als Freelancer sind natürlich auch Ekkehardt Belle, Sascha Rotermund und Claudia Lössl wieder mit den der Partie und verstehen es erneut, trotz allen Grauens, dem ihre Figuren begegnen, sie durchweg noch menschlich und sympathisch rüberkommen zu lassen.

Schon bei „Todesjagd“ gab es hinsichtlich Musik und Geräusche nichts zu bemängeln und das setzt sich hier nahtlos fort. Die eingesetzten Stücke sind stimmig und unterstreichen die Atmosphäre der jeweiligen Szenen. Die Geräusche sorgen für ein lebendiges Bild vom Geschehen vor Augen des Hörers.

Das Covermtoiv trägt dem Schauplatz des Geschehens Rechnung und passt so tadellos. Falls da irgendeine spezielle Kartenkombination auf dem Tisch liegen sollte: davon habe ich keine Ahnung  😉

Fazit: „Todespiel“ ist eine rundum gelungene Fortsetzung von „Todesjagd“. Es glänzt genau wie der erste Teil mit Spannung, Action und einer guten Portion Geschmacklosigkeit in Sachen gewisser „Spiele“. Und ja, ich mag sowas immer noch total gerne!

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