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Ich hätte es wissen müssen (Tom Leveen / Leonie Landa)

Titel: Ich hätte es wissen müssen / Verlag: GoyaLibre / Spielzeit: ca. 269 min, 3 CDs / Buch: Tom Leveen / gelesen von: Leonie Landa

Inhalt: Seit drei Monaten ist die 16-jährige Victoria von der Außenwelt abgeschnitten: Ihre Eltern haben den Laptop und das iPhone konfisziert, der Kontakt zu ihren Freunden ist untersagt und ihr Bruder ignoriert sie konsequent. Victoria ist verzweifelt. Sie trägt doch keine Schuld daran, dass ihr ehemaliger Freund Kevin Selbstmord begangen hat! Die ganze Welt sieht das aber anders. Noch eine Nacht bis sie sich wegen ihrer
Mobbing-Attacken auf facebook vor Gericht verantworten muss. Und es kommt noch schlimmer: Ein unbekannter Anrufer droht Victoria damit, sich umzubringen, wenn er keine Hilfe von ihr bekommt.


Eine Geschichte über Cybermobbing und seine Folgen. Das klang interessant, auch wenn ich bei Storys zu solchen Themen immer skeptisch bin, weil ich nichts mehr hasse, als wenn mich Geschichten belehren wollen oder die ganze Zeit mit dem moralischen Zeigefinger winken.
Anfangs erfährt man noch nicht sofort, was vorgefallen ist, wieso in der Familie solch eine gereizte Stimmung herrscht und wieso Reporter das Haus belagern. Damit hat mich die Geschichte schon mal auf Anhieb gepackt. Erst nach und nach kristallisiert sich heraus, was vorgefallen ist. Und es ist ehrlich erschreckend.
So richtig hatte mich „Ich hätte es wissen müssen“ aber erst am Haken als Victoria den Anruf von Andy bekommt, der sie um einen Grund bittet, weshalb er keinen Selbstmord begehen soll. Ich fand das Gespräch -auch wenn es sich hier und da etwas zieht- einfach super spannend. Wer ist Andy? Heißt er wirklich so? Meint er es ernst? Wie wird sich Victoria entscheiden? Und wie kam es eigentlich zu den Vorfällen in ihrer eigenen Vergangenheit?
Geichzeitig habe ich diesen Teil als sehr eindringlich empfunden. Er regt schnell dazu an, sich Gedanken über das eigene Verhalten im Internet zu machen. Sich klar darüber zu werden, welch weitreichende Folgen vermeintlich flapsige Sprüche oder auch so ein scheinbar harmloses ‚Gefällt mir‘ haben können. Was man mit Fotos eigentlich gestattet und anrichten kann. Und wie einfach all das im Internet fatalerweise ist.
Die Geschichte regt allerdings wirklich in erster Linie zum Nachdenken an. Der von mir so gefürchtete moralische Zeigefinger kommt hier kaum bis gar nicht zum Einsatz. Alles an Botschaften ist sorgfältig in die Geschichte verpackt und erreicht auch so problemlos den Hörer.

Leonie Landa habe ich hier zum ersten Mal gehört und sie hat mir für diese Geschichte wirklich gut gefallen. Ihre klare, helle und junge Stimme passt prima zu der sechzehnjährigen Victoria und bringt deren Gefühlslagen gut rüber. Die Chatverläufe, die immer mal wieder eingefügt sind, liest sie mit eher neutraler Stimme. Für die übrigen Figuren hält sie ebenfalls den passenden Ton bereit.

Das Covermotiv zeigt sich in gedeckten Farben, was stimmig ist. Fröhliche Farbtöne wären hier fehl am Platze gewesen. Das Mädchen wirkt traurig und in Gedanken versunken, so wie man Victoria auch meistens antrifft. Ich bin an sich kein Fan von Frauen- und Mädchengesichtern auf einem Cover, aber dieser Story steht das gut.

Fazit:  Eine spannende und dramatische Geschichte um ein sehr aktuelles Thema, die den Hörer zum Nachdenken über eigenes Onlineverhalten anregt und mit Victoria und Andy mitfiebern lässt.

Ostwind (04) – Auf der Suche nach Morgen (Kristina Magdalena Henn, Lea Schmidtbauer / Anja Stadlober)

Titel: Ostwind (04) – Auf der Suche nach Morgen / Verlag: derHörverlag / Spielzeit: 5 CDs, ca 330 min / Buch: Kristina Magdalena Henn, Lea Schmidtbauer / gelesen von: Anja Stadlober

Inhalt: Der Frühling kommt nach Kaltenbach und Ostwinds Fohlen erobert alle Herzen im Sturm. Mika und Ora sind unzertrennlich. Doch in Maria Kaltenbach erwacht der alte Ehrgeiz. Sie sieht vor allem das große Potenzial der jungen Stute und begeht einen folgenschweren Fehler: Gegen Herrn Kaans Willen überredet sie Mika, das Fohlen auf einer Schau zu präsentieren – und am Morgen danach ist Ora spurlos verschwunden. Als die Suche nach ihr im Sand verläuft, ist Mika am Boden zerstört und kurz davor, die Hoffnung aufzugeben. Bis Tausende Kilometer entfernt, in der Wildnis Andalusiens, ein schwarzer Hengst seine Herde verlässt und auf Petros Hacienda auftaucht.


Bleiben wir noch kurz bei Ostwinds und Mikas Abenteuern. Und natürlich denen von Ora, denn das Fohlen stellt den Aufhänger zu diesem vierten Teil. Es war ja schon länger zu spüren, dass Maria Kaltenbach eben doch noch an der Sportreiterei hängt und auch der Zucht recht zugeneigt ist. Und da kommt ein Fohlen wie Ora gerade recht.
Solche Ausstellungen haben für mich immer einen sehr faden Beigeschmack. Ich bin absolut kein Fan von so etwas, daher kam mir das hier auch etwas arg verklärt rüber. Aber sei’s drum. Junge Pferdefreunde hören so etwas sicher mit anderen Ohren, von daher lasse ich es durchgehen.
Die Suche nach Ora ist wirklich spannend und man hat reichlich Gelegenheit zum Mitfiebern, Hoffen und Bangen. Gewürzt wird das noch mit der stets spürbaren Liebe zwischen Pferd und Mensch und ihrer geradezu unwirklichen Verbindung miteinander. Ein bisschen träumen darf man beim Hören also auch und so ein märchenhaftes Flair gehört wohl auch zu einer ordentlichen Pferdegeschichte, sogar, wenn die Figuren (und auch die Fans) im Laufe der gesamten Reihe älter und reifer geworden sind. Dieser gewissen Charme gehört einfach dazu
Und er tut der Spannung auch keinerlei Abbruch.

Selbstverständlich ist auch hier wieder Anja Stadlober zu hören, der es einmal mehr gelingt, das Wesen der Figuren, sowie die Atmosphäre an den Hörer zu bringen. Es ist auch ganz wesentlich ihr zu verdanken, dass man sich so gut in Mika und die anderen hineinversetzen und mit ihnen fühlen kann. Mir gefällt sei je her auch sehr gut, dass man die Figuren bei ihr gut unterscheiden kann und immer weiß, wen man gerade „vor sich“ hat.

Das Cover sagt über die Geschichte nicht gerade viel aus. Aber schön ist es allemale. Zum ersten Mal sieht man Ora und die Strandlandschaft im Hintergrund lädt zum Träumen ein. Von Mika ist kaum etwas zu sehen, aber die paar Haarsträhnen reichen doch.

Fazit:  Eine weitere Geschichte um Mika und die Pferde, die neben Spannung und Tempo auch viel Gefühl bietet und viel Raum für Träumereien lässt. Eben alles, was man als junge Pferdenärrin von einer Geschichte um Pferde erwartet. Wieder einmal rundum gelungen und sehr schön!

Ostwind (03) – Aufbruch nach Ora (Kristina Magdalena Henn, Lea Schmidtbauer / Anja Stadlober)

Titel: Ostwind (03)  – Aufbruch nach Ora / Verlag: derHörverlag / Spielzeit: ca. 319 min / Buch: Kristina Magdalena Henn, Lea Schmidtbauer / gelesen von: Anja Stadlober

Inhalt: Mika scheint endlich angekommen zu sein: Seit einem Jahr wohnt sie nun auf Kaltenbach, kann Ostwind sehen, wann immer sie möchte, und auch Milan, der jetzt auf dem Hof arbeitet, ist an ihrer Seite. Außerdem ist Mika eine kleine Berühmtheit: Pferdebesitzer aus ganz Deutschland legen weite Strecken zurück, um das Therapiezentrum Kaltenbach zu besuchen. Alles könnte perfekt sein. Doch dann gibt es ein schreckliches Gewitter ausgerechnet in der Nacht, in der Milans Schimmelstute ihr Fohlen zur Welt bringt – und am Morgen danach ist nichts mehr, wie es war.


Mikas und Ostwinds Abenteuer gehen weiter. Die beiden ersten Teile habe ich als Filmhörspiele kennengelernt, die auch jegliche Schwächen aufwiesen, die diese Art Hörspiele nun mal meist an sich hatten. Nun geht es für mich mit Teil 3 weiter, nunmehr in Hörbuchform. Nachdem die Hörspiele die Geschichten ja ziemlich straffen, musste ich mich hier erstmal neu einfinden. Als Hörbuch ist eben alles doch detaillierter, da scheint Manches nicht zu dem zu passen, was einem von Teil 2 in Erinnerung geblieben ist.
Dieses Einfinden ging aber insgesamt ganz gut. Mika mochte ich ohnehin ganz gerne und es hat mir gefallen, wie das Hörbuch ihren Charakter herausstellt. Mika ist schon eine echte Persönlichkeit, mit Ecken und Kanten und gelegentlichen Einstellungen, bei der sich mir die Haare sträuben. Ich mag sie trotzdem immer noch wirklich gerne. Es macht auch einfach Spass zu verfolgen, wie sie sich entwickelt. Das wird auch gerade in diesem Teil sehr deutlich, zumal es Mika und Ostwind nach Andalusien verschlägt. Ein anderes Land, Nachfoschungen, das bietet neue Herausforderungen und Situationen, an denen Mika spürbar wächst.
Ich bin ja immer skeptisch, wenn eine Reihe pötzlich so drastisch den Schauplatz wechselt. Das vermittelt mir immer das Gefühl, dass es in Deutschland keine Abenteuer mehr zu erleben gibt. Hier verrauchte das Gefühl zum Glück schnell. Und so konnte ich den neuen Charme durchaus genießen. Er steht der Geschichte. Es ist gut eingefangen, dass Ostwind von dort stammt, vermutlich wirkt es deshalb so stimmig.
Das Ende ist eigentlich tatsächlich ein echtes Ende. Jedenfalls könnte es eines sein, ohne dass man das Gefühl hätte, es würde etwas fehlen. Doch Band 4 liegt bereits hier, somit weiß ich, dass es weitergeht. Und darüber freue ich mich.

Anja Stadlober ist eine ausgezeichnete Wahl für das Hörbuch. Ihre Stimme ist markant, kräftig und sie klingt energisch und selbstbewusst, ganz so wie es Mikas Charakter entspricht. Schön, dass man bei der Auswahl der Sprecherin so sehr an der Hauptfigur orientiert hat.

Das Cover strahlt einmal mehr Leben und Freiheit aus, wie man es von den Vorgängern bereits kennt. Das passt zur Geschichte. Anhand der Landschaft erkennt der aufmerksame Betrachter aber auch, dass Mika und Ostwind nicht mehr in Kaltenbach sind.

Fazit:  Ich bin froh darüber, dass es nun erstmal als Hörbuch weitergeht. Es gibt der Geschichte und den Charakteren um ein Vielfaches mehr an Entwicklungsmöglichkeiten als die kurzen Filmhörspiele. Und das kostet dieser dritte Teil kräftig aus. Mir sind Mika, Ostwind und auch die übrigen Figuren dadurch noch mehr ans Herz gewachsen und ich konnte so noch besser mit ihnen fühlen. Sehr schön!

Skulduggery Pleasant (09) – Das Sterben des Lichts (Derek Landy / Rainer Strecker)

Titel: Skulduggery Pleasant (09) – Das Sterben des Lichts / Verlag: Hörcompany / Spielzeit: / Buch: Derek Landy / gelesen von: Rainer Strecker

pleasant09Inhalt: Der Krieg der Sanktuarien ist beendet. Doch der Kreis der Freunde um Skulduggery ist kleiner geworden und Walküre ist verschwunden. An ihrer Stelle kämpft ihr Spiegelbild an Skulduggerys Seite. Aber es hat etwas entwickelt, das ein Spiegelbild niemals verspüren darf: Gefühle. Derweil steht die ganze Zaubererwelt unter Spannung, denn es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann Darquise zurückkehrt.


Oh, wie habe ich mich vor diesem letzten Band dieser grandiosen Reihe gefürchtet! Ich habe mich an das Hörbuch lange nicht herangetraut aus Angst, meine Befürchtungen bestätigt zu bekommen. Nun habe ich es aber doch endlich gehört.
Und im Nullkommanichts waren meine Sorgen wie weggepustet. Denn eines muss man diesem Band lassen: an Tempo, Action und Spannung setzt er gegenüber seinen Vorgängern nochmal eine ganze Schippe obendrauf. Ständig passiert etwas, tun sich neue Erkenntnisse und Wendungen auf und ständig muss man um seine Lieblingsfiguren bangen. Immerhin wäre es ja nicht das erste Mal, dass Derek Landy beliebte Charaktere über die Klinge springen lässt. Ich hatte also gar keine Zeit und Gelegenheit, mir die ganze Zeit Gedanken um meine eine ganz große Angst zu machen.
Hin und wieder gibt es natürlich auch hier wieder etwas zum Lachen. So ganz ohne Humor wäre eine Pleasant-Geschichte für mich kaum denkbar. Das lockert dann wieder ein bisschen auf, was hier ehrlich gut tut. Denn soviel ist klar, an Kämpfen herrscht hier keinesfalls ein Mangel. Und die sind mitunter wirklich sehr brutal und blutig.
Als besonders bemerkenswert empfinde ich es, dass es Derek Landy  tatsächlich gelungen ist, jegliche Handlungsstränge und Ereignisse in diesem finalen Band schlüssig zusammenlaufen zu lassen. Bei einer solch komplexen Handlung, so einer vielseitigen Welt und solch illustren und verschiedenen Figuren ist das wahrlich eine reife Leistung.
Ob sich meine Angst bestätigt hat, werde ich hier jetzt natürlich nicht verraten. Einige meiner Leser hier kennen mich gut genug um alleine von einem „Ja“ oder „Nein“ schon etwas ableiten zu können 😉

Rainer Strecker brilliert natürlich auch in diesem Teil der Reihe. Er verleiht der Erzählung die nötige Düsternis und hat für jede Figur eine markante Stimme auf Lager. Bei der Vielzahl an Charakteren eine beeindruckende Leistung, die trotzdem nie bemüht klingt. Es fällt mir nach dieser Serie wirklich schwer zu glauben, dass ich mich nochmal auf ein anderes Hörbuch mit ihm als Sprecher werde einlassen können. Für mich ist er einfach die Stimme der Pleasant-Reihe.

Wie schon die vorigen Bände zieht auch das Finale in einer schicken und edlen Box ins Regal ein. Das Covermotiv lässt sehr viel Raum für Spekulationen. Ich finde, es wirkt wirklich endgültig. Einerseits gefällt mir das, weil ich voll und ganz dafür bin, dass Reihen -selbst wenn sie noch so gut laufen- ein festes Ende haben. Andererseits hat mir das Motiv auch wirklich Angst gemacht.

Fazit: Rundum ein würdiges Finale für diese großartige Reihe! Hier wird wieder alles geboten, was bisher so gut gefallen hat: Spannung und Action, dass man sich beim Fingernägelknabbern erwischt. Humor, dass man Tränen lachen muss. Und ein absolut schlüssiges Ende, was einfach nur beeindruckend ist. Diese Serie wird immer zu meinen absoluten Favoriten gehören.

Wildhexe (06) – Das Versprechen (Lene Kaaberbøl / Ulrike Tscharre)

Titel: Wildhexe (06) – Das Versprechen / Verlag: Igel Records / Spielzeit: ca. 204 min / Buch: Lene Kaaberbøl /gelesen von: Ulrike Tscharre

wildhexe06Inhalt: Nur ganz knapp entkommen Clara und ihre Freunde einem Schwarm gefährlicher Bombardierkäfer. Der Angriff kam von Bravita Blutsschwester, die es nicht nur auf Clara, sondern auch auf deren Mutter abgesehen hat. Sie will die über viele Jahre ungenutzten Kräfte der alten Wildhexe endgültig an sich reißen. Nur so kann sie die Herrschaft über die Wilde Welt und damit über alle Tiere und die anderen Hexen erlangen. Clara setzt alles in Bewegung, um das zu verhindern. Doch gibt es überhaupt eine Möglichkeit, Blutsschwester ein für alle Mal zu besiegen?


Und da ist es auch schon: das Finale dieser Reihe. Das möchte ich -ganz unabhängig vom Inhalt- erst einmal loben. Denn inzwischen sind Reihen mit einem fixen Ende leider selten geworden, worunter sie dann Fortsetzung für Fortsetzung mehr leiden. Ich mag die „Wildhexen“-Serie sehr gerne und es ist schade, dass sie endet, aber ich bin froh, dass ihr ebenfalls solch ein Schicksal widerfährt.
Doch auch inhaltlich habe ich an „Das Verprechen“ nichts auszusetzen. Die Geschichte wird spannend fortgesetzt. Wieder einmal wird nichts daraus, sich nach dem letzten Abenteuer zu erholen. Noch immer sind einige Wildhexen gefangen. Und Wildhexe Bravita verfolgt zwar das gleiche Ziel wie Clara, jagt ihm jedoch auf dem falschen Weg hinterher. So gibt es erneut einige dramatische Szenen, in denen man um Clara und den Erfolg ihrer Mission bangt. Natürlich, irgendwie verspricht man sich bei einer Reihe für junge Hörer das berühmte Happyend, doch die „Wildhexe“ macht es einem ein um’s andere Mal schwer, daran noch zu glauben.
Erfreulich ist es auch, dass diese letzte Folge nochmal auf verschiedene Themen und Handlungsstränge aus vorigen Episoden zurückkommt und sie schlüssg zufammenführt. In meinen Augen ebenfalls ein Verdienst dadurch, dass die Serie ein festes Ende hat. Denn nur so kann man auf ein rundum sinniges Ende hinarbeiten.

Selbstverständlich ist als Sprecherin wieder Ulrike Tscharre am Werke und es wäre mehr als erstaunlich, wenn es in Folge 6 erstmals etwas an ihr auszusetzen geben würde. Mit vielen verschiedenen Stimmen erweckt sie die zahlreichen Figuren zum Leben und liest dabei lebendig und frisch wie eh und je. So weiß man immer genau, um wen es gerade geht. Und das kann man bei einer Reihe mit so vielen Figuren kaum genug loben.

Musikalisch präsentiert sich das Finale so wie von der Reihe gewohnt. Dieser unverwechselbare Klang wird mir noch eine Weile im Kopf bleiben. Er steht den Geschichten ganz ausgezeichnet und wirkt selbst nach sechs Folgen kein Stück abgenutzt.

Ein letztes Mal sehen wir Clara Auge in Auge mit einem Tier. Auf mich wirkt dieser gehörnte Bursche sehr friedlich und liebenswert, weswegen ich von einem harmonischen Ende der Reihe ausgegangen bin. Clara wirkt auch auf dem Cover älter und reifer als zu Beginn der Reihe.

Fazit: Ein rundum würdiges Finale einer wirklich durchgängig spannenden Reihe. Noch einmal wird es richtig dramatisch, wobei sich sämtliche Fäden der vorangegangenen Handlung schlüssig miteinander verknüpfen.

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