Genre Unterhaltung

Couchsurfing in Russland – Wie ich fast zum Putin-Versteher wurde (Stephan Orth / Shenja Lacher)

Titel: Couchsurfing in Russland – Wie ich fast zum Putin-Versteher wurde  / Verlag: derHörverlag / Spielzeit: ca. 453 min, 1 mp3 CD / Buch: Stephan Orth / gelesen von: Shenja Lacher

Inhalt: Das Dorf einer Weltuntergangssekte in Sibirien, eine Diamantenmine in Jakutien, eine Hippie-Villa auf der Krim: Es sind Orte wie diese, an denen Bestsellerautor Stephan Orth nach dem wahren Russland sucht, jenseits von Propaganda und Nachrichten. Auf seiner Reise von Couch zu Couch, von Gastgeber zu Gastgeber ergibt sich ein persönliches Bild dieses riesigen Landes, das derzeit ein zweifelhaftes Comeback auf der weltpolitischen Bühne feiert. Und gleichzeitig auf der Suche nach sich selbst ist.


In diese Reihe steige ich mit diesem Hörbuch quer ein. Den Iran-Vorgänger kenne ich -bislang jedenfalls- nicht. Da ich aber für Erzählung ums Reisen immer zu haben bin (gerne auch um ausgefallene Arten des Reisens), habe ich mir nun diesen zweiten Teil vorgenommen. Von Couchsurfing hatte ich zwar schon gehört und eine vage Vorstellung davon, es klang auch immer spannend, aber Genaueres wusste ich nicht. Das hat sich mit diesem Hörbuch nun geändert. Und auch wenn ich mir nun ziemlich sicher bin, dass das eher nicht so mein Ding ist, so fand ich es doch super interessant und spannend.
Genauso spannend wie Stephan Orths Reise an sich, denn über Russland meinte ich zwar einiges zu wissen, immerhin beliefern einen die Medien ja reichlich Infos, speziell in den Nachrichten. Doch über die Menschen dort, die Menschen wie du und ich, erfährt man wenig bis nichts. Das ist hier nun ganz anders, denn jeder von Stephan Orths Gastgebern gewährt einem einen Blick auf genau diese Menschen. Und das Bild, das dabei bei einem entsteht, sieht deutlich anders aus als das, das in den Medien vom Land Russland gemalt wird. Ich habe mich beim Hören wohl gefühlt mit den Figuren und ja, das hatte ich vor dem Hören eher nicht so erwartet.
Gleichzeitig erfährt man eine ganze Menge über Russland, seine Sehenswürdigkeiten, die besonderen Landschaften und die Kultur des Landes. Fremde Länder finde ich immer spannend und tatsächlich hat mich das Hörbuch unerwarteterweise ein bisschen (mehr) neugierig auf dieses Land gemacht.

Shenja Lacher habe ich hier zum ersten Mal gehört und er hat mir das wirklich lange Hörbuch wunderbar kurzweilig gestaltet. Er fängt den Humor der Erzählung genauso gut ein wie die ernsten Töne und liest angenehm leicht. So fällt es einem wirklich leicht, ihm auch über solch eine lange Zeitspanne hinweg aufmerksam zu lauschen.

Die Bailius-Kathedrale auf dem Cover ist eine wirklich gute Wahl. Sie dürfte jeder kennen, der schon mal Bilder von Moskau gesehen hat. Ein wirklich schönes und beeidnruckendes Gebäude. Davor „schläft“ Couchsurfer Stephan Orth, was dem Thema „Couchsurfing“ Rechnung trägt. Im Inneren des Booklets findet man noch Fotos von seiner Reise und eine Übersichtskarte über seine Route. Alleine die habe ich mir schon mit großen Interesse anegschaut.

Fazit: Über den Iran weiß ich noch weniger als über Russland, daher werde ich mir den ersten Teil defintiv auch noch anhören. „Couchsurfing in Russland“ fand ich nämlich ausgesprochen unterhaltsam, spannend und interessant. Es verändert das Bild, das man bisher von diesem Land hatte und weckt Interesse. Es beantwortet aber auch Fragen und gewährt einen Einblich in das Leben in Russland. Das Leben der ganz normalen Menschen dort. Und eigentlich finde ich, dass man durch sie überhaupt erst das Wichtigste über ein Land lernen kann.

Holy Klassiker (14) – Doktor Faust

Titel: Holy Klassiker (14) – Doktor Faust / Verlag: Holysoft Studios / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Detlef Tams, Wolfgang Bahro, Daniela Hoffmann, Udo Schenk ua

Inhalt: Nachdem der alte Doktor Heinrich Faust alles gelernt hat, was es zu lernen gibt, ist sein Wissensdurst noch immer nicht befriedigt, so dass er sich der Magie ergibt und einen Pakt mit dem sardonischen Teufel Mephisto eingeht. Verjüngt und von der Last seiner Arbeit befreit, verliebt er sich in das junge, unschuldige Gretchen, ohne zu sehen, in welche Gefahr er das Mädchen bringt.


Ich denke nicht, dass man diese Geschichte inhaltlich nochmal ausführlicher zusammenfassen muss als es der Klappentext bereits tut. Den allermeisten Hörern dürfte die Story um Doktor Faust, der sich vom Teufel verführen lässt, bekannt sein. Daher lasse ich das mal außen vor. Vermutlich wissen diese Hörer aber auch, dass es sich bei „Faust“ doch eigentlich um eine Tragödie handelt.
Umso überraschter war ich davon, dass der Stoff hier so überaus humorig erzählt wird. Ganz ehrlich, ich hätte mich über die Söhne und Töchter der Hölle ebenso kaputtlachen können, wie über ihren Chef. Es ist einfach zu schön, wenn sie sich ihre Wortgefechte liefern, sich mit ihren Missetaten zu übertrumpfen versuchen und darauf aus sind, sich gegenseitig an die Karre zu fahren.
Genauso amüsant fand ich Mephistos Versuche, Faust zur Sünde zu verführen. Selten habe ich so einen übereifrigen, ja, eigentlich sogar ganz sympathischen Teufel irgendwo in einer Geschichte angetroffen. Ich konnte ihm so einfach gar nichts übelnehmen und habe mir durchweg gewünscht, dass es noch eine Weile so weitergehen würde.
Gut, so richtig spannend fand ich die Erzählung durch diese ganze Komik nicht, aber interessant fand ich sie durch diese ungewohnte Erzählweise allemal. Obwohl ich „Faust“ in der Schule ausgiebig durchgekaut habe. Doch da war er ja auch nie so spaßig dahergekommen.

Wolfgang Bahro ist als Mephisto zu hören und gibt ihm einen spitzbübischen und listigen Ton, ab und zu gewürzt mit sympathischer Boshaftigkeit. Luzifer persönlich wird von Udo Schenk gesprochen, der zwar gewohnt böse klingt, aber doch auch irgendwie etwas verschmitzt. Klaus Dieter Klebsch hat mich ja als Urian ziemlich an seine Rolle als Doom in „Jack Slaughter“ erinnert. Auch da klang er zwar schön dämonisch, aber eben auch zu Totlachen komisch.

Eine feine Mischung aus Musik und gut eingesetzten Geräuschen begleitet das Geschehen und steuert einiges an Amtosphäre bei.

Das Cover ist mit dem leuchtenden Rot ein echter Blickfang. Man sieht die verhängnisvolle Szene, in der Faust und Mephisto aufeinandertreffen. Ich muss allerdings gestehen, dass ich die Darstellung von Mephisto nicht sonderlich mag mit diesem affigen Bärtchen.

Fazit: Hätte mir „Faust“ in der Schule nur so viel Spass gemacht wie diese Version, das Schuljahr wäre mir um einiges leichter gefallen. Ehrlich, ich habe so gelacht bei diesem „Doktor Faust“, und so etwas liebe ich. Daher kann ich die Folge nur empfehlen!

So fühlt sich Freiheit an – Eine Reise durch Australien (Jens „Ohrenblicker“ Wenzel)

Titel: So fühlt sich Freiheit an – Eine Reise durch Australien / Verlag: Jens Wenzel / Spielzeit: ca. 148 min / Buch: Jens Wenzel / gelesen von: Jens Wenzel

Inhalt: Im September 2002 sagte Jens Ohrenblicker Deutschland für ein Jahr Lebewohl und brach mit seiner Freundin zu einer ganz besonderen Reise auf: Ein Jahr lang wollten sie Australien erkunden und sich durch Gelegenheitsjobs die Reisekasse aufbessern.
In einem Rückblick auf die aufregendste Zeit seines Lebens erzählt er Geschichten, die mal ironisch-frech, mal skurril, mal nachdenklich und mit einem Schuss Melancholie diese Reise wieder lebendig werden lassen. Sie handeln von den Schwierigkeiten des Gebrauchtwagenkaufs, von ungewöhnlichen Begegnungen, vom härtesten Job seines Lebens, von manchmal sehr menschlichen Tieren, von Outbackstaub unter den Füßen, Eukalyptusduft in der Nase und von lauen Nächten unter einem gigantischen Sternenhimmel.


Dieses Hörbuch hat lange auf seinen Auftritt in meinem Player gewartet, wofür ich mich zunächst entschuldigen möchte. Nachdem ich letztens aber auf youtube eine geniale Playlist geschaut habe, in der es ebenfalls um zwei Backpacker in Australien ging, habe ich mir das Hörbuch endlich vorgeknöpft.
Leider muss ich sagen, dass es bei mir nur einen durchwachsenen Eindruck hinterlassen hat. Zunächst mal fand ich es viel zu kurz. Auf zwei CDs in 148 Minuten ein Jahr Australien Revue passieren zu lassen, das geht meines Erachtens einfach nicht. Da fällt zu vieles weg.
In diesem Falle hier -für meinen Geschmack- viel zu viel Schönes. Ja, natürlich haben es Backpacker nicht leicht. Natürlich müssen beispielsweise mal Jobs angenommen werden, die nicht so dolle sind. Und dass man während solch einer Zeit generell mal arbeiten muss um weiterzukommen, das alles ist absolut logisch. Und gehört somit auch in solch eine Erzählung. Mir fielen diese Passagen aber einfach zu ausführlich aus, wobei das Gefühl von Freiheit, das ja den Titel der Erzählung stellt, einfach auf der Strecke bleibt. Das fand ich schade.
Wohingegen die schönen Aspekte dieser Reise in meinen Ohren viel zu kurz kamen. Es gibt durchaus Passagen, die mir vor Sehnsucht und Fernweh die Tränen in die Augen getrieben haben, aber sie sind selten und nicht sonderlich lang. Außerdem wird zwar dann und wann erwähnt, wie die Strecke der beiden Backpacker verlaufen wird und was sie unterwegs noch sehen und machen möchten, dabei bleibt es dann aber auch meistens. Beim Hören tauchen Bilder vor dem inneren Auge auf, man freut sich darauf, mehr zu erfahren und wird dann alleine mit diesen Andeutungen zurückgelassen.  Ein Beispiel: es wird im Nebensatz erwähnt, dass sie den berühmten Uluru umrundet haben, aber mehr erfährt man darüber nicht. Im Vergleich zu den oben erwähnten eher ernsthaften Themen um den Trip, fehlte es mir immens an Berichten schöner Entdeckungen und Unternehmungen. Solche, die das Freiheitsgefühl aus dem Titel tatsächlich transportieren. Und ich bin mir sicher, dass es sie gegeben hat. Das kann in Australien gar nicht anders sein.

Jens Wenzel liest seine Geschichte selbst, was in diesem Falle eine gute Entscheidung war. Immerhin hat er all das selbst erlebt. Er erinnert sich noch, wie er sich in den verschiedenen Situationen gefühlt hat und bringt diese Gefühle absolut glaubhaft an den Hörer. Man nimmt ihm jedes Schimpfen ab, genauso wie jedes Schwärmen, jede Trauer und alle Nachdenklichkeit.

Auch Musik und Geräusche gibt es in diesem Hörbuch. Selbstverständlich ist bei der Musik häufig das Didgeridoo zu hören. Ein typischeres Instrument, bei dem jeder sofort an Australien denkt, gibt es wohl nicht. Zahlreiche Geräusche aus Tonaufnahmen, die Jens Wenzel in Australien aufgenommen hat, veranschaulichen viele Passagen. Vor allem die Aufnahmen der Vogelstimmen sind einfach grandios.

Das Covermotiv ist wunderschön mit dem goldigen Känguru in dieser großartigen Landschaft. Man weiß sofort, wohin mit diesem Hörbuch die Reise geht. Im Booklet gibt es zahlreiche Bilder, allerdings spiegelt sich auch hier wider, was mich an der Erzählung gestört hat. Eine ganze Doppelseite ist der Arbeit auf den Farmen gewidmet, sieben Bilder der Tierwelt und der Landschaft. Und nicht ein einziges von ganz typischen Landschaften und / oder Städten. Abgesehen von einer staubigen Straße und roten Felsen.

Fazit: Für meinen Geschmack, hört man die Freiheit aus dem Titel hier viel zu selten heraus. Die längsten Passagen sind der Arbeit auf den Farmen gewidmet, dagege kommen die Berichte von schönen Erlebnissen viel zu kurz. Sie werden oft nur angedeutet oder kurz erwähnt, was ich sehr schade fand. Natürlich sind 148 Minuten zu wenig Zeit um von einer Auszralienreise über ein Jahr zu berichten, aber man hätte es zumindest ausgewogener halten sollen.

Die Tagebücher von Adam und Eva (Mark Twain / Simon Pearce & Denise M’Baye)

Titel: Die Tagebücher von Adam und Eva / Verlag: Lindenblatt Records / Spielzeit: ca. 77 min / Buch: Mark Twain / gelesen von: Simon Pearce, Denise M’Baye

adamevaInhalt: Die humoristische Aufarbeitung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen erfreut sich zur Zeit großer Beliebtheit. Mark Twain lieferte hierfür bereits vor über 100 Jahren die Blaupause. Pointiert, tiefsinnig und bei allem Augenzwinkern doch unendlich romantisch.


Ich muss ja gestehen, dass Mark Twain mir vor allem durch Tom Sawyer bekannt war. Entsprechend hat es mich verblüfft, dass auch diese Tagebücher von Adam und Eva aus seiner Feder stammen. Da ich mit Religion, der Bibel usw nichts am Hut habe, war ich skeptisch. Wie sich herausstellte, ohne jeden Grund.
Denn der Blick in Adam und Evas Leben ist wirklich höchst vergnüglich. Zunächs lernt man Eva kennen und kann sich schnell ein gutes Bild von ihr machen. Ein bisschen naiv, aufgeweckt, neugierig und mit einem feinen und bissigen Blick auf Adam. Der kommt eher ruhig und ein wenig brummig daher, aber doch ganz sympathisch. Man erfährt, wie sie sich kennenlernen, was sie einzeln oder gemeinsam erleben, irgendwann sind auch Kain und Abel da und Eva sieht sie natürlich ganz anders als Adam. Das ist unterhaltsam, ab und zu auch wirklich spannend und witzig. Vor allem, weil dabei Sichtweisen und Einstellungen der beiden auf verschiedene Dinge deutlich werden, zu denen man selbst heute sagen würde „typisch Frau“ und / oder „typisch Mann“. Diese Parallelen sind unverkennbar und darüber lässt es sich herrlich schmunzeln.

Simon Pearce und Denise M’Baye sind die idealen Sprecher für diese Geschichten. Denise M’Bayes angenehme, weiche Stimme (die durchaus aber auch anders kann!) passt wunderbar zu Julia. Und Simon Pearce gibt einen liebenswert brummigen Adam.

Eine stimmige Musikkulisse begleitet die Geschichte. Sie sorgt für das Flair und eine gewisse Romantik natürlich auch. Hier wurde unverkennbar sorgfältig auf eine passende Begleitung des Geschehens geachtet.

Auf dem Cover sind Adam und Eva zu sehen und natürlich auch der Ast mit dem verhängnisvollen Apfel fehlt hier nicht. Die Haltung und die Miene der beiden lässt gleich auf eine unterhaltsame Darstellung ihrer Geschichte sschließen.

Fazit: Die Geschichte um Adam und Eva mal ein bisschen anders erzählt, unterhaltsam, spaßig mit einem deutlichen Augenzwinkern und erstaunlich vielen Parallelen zu der Beziehung zwischen Mann und Frau heute. Spaßig!

Das Seelenleben der Tiere (Peter Wohlleben / Peter Kaempfe)

Titel: Das Seelenleben der Tiere / Verlag: der Hörverlag / Spielzeit: ca. 327 min, 2 ,p3-CDs / Buch: Peter Wohlleben / gelesen von: Peter Kaempfe

seelenlebenInhalt: Fürsorge bei Eichhörnchen, treue Liebe bei Kolkraben, Mitgefühl bei Waldmäusen und Trauer bei Hirschkühen – sind das nicht Gefühle, die allein dem Menschen vorbehalten sind? Der passionierte Förster und Bestsellerautor Peter Wohlleben lehrt uns das Staunen über die ungeahnte Gefühlswelt der Tiere. Anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und anschaulicher Geschichten nimmt er uns mit in eine kaum ergründete Welt, zeigt die komplexen Verhaltensweisen der Tiere im Wald und auf dem Hof, ihr emotionales und bewusstes Leben. Und wir begreifen: Tiere sind uns näher, als wir je gedacht hätten.


Es gibt Themen, da frage ich mich ernsthaft, muss es dazu wirklich noch Bücher / Hörbücher geben? Das müsste doch eigentlich jedem vernünftig denkenden Menschen glaskar sein. Dazu zählt zweifellos auch dieses Hörbuch. Für mich gibt es keinen Zweifel daran, dass Tiere ein Seelenleben, Gefühle und ihren eigenen Charakter haben!
Peter Wohlleben belegt diese These hier noch einmal mehr als deutlich. Als Förster hat er nicht nur einen Bezug zu Haustieren, sondern auch zu zahlreichen Wildtieren. Damit hat er die besten Möglichkeiten, alle möglichen Tiere zu beobachten. Entsprechend geht es hier auch nicht nur um Hund, Katze und Maus, sondern auch um beispielsweise Eichhörnchen, Kolkraben und Hirschen. Er schildert ihr Verhalten in verschiedenen Situationen und belegt damit, inwiefern die Tiere in diesen Momenten Gefühle zeigen.
Alleine von daher wären für mich alle Zweifel daran schon aus der Welt, doch für die großen Zweifler werden Peter Wohllebens Erklärungen noch wissenschaftlich untermauert. Es ist also eindeutig kein Hokuspokus, den er hier behauptet. Alles ist verständlich, nachvollziehbar und logisch.
Mich hat das Hörbuch trotzdem nochmal richtig beeindruckt. Obwohl ich vorher schon vom Seelenleben der Tiere überzeugt war. Vor allem, weil man sich mit Wildtieren allgemein ja doch nochmal weniger befasst als mit Haustieren. Schande über mich!
Ich denke, dieses Hörbuch wird auch die größten Skeptiker zumindest beeindrucken und zum Nachdenken anregen. Es ist wirklich eindringlich und einfühlsam erzählt, sodass man sich sogar in die Tiere einfühlen kann, von denen hier erzält wird. Wirklich beeidruckend!

Gelesen wird das Hörbuch von Peter Kaempfe. Ich habe seiner angenehm tiefen Stimme gerne gelauscht. Er bringt die Emotionen, die in dieser Erzählung stecken, ebenso gut an den Hörer, wie auch den feinen Funken für Humor, mit dem Peter Wohlleben berichtet. So fällt das Zuhören angenehm leicht, was bei einem solch langen Hörbuch sicher nicht schaden kann.

Wenn man das Reh auf dem Cover betrachtet, mit diesem neugierig-vorsichtigen Blick, dann dürften eigentlich niemandem Zweifel daran kommen, dass es eine Seele und Gefühle hat. Eben wie ein Mensch auch. Daher gefällt mir das Motiv zu dieser Erzählung wirklich gut. Und schön ist es obendrein, dass kein Hauster für das Cover ausgewählt wurde.

Fazit:  Für Tierfreunde ein Pflicht-Hörbuch! Aber wie ich finde, auch ein tolles Geschenk für die Zweifler am Seelenleben und den Gefühlen von Tieren. So schön einfühlsam und eindringlich erzählt, so logisch und wissenschaftlich untermauert und so unterhaltsam, dass nach dem Hören alle Zweifel ausgeräumt sein müssten.

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