Die drei !!! (55) – Wildpferd in Gefahr

Titel: Die drei !!! (54) – Wildpferd in Gefahr / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Sonja Stein, Thomas Karallus, Helgo Liebig, Nicolas König ua

Inhalt: Kim und Marie haben sich von Franzis Pferdebegeisterung anstecken lassen. Gemeinsam verbringen sie eine Woche in einem Wildpferdereservat. Kaum sind sie dort angekommen, geschehen merkwürdige Dinge: Zwei Pferde brechen aus und jemand hat sogar.


Keine Hörspielreihe für Mädchen ohne Pferdegeschichten. So will es das Gesetz. Es ist auch nicht das erste Mal. Es gab bereits die eine oder andere Folge mit Pferden. Nun ist es also wieder soweit. Nach einem neuen Fall will es hier lange nicht aussehen. Stattdessen erfährt man, wie die Freundinnen zu dem Ausflug in das Wildpferdreservat kommen, welche Arbeit dort geleistet wird und weshalb. Über die dort lebenden Wildpferde erfährt man ebenfalls eine ganze Menge, genauso darüber, wie es in dem Camp aussieht und wer dort alles arbeitet.
Man merkt es vielleicht schon: ehe der Fall seinen Anfang nimmt, fließt verflixt viel Wasser den reservateigenen Bach hinunter. Das ist für mich auch gleich der erste Knackpunkt. Interessant ist all das sicher. Ich finde es auch absolut gut, dass ein solches Thema in einem Hörspiel angesprochen wird. Tier- und Naturschutz sind immens wichtig. Aber der Fall steht hier dadurch zu lange in den Startlöchern.
So richtig in Schwung kommt er auch danach leider nicht mehr, obwohl es an sich genügend gute Ansätze gibt. Es wird ermittelt, es gibt einige Verdächtige und die Mädels sind mit gewohntem Eifer und Cleverness am Werke. Sogar die Pferde stehen nicht mehr so sehr im Mittelpunkt. Aber die Sache hat keine echte Chance mehr, so richtig Fahrt aufzunehmen. Hinzu kommt noch, dass die Auflösung recht weit hergeholt wirkt.

Caroline Kiesewetter nimmt man die engagierte Wissenschaftlerin  Doc Vic problemlos ab. Schön ist es auch, dass man so viel von Franzis Vater hört. Thomas Karallus lässt ihn sehr sympathisch wirken. Und Helgo Liebig gelingt es gut, dass man aus seiner Figur, Jobst von Stolz, nie so richtig schlau wird.

Neben den bekannten Musikstücken belebt eine ordentliche Geräuschkulisse die Geschichte. So fühlt man sich leicht zu den Mädchen und den Pferden in das Reservat versetzt.

Wenigstens pocht das Covermotiv nicht ausdrücklich darauf, dass auf der CD dahinter ein Jugendkrimi wartet. Stattdessen ist es ein Motiv, dass auch zu jeder herkömmlichen Pferdegeschichte passen würde.

Fazit:  Die Geschichte hält sich viel zu lange mit Vorreden auf. Die sind zwar interessant und informativ, aber es dauert dadurch zu lange bis der Fall beginnt. Danach hat er dann leider nicht mehr ausreichend Gelegenheit in Schwung zu kommen. Eine weit hergeholte Auflösung setzt dem letztlich die Krone auf. Insgesamt eine schwache Folge.

Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen (20) – Hatch will heiraten

Titel: Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen (20) – Hatch will heiraten / Verlag: Highscore Music / Spielzeit: ca. 57 min / Sprecher: Klaus Herm, Karin Grüger, Heinz Rabe ua

Ihre Reise um die Welt setzen Professor van Dusen und Hutchinson Hatch auf einem Passagierdampfer fort, wo der Reporter einen heftigen Streit zwischen zwei Männern in einer fremden Sprache beobachtet. Sofort berichtet er auch dem kriminalistischen Gelehrten von seiner Beobachtung. Auch am nächsten Tag hat Hatch wieder eine ähnlich unangenehme Begegnung, bei der er jedoch auch der zauberhaften Miss Apex begegnet, die in dunkle Machenschaften verwickelt zu sein scheint.


Auf ihrer Weltreise sind van Dusen und Hatch in dieser Episode auf dem Passagierdampfer Ormuz unterwegs, was eine schöne Abwechslung darstellt. Auch sonst hat die Geschichte ein paar nette Überraschungen in petto. So steht hier bespielsweise gar nicht van Dusen im Mittelpunkt. Die Story dreht sich vielmehr um Hatch, der auf dem Schiff ein paar finsteren Gestalten auf die Spur kommt und so unversehens in eine höchst gefähliche Lage gerät. Da ich Hatch genauso gerne mag wie van Dusen hat mir das wirklich gut gefallen. Vor allem erfährt man so auch noch ein paar interessante Details über van Dusens Freund und Chronisten.
Im Vorgeplänkel am Anfang des Hörspiels äußert Hatch Bedenken, die Geschichte überhaupt zu erzählen. Unter anderem, weil er sie nicht für eine richtige Kriminalgeschichte hält. Jedenfalls wenn man davon immer Mord und Totschlag erwartet. Das stimmt so sogar. Legt man einzig diesen Maßstab an, ist es wirklich kein echter Krimi. Doch auch hier sind echte Gauner am Werke. Es muss nicht immer eine Leiche geben, es gibt noch genug anderen Arten des Verbrechens. Auch wenn man hier schnell ahnt, dass Hatch geradewegs ins Unglück läuft und man den Leuten aus dem fernen Ruritanien keinen Meter über den Weg trauen sollte, so bleibt es doch spannend. Alleine schon durch die Sorge um Hatch und die Frage, ob und wie van Dusen das Unheil von seinem Chronisten abwenden kann.
Am Ende beim großen Finale in allerletzter Sekunde steht dann wieder er im Mittelpunkt. Während man zuvor oft auf sein geistreichen Bemerkungen und intelligenten Gedankenspiele verzichten muss, kann er an dieser Stelle wie gewohnt brillieren.

Wenn sich eine Story vornehmlich um Hatch dreht, ist logischerweise von Klaus Herm am meisten zu hören. Er liefert hier einen wirklich genialen Job ab. Hatch klingt geradezu besorgniserregend naiv, verliebt und manchmal sogar irgendwie trottelig. Da darf gerne mal geschmunzelt werden. Mit Karin Grüger alias Miss Apex hatte ich dagegen meine Schwierigkeiten. Sie übertreibt mir zu oft und so klingt die junge Dame keinweswegs geheimnisvoll oder verzweifelt. Alleine dadurch weiß man als Hörer schon, was man von ihr zu halten hat und in welche Richtung es mit der Story geht.

Stimmige Musikstücke und eine ganze Reihe passiger Geräusche verleihen der Folge ihr Flair. Man wähnt sich schnell in van Dusens Zeit und der Schauplatz Passagierschiff wird ebenso gut in Szene gesetzt wie der Part mit Hatch und Miss Apex auf ihrem Kamelritt.

Wenn es ein Motiv gibt, das den Stand der Ehe bestens beschreibt, dann dieses hier: die Hände zweier Menschen, die durch den Ehering aneinenadergekettet sind, Großartig!

Fazit:  In dieser Episode steht mal Hatch im Mittelpunkt, was eine schöne Abwechslung ist und genauso gut funktioniert wie die anderen Geschichten. Auch wenn der Hörer schnell weiß, wo der Hase hier langläuft, so ist es doch spannend zu verfolgen, wie Hatch in sein Unheil rennt. Und natürlich, wie van Dusen dem Spuk letztlich ein Ende setzt.

Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (38) – Die rote Spinne

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (38) – Die rote Spinne / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca 78 min / Sprecher: Christian Rode, Nicole Hannak, Lutz Harder ua

Holmes und Watson kommen bei einem Theaterbesuch einem lange zurückliegenden Verbrechen auf die Spur. Während der Vorstellung glaubt die Hauptdarstellerin Lady Gigi den Mörder ihrer Mutter im Publikum zu sehen. Doch ihre Mutter ist eines natürlichen Todes gestorben, als die junge Darstellerin noch ein Kind war. Holmes ist überzeugt davon, dass Lady Gigi im zarten Kindesalter wahrhaftig einen Mord mitangesehen haben muss. Die Lösung des Rätsels, so glaubt er, liegt in ihrem Unterbewusstsein


Diese Folge beginnt mit einer Szene, nach der man sich recht sicher ist, in welche Richtung die Geschichte gehen wird. Umso überraschender ist es, dass sie im Folgenden einen ganz anderen Weg einschlägt, der zunächst im Vergleich relativ harmlos wirkt. Man kann noch nicht mal wirklich von einem richtigen neuen Fall für Holmes sprechen. Aber irgendetwas stimmt halt eben doch nicht mit der jungen Theaterschauspielerin Lady Gigi. Allmählich stellt sich heraus, dass sie in ihrer Kindheit etwas ganz Furchtbares erlebt haben muss und von einem bestimmte, schaurigen Detail eingeholt wurde.  Leider kann sie sich an dieses Ereignis an sich jedoch nicht mehr wirklich erinnern.
Wie also kommt man solch einem Rätsel auf die Spur? Wie holt man Erinnerungen zurück? Eine Möglichkeit dafür ist die Hypnose und mir hat es richtig gut gefallen, dass die Geschichte dieses Thema aufgreift. Irgendwie hängt der Hypnose ja doch etwas Unheimliches an und das ist hier top in Szene gesetzt worden.
Die Ereignisse im Hier und Jetzt und Lady Gigis Erinerungen unter Hypnose ergeben dann ein Bild, das der Handlung schließlich Dramatik verleiht. Spätestens jetzt weiß man, hier liegt tatsächlich ein waschechter Fall für Holmes und Watson vor und ihre Gegenspieler sind mächtig und gehen wortwörtlich über Leichen.
Den Prolog hatte ich angesichts der Entwicklung glatt schon wieder vergessen und war entsprechend überrascht als die Story den Bogen dorthin zurück schlägt. Gelungen, wirklich sehr gelungen.
Eine kleine Nebensächlichkeit (vielleicht?): Watsons ständige Betonung, die Nachbildung eines AFRIKANISCHEN Löwen zu sehen, hat mich googeln lassen und nun weiß ich, dass es auch asiatische Löwen gibt. Allerdings sehen die nicht viel anders aus als die afrikanische Verwandtschaft. Was also ist an den Skulpturen so typisch afrikanisch, dass man das so betonen muss?!

Als Lady Gigi ist Nicole Hannak zu hören. Sie bringt die junge, nach und nach immer verzweifeltere Schauspielerin glaubhaft rüber. Man kann schon verstehen, dass Watson ein Faible für sie hat. Wolfgang Rumpf gibt einen recht überheblichen Lord Rufus Ashley und lässt ihn angemessen undurchschaubar wirken. Man traut dieser Figur dadurch nie so recht über den Weg.

Einige sehr schöne Musikstücke begleiten das Geschehen und sorgen für eine nallmählich immer bedrohlich wirkendere Stimmung. Die Geräusche sind einmal mehr vom Feinsten. Diese Kombination steht dieser Folge besonders gut.

Die rote Spinne aus dem Titel gehört einfach auf das Cover, das sehe ich vernünftigerweise sogar ein. Ich hätte mir allerdings auch so manche andere Szene gut an dieser Stelle vorstellen können, die ebenfalls neugierig gemacht hätten.

Fazit: Dadurch, dass hier die Hypnose eine recht wichtige Rolle spielt, ist die Folge für mich schon etwas Besonderes. Das ist überraschend modern, gleichzeitig aber auch ein bisschen unheimlich. Der Fall für Holmes und Watson ergibt sich erst nach und nach, was für Spannung sorgt. Und es ist verblüffend, wie der Bogen zum Prolog geschlagen wird.

Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (39) – Der Tod des Henkers

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (39) – Der Tod des Henkers / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: ca 70 min / Sprecher: Christian Rode, Lothar Blumhagen, Gerald Paradies ua

Es ist eine ungewöhnliche Wette, die der aufstrebende Schriftsteller H. G. Wells dem für seine Härte und Häme gefürchteten Kritikerpapst William R. Hasseltine vorschlägt: Wells behauptet, innerhalb von drei Wochen einen bahnbrechenden Roman schreiben zu können, den selbst Hasseltine als bedeutendes literarisches Werk anerkennen muss. Sherlock Holmes und Dr. Watson werden Zeugen dieser Wette und machen sie gültig. Dann wird Hasseltine erstochen in seinem verschlossenen Hotelzimmer aufgefunden. Vom Täter fehlt jede Spur. Holmes steht vor mehreren Rätseln: Wie konnte die Tat verübt werden und wer spielt in dem großen Hotel eine falsche Rolle? Die Indizien sprechen gegen H. G. Wells, denn sein neuer Roman handelt vom perfekten Verbrechen.


Gelegentlich treffen Holmes und Watson auf bis heute bekannte Persönlichkeiten. Wie hier zum Beispiel den Schriftsteller H.G. Wells. Das alleine hat mir die Geschichte bereits sehr sympathisch gemacht. Für Unruhe sorgt ziemlich von Anfang an der Buchkritiker Hasseltine, der sich speziell auf Wells eingeschossen hat. Man ahnt direkt, dass dieses angespannte Verhältnis noch für Aufregung und höchstwahrscheinlich auch für einen neuen Fall für Holmes und Watson sorgen wird.
So ist es dann auch wenig später nach dem Einstiegsgeplänkel, das einem die wichtigsten Figuren und ihre Charakterzüge nahebringt. Hasseltine wird erstochen in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Das Zimmer war verschlossen. Wie also konnte ein Mörder hier eindringen und seine grausige Tat vollbringen? Man könnte Wells fragen, zumal dieser an einer Geschichte um das perfekte Verbrechen schreibt….
Doch er ist natürlich nichts der einzige, der infrage kommt und den sich Holmes im Laufe der Hadlung vornimmt. So lernt man eine ganze Reihe Personen kennen und hat gut Gelegenheit zu knobeln, wer aus der illustren Gesellschaft in diesem Hotel hinter der Tat stecken könnte. Und wie derjenige in das Zimmer gelangen konnte.
Einmal mehr ist es beeindruckend, wie gut und genau Holmes beobachtet und welch clevere Schlussfolgerungen er aus diesen Beobachtungen zieht. Oft sind es nur kleine Details, die letztlich ein Bild ergeben, die Fehler des vermeintlich perfekten Verbrechens aufzeigen und zum Täter führen.

Manfred Lehmann schafft es mit wenigen Sätzen, dass man Hasseltine auf Anhieb nicht mag. Er lässt den Kritiker hart und äußerst arrogant klingen. Lothar Blumhagen macht einem Wells dagegen schnell sympathisch. Über Georg Tryphon alias Koch Gustave de Garcy mit seinem jovialen französischen Akzent musste ich schmunzeln.

Wie von dieser Reihe gewohnt, präsentiert sich die Unternalung sehr zurückhaltend und setzt so feine Akzente. Musik und Geräusche sind passig eingefügt, sorgen für Flair und gestalten das Geschehen anschaulich.

Das Cover gewährt einen Einblick in das Hotel und auf die feine Gesellschaft dort. Man fragt sich unweigerlich, was diese Szenerie mit einem Henker zu tun haben könnte.

Fazit: Mit Wells schickt die Folge eine interessante Figur ins Rennen. Alleine damit hatte die Geschichte mich schon. Das Rätsel um den Mord am unsympathischen Hasseltine bzw das vermeintlich perfekte Verbrechen fällt detailverliebt und interessant aus. Man kann hier gut ein bisschen miträtseln.

Professor van Dusen (16) – …nimmt die Beichte ab

Titel: Professor van Dusen (16) – …nimmt die Beichte ab / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Nicolai Tegeler, Luise Lunow, Franziska Endres, Ilka Teichmüller ua

Eine anfangs noch harmlose Reise nach Florida entwickelt sich für Professor van Dusen und seinen treuen Begleiter Hutchinson Hatch zu einem gefährlichen Abenteuer. Durch einen Hurricane vom Weg abgekommen, landen die beiden Männer ausgerechnet in einem Nonnenkloster. Dort geht es den Bewohnerinnen zufolge nicht mit rechten Dingen zu: Geheime Zeichen an der Wand versetzen die Nonnen in Aufruhr! Auch die erste Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Die Denkmaschine nimmt daraufhin die Herausforderung eines Parapsychologen an, in einem Wettstreit die Lösung des Falls zu finden.


Dieser Folge ist zu Beginn noch nicht viel von einem neuen Fall für die Denkmaschine anzumerken. Für ihn und natürlich auch Hatch geht es dieses Mal per Automobil nach Florida. Jedenfalls soll er dorthin gehen, doch das Wetter und auch das Automobil erschweren die Reise sehr. Allerdings auf höchst vergnügliche Art und Weise. Ich habe manches Mal grinsen müssen als die beiden das Auto anmieten und auch bei ihren Wortgefechten auf der brenzligen Fahrt, die schließlich unter einem umgestürzten Baum ein jähes Ende findet.
Von nun an ist es auch mit dem Vergnügen vorbei. van Dusen und der verletzte Hatch landen in einem einsam gelegenen Kloster, in dem es zu spuken scheint. Die kleine Gruppe Nonnen dort lebt mehr oder minder verängstigt mit den seltsamen Vorkommnissen, denen ein Parapsychologe auf die Spur zu kommen versucht. Jedenfalls bis van Dusen Wind von der Sache bekommt, denn von da an wirkt der “Geisterjäger” vor allem albern.
Als eine der Schwestern tot aufgefunden wird, nimmt van Dusen die Spur des vemeintlichen Spuks auf und tritt damit in Konkurrenz zu dem Parapsychologen, was diesem natürlich gar nicht passt.
Mir hat diese Folge wirklich sehr gut gefallen, denn ich mag es, wenn man es mit einer überschaubaren Anzahl an Figuren zu tun hat. So kann man sich für jede ein bisschen Zeit nehmen und Überlegungen anstellen, ob und inwiefern sie mit den Ereignissen zu tun haben könnte. Auch der leicht uneheimlich anmutende Schauplatz, das alte, verwinkelte, schiefe Kloster war ganz nach meinem Geschmack. Das hat einfach seinen ganz speziellen Charme und sorgt für ein bisschen Gänsehautfeeling.
Das Rätsels Lösung dagegen ist im übersinnlichen Verständnis überhaupt nicht schaurig, grausig aber auf alle Fälle und es ist einmal mehr ein reines Vergnügen, van Dusen bei seinen aufklärenden Erläuterungen zu lauschen. Es bleibt bis zur letzten Minuten spannend, wer der- oder diejenige mörderische Welche ist…

Luise Lunow glänzt mit ihrer markanten Stimme als Mutter Ignazia. Man nimmt ihr diese Rolle auf Anhieb ab und hat auch gleich ein entsprechendes Bild von dieser Figur vor Augen. Dirk Müller gelingt es ebenfalls sehr gut, einem einen Eindruck von dem Parapsychologen zu vermitteln. In den Rollen der Schwestern sind Franziska Endres, Nicole Hannak, Ilka Teichmüller und Jenny Maria Meyer zu hören, die man dank ganz verschiedener Stimmen und Tonfälle prima unterscheiden kann. Dadurch werden auch die verschiedenen Charaktere dieser Figuren schnell deutlich.

Diese Folge lebt zu einem großen Teil von ihrer genialen Atmosphäre, welche sie unter Anderem auch der musikalischen Untermalung verdankt. Die fällt sehr stimmig aus und man fühlt sich schnell in dieses seltsame Kloster versetzt. Eine ganze Reihe Geräusche veranschaulicht das Geschehen.

Das düstere Klostergwölbe auf dem Cover vermittelt einen Eindruck davon, wo diese Geschichte spielt. Ein bisschen unheimlich wirkt es auch. Witzig finde ich den Kontrast zwischen der ehrwürdigen Mutter Ignazia und dem Trio hinter ihr, dass vor allem neugierig und im Vergleich deutlich lockerer wirkt.

Fazit:  Eine spannende Geschichte mit unheimlichen Einschlägen und so genau mein Fall!

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