Hörwelle

Unverschämter Zoomfaktor

Titel: Unverschämter Zoomfaktor / Verlag: Hörspiellabel Hörwelle / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher: Sirius Kestel, Oliver Dauwalter, Sophia Utz, Jennifer Reif u.a.

Inhalt: In der kleinen Vorstadtsiedlung geht es drunter und drüber.
Eine neue Schülerin, eine waghalsige Wette und mitten drin der frisch verliebte Simon. Drei scheinbar unlösbare Aufgaben vor denen sein bester Kumpel Freddie steht, eine fiese Gegenspielerin und eine schüchterne Direktorentochter.


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Dieses Hörspiel hat mich schockiert. Unterhalten sich die 16jährigen von heute tatsächlich in diesem Slang? Falls ja -und ich fürchte, es stimmt- ist es rein von den Dialogen her wie frisch vom Schulhof gegriffen. Und die Handlung um eine verhängnisvolle Wette, Liebe, Freundschaft und eine neue Mitschülerin, die alles zusätzlich auf den Kopf stellt, ist herrlich turbulent und vergnüglich. Ich habe so manches Mal über das Chaos lachen müssen, das die Teenies da in ihrer unbestechlichen Logik anrichten. Allerdings erinnert mich die Story ganz gut an den Film „Besser als Schule“.  Da geht eine ganz ähnliche Chose über die Bühne.
Abschließend sind noch einige lustige Outtakes zu hören.

Es ist eine Teenie-Geschichte und so sind passenderweise auch fast durchweg junge Sprecher am Werke. Sie sind mir zwar oft mit übermäßiger Flapsigkeit und Coolness unterwegs, aber der Unterhaltungswert ist unbestritten. Alle sind hörbar (noch) keine Profis, aber auf gutem Wege. Vor allem sind sie mit Elan bei der Sache, was das aufwiegt. Sirius Kestel lässt Simon sympatthisch klingen und oft, wenn er erzählt, keimt beim Hören sowas wie Mitgefühl mit ihm auf.  Oliver Dauwalter lässt Freddie dagegen obercool und super lässig wirken. Sophia Utz gibt eine wunderbar fiese und intrigante Larisse. Und Jennifer Reif nimmt man die liebe, nette und schüchterne Marie sofort ab.

Musikalisch geht es sehr abwechslungsreich zu. Oft sind moderne, rockige und auch mal „rotzige“ Stücke zu hören. Zu ruhigeren Szenen, klingt es aber durchaus auch mal leise oder romantisch aus den Lautsprechern. Eine bunte Mischung, die gut zur turbulenten Handlung passt. Die Geräuschkulisse ist ebenfalls gelungen.

Eine Gruppe Leute, die irgendwo zwischen Feiern und Verwirrtheit schwanken. Das alles vor einem Hintergrund, der an ein Schulheft erinnert. Doch, das Cover passt zum Hörspiel.

Fazit: 45 sehr vergnügliche Hörspiel-Minuten, die ich (nicht nur) Teenies guten Gewissens empfehlen kann!

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