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Die drei ??? (188) – Signale aus dem Jenseits

Titel: Die drei ??? (188) – Signale aus dem Jenseits / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Andreas Fröhlich, Judy Winter, Regina Lemnitz, Holger Mahlich ua

Inhalt: Mit den Toten Kontakt aufnehmen: An so etwas glauben die drei ??? nicht. Doch genau das scheint Astrala in „Karma Hour“, der neuen Lieblingssendung von Tante Mathilda, tatsächlich zu gelingen. Was steckt hinter den Fähigkeiten der geheimnisvollen Spiritistin? Und weshalb kommt sie Bob so bekannt vor? Die drei Detektive setzen sich auf ihre Spur und geraten dabei in die Schusslinie eines äußerst mysteriösen Verbrechers.


Nachdem die vorige Folge für mich ja nun nicht gerade zu den Highlights der Reihe gehörte, hatte ich gehofft, dass es mit dieser neuen Episode wieder ein bisschen bergauf geht. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mir hat „Signale aus dem Jenseits“ ausnehmend gut gefallen. Es gibt zB ein Widerhören mit zwei alten Bekannten, die sicher niemand so richtig sympathisch in Erinnerung hat, und nicht eine Sekunde lang klingt das gezwungen als hätte man einfach keine neue Idee gehabt. Die Handlung ist von vorne bis hinten absolut stimmig und ich fand sie durchweg äußerst spannend. Und manchmal sogar ein wenig unheimlich. Man weiß nie sicher, welche der Frauen falsch spielt. Man grübelt ständig, was hinter den rätselhaften Vorkommnissen steckt und es gibt manchen wirklich überraschenden Dreh. Und wie das wohl funktioniert mit diesem angeblichen Kontakt zu den Toten hat mir ebenfalls lange Rätsel aufgegeben.  Auf die Auflösung wäre ich so nicht gekommen, aber sie ist nachvollziehbar und ergibt einen Sinn.
Außerdem hat es mir gefallen, dass Bob dieses Mal eine solch wichtige Rolle spielt und so oft im Mittelpunkt steht. Am Anfang war es zwar schon etwas seltsam, erstmal nur von ihm zu hören, aber irgendwie hatte das auch was für sich. Und das blieb bis zum Schluss so erhalten.

Judy Winter und Regina Lemnitz sind mir von dieser Folge am meisten im Gedächtnis geblieben. Ich mag Sprecherinnen mit solch markanten Stimmen einfach super gerne. Sie vermitteln einem sofort ein Bild ihrer Figur. Andreas Fröhlich bringt in vielen Szenen Bobs Verwirrung überzeugend rüber. Bob tat mir so einige Male ehrlich leid.

In Sachen Musik und Geräusche wird nicht gerade das Rad neu erfunden, aber die Klangkulisse fällt auch nicht negativ auf. Sie begleitet das Geschehen stimming und veranschaulicht gelungen das Geschehen. Mehr kann man nicht wollen.

Auf dem Cover geht es dieses Mal auch wieder zu, wie ich es von der Reihe erwarte. Mit kräftigen Farben und Elementen, die neugierig machen und ein bisschen schaurig wirken. Hier die Fratze in der Kugel und die blutroten Fingernägel.

Fazit:  In meinen Ohren eine rundum gelungene Folge. Spannend, rätselhaft und mal mit Bob im Mittelpunkt, was ich richtig cool fand.

Die drei ??? (187) – Das silberne Amulett

Titel: Die drei ??? (187) – Das silberne Amulett / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 68 min / Sprecher: Andreas Fröhlich, Hansi Jochmann, Peter Heeckt, Michael Bideller ua

Inhalt: Eine rätselhafte Botschaft fliegt über den Zaun des Schrottplatzes: eine Dose, darin ein Schlüssel, ein Parkschein und ein silbernes Amulett. Was hat es damit auf sich? Und vor allem: Wer hat den drei ??? die Dose zugespielt? Justus, Peter und Bob müssen Antworten auf viele Fragen finden – und das schnell.


Der Titel dieser Folge klingt nun nicht gerade spektakulär, das muss man einfach so sagen. Zumindest mich hat er nicht dazu verführen können, sie sofort zu hören.
Und insgesamt lässt sich das auch auf die Geschichte umlegen. Will heißen: nicht schlecht, aber von richtig gut eben auch ziemlich weit entfernt. Vor allem, weil ich sie nicht als durchweg wirklich spannend empfunden habe. Sie lässt sich solide an und man bleibt auch konstant neugierig, was die Freunde noch herausfinden werden, was hinter den Vorkommnissen steckt, aber es gibt Folgen, da habe ich eindeutig gebannter gelauscht. Kommissar Zufall war mir ein paar Mal zu oft am Werke und wieso sich der oberschlaue Justus so leimen lassen kann, habe ich auch nicht nachvollziehen können. Ausser vor dem Hintergrund, dass ansonsten der Verlauf nicht so vonstatten hätte gehen können.
Woran ich mich aber so richtig gestoßen habe, ist Amber. Bei aller Liebe und Gelassenheit, die Frau geht ja mal gar nicht! Gut, dass das Autoradio einen Lautstärkerregler hat, sonst hätte ich das Hörspiel glatt wegen ihr abgebrochen. Ernsthaft! Vor allem: warum muss diese Figur so sein, wie sie ist? Ich persönlich sehe dafür keinen Grund. Und damit auch nicht dafür, weswegen man den Hörer mit so jemandem nerven muss.

Gesprochen wird diese nervige Figur von Sarah Madeleine Tusk. Ich kann mir gut vorstellen, dass mir ihre makante Stimme an einer sympathischeren Figur gut gefallen würde, aber hier hat sie mir echt Zahnschmerzen bereitet. So schrill und aufgedreht. Michael Bideller hat mir als Nader Rope gut gefallen, Stimme und Betonung passen zu dem Bild, das einem von Rope vermittelt wird. Und über Karin Lieneweg habe ich schmunzeln müssen als sich Tante Mathilda zu Beginn so aufregt.

Der Soundtrack haut einen nicht gerade um. Allerdings finde ich die etwas ruhigere Art hier ganz passend zur Story, denn die präsentiert sich ja auch in ruhigerer Gangart. Die gewählten Stücke sind sorgfältig eingesetzt und sorgen dann und wann auch für Atmosphäre, bleiben aber nicht lange im Ohr. Mir persönlich reicht das so.

Auf dem Cover ist das Amulett aus dem Titel zu sehen, was auch sonst? Insgesamt fehlt mir das gruselige Einschlag, den so viele Covermotive dieser Reihe haben. Daran ändern auch die leuchtenden Augen im Hintergrund nichts, die überhaupt erst auf den zweiten oder dritten Blick auffallen.

Fazit: Kann man so machen, unterhält eine Stunde auch ganz ordentlich, aber es gibt durchaus spannendere Geschichten in der Reihe.

Die drei !!! (49) – Skandal auf dem Laufsteg

Titel: Die drei !!! (49) – Skandal auf dem Laufsteg / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: Sonja Stein, Traudel Sperber, Elena Wilms, Tina Eschmann ua

Inhalt: Blitzlichtgewitter bei der Modenschau! Zwei Designer präsentieren das gleich Kleid – wer hat hier wen kopiert? Ein neuer Fall für die drei !!!. Wurde der Entwurf der Designerin Donate von ihrem Konkurrenten, einem Nachwuchs-Modeschöpfer, dreist geklaut? Warum treibt er sich nachts mit Donatas Assistentin auf einem Friedhof herum? Als Kim, Franzi und Marie ihm in sein Atelier folgen, erleben sie eine unheimliche Überraschung!


Noch diese eine Folge, dann haben die drei Mädels ihre fünfzig gelösten Fälle rund. In diesem hier haben sie es mit einem sehr typisch mädchenhaften Fall zu tun. Alles dreht sich um das Geschehen auf Lauftstegen und den Ateliers gewisser Designer. Doch wie es aussieht, hat sich einer von ihnen kräftig an der Kreativität eines anderen Designers bedient. Die Freundinnen nehmen natürlich sofort die Fährte auf und alles lässt sich durchaus spannend an. Es gibt einige verdächtige Personen, so manche hoch dramatische Szene und einen unheimlichen Friedhofsbesuch. Alles geht schön unabgelenkt durch irgendwelche Jungsgeschichten vonstatten und mir gefiel die Geschicht wirklich gut.
Allerdings nimmt sich irgendwann eine Wendung und mit der konnte ich leider wenig anfangen konnte. Die Erkenntnis, was tatsächlich vor sich geht, wirkt neben dem Plagiatsverdacht am Anfang einfach nur lasch. Klar, auch dieses Thema ist ernst, ohne Frage. Aber erstens konnte man darauf zuvor nicht mal im Ansatz kommen und zweitens hat es einfach nicht so viel Dramatik an sich wie das Geschehen vom Anfang.

Konstantin Graudus alias Valentin Kerner hat mir prima gefallen. Er versteht es, die Launen seiner Figur glaubhaft rüberzubringen. Auch Gabriele Libbach und Celine Fontanges haben mir ein klares Bild ihrer Charaktere vermittelt und mich stets im Zweifel darüber gehalten, ob man ihnen trauen kann oder eben nicht.

Der Soundtrack kommt im gewohnt vertrauten Stil daher, was eben einen absoluten Widererkennungswert ausmacht. Ab und zu würde ich mir zwar schon mal etwas Abwechslung wünschen, andererseits möchte ich den typischen Klang aber auch nicht missen.

Vom neuen Fall der Detektivinnen verrät das Cover wenig bis nichts. Dass es aber um die Modebranche geht, das ist durchaus zu erkennen. Mir gefällt speziell, dass die Szene ein bisschen düster gehalten ist. Da bilden die kräftigen Farben einen tollen Kontrast.

Fazit:  Die Geschichte begann vielversprechend, doch dann kam eine Wendung, die mich leider enttäuscht hat. Sie wirkt gegen den Anfang des Falles leider irgendwie schwach. Schade drum.

Die drei ??? Special – Das Grab der Inka-Mumie

Titel: Die drei ??? Special – Das Grab der Inka-Mumie / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 90 min / Sprecher:  Andreas Fröhlich, Sonja Stein, Eckart Dux, Kerstin Draeger ua

Inhalt: Aus dem unterirdischen Schrein der Familie Paredes wurde eine Mumie gestohlen! Sofort machen sich Justus, Peter und Bob daran, das Rätsel hinter diesem Diebstahl aufzuklären. Wer steckt dahinter und vor allem: Was hat der Täter mit seiner Beute vor? Bei ihren Ermittlungen treffen die drei ??? auf geheimnisvolle Gestalten, die anscheinend nichts Gutes im Schilde führen. Oder will jemand sie nur auf eine falsche Fährte locken?


Da haben wir nun also ein weiteres Special der Reihe. Wobei ich nicht so recht weiß, was das Special so speziell oder besonders macht. Die Geschichte ist es jedenfalls nicht. Das soll aber keineswegs heißen, dass die Story nicht gut ist! Ganz im Gegenteil hat sie mir sogar sehr gut gefallen! Und das, obwohl sie inhaltlich keine Innovation darstellt.
Dafür hat sie eine ganze Reihe anderer Vorzüge. Erstens verläuft sie wunderbar geradlinig, man kommt immer problemlos mit, muss nicht in Habachtstellung am Lautsprecher sitzen und Justus Intellekt haben um am Ende die Lösung zu begreifen. Solch ein Ablauf alleine sorgt bei mir schon für Spannung, weil man durchweg mitknobeln kann.
Zweitens dreht sich hier zwar alles um die Inka, ihre Kultur und ihre Mumien, aber es wird nie allzu tief darauf eingegangen. Damit ist auch hier Langeweile ausgeschlossen. Mich interessieren solche Kulturen nämlich nur vor Ort, aber nicht in Erzählungen. Das ist mir immer zu öde. Da hat man hier genau das passende Maß gefunden.
Drittens ist die Story durchaus ein bisschen schräg an einigen Stellen, fast ein bisschen pietätlos, und so etwas mag ich auch. Vor allem, weil man dabei auch noch schmunzeln kann. Warum also nicht?
Viertens kommt die Folge komplett ohne Erzähler aus, und ich konnte ihr trotzdem gut folgen und wusste immer, wo die Handlung gerade spielt, wer da just das Wort ergriffen hat und wie die Dinge zusammenhängen. Ich bin sonst absoluter Befürworter eines Erzählers bei einem Hörspiel, weil ich durch ihn den Faden nicht so leicht verliere, aber hier hat das alleine die Story geschafft. Alleine daraus schließe ich schon, dass sie gut erzählt ist.
Fünftens ist die Sprecherliste zwar lang, aber der Kreis des wichtigsten Figuren ist dennoch klein. Ich habe ja massiv etwas dagegen, wenn mich eine Story durch eine Vielzahl an Figuren verwirrt. Und das geht schnell bei mir.
Und um das halbe Dutzend Pro vollzumachen: das Ende ist wirklich mal etwas anderes, aber absolut nachvollziehbar.

Neben den drei bestens aufgelegten Hauptsprechern tut sich hier vor allem Sonja Stein mit ihrer markanten Stimme hervor und lässt einem Nayra schnell sympathisch werden. Eckart Dux überzeugt mit warmer Stimme und einem ruhigen und salbungsvollen Ton. Urs Affolter dagegen hätte für mich bei den entsprechenden Gelegnheiten noch etwas energischer klingen dürfen.

Musik und Geräusche wissen ebenfalls zu überzeugen und betonen gekonnt die Atmosphäre gewisser Szenen. So geben die auch der Spannung nochmal einen zusätzlichen Schliff. Und natürlich wird das Geschehen durch die Geräusche anschaulich, was mangels Erzähler ein Pluspunkt ist.

Das Cover zeigt wohl das Antlitz der Inka-Mumien und wirkt durchaus ein wenig schaurig.

Fazit: Für mich aus mindestens einem halben Dutzend Gründen eine rundum gelungene Folge. Spannend, übersichtlich, ein wenig schräg, stets geradlinig und niemals langweilig. Speziell ist sie für mich nicht, daher auch nicht das, was ich als „Special“ bezeichnen würde, aber eben in jeglicher Hinsicht top.

Die drei !!! (48) – Die Maske der Königin

Titel: Die drei !!! (48) – Die Maske der Königin / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 65 min  / Sprecher: Sonja Stein, Patrick Bach, Erik Schäffler, Isabella Grothe ua

Inhalt: Endlich, Felipe ist aus Mexiko zurück! Aber statt verliebter Zweisamkeit wartet auf Franzi und ihre Detektivkolleginnen Marie und Kim schon der nächste Fall. Eine Maya-Maske wurde aus dem Stadtmuseum gestohlen! Wer steckt dahinter? Warum behindert die Museumsleitung die Ermittlungen? Die Spur führt Franzi tief in den weit verzweigten Museumskeller, wo sie allen Mut zusammennehmen muss.


Bekanntlich bin ich für Geschichten mit historischem Hintergrund nicht so zu haben. Erst recht nicht, wenn es um fremde und / oder alte Kulturen geht (ehe ich dafür wieder einmal virtuell angespuckt werde: wenn ich in fremden Ländern bin, interessiert mich sowas sehr, vor Ort eben, aber eben nicht nur als Erzählung). Daher hatte ich ein paar Bedenken bei dieser neuen Folge. Doch zum Glück wird die Sage um die Maya nicht zu sehr vertieft. Und auch das Leben der Mayas wird nur angerissen. Mir hat das so völlig gereicht.
Der Fall selber ist widerum ganz spannend und keinesfalls vorhersehbar. So kann man gut mitknobeln und sich dann und wann auch mal von Kims Verdächtigungen verleiten lassen. Verdächtige gibt es hier genug. Die Mädchen ermitteln angenehm ablenkungsfrei. Will heißen, es gibt so gut wie gar kein Geturtel zwischen Franzi und Felipe, und auch Kim und Marie flirten nicht herum. So kann sich die Handlung ganz auf den Fall kozentrieren. Das hat mir sehr gut gefallen!
Ich bin allerdings der Meinung, dass man stimmungsmäßig mehr daraus hätte machen können. Ein bisschen Grusel gibt solch eine Sage schließlich her. Und auch die „Spur, tief in den verzweigten Museumskeller“ aus dem Klappentext hätte man ein bisschen ausschmücken können (und für mich auch dürfen). Stattdessen ist man währenddessen mit den anderen Detektivinnen unterwegs. Ehrlich, eine Spur schauriger hätte das schon gehen können.

Mit Felipe ist nun auch wieder Patrick Bach mit von der Partie. Ich höre ihn hier gerne und erfreulicherweise hat man ihm keinen Akzent aufgezwungen. Flemming Stein gibt einen sympathischen Karsten Stetter. Ich habe überhaupt nicht verstanden, was Kim an ihm verdächtig fand. Oliver Wasitz hat mich als Museumsdirektor ebenfalls überzeugt. Er bringt die Würde dieser Figur gut wider.

Musik und Geräusche sind wie gewohnt gut. Die Musik bringt einige Male Tempo und in die Handlung und hebt die Dramatik gewisser Szenen hervor. Die Geräuschkulisse sorgt für die notwenige Anschaulichkeit.

Das Cover zeigt die Mädchen wohl vor dem Schaukasten mit der alten Maske im Museum. Damit ist der zentrale Gegenstand der Geschichte schon mal zu sehen. Sehr detektivisch wirkt das Motiv aber nicht.

Fazit:  Eine spannender und ablenkungsfreier neuer Fall für die drei Detektivinnen, dem die Mayas und deren Kultur zugrunde liegen. Für mich hätte es hier und da ruhig eine Spur unheimlich zugehen dürfen, die Story hätte das durchaus hergegeben. Schade, dass daraus nichts gemacht wurde.

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