Benjamin Blümchen (137) – Ein Törööö für alle Fälle

Titel: Benjamin Blümchen (137) – Ein Törööö für alle Fälle / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Till Hagen, Ulrike Stürzbecher, Roland Hemmo, Wilfried Herbst ua

Inhalt: Benjamin wird früh morgens von Neustadts rasender Reporterin Karla Kolumna geweckt. Freudig erklärt sie, dass sie ihn für eine Reportage begleiten wird. Sie möchte darüber berichten, was er eigentlich den ganzen Tag lang so macht. Als Otto dazukommt, geht es auch schon los mit dreitollen Abenteuern und ganz vielen Törööös!


Seit Langem habe ich mal wieder eine Folge gehört, die Jubiläumsfolge zu Benjamins Vierzigstem nämlich. Was haben wir bisher in der Serie erlebt? Benjamin in verantwortungsvollen Berufen (Polizist, Pilot, Feuerwehrmann zB). Benjamin auf Reisen in Ländern wie Afrika, Italien oder am Nordpol. Über all das hat Karla dann geschrieben.
Und was haben wir hier nun? Nach 136 Folgen voller „Törööö“ wird dem nun eine ganze Story gewidmet. Ein bisschen dürftig im Vergleich zu all den anderen Folgen, wie ich finde. Und wieso ist Karla nicht früher darauf gekommen, darüber zu schreiben? Sie ist doch eigentlich ganz clever. Benjamin trompetet ja nun wirklich nicht ganz selten.
Damit diese Grundidee nicht ganz so mager wirkt, hat man rundherum einige kleinere Abenteuer gezimmert, die sogar Bezug zu ganz alten Folgen haben. Das finde ich wirklich prima. Es wird an „Kampf dem Lärm“ erinnert und auch an „Benjamin auf Hoher See“ und „Benjamin auf Kreuzfahrt“ und Hinki und Pinki mischen ebenfalls noch mit. Das ist abwechslungsreich und auch ein bisschen spannend.
Wobei, gerade aus dem Abschnitt mit Hinki und Pinki hätte man auch etwas eigenes machen können. Aus der mit dem Kinderfest vermutlich auch. Ob man dabei auf die stattlichen 60 Minuten Spielzeit gekommen wäre, weiß ich zwar nicht, aber gerade so ein Fest wäre ein schönes Thema für eine Jubiläumsfolge gewesen. Eine um ein „Törööö“ dagegen…ich weiß ja nicht.

Volle Punktzahl gibt es dagegen dafür, dass die Geschichte ausschließlich von Figuren bevölkert wird, die seit eh und je zur Reihe gehören. Jürgen Kluckert trompetet sich ausdauernd durch die Geschichte. Ulrike Stürzbecher sorgt als Karla in gesundem Maße für Stimmung und Wirbel. Roland Hemmo gibt einen wie gewohnt überheblichen Bürgermeister. Und Till Hagen, Wilfried Herbst, Reinhard Scheunemann sind ebenfalls mit von der Partie.

Weiterhin hatte ich den Eindruck, man hat bei dieser Folge mehr Wert auf den Klang gelegt. Ich finde, es sind deutlich mehr Geräusche zu hören, teilweise auch etwas aufwendiger. Neben dem Titellied folgt der Geschichte noch ein Lied von Kai Lüftner, an dem Kinder sicher ihren Spaß haben werden.

Die Folge gibt es in unterschiedlichem Look. Einmal als Jubiläumsedition, einmal als reguläre Folge. Das Cover unterscheidet sich jeweils durchaus, aber in beiden Fällen ist natürlich Benjamin zu sehen, der sich für ein „Törööö“ ins Zeug legt. Um ihn herum sind alle seine Freunde zu sehen, die begeistert mitmachen. Ein schönes und passendes Motiv.

Fazit:  Eine Geschichte um das seit 136 Folge bekannte „Törööö“ finde ich persönlich sehr dürftig. Zum Glück gibt es rundherum noch ein paar kleine Abenteuer für Benjamin und seine Freunde zu erleben. Das peppt die Sache auf. Schön ist auch, dass es dabei Verweise auf „alte“ Folgen gibt. So ein richtiges Jubiläum ist die Folge für meinen Geschmack aber nicht, trotz der stattlichen 60 Minuten Spielzeit.

Hui Buh (27) – Das Monster von Burgeck

Titel: Hui Buh (27) – Das Monster von Burgeck / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 78 min / Sprecher: Andreas Fröhlich, Ulrike Stürzbecher, Maximilian Artajo, Marlin Wick ua

Inhalt: Alarm in Dorf Burgeck: ein Ungetüm wurde gesichtet! Tommy, Sophie und Hui Buh begeben sich auf die Suche nach dem wilden Wesen. Doch alles, was sie finden, ist ein niedlicher Hund, den scheinbar niemand im Dorf vermisst. Tommy, der schon immer einen Hund wollte, nimmt den Vierbeiner mit ins Schloss. Ganz normal scheint der Kleine auch nicht zu sein. Als er auf einem abendlichen Hundespaziergang Tommy, Sophie und Hui Buh davonläuft, werden die die drei Freunde Zeugen eines mehr als mysteriösen Vorfalls. Hat dieser womöglich mit einer alten, gruseligen Legende und einem Fluch zu tun?


Dieses Mal bekommen es Hui Buh und seine Freunde mit einem echten Monster zu tun? Der Titel lässt Großes vermuten. Ich muss sagen, mir hat die Geschichte ausnehmend gut gefallen. Zunächst, weil ich Tommys Wunsch nach einem Hund so gut nachvollziehen konnte. Als Sophie und er wenig später einen kleinen Hund finden, ist das schon ein seltsamer Zufall. Und der Hund hat obendrein auch noch gewisse unheimliche Eigenarten. Darunter sind ein paar ganz witzige Ideen, über die ich grinsen musste.
Schnell stellt sich heraus, mit dem Hund stimmt etwas nicht. Der Sache muss natürlich auf den Grund gegangen werden und dabei kommt eine alte, schaurige Legende ans Tageslicht. So richtig gruselig ist sie zwar nicht, aber doch sehr schön, und man kann leicht nachvollziehen, wie empört die Freunde über die Geschichte sind. Kein Wunder, dass sie den Bann lösen wollen. Doch das ist gar nicht so einfach und damit wird es dann nochmal spannend, denn es muss über Recht und Unrecht entschieden werden, was hier eine heikle Angelegenheit ist. Cool, dass Julius die Sache auf solch eine clevere Art löst. Eine kleine Botschaft für die junge Hörerschaft ist da auch gleich mit dabei.

In der Szenen mit der Spukerscheinung sind Marlin Wick und Benny Hagitte zu hören. Marlin Wick gibt den fiesen Kaufmann sehr überzeugend und Benny Hagitte habe ich seine Not sofort abgenommen. Maximilian Artajo und Marie-Luise Schramm ergeben ein tolles Duo. Für meinen Eindruck spielen Tommy und Sophie hier eine weit wichtigere Rolle als in manch anderer Folge und ich habe ihnen wirklich gerne zugehört.

Neben aufwendigen, teilweise wirklich imposanten Musikstücken, trägt eine ganze Reihe Geräusche dazu bei, dass man sich schnell nach Burgeck versetzt fühlt. Gelungen ist auch der etwas dumpfe Klang der Szenen mit den Figuren aus der Legende. Das hat mich ein bisschen an alte Gruselhörspiele wie zB Vanessa erinnert. Sowas hat immer Charme.

Auf dem Cover sind natürlich Hui Buh, Sophie und Tommy zu sehen. Aber auch das Monster und das sieht tatsächlich ein wenig schaurig aus. Schön düster ist das Motiv ebenfalls gehalten. Das macht direkt Laune auf eine huibuh-typische Schauergeschichte.

Fazit:  Mir hat diese Folge rundum sehr gut gefallen! Spannend, mit einer schönen Legende an Bord und witzig noch obendrein. Eine gelungene Mischung.

Creature – Gefahr aus der Tiefe (Morton Rhue / Aleksander Radenkovic)

Titel: Creature – Gefahr aus der Tiefe / Verlag: Jumbo, GoyaLibre / Spielzeit: ca. 360 min, 4 CDs / Buch: Morton Rhue / gelesen von: Aleksander Radenkovic

Inhalt: Der junge Ismael weiß, dass er auf der Erde keine Perspektive hat: Die Umwelt ist vollkommen zerstört, eine ewige Smogwolke hängt über dem Planeten und die Sauerstoffvorräte werden knapp. Nur die Ressourcen, die von anderen Planeten zur Erde geschickt werden, lassen die Menschheit überleben. Kurz entschlossen heuert Ismael auf einem Walfangschiff auf dem Planeten Cretacea an und schon bald macht er mit seinen Kameraden und Kapitän Ahab Jagd auf die gefährlichsten Meereswesen, die es auf der Erde schon lange nicht mehr gibt.


Obwohl ich weiß, dass Morton Rhue bereits viele Bücher geschrieben hat, war dies doch meine erste Geschichte von ihm. Mich sprach ausnahmsweise mal das Phantastische, Dystopische an, wofür ich sonst nicht mehr so zu haben bin. Aber im Vergleich zu anderen Büchern von Rhue war es ein Pluspunkt für mich.
Die Story malt ein schauriges Bild von der Erde und ihrer Zukunft, sodass man leicht navollziehen kann, dass Ismael von dort flieht und versucht, das Geld aufzutreiben, das es braucht um seine Familie zu retten. Davon abgesehen musste ich mir Ismael aber doch erstmal quasi erarbeiten. Anfangs wirkt die Figur nicht allzu griffig. Doch Ismael entwickelt sich, man bekommt Einblicke in seine Vergangenheit und zahlreiche gefährliche Situationen holen nach und nach alles aus dieser Figur heraus. So habe ich mich nach und nach doch gut mit ihm angefreundet.
Ein bisschen zu kurz kommen dagegen mehrere andere Figuren, die mir leider zu sehr Nebenfiguren blieben. Allen voran: Gwen. Nichtsdetotrotz, man fiebert unweigerlich mit Ismael und auch den übrigen Charakteren mit. Das ergibt sich einfach vor dem Geschehen, das mit diversen actionreichen Szenen punktet, die Dramatik und Spannung in die Geschichte bringen.
„Creature“ erinnert ein wenig an den Klassiker „Moby Dick“. Das ist alleine an den Namen „Ismael“ und „Kapitän Ahab“ bereits gut zu erkennen. Meinem Eindruck nach ist das aber nur eine Art kleiner Funke, aus dem sich trotz dieser Anlehnungen ein ganz anderes, neues Abenteuer entwickelt. Mir hat das gut gefallen, da ich nicht so der Fan solcher Klassiker bin, es aber eben immer mag, wenn kleine Details daraus für neue Erzählungen genutzt werden.

Aleksander Radenkovics Stimme passt gut zur Geschichte und zu Ismael. Seine Stimme klingt passig jung und er findet auf dezente Art für die Figuren jeweils eigene Stimmen. Genauso gut gelingt es ihm, die Stimmungen der einzelnen Szenen aufzugreifen und auch Ismaels Launen überzeugend rüberzubringen.

Ich mag Blau. Es ist so und deshalb sprach mich das Cover auch auf Anhieb an. Die Szene mit dem Schiff auf stürmischer See und mit hohen Wellen bürgt bereits für eine spannende Abenteuergeschichte. Gleichzeitig bekommt man einen Blick auf die Unterwasserwelt geboten, wo die Gefahr lauert. Ein absolut passendes Motiv zur Geschichte.

Fazit: „Creature“ nimmt einige kleinere Anleihen an „Moby Dick“, ist davon abgesehen aber weit davon entfernt. Es ist eine ganz eigenständige, spannende Geschichte, mit Einschlägen in Richtung Fantasy und Dystopie. Obwohl beides sonst eher nicht mehr mein Ding ist, hat mir „Creature“ wirklich prima gefallen und ich bin den Abenteuern von Ismael und seinen Leuten mit Vergnügen und Neugier gefolgt.

Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (36) – Remis in 10 Zügen

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (36) – Remis in 10 Zügen / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Reent Reins, Jürgen Thormann, Lutz Harder, Peter Groeger ua

Inhalt: Aus der Royal Gallery im Palace of Westminster wird der Sovereign´s Orb gestohlen. Es handelt sich um eine mit Edelsteinen besetzte, goldene Hohlkugel, die einen zentralen Bestandteil der britischen Krönungsinsignien darstellt. Einer der Wachleute scheint verdächtig. Hat der Mann etwas mit dem Diebstahl zu tun? Sherlock Holmes ist Besucher eines Schachwettkampfes im Palace of Westminster und übernimmt die Ermittlungen.


Begeisterte Schachspieler mögen mir die folgenden Zeilen verzeihen, aber ich habe für Schach gar nichts übrig. Ich würde es gerne können, aber es war mir immer zu kompliziert, sodass ich die Lust verloren habe. Schachmeisterschaften zB im TV finde ich gähnend langweilig.
Daher ist es vielleicht nachvollziehbar, dass ich dieser Folge zunächst skeptisch gegenüberstand. Es gibt tatsächlich -vor allem zum Ende hin- auch Szenen, die ich entsprechend öde fand, aber zum Glück machen sie nur einen sehr kleinen Teil des neuen Falles aus.
Der wirkt erstmal auch gar nicht so komplex. Man traut es Holmes schließlich inzwischen ohne Probleme zu, einen Diebstahl aufzuklären. Selbst bei den kostbarsten Kostbarkeiten und entsprechender Tücke der Täter. Doch dieser Fall entwickelt sich stetig weiter. Es gibt immer mal wieder Momente, an denen man denkt, die Sache sei nunmehr aufgeklärt. Doch dann taucht doch wieder eine neue Frage auf, die es zu klären gilt. Somit täuscht der erste Eindruck und der Fall hat durchaus überraschende Wendungen zu bieten und ist demnach komplexer als gedacht.
Das hält einen beim Hören mit Leichtigkeit bei Laune. Es macht einmal mehr Spaß, Holmes (und natürlich Watson) bei seinen Nachforschungen zu begleiten und sein Kombinationstalent zu bewundern.
Wie üblich ist auch eine Spur feinsinniger Humor mit dabei, der vor allem in den Dialogen liegt. Ohne ihn kann ich mir eine Folge dieser Reihe gar nicht vorstellen und er ist einer der Hauptgründe, wieso dieser Holmes mein Lieblings-Holmes ist.

Es ist ein seltsames Gefühl, Christian Rode und Peter Groeger zu hören, wo man doch weiß, dass sie leider bereits verstorben sind. Sie passen so wunderbar zusammen und ergänzen sich zu einem unterhaltsamen und sympathischen Ermittlerduo, dem ich gerne folge. Ich hoffe wirklich, es gibt noch ein paar Folgen mehr, die bei der Romantruhe bereits „auf Halde“ liegen, sodass die beiden uns noch etwas erhalten bleiben. Jürgen Thormanns markante Stimme passt einwandfrei zu Greenhill und ein ständiger leichter Unterton sorgt dafür, dass man dem Schachspieler irgendwie nicht trauen will…

Stimmige Musikstücke sorgen in den Szenen für die nötige Atmosphäre. Wie gewohnt sehr dezent, aber doch wirkungsvoll.

Das Cover verrät bereits einiges über die Geschichte, aber doch nicht so viel, dass direkt alles verraten wäre. Stattdessen fragt man sich, was es mti Holmes am Schachbrett auf sich hat. Und natürlich auch, mit dem Ring.

Fazit:  Dieser Fall lässt sich vergleichsweise harmlos an. Eine sonderlich komplexe Handlung erwartet man eingangs nicht. Doch die Sache entwickelt sich. Kaum wirkt der Fall aufgeklärt, tut sich die nächste Frage auf. Das überrascht und hält bei Laune.

Titanic – 24 Stunden bis zum Untergang (Stephen Davies / Rainer Strecker)

Titel: Titanic – 24 Stunden bis zum Untergang / Verlag: DAV / Spielzeit: ca. 104 min, 2 CDs / Buch: Stephen Davies / gelesen von: Rainer Strecker

Inhalt: Sie galt als unsinkbar und fand doch ein dramatisches Ende im eiskalten Nordatlantik. Bis heute übt die Titanic eine ungebrochene Faszination auf Groß und Klein aus. Das erste fiktionale Hörbuch zum Thema lässt Kinder ab acht Jahren die Jungfernfahrt des Ozeanriesen hautnah miterleben. Sie folgen den Kindern Jimmy, Omar und Beryl, wenn sie die Decks erkunden, mit anderen Passagieren feiern und schließlich dabei sind, als die Titanic den legendären Eisberg rammt und der Kampf ums Überleben beginnt.


Von der Titanic dürfte jeder bereits gehört haben. Damit ist es natürlich kein Geheimnis, wie sie endete. Aus dieser Richtung kann man bei diesem Hörbuch also keine Spannung oder Überraschung erwarten.
Dafür ist diese Geschichte schon deshalb interessant, weil sie aus dem Blickwinkel eines etwa zehnjährigen Jungen erzählt wird, dem kleinen Jimmy, der mit seiner Mutter und seinem Bruder in der 3. Klasse des Schiffs reist. Und Kinder sehen viele Dinge (noch) ganz anders als Erwachsene. Und so erlebt man die Titanic anfangs quasi als höchst interessanten Abenteuerspielplatz. Zusammen mit seinem neuen Freund Omar erkundet er die verschiedenen Decks und auch die Laderäume, schmuggelt sich in die Gymnastikräume, feiert mit ihren Leuten und erlebt noch so manch anderes Abenteuer. Es macht Spass, sie zu begleiten, und da sie sich dabei oft in brenzlige Situationen bringen, ist es oft auch noch ein bisschen aufregend dazu. Vor allem vor so einem großartigen Schauplatz wie der Titanic.
So richtig spannend wird es dann ab diesem schicksalhaften Moment des Zusammenstoßes zwischen Schiff und Eisberg. Wie schon geschrieben nicht, weil man mitfiebert, ob es wirklich passiert, oder nicht, denn das ist  hinlänglich bekannt. Sondern weil Jimmy vom ersten Moment an so sehr versucht, noch ein paar Dinge in Ordnung zu bringen. Deshalb steigt er nicht in das erstbeste Rettungsboot, sondern unternimmt einige weitere Abenteuer. Dabei kann man ihn nur für seinen Mut bewundern und hat weit mehr als einen Grund, sich Sorgen um ihn zu machen und ihm nach Kräften die Daumen zu drücken. Letztlich steht ihm das Wasser wortwörtlich bereits bis zum Hals und an sich kann man sich kaum vorstellen, dass er jemals lebend aus der Sache herauskommen wird und sich retten kann.
Zum Ende hin wird es zusätzlich auch noch sehr rührend. Denn die Geschichte beschönigt nichts. Nicht jeder hat diese Katastrophe überlebt, das ist bekannt. So ist es auch hier und da kann man durchaus mal ein Tränchen verdrücken. Aus der Situation / den Geschehnissen heraus. Nicht, weil übermäßig auf die Tränendrüse gedrückt wird.

Gelesen wird das Hörbuch von Rainer Strecker, dem es gut gelingt, in jugendlich lockerem Ton zu erzählen, obwohl er eindeutig nicht in Jimmys Alter ist. So nimmt man ihm den abenteuerlustigen, cleveren und mutigen Jungen leicht ab. Genauso gut bringt er dessen unterschiedliche Gefühlslagen glaubhaft rüber. Da fällt es leicht, über längere Zeit hinweg zu lauschen.

Eine ganze Reihe Geräusche veranschaulicht die Ereginisse auf der Titanic und rund um deren Untergang. Genauso oft ist Musik mit dabei, beispielsweise bei den Feiern, bei denen Jimmy und Omar mit dabei sind. So wird das Gehörte angenehm lebendig und man kann sich gut in die Geschichte hineinversetzen.

Das Covermotiv finde ich wunderschön und einfach toll gelungen. Der finstere Nachthimmel und darunter der kleine Junge, vor dessen Augen die Titanic im Meer versinkt. Es sieht beeindruckend aus.

Fazit:  Das bekannte Unglück aus Sicht eines Kindes erzählt, das ist mal etwas Neues und gibt der Geschichte ihren ganz eigenen Reiz. Anfangs macht es Spass, Jimmy und seinen Freund Omar bei ihren Abenteuern zu begleiten, hat aber auch einen bitteren Beigeschmack, weil man weiß, wie es mit dem Schiff enden wird. Später wird es durch Jimmys mutige Aktionen während des Untergang so richtig spannend und gegen Ende sehr bewegend. Rundum top und empfehlenswert also!

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