Hörspiele

Die drei !!! (61) – Der Fall Dornröschen

Titel: Die drei !!! (61) – Der Fall Dornröschen / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 77 min / Sprecher: Mia Diekow, Alexandra Doerk, Simona Pahl, Thomas Karallus, Konstanze Ullmen ua

Ein von Rosen umranktes Bauernhaus – doch irgendetwas stimmt hier nicht! Huschende Schatten in der Nacht, Fußabdrücke im Gras – und dann wird der Nachbarsjunge ohnmächtig im Garten aufgefunden. Was wird er den drei !!! erzählen, wenn er sich von seiner Gehirnerschütterung erholt hat?


Nachdem die vorige Folge einen ausgesprochen schwachen Fall bot, schlägt das “Dornröschen” wieder den richtigen Weg ein. Was ganz sicher daran liegt, dass das Liebes- und Schulleben der Mädels hier keine Rolle spielt.
Es geht recht schnell los mit dem neuen Fall und das Tempo wird auch bis zum Ende hin durchgehalten. Mit den nächtlichen Vorkommnissen im Rosengarten und vielen Ermittlungen ist neben Spannung sogar für ein bisschen Grusel gesorgt. Jedenfalls fand ich, dass  die nächtlichen Szenen -im Dunklen gehört- durchaus entsprechende Wirkung entfalten. Bei ihrem Nachforschungen gehen die Mädels gründlich und zielstrebig zu Werke und so tauchen nach und nach immer mehr Einzelteile auf, die jedoch lange kein Bild ergeben wollen. Doch sie bleiben dran und als Hörer kann man ein wenig mitknobeln. Ich hatte gleich mehrere Verdächtige und die eine oder andere Theorie. Bei dieser Story geht es mal nicht so vorhersehbar zu, wie es sonst in der Serie oft vorkommt.
Wenn man so will, teilt sie sich in zwei Teile auf. Wer steckt hinter den Vorfällen im Garten? Was ist der Zweck davon? Als die Freundinnen endlich dahinterkommen, gilt es besonders selbstbewusst und energisch zu reagieren. Das meistern sie bewunderswert gut. Klar, man darf sich schon fragen, wie glaubhaft es ist, dass Erwachsene sich von ein paar Teenies so das Maß nehmen lassen, aber da die Szene nicht allzu übertrieben daherkommt, geht das in Ordnung.
Danach muss dann noch geklärt werden, welches Rätsel das Haus birgt, dass nachts jemand im Garten umherschleicht. Die Klärung dieser Frage geht schneller vonstatten. Wer der “Nachtschleicher” ist, ist dabei zwar keine große Überraschung, dafür aber sein Motiv.

Simona Pahl hat mit als Melissa sehr gut gefallen. Ich mag ihre markante Stimme, die einem so schnell ein Bild dieser Figur vermittelt. Sie ist außerdem das absolute Gegenteil von Elise Eikermann, die Melissas Schwester Janette eine ganze Ecke zu süß klingen lässt. Dieser Gegensatz ist toll gelungen. Gerlinde Dilger gibt eine  liebenswerte Augustine Weichert, mit der man bald Mitgefühl entwickelt.

Der Soundtrack bietet die bekannten Stücke auf. Das fand ich dieses Mal tatsächlich besonders schade, denn die Folge hat ihre Momente, denen hätte die eine oder andere neue, stimmungsvollere Melodie gut gestanden. Die Geräuschkulisse ist dafür sehr ordentlich geraten.

Hinter diesem Covermotiv vermutet sicher niemand eine Detektivgeschichte, so bunt, kitschig und süß wie die Szene dargestellt wird. Nicht das kleinste Detail deutet auf den Fall hin. Das ist schade.

Fazit:  Nach dem Durchhänger bei Folge 60 geht es mit “Der Fall Dornröschen” wieder in die richtige Richtung. Ein spannende, teilweise etwas unheimliche Geschichte, die ihr Tempo bis zum Ende beibehält.

Benjamin Blümchen (138) – Das neue Müllauto

Titel: Benjamin Blümchen (138) – Das neue Müllauto / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Ulrike Stürzbecher, Roland Hemmo, Wilfried Herbst ua

Auf dem Sommerfest der Stadtreinigung gibt es ein Tauziehen Benjamin gegen die Müllleute. Diese purzeln leider wild durcheinander und können erst einmal nicht mehr zur Arbeit gehen. Also müssen Benjamin und Otto das Leeren der Mülltonnen übernehmen. Sie dürfen sogar mit dem neuen Müllauto fahren. Doch dann wird es gestohlen.


Es bleibt nicht aus, dass einem beim Titel dieser Episode sofort die alte Folge “Benjamin Blümchen als Müllmann” einfällt. Wenn man vom Schlag her ein bisschen so ist wie ich, dann denkt man sich aber: immerhin endlich wieder eine Berufefolge. Das hat  bekanntlich über zahlreiche Geschichten hinweg gut funktioniert, das kann unmöglich gänzlich in die Binsen gehen. Noch nicht mal, wenn ein Beruf neu aufgewärmt wird.
Kurz und knapp: geht es auch nicht. Die Folge funktioniert gut. Es gibt anfangs sogar einige ordentlich eingebaute Verweise auf die alte Folge, was für ein wenig Charme von früher sorgt. Davon abgesehen ist die Geschichte aber ganz eigenständig. Nachdem sie eingangs für einige Einblicke in den Job des Müllmanns und die Funktionsweise eines Müllautos gegeben hat, beginnen Benjamin, Otto gemeinsam mit Karla ihre Tour. Das haut natürlich erstmal alles nicht so recht hin. Benjamin hat lange Zeit nicht mehr hinter einem Lenkrad gesessen. Seine ersten Fahrversuche gehen entsprechend nicht ganz ohne kleinere Schäden am blitzneuen Müllauto vonstatten. Das sorgt für ein Schmunzeln hier und da.
Das wirklich Abenteuer beginnt erst danach. Herr Pichler hat etwas im Müll entsorgt, was der Bürgermeister dringend zurückhaben möchte. Damit beginnt das Chaos, was letztlich darin gipfelt, dass das Müllauto gestohlen wird. Beulen und Kratzer, okay, aber wie sollen Benjamin und seine Freunde einen Diebstahl erklären? Das Müllauto muss wieder her, egal wie. Die Jagd auf das Auto ist leidlich spannend, weil man als Hörer weiß, was vorgefallen ist. Und auch, weil man sich fragt, wieso die Freunde einzeln hinter dem Auto herlaufen, statt dass Benjamin sie auf den Rücken nimmt, wodurch die defintiv schneller gewesen wären. Dafür kommt tatsächlich etwas Spannung auf als das kostbare Eigentum des Bürgermeisters darin nicht zu finden ist.
Auch das ist ein ganz dicker Pluspunkt an dieser Folge: außer der Müllabfuhrchefin Frau Saubermann sind ausschließlich Figuren mit von der Partie, die die Serie seit je her bevölkern.

Somit gibt es hinsichtlich der Sprecher auch kaum etwas zu bemängeln. Dass Ulrike Stürzbecher es mit der schrillen Stimme und den ewigen Verniedlichungen oft übertreibt, muss man wohl einfach so hinnehmen. Immerhin gelingt ihr aber ein liebenswert-listiger Ton gegenüber dem Bürgermeister erstklassig. Da habe ich doch mal grinsen müssen. Heike Schroetters sympathische Stimme und der energische Ton passt prima zu der Chefin der Müllabfuhr.

Eine Reihe Geräusche veranschaulicht hier vor allem die Funktionen des Müllautos. Musik findet man abgesehen vom Titellied nicht, doch das ist in der Reihe nichts Neues und geht somit in Ordnung.

Das Cover ist ebenfalls gelungen. Schön, Benjamin nochmal in seiner Müllmannkluft zu sehen. Das weckt Erinnerungen. Das neue Müllauto ist natürlich ebenfalls zu sehen. Außerdem darf man sich fragen, wieso der Bürgermeister eine Bananenschale am Zylinder hat. Das deutet das Dilemma der Geschichte an.

Fazit: Es ist immer noch so, dass Berufefolgen funktionieren. Sogar wenn dieser Beruf schon mal in einer Folge Thema war. Das weckt Erinnerungen. Die Story selber geht jedoch neue Wege, doch auch die können sich vor diesem Hintergrund hören lassen. Mir hat die Episode gefallen, von der Sorte darf es gerne mehr geben.

Professor van Dusen (18) – …und der lachende Mörder

Titel: Professor van Dusen (18) – …und der lachende Mörder / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 56 min / Sprecher: Nicolai Tegeler, Vera Bunk, Bernd Vollbrecht, Peter Flechtner ua

Hutchinson Hatch wird ein wichtiges Beweisstück in einem laufenden Mordprozess zugespielt. Sofort begibt er sich damit an den Gerichtshof, wo der des Mordes angeklagte Marvin Costello allerdings freigesprochen wird. Hatch wird von diesem ausgelacht und verhöhnt. Doch damit nicht genug: Nicht einmal Professor van Dusen scheint sich für diesen Fall zu interessieren. Hatch und seine Freundin Penny sind entschlossen, den Fall aufzuklären und ermitteln auf eigene Faust. Schnell stellen sie fest, dass Costello und dessen neue Freundin Estelle von Geheimnissen umgeben sind, die für Hatch und Penny nur einen Schluss zulassen: Marvin Costello steht kurz davor, einen weiteren Mord zu begehen. Kann Professor van Dusen Schlimmeres verhindern?


Das ist mal ein Start in einen Fall, wie er einem selten begegnet. Selbst in einer Serie wie dieser. Die Geschichte beginnt direkt vor Gericht, wo ein Mordprozess verhandelt wird. Wohlgemerkt einer, bei dem es bis dahin noch nicht einmal eine Leiche gibt. Nachdem der Angeklagte freigesprochen wurde, stürmt Hatch in den Gerichtssaal. Mit einem Dokument, dass den Angeklagten klar schuldig gesprochen hätte. Damit beginnt die Story schon mit einem ordentlichen Paukenschlag.
Selbstverständlich will Hatch diese Demütigung nicht auf sich sitzen lassen. Doch zu seinem -und sicher auch zum Erstaunen vieler Hörer- zeigt van Dusen wenig bis gar kein Interesse an dem Fall. Von ihm hört man in dieser Folge insgesamt ungewöhnlich wenig. Stattdessen stellen Hatch und seine Kollegin und Freundin Penny Nachforschungen an und so begleitet man zur Abwechslung die beiden. Das ist mal eine nette Abwechslung, allerdings hat mit der Professor schon gefehlt. Penny ist kein Ersatz für ihn. Ich muss sogar sagen, ich brauche sie nicht nochmal in einer solche großen Rolle. Die Fälle dieser Reihe werden von Hatch und van Dusen bestritten, und das möge bitte weiterhin so bleiben.
Trotzdem sind die Ermittlungen von Hatch und Penny nicht uninteressant. Im Gegensatz zu van Dusen habe ich ihre Rückschlüsse durchaus als logisch empfunden und Mut kann man ihnen ebenfalls nicht absprechen. So gibt es manche spannende und brenzlige Szene. Außerdem fällt es bei Hatch und Penny leicht, mitzuknobeln. Das ist bei den Gedankengängen des Professors nicht so leicht. Mir macht sowas immer Spass und so hat mir das hier gefallen.
Die Szenen mit van Dusen bergen aber dennoch die gewohnte Komik, so kurz sie auch sind. Dieses Weckerklingeln ständig, fast nervig, aber eben auch witzig. Man fragt sich jedes Mal, was der Professor da eigentlich treibt. Und irgendwie spürt man auch, dass er den Fall durchaus im Blick hat. Es kann doch nicht sein, dass er einen Fall ignoriert und seinen Assistenten im Stich lässt! So kommt van Dusen am Ende dann natürlich doch noch zu seinem ganz großen Auftritt. Pünktlich zum Weckerklingeln quasi.

Vera Bunk gibt eine ausgesprochen selbstbewusste und energische Penny De Witt und so ist vom ersten Satz an  klar, dass Hatch dieser Kollegin nicht wirklich gewachsen ist. Geschlagen gibt dieser sich allerdings nicht. Nicolai Tegeler lässt ihn ebenso engagiert und eifrig klingen wie eh und je. Stefan Gossler gelingt es gut, Costello nie so wirklich fies und hinterhältig wirken zu lassen. Man hört ihm den typischen Verbrecher nie an. Lediglich ein feiner Unterton hier und da zeigt auf, von welchem Schlag seine Figur wirklich ist. Erst beim Finale wird das so richtig deutlich.

Musik und Geräusche verstehen ihren Job einmal mehr ganz hervorragend. Die Stücke sind einwandfrei eingefügt und sorgen für Atmosphäre. Die Effekte gestalten das Geschehen lebhaft und vorstellbar.

Das Covermotiv zeigt den Professor bei seinen rätselhaften Experimenten mit den Uhren, während Hatch wild gestikulierend auf ihn einredet. Das verrät zwar nichts über den Fall, stellt aber dennoch ein wesentliches Element der Geschichte dar.

Fazit:  Eine Story mit wenig van Dusen. Den Löwenanteil der Geschichte bestreiten Hatch und Penny, was aber ebenfalls ganz spannend und unterhaltsam ist. Vor allem, weil der Fall quasi von hinten aufgerollt wird. Das ist mal ein anderer Verlauf und sorgt für Abwechslung. Aber nicht verzagen, auch wenn es lange nicht so ausieht, zum Ende hin wird es doch noch ein waschechter van Dusen – Fall.

Die drei !!! (60) – Liebes-Chaos

Titel: Die drei !!! (60) – Liebes-Chaos / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Sonja Stein, Marek Harloff, Julia Fölster, Alina Degener, Gerhart Hinze ua

Franzi ist verliebt – soll sie ihrem Schwarm wirklich ihre Gefühle gestehen? Als er mit einer anderen flirtet, beschließt Franzi ihn lieber zu vergessen. Aber das ist gar nicht so einfach … Warum ist Verliebtsein bloß so chaotisch? Zum Glück gibt es einen neuen Fall für die drei !!!: Franzis Mathelehrer hat ein Geheimnis mit zweien ihrer Mitschüler, die sich ihm gegenüber aber ziemlich gemein verhalten. Was haben die drei zu verbergen?


Titel und Klappentext verraten deutlich, dass bei dieser sechzigsten Folge anderes im Vordergrund steht als ein neuer Detektivfall. Vornehmlich dreht sich hier alles um die diversen Liebeleien der drei Mädels, allem voran Franzis frische Liebe zu Blake. Der Verlauf ist ausgesprochen klassisch: man entdeckt, man ist verliebt, doch als man endlich den Mut fasst, es dem anderen mitzuteilen, flirtet derjenige bereits fremd, was man natürlich nicht auf sich sitzen lassen kann, weswegen man einen eigenen Plan schmiedet. Kennt natürlich jeder, der schon mal eine Lovestory gehört, gelesen oder gesehen hat. Nichts Neues also, aber wenigstens ganz süß geraten. Glücklicherweise mag ich Franzi von den Dreien eh am liebsten, von daher lasse ich Fünfe gerade sein. Wie gesagt, immerhin ist es ja ganz goldig anzuhören.
Man könnte fast sagen, es ist gut, dass Franzis Liebeschaos ziemlich im Vordergrund steht, denn der Fall selbst kommt dünn daher. Franzis Mathelehrer scheint ein Geheimnis zu haben, eigenartigerweise gemeinsam mit zwei Schülern, die ihn eigentlich ganz schön mobben. So richtige Verbrecher mischen dieses Mal nicht mit. Die Geschichte bleibt auch mit dem Fall beim “Schülerleben” der Freundinnen. Außerdem dauert es nicht lange, bis man eine gewisse Ahnung bekommt, was da vor sich gehen könnte. Von Spannung kann also auch nicht die Rede sein. Nicht einmal bei der letzten großen Frage am Ende.

Marek Harloff und Sven Nowatzky finden den richtigen Ton für Franzis fiese Mitschüler, so richtig schön gemein. Michael Bideller erweckt einen ausgesprochen sympathischen Lehrer zum Leben, sodass man schnell Mitleid mit dieser Figur empfindet. Sonja Stein hat mir als Franzi auch wieder prima gefallen. Ich mag ihren burschikosen Klang, der aber bei Bedarf von einer Sekunde auf die andere ins Nachdenkliche kippen kann. Das ist hier mehrmals erforderlich und somit immer glaubhaft.

An Musik sind die aus der Serie bekannten Stücke zu hören. Sie orientieren sich gut an der Stimmung der einzelnen Szenen. Ist Franzi zB nachdenklich oder traurig, kommt auch die Musik entsprechend dezenter und gedrückter daher.

Auf dem Cover stehen Franzi und Blake im Vordergrund. Entsprechend ihres Hobbys vor einer Halfpipe. Nach Kim und Marie muss man erst suchen, ehe man sie im Hintergrund entdeckt. Vom neuen Fall ist dem Motiv nichts anzusehen.

Fazit:  Ein richtiger Fall mit echten Verbrechern gibt es dieses Mal nicht, aber immerhin ist das Rätsel um den Lehrer und die beiden Schüler ganz unterhaltsam gehalten. Vorrangig geht es dieses Mal um Franzi und Blake und ihre wirklich ganz süß geratene Lovestory.

TKKG (208) – Geheimnis im Tresor

Titel: TKKG (207) – Geheimnis im Tresor / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Rhea Harder, Konstantin Graudus, Michael Prelle, Stefan Brönncke ua

Klassenfahrt der 9b im Skiort Enders im Engthal ? eine Woche Skifahren, Snowboarden und ungetrübter Winterspaß im Schnee. Doch dann wird Gaby im aufkommenden Schneesturm von einem Pistenrowdy gefährlich geschnitten und zu Fall gebracht. Tim will sich den Übeltäter vorknöpfen. Die Spur führt zu Max Fliege, Sicherheitsmann im örtlichen Casino und Mitglied einer Motorradgang. Schnell geraten TKKG in ein brenzliges Abenteuer und schon wenige Stunden nach Gabys Unfall geht es nicht mehr um die Einhaltung von Pistenregeln, sondern ums nackte Überleben auf dem nächtlichen Berg.


Vom Titel her kann man es nicht ableiten, das Cover verrät es aber: dieser Fall für die Freunde spielt im tiefsten Winter. Genauer gesagt auf einer Klassenfahrt zum Skilaufen in den Bergen. Diese Szenerie ist auch prima umgesetzt und der Aufhänger für den neuen Fall kommt ebenfalls aus dieser Richtung. Gaby wird auf der Piste gefährlich geschnitten und seltbstverständlich wollen die Freunde den Übeltäter zur Rechenschaft ziehen. Man ahnt es bereits: letztlich steckt hinter der Sache noch viel mehr. Bis dahin war ich mit der Story an sich zufrieden. Kein großer Wurf, aber ordentlich und gut präsentiert.
Später ließ die Begeisterung dann leider nach. Das lag vor allem daran, dass ich irgendwie den Eindruck hatte, dass der Fall immer mal wieder ins Stocken gerät. Es gibt durchaus spannende und höchst brenzlige Situationen, doch dazwischen geht es nicht wirklich voran. Es gibt auch einige Figuren, denen man nicht über den Weg traut, die unverkennbar etwas verbergen, aber als Hörer mit (vielleicht) 206 Folgen Erfahrung hat man schnell eine Ahnung, in welche Richtung es läuft. Das widerum bremst die Spannung aus. Und gewisse Elemente des Falls sind dermaßen plump präsentiert, dass es schon beinahe peinlich ist.

Rhea Harder alias Gaby hat in dieser Folge ungewohnt viel zu tun, aber sie meistert das durchaus ordentlich. Da sie mich in letzter Zeit nicht immer gänzlich überzeugen konnte, kam das überraschend. Stefan Brönnecke übertreibt es hier und da ein wenig mit dem Charkater seiner Figur. Andererseits gibt es in fast jeder Folge eine Figur, bei der man quasi mit dem Handschuh fühlen kann, welchen Schlag Mensch man da hört. So gesehen passt die Darbietung gut in Serie.

Wie man es von der Serie inzwischen gewöhnt ist, wird in Sachen Musik bekannte Kost geboten. So klingt TKKG heutzutage nun mal und das passt mal mehr und mal weniger gut zum Geschehen.

Das Covermotiv hat mit dem verletzten Tim und dem Pistenfahrzeug, die direkt auf ihn zuhält, etwas Dramatisches an sich und stimmt neugierig.

Fazit: Die Geschichte ließ sich ordentlich an und zunächst war ich ganz angetan davon. Später ließ sie dann leider nach. Die Spannung blieb auf der Strecke. Vor allem, weil es immer wieder Momente gibt, in denen es gefühlt nicht wirklich voran geht. Außerdem sind zu viele Elemente zu leicht zu durchschauen.

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