Die drei ??? Special – Das Grab der Inka-Mumie

Titel: Die drei ??? Special – Das Grab der Inka-Mumie / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 90 min / Sprecher:  Andreas Fröhlich, Sonja Stein, Eckart Dux, Kerstin Draeger ua

Inhalt: Aus dem unterirdischen Schrein der Familie Paredes wurde eine Mumie gestohlen! Sofort machen sich Justus, Peter und Bob daran, das Rätsel hinter diesem Diebstahl aufzuklären. Wer steckt dahinter und vor allem: Was hat der Täter mit seiner Beute vor? Bei ihren Ermittlungen treffen die drei ??? auf geheimnisvolle Gestalten, die anscheinend nichts Gutes im Schilde führen. Oder will jemand sie nur auf eine falsche Fährte locken?


Da haben wir nun also ein weiteres Special der Reihe. Wobei ich nicht so recht weiß, was das Special so speziell oder besonders macht. Die Geschichte ist es jedenfalls nicht. Das soll aber keineswegs heißen, dass die Story nicht gut ist! Ganz im Gegenteil hat sie mir sogar sehr gut gefallen! Und das, obwohl sie inhaltlich keine Innovation darstellt.
Dafür hat sie eine ganze Reihe anderer Vorzüge. Erstens verläuft sie wunderbar geradlinig, man kommt immer problemlos mit, muss nicht in Habachtstellung am Lautsprecher sitzen und Justus Intellekt haben um am Ende die Lösung zu begreifen. Solch ein Ablauf alleine sorgt bei mir schon für Spannung, weil man durchweg mitknobeln kann.
Zweitens dreht sich hier zwar alles um die Inka, ihre Kultur und ihre Mumien, aber es wird nie allzu tief darauf eingegangen. Damit ist auch hier Langeweile ausgeschlossen. Mich interessieren solche Kulturen nämlich nur vor Ort, aber nicht in Erzählungen. Das ist mir immer zu öde. Da hat man hier genau das passende Maß gefunden.
Drittens ist die Story durchaus ein bisschen schräg an einigen Stellen, fast ein bisschen pietätlos, und so etwas mag ich auch. Vor allem, weil man dabei auch noch schmunzeln kann. Warum also nicht?
Viertens kommt die Folge komplett ohne Erzähler aus, und ich konnte ihr trotzdem gut folgen und wusste immer, wo die Handlung gerade spielt, wer da just das Wort ergriffen hat und wie die Dinge zusammenhängen. Ich bin sonst absoluter Befürworter eines Erzählers bei einem Hörspiel, weil ich durch ihn den Faden nicht so leicht verliere, aber hier hat das alleine die Story geschafft. Alleine daraus schließe ich schon, dass sie gut erzählt ist.
Fünftens ist die Sprecherliste zwar lang, aber der Kreis des wichtigsten Figuren ist dennoch klein. Ich habe ja massiv etwas dagegen, wenn mich eine Story durch eine Vielzahl an Figuren verwirrt. Und das geht schnell bei mir.
Und um das halbe Dutzend Pro vollzumachen: das Ende ist wirklich mal etwas anderes, aber absolut nachvollziehbar.

Neben den drei bestens aufgelegten Hauptsprechern tut sich hier vor allem Sonja Stein mit ihrer markanten Stimme hervor und lässt einem Nayra schnell sympathisch werden. Eckart Dux überzeugt mit warmer Stimme und einem ruhigen und salbungsvollen Ton. Urs Affolter dagegen hätte für mich bei den entsprechenden Gelegnheiten noch etwas energischer klingen dürfen.

Musik und Geräusche wissen ebenfalls zu überzeugen und betonen gekonnt die Atmosphäre gewisser Szenen. So geben die auch der Spannung nochmal einen zusätzlichen Schliff. Und natürlich wird das Geschehen durch die Geräusche anschaulich, was mangels Erzähler ein Pluspunkt ist.

Das Cover zeigt wohl das Antlitz der Inka-Mumien und wirkt durchaus ein wenig schaurig.

Fazit: Für mich aus mindestens einem halben Dutzend Gründen eine rundum gelungene Folge. Spannend, übersichtlich, ein wenig schräg, stets geradlinig und niemals langweilig. Speziell ist sie für mich nicht, daher auch nicht das, was ich als „Special“ bezeichnen würde, aber eben in jeglicher Hinsicht top.

Die Eiskönigin – Die schönsten Geschichten (Yvonne Greitzke)

Titel: Die Eiskönigin – Die schönsten Geschichten / Verlag: der Hörverlag / Spielzeit: ca. 120 min / gelesen von: Yvonne Greitzke

Inhalt: Ein Wiedersehen mit Anna, Elsa und ihren Freunden! In fünfzehn neuen Geschichten reisen Anna und Elsa in ferne Länder, finden einen neuen Rentierfreund, geben Überraschungspartys und begegnen einem Eismonster. Elsa, Anna, Kristoff, Sven und natürlich Olaf sollen außerdem einem kleinen Troll auf seinem Weg zu einer Kristallzeremonie helfen. Werden sie es mit den Polarlichtern schaffen diese geheimnisvolle Zeremonie zu finden?


Es ist ja nun schon eine Weile her, dass der Film „Die Eiskönigin“ im Kino begeisterte. Aber so ein kleiner Hype um die Abenteuer von Anna, Elsa, Sven und Olaf ist bis heute geblieben, speziell bei den jungen Fans der Geschichte.
Für sie kommen hier nun zwei CDs mit neuen, kurzen Geschichten um die Freunde. Sie sind lustig, ein bisschen spannend, auch mal rührend und durchweg einfach nur wunderschön und voll mit dem Charme und Flair des großen Kinovorgängers. Beispielsweise will ein Geburtstag vorbereitet werden, was für Chaos sorgt. Olafs so sehr gewünschter Sommertag soll anstehen. Und eine Schar Schneelinge sorgt für viel Trubel. Es ist also immer etwas los und langweilig wird es nicht eine einzige Sekunde lang.
Gleichzeitig lernt man die Figuren durch diese 15 Geschichten nochmal ein Stück weit besser kennen, wodurch man sie besonders lieb gewinnt und sich umso mehr mit ihnen anfreundet.
Alle Geschichten sind kindgerecht kurz. Man muss nicht das ganze, knapp zweistündige Hörbuch am Stück hören, sondern kann zum Beispiel jeden Abend vor dem Schlafen eine Geschichte genießen.

Gelesen wird das Hörbuch von Yvonne Greitzke, die auch im Film der Anna ihre Stimme lieh. Man erkennt die Filmfigur also sofort wieder. Eine gute Wahl. Für diese Geschichten passt einfach nur eine aus dem Film vetraute Stimme. Sie liest locker und flüssig und hat eine Reihe Stimmen in petto, damit man die Figuren leicht unterscheiden kann. Es macht Spass, ihr zu lauschen.

Natürlich sind Anna und Elsa auch auf dem Cover zu sehen, gemeinsam mit Olaf. Mir gefällt ja der untere Teil des Motivs ein bisschen besser, weil ich ein Faible für so dunkel angehauchte Szenen habe. Da wirken die Eiskristalle umso besser.

Fazit:  15 neue, kurze Geschichten um Anna, Elsa, Olaf, Sven & Co., die mal spannend, mal berührend, mal turbulent und natürlich auch lustig sind. Yvonne Greitzke, die auch im Film die Anna spricht, liest wunderbar lebendig. Für Fans der „Eiskönigin“ ist das Hörbuch ein Muss.

Potz Blitz – Die Zauberakademie (06) – Gefahr für das Wunderland

Titel: Potz Blitz – Die Zauberakademie (06) – Gefahr für das Wunderland / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 77 min / Sprecher: Celina Walter, Reent Reins, Stephan Chrzescinski, Tim Caspers ua

Inhalt: In der Bibliothek der Potz Blitz Zauber-Akademie für junge Hexen und Hexer geschieht Seltsames. Stimmen hallen durch die Gänge und Bücher fliegen wie von Geisterhand umher. Als die drei Freunde Flo, Finn und Jazz nachts auf der Lauer liegen, sehen sie eine Gestalt, die in einen alten Baum steigt. Als sie ihr folgen, finden sie sich plötzlich mitten in der Geschichte von Alice im Wunderland wieder! Dort sind sie in großer Gefahr, denn eine dunkle Macht droht, das Wunderland zu zerstören. Können die drei Freunde die Geschichte retten?


Obwohl die Welt an der Zauberakademie auch eine Art Wunderland ist, so kommt einem bei diesem Titel doch sofort Alice und ihr Wunderland in den Sinn. Genau darum geht es dann auch. Nach einem turbulenten Start in der Akademie, bei ich wieder manches Mal schmunzeln musste, geraten Finn, Jazz und Flo auf bekannte Weise hinüber ins Wunderland. Dort gilt es, einen bösen Zauberer zu erwischen und an seinen Untaten zu hindern. Unterwegs begegnen sie vielen Gestalten, die man als Hörer aus „Alice im Wunderland“ kennt, aber auch aus „Alice hinter den Spiegeln“. Die Szenen, in denen die Freunde dem Zauberer begegnen, sorgen für Spannung, ebenso die Begegnung mit der Herz-Königin und die Gerichtsverhandlung.
Das Zusammentreffen mit anderen Figuren wie zB der Grinsekatze, dem verrückten Hutmacher oder auch Meister Raupe sind dagegen meist eher unterhaltsam. Als sie an den Gärtner geraten, musste ich wirklich lachen über dessen schräge Flora.
Ich liebe „Alice im Wunderland“ (wobei ich nur den Disneyfilm kenne), daher hat es mir sehr gut gefallen und viel Spass gemacht, wie die Geschichte mit der um die drei Zauberschüler verknüpft wurde. Es wirkt gleichermaßen harmonisch, wie auch ein bisschen schräg, und diese Mischung macht den Reiz dabei aus. Dass die Zauberakademie dabei dieses Mal keine so große Rolle spielt, hat mich nicht gestört. Das darf auch mal sein und solange es nicht zur Gewohnheit wird, ist für mich in dieser Hinsicht alles gut.

Die Sprecherliste ist mehr als umfangreich angesichts der zahlreichen Figuren im Wunderland. Jannik Endemann verleiht dem weißen Kaninchen genau die Hektik in der Stimme, die man von dieser Figur kennt. Reent Reins bringt den wirren Charakter des Hutmachers gekonnt rüber. Gordon Piedesack erweckt die Grinsekatze mit weicher und warmer Stimme zum Leben. Und über Robert Missler als Gärtner musste ich schmunzeln als er zum französischen Akzent wechselt um seine Mauerblümchen zu bezirzen.

Das Geschehen im Wunderland wird vor allem durch seine aufwendige und vielfältige Geräuschkulisse lebendig. So fühlt man sich direkt dorthin versetzt. Aber natürlich sind auch wieder viele stimmungsvolle Musikstücke zu hören, die für magisches Flair sorgen und bereits nach sechs Folgen charakteristisch für die Serie sind.

Von dem bösen Zauberer abgesehen, hält sich das Covermotiv an „Alice im Wunderland“. Das weiße Kaninchen ist zu sehen, die Grinsekatze ebenfalls und sogar Alice ist mit dabei.  Mit den kräftigen Farben, dem Nebel und den schimmernden Lichtpunkten ist es ein wirklich schönes Motiv und ein echter Hingucker.

Fazit: Eine rundum gelungene Verknüpfung von „Alice im Wunderland“ und einem neuen Abenteuer für Finn, Flo und Jazz, die gleichermaßen spannend, wie unterhaltsam ist. Phantastisch magisch!

Die 5. Welle (Rick Yancey / Merete Brettschneider, Achim Buch, Philipp Baltus)

Titel: Die 5. Welle / Verlag: derHörverlag / Spielzeit: 874 min, 2 mp3-CDs / Buch: Rick Yancey / gelesen von: Merete Brettschneider, Achim Buch, Philipp Baltus

Inhalt: Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Und dann begegnet sie Evan Walker. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und wird schon bald mit der Grausamkeit der fünften Welle konfrontiert.


Da niemand mit den Film zur Geschichte wollte und ich aktuell wenig zum Lesen komme, habe ich diese Reihe nun als Hörbuch begonnen. Da es sich um eine ungekürzte Lesung handelt, geht von der Story aus dem Buch wenigstens nicht verloren. An sich habe ich es gar nicht mehr bzw nur in sehr engen Grenzen mit Dystopien und Apokalypsen. Diese allerdings kommt dermaßen düster und unheilvoll daher, dass es für mich in Ordnung geht. Außerdem hat die Menschheit es hier mit Aliens zu tun, was ebenfalls ganz nach meinem Geschmack ist. Wobei man jedoch nie genau weiß, wer oder was da mit dem Raumschiff gelandet ist, denn „die Anderen“ (wie sie genannt werden) treten niemals in Erscheinung. Sie bringen „nur“ die Wellen an Unheil über die Menschen, die für zahllose Tote sorgen. Die Wellen steigern sich von Mal zu Mal, werden immer grausamen und das sorgt natürlich immens für Spannung.
Cassie ist in dieser Welt auf sich alleine gestellt und kämpft ständig ums nackte Überleben. Ich habe sie sehr für ihren Mut bewunert, fand es aber andererseits auch gut, dass man immer auch ihre Einsamkeit und Traurigkeit heraushört. In Monologen erzählt sie von der Zeit vor der Invasion, wodurch ich ihre Situation noch einmal tragischer fand.
Es gibt aber noch zwei weitere Perspektiven aus denen ab einem bestimmten Punkt erzählt wird. Speziell die von Cassies fünfjährigen Bruder nimmt einen beim hören sehr mit. Wenn so ein kleiner Mensch von einer solch grausamen Welt erzählt, ist das schon erschreckend. Bens Perspektive dagegen hat bei mir wenig Eindruck hinterlassen.
Da gefiel mir Evan dann doch deutlich besser, zumal er sich trotz allem seine Menschlichkeit bewahrt hat. Er und Cassie ergänzen sich prima und ich habe gespannt verfolgt, wie sie sich durchschlagen.
Die Geschichte bringt alles mit, was man sich von ihr nur wünschen kann. Sie hat Tempo, ist spannend und dramatisch und teilweise geht es ganz ordentlich zur Sache. Solche Action muss man vertragen können, sonst hat es mit „Die 5. Welle“ keinen Zweck.

Merete Brettschneider gefällt mir als Stimme von Cassie sehr gut. Sie bringt deren Gefühlslagen und Stimmungen absolut glaubhaft rüber, wodurch man nochmal mehr mit ihr mitfiebert und für sie hofft. Auch Achim Buch und Philipp Baltus kann man problemlos über längere Zeit hinweg lauschen ohne dass es je anstrengend wird. Zudem sorgen die drei Sprecher auch für eine gewisse Abwechslung. Obwohl die Geschichte schon rein inhaltlich nie langweilig ist, sorgt das doch nochmal für eine gewisse Auflockerung und Abwechslung.

Das Cover zeigt wohl eine Filmszene, wie es aussieht. Ich weiß es nicht, denn den Film habe ich, wie schon geschrieben, noch nicht gesehen. Aber zumindest vom Stil her ist es sicher an den Film angelehnt. Im Hintergrund ist die zerstörte Stadt zu sehen, vorne Cassie und Evan mit ihren Waffen. Beides vermittelt einen guten Eindruck und zwei der wichtigsten Fakten über die Geschichte.

Fazit:  Mir hat „Die 5. Welle“ vom Anfang bis zum Ende gut gefallen, Spannend, rasant, düster, actionreich und erfreulich schonungslos dem Hörer gegenüber. Und vor allem mit einer erfrischend neuartigen Bedrohung. Endlich mal etwas, das aus dem Einheistbrei herausragt. Den Film sehe ich mir sicher auch noch an und an der Hörbuchreihe bleibe ich ebenfalls dran.

Fünf Freunde (121) – …und die verlassene Jagdhütte

Titel: Fünf Freunde (121) – …und die verlassene Jagdhütte / Verlag: Europa / Spielzeit: ca.62 min  / Sprecher: Lutz Mackensy, Maud Ackermann, Till Demtröder ua

Inhalt: In einem abgelegenen Wald hat George geheimnisvolle Zeichen entdeckt. Schon am ersten Ferientag ziehen die Fünf Freunde los, um deren Bedeutung zu erkunden. Als sie am Abend in ein Gewitter geraten, schlüpfen sie gerade noch rechtzeitig in einer alten Jagdhütte unter. Und dort machen sie eine Entdeckung, die ihnen ganz neue Rätsel aufgibt. Doch die erste Frage lautet: Wie finden sie mitten in der Nacht aus diesem Wald heraus? Aber auch diesmal bringen die Fünf Freunde wieder einmal auf ihre ganz eigene Weise Licht ins Dunkel.


Mit dem Verlauf dieser Geschichte geht man etwas andere Wege als bisher bekannt. Die Freunde sind nämlich niemals einem richtigen Gauner auf der Spur. Es dauert überhaupt eine ganze Weile, ehe sich so eine Art Fall ankündigt. Langweilig ist es bis dahin nicht, da die Freunde sich im Wald verlaufen und aus der Richtung für Spannung gesorgt ist, aber es dauert doch ungewöhnlich lange bis es losgeht.
Mit einer Entdeckung in der Jagdhütte aus dem Titel geht es dann los. Im Wald finden die Freunde sich im Kugelhagel von Jägern wieder und die frisch gemachte Entdeckung ist plötzlich verschwunden. Sie muss unbedingt wieder gefunden werden, doch wer steckt hinter dem Diebstahl? Leider ist die Antwort auf diese Frage relativ vorhersehbar. Nicht im Ganzen, aber doch in einem ganz wichtigen Punkt. Letztlich wäre also eigentlch nur das „Warum“ zu klären, aber die Freunde rätlseln natürlich erstmal was das „Wer“ angeht. Wenn man also nicht sofort wittert, wer dahinter steckt, geht es recht spannend zu.
Nur eines darf man bei dieser Folge nicht: nach dem Logik hinter vielen Details fragen.
Die sonst so super schlaue George kann mit gewissen Zeichen an Bäumen nichts anfangen? Und selbst Julian muss erstmal raten? Als sie sich verlaufen haben, macht sich erstmal keine allzu große Unruhe breit, stattdessen wird genau erläutert, woran man im Wald die Himmelsrichtungen erkennen kann. Was ein Gemüt! Ausgerechnet George sieht die Falle nicht kommen, die wirklich direkt vor ihr steht? Ein Neunjähriger, der sich so verhält? Ein dermaßen leichtsinniger Fahrer eines Werttransportes? Nein, das kann man an sich alles einfach nicht glauben. Also muss man darüber hinwegsehen, sonst funktioniert die Story nicht. Ach, und Anne hat mich hier mit ihrem Gejammer ernsthaft genervt.

Bei den Sprechern tut sich hier vor allem Malon Stahlhut hervor, er hat eine ganze Menge zu sagen und seine Stimme passt auch zu dem neunjährigen Luke. Leider hört man bei jedem einzelnen Satz, dass er wohl durchweg abliest. Als Entschuldigung kann man allenfalls vorbringen, dass ihm Sätze in den Mund gelegt werden, die jemand seines Alters einfach nicht sagen würde. Trotzdem stört es auf Dauer. Claus Wilcke gibt einen sympathischen, kauzigen Mr. Sottleby. Und auch die Hauptsprecher sind wie immer fit dabei.

Die eingesetzten Musikstücke fallen weiter nicht auf. Mir sind sie jedenfalls nicht sonderlich im Kopf geblieben. Sie kommen nicht anders daher als man es von der Reihe kennt. Und das will ja nichts Schlechtes heißen.

Auf dem Cover rätseln die Freunde gerade an den seltsamen Zeichen auf den Bäumen herum. Damit beginnt die Geschichte und das Motiv verrät auch nicht allzu viel darüber. Somit kann es durchaus neugierig stimmen. Allerdings hätte ich mir schon etwas von der Jagdhütte gewünscht. Und wenn es nur ein Stück Dachüberhang im Rand gewesen wäre.

Fazit:  Ein ungewohnter Verlauf, eine Geschichte der anderen Art und auch ziemlich vorhersehbar. Am meisten stört hier aber das Unlogische daran. Die Fans kennen die Reihe seit so vielen Folgen, die werden ihr das wohl kaum abnehmen.

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