Hörspiele

Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (37) – Schatten der Vergangenheit

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (37) – Schatten der Vergangenheit / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca 78 min / Sprecher: Christian Rode, Jörg Hengstler, Eckart Dux ua

Eine Reihe grauenvoller Verbrechen erschüttert London. Allesamt tragen sie die Handschrift eines ebenso gefürchteten wie legendären Verbrechers – Jack the Ripper! Doch kann wahr sein, was nicht wahr sein darf, über zwölf Jahre nach dem Ende der blutigen Mordserie in Whitechapel? Holmes nimmt Kontakt zum mittlerweile pensionierten Chief-Inspector Abberline auf, der seinerzeit die Ermittlungen führte. Bekommen Holmes und Abberline eine zweite Chance, um diesen schrecklichen Schatten der Vergangenheit ein für alle Mal zu vertreiben?


Diese Besprechung fällt mir schwer, weil ich angesichts der Geschichte hin- und hergerissen bin. Holmes bekommt also eine zweite Chance, dem legendären Jack the Ripper doch noch auf die Schliche zu kommen und ihn zu entlarven. Es ist selbstverständlich, dass er sich dafür ins Zeug legt. Seine Nachforschungen, die er gemeinsam mit Watson und vor allem mit Chief-Inspector Abberline anstellt, sind spannend, seine Schlussfolgerungen messerscharf und die Morde sind so blutig und brutal, dass dieses Hörspiel die Altersempfehlung „ab 16 Jahren“ redlich verdient hat.
Immer wenn man denkt, dass es Londons Einwohner nicht noch schlimmer treffen kann, setzt der Ripper noch einen drauf und oft kommen einem trotz Holmes Genie leise Zweifel daran, dass er den Killer dieses Mal erwischen wird. Eine durchgängig gedrückte, düstere Stimmung liegt über dem Geschehen und vermittelt einen guten Eindruck davon, welch finstere Zeiten Jack the Ripper heraufbeschwört. Soweit ist an sich alles in bester Ordnung.
Kommen wir jetzt zum Aber. Aber mir war es streckenweise zu viel Lamento. Ja, die Taten der Rippers sind grausam, ja, es ist bedauerlich, dass Holmes ihn damals nicht zur Strecke bringen konnte, ja, man kann angesichts der Geschehens an der Menschheit zweifeln. Trotzdem war es mir zu viel von diesem Katzenjammer. Es gab mehrere Momente, wo ich Holmes & Co kaum wiedererkannt habe. Sonst so anpackend, so zielstrebig und nun geben sie sich mehrmals solch schwermütigen Gedanken hin. Das passt für mich nicht richtig und bremst die Story ein stückweit leider aus.
Zuletzt konnte mich auch das Finale nicht überzeugen. 78 Minuten und dann diese Auflösung? Das ist schon etwas enttäuschend. Und ich heiße nicht Watson und muss um meinem Auflage fürchten.

Den Sprechern kann man nichts ankreiden. Christian Rode und Peter Groeger sind in Bestform. Besonders gefallen hat mir Eckart Dux alias Abberline. Man nimmt ihm den gealterten Chief-Inspector, den die Ripper-Morde menschlich und seelisch schwer belasten, sofort ab. Natürlich ist auch Lutz Harder als Lestrade ist wieder mit von der Partie und gibt einen engagierten Inspector.

Leise Musikstücke begleiten das Geschehen, sorgfältig an den richtigen Stellen eingesetzt, und tragen so zu der düsteren Atmosphäre bei. Die Geräuschkulisse ist sehr gut und veranschaulicht so manche Szene, die man sich vielleicht lieber gar nicht so genau vorgestellt hätte.

Das Cover verrät bereits, dass es in dieser Geschichte blutig zugeht, aber noch nicht, mit wem Holmes es zu tun bekommt. Das stimmt neugierig.

Fazit: Mich lässt die Folge zweigespalten zurück. Sie ist düster, spannend und so richtig schön blutig und grausam. Allerdings gab es für mich auch Szenen, die sich gezogen haben, weil Holmes, Watson, Abberline und Lestrade sich in tieftraurigen Erinnerungen und Erkenntnissen ergehen. Abgesehen davon, konnte ich ihnen das nicht recht abnehmen, denn so kennt man sie einfach nicht.

Professor van Dusen (14) – …geht ein Licht auf

Titel: Professor van Dusen (14) – …geht ein Licht auf / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 49 min / Sprecher: Nicolai Tegeler, Harald Effenberg, Bert Franzke, Franziska Endres ua

Ein grausiger Fund erschüttert die kleine englische Ortschaft Pendeen: Eine Leiche baumelt am Geländer des Leuchtturms im Wind. Es ist der Leuchtturmwärter Wilkie Scott. Alle Welt glaubt an einen Selbstmord. Alle Welt? Nein. Professor van Dusen versucht auf eigenwillige Weise und mit Hilfe seines Chronisten Hutchinson Hatch, Licht ins Dunkel zu bringen. Doch ausgerechnet Hatch begeht einen verhängnisvollen Fehler, und die vermeintlich leichte Mörderjagd wird zu einem gefährlichen Unterfangen.


Dann beginnen wir mal damit, die aufgelaufenen „Altlasten“ abzuarbeiten. Den Anfang macht eine van Dusen – Geschichte die mich vom Schauplatz und dem Thema her sehr an zahlreiche Geschichten der Fünf Freunde erinnert hat.
Alleine das Setting: Cornwall, eine kleine Ortschaft an der Küste, davor die rauhe See, ein Leuchtturm samt Leuchturmwärter, den man eines windigen Morgens an einem Seil vom Turm hängend vorfindet. Was seine Tochter verständlicherweise in Verzweiflung stürzt. Allerdingst ist sie sich auch sehr sicher, dass es kein Selbstmord gewesen sein kann. Da treten natürlich der Professor und sein Chronist Hatch auf den Plan um wortwörtlich Licht in die Sache zu bringen.
Dabei kommt sehr gut zur Geltung, welch ein Filz in die verschlafenen Kaff herrscht und schnell hat man eine gute Hand voll zwielichtiger Leutchen zusammen, die man sich mehr oder minder gut als Mörder vorstellen kann. Vom einfachen Handwerker bis zum erstaunlich wohlhabenden Zeitgenossen und einem Arzt ist alles mit dabei. Und jeder von ihnen hätte durchaus seine Gründe, dem alten Leuchtturmwärter ans Leben zu wollen. Wer also war es?
Die zweite Frage ist natürlich die nach dem Warum. In Rückblenden bekommt man einen ganz guten Eindruck vom trinkfreudigen Leuchturmwärter Scott geboten und das gibt kaum Anlass, ihm etwas Böses zu unterstellen.
Die Auflösung, die van Dusen schließlich präsentiert (nachdem Hatch einiges durchgestanden hat) ist dennoch schlüssig. Das kann man sich in einem solchen Ort gut vorstellen. Woran ich ein paar Zweifel habe, ist die Idee mit der Flucht und van Dusens neuem Talent als Lassowerfer. Aber was weiß ich schon von Wind und Höhe und was man damit anstellen kann? Lassowerfen habe ich auch noch nie ausprobiert.

Neben Bern Vollbrecht und Nicolai Tegeler, die wie gewohnt ein eingespieltes Doppel abgeben, tut sich hier speziell Franziska Endres als Roberta Scott hervor. Mit markanter Stimme haucht sie der Tochter des Leuchtturmwärters selbstbewusstes Leben ein, versteht es aber auch, eine gewisse Sensibilität in bestimmten Momenten durchblitzen zu lassen.

Ein Küstenort als Schauplatz, das muss man selbstverständlich auch hören. Also bekommt man hier Wind und Meeresrauschen genauso zu hören wie das Stimmengewirr in der ersten Hafenkneipe am Platz. Das tut der Atmosphäre gut und lässt das nicht gerade einfache Leben der Menschen dort genauso glaubhaft wirken wie die mitunter rauhen Sitten, die dort herrschen.

Das Cover zeigt das Szenario, mit dem der neue Fall quasi seinen Anfang nimmt. Ein Leuchtturm und eine am Seil davon herunterbaumelnden Gestalt. So weiß man schnell, worum sich der Fall dreht. Was es mit dem Licht aus dem Titel auf sich hat, kann man sich genauso fix denken.

Fazit: Ein spannender Fall, der sich langsam entwickelt, immer neue Details auspackt und von van Dusen auf gewohnt bemerkenswert clevere Art gelöst wird. Ob man der Story das Finale ganz abnimmt, muss jeder für sich entscheiden. Kreativ ist es allemal.

Death Note (01) – Mustererkennung

Titel: Death Note (01) – Mustererkennung / Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: ca. 53 min / Sprecher: David Turba, Marlin Wick, Fabian Holwitz ua

Inhalt: Der junge Light Yagami ist von der brutalen Welt um sich herum enttäuscht. Er möchte etwas verändern, Gerechtigkeit verbreiten und Verbrecher bestrafen. Eines Tages fällt ihm ein geheimnisvolles schwarzes Notizbuch in die Hände, das Death Note . Dort heißt es, dass jeder Mensch stirbt, dessen Namen man in dieses Buch schreibt. Gefesselt von dieser Idee, probiert Light es aus und kann schon bald nicht mehr die Finger davonlassen. Doch seine Taten bleiben nicht unbeobachtet.


„Death Note“ habe ich durch den Film auf Netflix entdeckt. Den fand ich allerdings -vorsichtig gesagt- eher seltsam. Dann habe ich mir Band 1 der Mangareihe zugelegt, doch dafür gehöre ich scheinbar zur falschen Zielgruppe.
Weil ich die Idee der Geschichte aber wirklich gut und interessant finde, wollte ich den Hörspielen ebenfalls ihre Chance geben, und ich muss sagen, Folge 1 hat diese famos genutzt.
Wie gesagt, ich mag einfach die Idee mit diesem Notizbuch, in das man Namen der Leute schreiben kann, die man gerne tot sehen möchte und die dann auch tatsächlich umkommen. Das ist erstens ziemlich kaputt, also ganz nach meinem Geschmack und zweitens empfinde ich ein Notizbuch und handgeschriebene Eintragungen angenehm altmodisch inmitten unserer modernen Welt.
Ich konnte Lights Motive gut nachvollziehen, doch natürlich ahnt man schnell, dass es nicht lange gutgehen kann, wenn man Böses mit Bösem bekämpfen will. Irgendwann verschwimmt die Grenze der vermeintlichen Gerechtigkeit einfach zu sehr und man verfolgt zunehmend beunruhigt, wie Light gegen die Bösen der Welt kämpft und sich dabei um Kopf und Kragen bringt. Todesgott Ryuk an seiner Seite spricht in diesem Zusammenhang oft sehr wahre Worte, was ich als angenehm schräg empfunden habe. Sowas erwartet man von einem Todesgott nicht so wirklich.
Wie das immer so ist: der Krug geht  nur so lange zum Wasser bis er bricht.
Bald schon ist man Light auf den Fersen. Mächtige Leute haben es (verständlicherweise) auf ihn abgesehen und es spannend zu verfolgen, wie sie die kleinsten Anhaltspunkte aneinderreihen und mit welchen Tricks sie arbeiten bis sie nach und nach ein gefährlich klares Bild von dem „Mörder“ zusammenbekommen. Man spürt, es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie Light erwischen werden.

Angesichts des Sprechercasts war ich etwas überrascht, denn die meisten Namen sagten mir gar nichts. Das will aber natürlich nichts heißen. Es kann schließlich nicht schaden, wenn man mal nicht nur die „üblichen Verdächtigen“ antrifft. David Turba alias Light und Marlin Wick in der Rolle des Ryuk ergänzen sich sehr gut. Vor allem Marlin Wick hat mir gefallen. Er spricht zwar einen Todesgott, hat aber nicht unbedingt eine Grabesstimme aus den Tiefen der Hölle für ihn auf Lager. Tief, düster, hier und da bedrohlich, ja, aber -bisher- noch ohne großartigen Gänsehautfaktor. Man neigt glatt dazu, Ryuk trotz seines „Jobs“ zu mögen. Ich jedenfalls.
David Turba gelingt es gut, die Entwicklung von Lights Charakter rüberzubringen. Anfangs den engagierten Light, der wirklich glaubt, mit dem Death Book die Welt besser machen zu können. Später dann hört man ihm deutlich an, dass er allmählich in Bedrängnis gerät und zunehmend verbissen bis verzweifelt wird.

Der Soundtrack fällt überraschend opulent aus. Viele Szenen werden musikalisch begleitet, was für Atmosphäre sorgt. Durchdringende Stücke, in die Geräusche eingebunden sind, trennen Szenen und / oder Schauplätze voneinander. Alles in allem wirkt das so passend zur Story düster und bedrohlich, ohne dass man es an irgendeiner Stelle damit übertreibt.

In das Cover war ich sofort verschossen. Ich liebe den Kontrast zwischen dem Schwarz und der blutroten Schrift. Natürlich ist Light zu sehen und zumindest dieses Cover wirkt noch sehr harmlos, macht aber trotzdem irgendwie neugierig. Ein Apfel hat schließlich schon für so manches Unheil gesorgt und ist ein gängiges Symbol für die Verführung…

Fazit:  Von allen drei „Death Note“ Versionen, die ich kennengelernt habe, hat mich nur dieses Hörspiel wirklich überzeugen können. Eine spannende Geschichte, der eine sehr coole Idee zugrundeliegt. Der Sprechercast glänzt bis in die kleinste Rolle und ein stimmiger Soundtrack rundet das Bild letztlich ab.

Morgan & Bailey (13) – Töte deinen Nächsten

Titel: Morgan & Bailey (13) – Töte deinen Nächsten / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca 60 min / Sprecher: Ulrike Möckel, Karin Lieneweg, Nana Spier, Peter Flechtner ua

Inhalt: Ein Krimi-Dinner auf einer abgelegenen Insel klingt nach der richtigen Abwechslung für Pfarrer Morgan und Pastorin Bailey. Doch bereits am ersten Abend wird aus dem Spiel bittere Realität. Ein Mitglied der illustren Gesellschaft wurde ermordet – und der Täter muss sich unter den Anwesenden befinden! Durch einen Sturm von der Außenwelt abgeschnitten, gehen die Schnüffler aus Heaven´s Bridge ein weiteres Mal auf Mörderjagd.


Eine Folge ganz nach meinem Geschmack! Um die Katze direkt aus dem Sack zu lassen. Wieso? Erstens gefällt mir das Setting. Ich mag es immer, wenn Krimis an einem abgelegenen Ort spielen, der gut zu überschauen ist. In diesem Falle ein altes Gemäuer auf einer abgelegenen Insel. Das wirkt sehr klassisch und entfaltet schnell eine wunderbare Atmosphäre. Solch ein Ort ist einfach ideal für eine Mörderjagd.
Zweitens, weil der Kreis der handelnden Personen und somit der Verdächtigen gut zu überblicken ist. Man lernt sie schnell kennen und kann sie sich gut merken und hat sie so für das weiteren Geschehen immer präsent. Natürlich kann man so auch schon früh beschließen, wen man mag und wen man weniger sympathisch findet, weshalb man demjenigen eine solch schaurige Tat glatt zutrauen würde. Man fängt quasi automatisch an, selber nach dem Täter zu suchen und Verdächtigungen anzustellen. Das macht Spaß und es ist immer schön, wenn man als Hörer diese Gelegenheit hat.
Zuletzt, ich habe seit einiger Zeit den Eindruck, dass Krimi-Dinner immer populärer werden. Daher hat es mir gefallen, eine solch aktuelle Sache als Aufhänger für die Geschichte anzutreffen. Außerdem ist es ein plausibler Grund, weshalb Morgan und Bailey mit von der Partie sind.

Schön, dass von Wolfgang Bahro hier so viel zu hören ist. Ich mag nämlich Dr. Ruben unheimlich gerne. Es gefällt mir, dass Wolfgang Bahro ihm einen solch lockeren Ton gibt, wo seine Figur doch einen Job hat, der nicht unbedingt für Humor spricht. Karin Lieneweg nimmt man die aufgeregte Silvia Gibbons sofort ab.

Besonders gelungen fällt dieses Mal die Geräuschkulisse aus. Die Insel mitten in stürmischer See wird toll in Szene gesetzt, ebenso das alte Gebäude mit seinem Raumklang. Stimmige Musikstücke runden das überaus positive Gesamtbild in diesem Bereich ab.

Pfeife und Lupe auf dem Cover passen gut zu dem klassischen Charakter dieser Episode. Das Gebäude im Nebel und hinter den knorrigen Bäumen vermittelt eine Idee von dem Ort, an dem die Handlung spielt.

Fazit:  Die Story kommt sehr klassisch rüber, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Durch den Schauplatz und den übersichtlichen Kreis an Charakteren bleibt die Handlung stets nachvollziehbar. Außerdem lädt es dazu ein, mitzuknobeln, was für Spannung sorgt und schlicht und einfach Spaß macht.

Professor van Dusen (13) – van Dusen spielt Theater

Titel: Professor van Dusen (13) – van Dusen spielt Theater / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 49 min / Sprecher: Nicolai Tegeler, Udo Schenk, Christian Rode, Lutz Harder ua

Inhalt: Im New Yorker Stadtteil Harlem sterben Menschen, und niemand weiß, woran. Rechtsmediziner Calvert obduziert die Leichen, ohne auch nur den geringsten Hinweis auf die Todesursache zu finden. Hat vielleicht das Wasser aus dem Washington-Brunnen mit den eigentümlichen Todesfällen zu tun? Zumindest scheinen alle Verstorbenen in ihren letzten Stunden aus dem Brunnen getrunken zu haben. Als Reverend Harding an der rätselhaften Erkrankung stirbt, nachdem er mit Professor van Dusen und Hutchinson Hatch gesprochen hat, wähnen sich die beiden auf der richtigen Spur.


Beim Hören dieser Folge habe ich mich schnell gefragt, wann das Theater aus dem Titel beginnt, denn davon ist bis zur Überführung des Täters nichts zu erahnen. Da muss man sich also etwas gedulden.
Bis dahin wird man aber mit einem ganz abwechslungsreichen Fall bei Laune gehalten. Dabei ist es erstaunlicherweise recht fix klar, wohin der Hase eigentlich läuft. Genauso ist man sich auch über den Täter ziemlich bald im Klaren, Unterhaltsam ist der Weg zu all diesen Erkenntnissen auf jeden Fall, denn einmal mehr brilliert der Professor mit seiner Cleverness. Manche Gedankengänge und die Dialoge, in denen er sie darlegt, lassen einen dabei auch mal schmunzeln.
Zuletzt will natürlich der Täter auch noch überführt werden und dabei wird die Geschichte dann auch ihrem Titel gerecht. Gleichzeitig wird es dabei noch einmal spannend, denn die Darbietung des Professors ist so glaubhaft, dass man tatsächlich um ihn bangt.

Udo Schenk quasi in die Rolle eines Patholgen zu stecken, hat bei seiner Stimme seinen ganz eigenen Reiz. Er klingt wunderbar böse und zwielichtig, was einen genialen Kontrast zu van Dusens munterer Redeweise bildet. In einer kleineren Rolle ist der unlängst verstorbene Christian Rode zu hören und gibt mit ruhiger Stimme und überheblichen Ton einen Reverend, dem man ebenfalls nicht so recht trauen möchte.

Aufwendige und stimmungsvolle Musikstücke begleiten das Geschehen ebenso wie eine Vielzahl an verschiedenen Geräuschen. So ist alles wie immer sehr anschaulich und voll der typischen Atmosphäre der Reihe.

Das Cover gewährt dieses Mal einen Einblick in die Pathologie, was per se schon für eine spannende Handlung und Neugierde sorgt. Das passt gut zur Geschichte. Lachen musste ich über den armen Hatch rechts in der Ecke, der sich an diesem Ort nicht ganz so wohl fühlt.

Fazit: Anfangs sieht es aus als sei der Fall etwas zu einfach gestrickt. Das ändert sich aber schlagartig als es an die Enttarnung des Täters geht. Bis dahin wird man aber mit einer unterhaltsamen Erzählung bei Laune gehalten, bei der man dieses Mal sogar ein bisschen Mitknobeln kann.

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