Mindcrusher Studios

Lightstreams (07) – Der Schlüssel

Titel: Lightstreams (07) – Der Schlüssel / Verlag: Mindcrusher Studios / Spielzeit: ca. 14 min / Sprecher: Falk T. Puschmann, Dennis Pauler, Maren Pauler, Mark Kaczkowski u.a.

Inhalt: Den Schlüssel zum Erfolg möchte doch jeder in der Hand haben. Doch nutzen wir die Chancen, die wir bekommen auch wirklich richtig? Lightstream 07 – Der Schlüssel gibt eine mögliche Antwort auf diese Fragen.


Ich habe nicht mitgezählt, wie oft ich diese Folge der „Lightstreams“ gehört habe. Allerdings nicht, weil ich die Geschichte so bahnbrechend gut finde. Dabei ist die Idee dahinter keineswegs schlecht, allerdings lässt sich auch sehr leicht voraussehen, wie sich die Handlung um den Versager Daniel Hoffmann entwickeln wird. Unerwartete Kniffe und Wendungen finden sich also nicht. Trotzdem, unterhaltsam anzuhören ist es und eine Botschaft findet sich auch. Ich habe die Folge deshalb so oft gehört, weil ich die Zeit- und Ortswechsel einfach nicht so ordentlich auf die Reihe bekommen habe, dass mir die Geschichte nachvollziehbar wurde. Ich hätte mir hier einen Erzähler gewünscht. Das wäre sicher hilfreich gewesen.

Den Sprechern hätte allesamt etwas weniger Übetreibung in der Umsetzung ihrer Charaktere gut getan. Das klingt mir oft zu überzogen, beispielsweise bei Falk T. Puschmann als Vorstandvorsitzender oder auch Kirsten Schuhmann in der Rolle der Frau Berger. Und auch Ralf Pappers als Begrüßer trägt zu dick auf um so richtig schön mysteriös rüberzukommen. Dennis Pauler dagegen, der Hauptperson Daniel spricht, hat mir gut gefallen. Vor allem ist es sicher nicht so einfach, glaubhaft mit einem Schlüssel zu sprechen 😉

Dann und wann sind leise Musikstücke im Hintergrund zu hören, die dem Mystery-Faktor ein wenig auf die Sprünge helfen. Die Geräuschkulisse fällt solide aus und veranschaulicht die Szenen gut.

Das Cover reiht sich nahtlos in die Serie ein. Das zentrale Motiv mit dem Auge und der übermäßig helle Stil sind unverkennbar.

Fazit:   Ein Erzähler hätte der Geschichte in meinen Augen gut getan. Zudem ist sie recht vorhersehbar. Das Thema selber ist aber nicht uninteressant und manchen mag es eventuell mal zum Nachdenken anregen.

Lightstreams 06 – Das Ende der Welt

Titel: Lightstreams (06) – Das Ende der Welt / Verlag: Mindcrusher Studios / Spielzeit: ca. 15 min / Sprecher: Marco Ansing, Insa Müller, Rene Wagner, Timo Landsiedel u.a.

Inhalt: Der Privatdetektiv Harvey Boone bekommt einen Fall, der zunächst ganz einfach aussieht. Doch wer sich in den Fängen der Lightstreams befindet, unterliegt manchmal ganz anderen Gesetzen.


Vorweg muss ich vielleicht erwähnen, dass ich die Folge 1 bis 5 nicht kenne. Sollte es also einen roten Faden geben, kann ich dazu nichts sagen. Ich kann aber sagen, dass mich das Hörspiel zunächst sehr verblüfft hat, weil es mir bis gut zur Hälfte sehr unspektakulär vorkam. Es klingt wie ein alter Krimi, was von Haus aus schon nicht mein Fall ist, und außerdem hatte ich mir einfach etwas Besonderes von „Lightstreams“ Folge 6 erwartet, was ein Krimi ala Dick Tracy halt nicht ist.
Aber…plötzlich wendete sich das Blatt und siehe da: von nun an wurde es durchaus spannend, denn man wird aus dem Geschehen genauso wenig schlau wie Boone selber. Die erste (!) Auflösung dann fällt so interessant aus, dass ich ziemlich neidisch wurde. So etwas würde ich auch gerne mal erleben, ging es mir durch den Kopf. Genau für knappe 3 Minuten, denn dann wartet die Geschichte mit einer weiteren Wendung auf, und die sehnt man sich sicher nicht herbei…

Ich halte es Sprechern immer zu Gute, wenn sie mit hörbarem Spass bei der Sache sind. Das trifft hier auf alle Sprecher zu. Marco Ansing als Erzähler klingt mir anfangs allerdings schon eher jovial als geheimnisvoll. Auch einer der Gründe, wieso ich einfach nicht schließen konnte, welche Art Geschichte mich hier erwartet. Dafür hat mir Insa Müller als Auftraggeberin ganz ausgezeichnet gefallen. Sie vermittelt ein sehr anschauliches Bild dieser Frau. Clemens Nicol gibt Harvey Boone und lässt ihn mit tiefer Stimme leicht verwegen, aber nicht unsymapthisch wirken.

An Musik ist nicht viel zu hören, quasi das Nötigste. Das kommt in der ersten Hälfte in Gestalt von Radiomelodien daher, die den Eindruck eines Krimis aus früherer Zeit noch verstärken. Später ist aber im Hintergrund eine düstere, dräuende Melodie zu hören, die dem Ende der Story eine traumartige Atmosphäre verleiht.

Das Covermotiv gefällt mir, weil ich die Idee dieser Kombination Weltkugel – Auge klasse gemacht finde. Einen durekten Zusammenhang mit der Story kann ich aber nicht erkennen. Aber es ist ein Hingucker, das in jedem Fall und im doppelten Sinne 😉

Fazit:  Das Hörspiel spielt sehr schön mit dem Hörer, stüzt ihn zunächst in Verwirrung, um ihn dann später gleich zweimal -nämlich jedes Mal, wenn man mein, man hätte die Geschichte durchschaut- erneut auf’s Kreuz zu legen. Pfiffig gemacht!

Digitalisiert

Titel: Digitalisiert! / Verlag: Virtual Dimonsion /mindCrusher Studios / Laufzeit: ca. 38 min / Sprecher: Tanja Endres, Doris Hartmann, Dennis Pauler, Maren Pauler, Lars Havemann u.a.

In einer Zeit, in der Internet noch der Traum Weniger war…
In einer Zeit, in der Handys noch die Größe von Backsteinen hatten…
In einer Zeit, in der Männerfreundschaften noch mit Blut besiegelt wurden…
In dieser Zeit schlossen sich junge, aufstrebende Computerfans zu einer
Gruppe zusammen, um gemeinsam die Welt aus den Angeln zu heben. Der Name
der Gruppe: Virtual Dimension!

Heute, 20 Jahre später, erleben sie ihr größtes Abenteuer!


Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist. Nach dieser Devise könnten die fünf Freunde von Virtual Dimension nach Jahren des Erfolgs eigentlich leben und den erwirtschafteten Luxus in vollen Zügen genießen. Doch leider hat Freund Michael gerade einen neuen Clou ausgeheckt, und der hält die Truppe mächtig auf Trab…in einer virtuellen Welt, die zumindest Hörern, die noch am C64 gedaddelt haben, vertraut vorkommen dürfte. Dabei geht es spannend, aber in erster Linie temporeich und ausgesprochen witzig zu, ich habe wirklich manches Mal lachen müssen. Von mir aus hätte Virtual Dimension ruhig noch eine Weile im virtuellen Raum auf Abenteuertour bleiben können, so vergnüglich ist diese Geschichte.

Ein Blick auf die Sprecherliste lädt ebenfalls zum Schmunzeln ein. Denn die meisten der Sprecher sprechen einfach sich selber. Und das hört man ihnen auch an, was die Gesamteindruck in diesem Bereich sehr gut tut. Denn bis auf ganz wenige Sätze klingen alle sehr locker und auch den Spass an der Sache, hört man ihnen durchweg an.

Die Untermalung und Geräusche läden zum Träumen ein. Zum Träumen an die guten alten Zeiten als der C64 noch das Nonplusultra der Computertechnik war.

Auch das grobpixelige Cover erinnert sehr an diese Zeit und die rennenden Männeken machen einen angemessen panischen Eindruck 😉

Fazit:   Fast 40 Minuten purer Hörspiel-Spass, der ganz besonders den c64-Veteranen gefallen dürfte. Und keine Sorge, auch ohne nennenswertes Computer-Wissen wird man den PCI Express Bus erwischen und auf der turbulenten Reise seinen Spass haben 😉

Das Mayfield Pensionat – Mrs. Bingles Geheimnis

Titel: Das Mayfield Pensionat – Mrs. Bingles Geheimnis / Verlag: mindCrusher Studios / Laufzeit: ca. 52 min / Sprecher: Michelle Braaf, Lea Plein, Sabrina Heuer, Jan Boysen u.a.

InhaltGruselig kann es zugehen im Mayfieldpensionat. Immer wieder stehen die Freundinnen Mary Ann, Viktoria, Beth und Emma dunklen Geheimissen gegenüber. Werden sie alle lüften können? Werden sie alles unbeschadet überstehen oder holt sie irgendwann etwas ein, mit dem sie nicht gerechnet haben?

Irland in den 20ger Jahren, ein Mädchenpensionat, Geister und finstere Orte. Mehr als ein Märchen. Mehr als eine Geschichte.
Gruselt euch in schöner altbekannter Weise und besucht….DAS Mayfield Pensionat.


Zum Download:  *klick*

Wie die Inhaltsangabe schon verrät, bekommt man mit dem „Mayfield Pesionat“ eine Schauergeschichte der alten Schule zu hören. Ich finde aber, gerade weil die Geschichte es nicht drauf anlegt, gruselmäßig das Rad neu zu erfinden, sondern sich ganz darauf konzentriert mit bewährten und guten Mitteln für ein Schaudern beim Hörer zu sorgen, wirkt sie umso besser. Alle so vertrauten Elemente wie eine unheimliche Schule, dunkle Keller, ein gespenstisches Friedhof und ein düsteres Geheimnis sind sehr sorgfältig und gelungen zusammengefügt, so dass sich schnell eine schaurige Atmosphäre aufbaut. Die Zeit vergeht wie im Flug während man den Mädchen bei ihren Nachforschungen „zur Seite steht“ und mit ihnen fürchtet.

Unterm Strich geht die Sprecherleistung in Ordnung. Hier und da gibt es unüberhörbare Schwächen: mal wird zu sehr betont um glaubhaft zu sein, mal zu wenig, aber insgesamt können sich alle Sprecher gut hören lassen. Echte Aussetzer findet man nicht. Sabrina Heuer alias Mrs. Bingle klang mir trotz allen Bemühens um die Stimme einer alten, verknöcherten Frau, zu jung. Da hört man schon heraus, dass sie noch lange nicht das Alter der Lehrerin erreicht hat.

Die Untermalung hat mir sehr gut gefallen. Mal gibt es altmodische Klänge zu hören, die aber dennoch -dem Alter der Mädchen aus dem Pensionat entsprechend- lebhaft klingen, dann wieder düstere Stücke, die dem Gruselfaktor auf die Sprünge helfen. Teilweise sind sie mir etwas zu lang ausgefallen. An schaurigen Geräuschen wird ebenfalls nicht gespart: von krächzenden Raben über knarrende Türen  bis hin zu einer einsam tönenden Kuckucksuhr ist alles dabei, was man sich für eine solche Geschichte nur wünschen kann.

„Das Mayfield Pensionat“…was liegt da näher als genau DAS auch für das Cover zu nutzen? Da sehen wir es also, düster, ein wenig verfallen, ideal als Handlungsort für eine Schauergeschichte. Darüber der dräuende grüne Himmel, doch das hat was und passt.

Fazit:  Eine sehr klassische Schauergeschichte, die mir viel Spass gemacht und gefallen hat. Ich bin auf neue Abenteuer der Mädchen gespannt.

Endlich frei

Titel:   Endlich frei / Verlag Mindcrusher Studios / Laufzeit:   ca. 10 min / Sprecher:  Rene Wagner, Hauke Sandmann

Inhalt:   Da stand er nun, ca. 40 Meter über der Stadt. Die dünnen abgemagerten Hände hielten ihn von einem langen, befreienden Sprung ab. So wollte er sein Leben beenden. Gäbe es einen besseren Zeitpunkt als Mitternacht? Zumindest würde niemand da sein, der ihn von seinem Vorhaben abhielt. Wer blickte schon um Mitternacht ein großes Bürogebäude hoch? Und wer es dennoch tut, der wird sicherlich nicht mehr als die dunkle Nacht erkennen. Noch ein Schritt, dann der befreiende Fall, dann ein kurzer Schmerz und endlich Ruhe. Aber wie ist es überhaupt soweit gekommen?


HTML clipboardDieses Hörspiel hat mich ein wenig überrascht. Da steht also jemand auf einem hohen Bürogebäude und ist im Begriff, sich von dort hinunter in den Tod zu stürzen um endlich frei zu sein. Zuvor geht er im Kopf noch einmal durch, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Und was er da schildert, das regt irgendwo zum Nachdenken an. Über besondere Situationen oder Gefühle wie z.B. Liebeskummer und seine Folgen, über Zwänge, die von anderen wie Freunden oder der Familie, auferlegt werden oder auch über eigene Gedanken, die einen unter Druck setzen…da kann man diesen Wunsch danach, einfach frei zu sein, schon verstehen. Dieser Monolog fesselt einen sofort. Und das, obwohl man im Hintergrund Geräusche hört und auch der Erzähler gelegentlich Bemerkungen macht, die schon andeuten, dass das Vorhaben des Lebensmüden vereitelt werden könnte. Da könnte man als Hörer ja eigentlich beruhigt sein, aber trotzdem hört man ihm gespannt weiter zu.

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