Afrika

Fünf Freunde (107) – …und die Nacht im Safari-Park

Titel: Fünf Freunde (107) – …und die Nacht im Safari-Park / Verlag: Europa / Spielzeit:  ca. 55 min / Sprecher: Ivo Möller, Henry König, Alexandra Garcia, Wolf Frass ua

ff107Inhalt: Eigentlich wollten die Fünf Freunde zusammen mit Tante Fanny nur eine Verwandte in Moregate besuchen. Kaum sind sie angekommen, entdeckt George einen Zirkus und wird Zeugin eines seltsamen Elefantentransportes. Die Spur führt zu einem Naturschutzpark, in dem afrikanische Wildtiere leben. Dort scheint sich die Sache aufzuklären und die Fünf Freunde werden sogar eingeladen, an einer Safari teilzunehmen. Doch schon bald wird klar: Im Gehege der Elefanten geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Eine aufregende Spurensuche beginnt.


Seit einiger Zeit haben die Geschichten der “Fünf Freunde” sehr regelmäßig Botschaften in Sachen Tier- und Umweltschutz für die jungen Hörer in petto. Da bildet auch diese Folge keine Ausnahme. Mir ist das zwar inzwischen etwas arg häufig, andererseits kann man nicht früh genug damit anfangen, Kindern mit auf den Weg zu geben, dass man Tiere mit Respekt und Achtung zu bahendeln hat. Hier erfährt man eine ganze Menge über die Tiere Afrikas, speziell die Elefanten. Zudem wird darauf eingegangen, dass sie wegen ihrer wertvollen Stoßzähne gejagt wurden und dass diese Jagd heute strengstens verboten ist.
Die Folge ist aber keine reine Infoveranstaltung zu den Themen “Afrika” und “Elefanten”, sondern natürlich auch ein neuer Fall für die Freunde. Der hat mir ganz gut gefallen. Es gibt gleich mehrere -aber nicht zu viele- beteiligte Figuren, von denen sich keine so auffällig verhält, dass man den Täter sofort erkennt. So können die jungen Hörer gut mitknobeln, wer der Täter ist und um was es geht. Als erwachsener Hörer hat man das etwas schneller raus.
Außerdem habe ich die Idee mit dem Safari-Park wirklich als eine erfrischende Idee empfunden. Ich wüsste so spontan nicht, in welcher Episode es schon mal so exotisch zuging.

An den Sprecher gibt es einmal kaum etwas auszusetzen. Die Hauptsprecher sind munter und fit bei der Sache. Wobei mir Alexandra Garcia ab und an etwas zu übertrieben empört und zu naseweis rüberkommt. Doch in Summe fällt das kaum auf. Wolf Frass gibt einen ruppigen Mr. Pinelli, sodass man ihm auf Anhieb nicht über den Weg traut.  Und Florian Herkenrath übernimmt den Part des Pedro, der die Freunde um Hilfe bittet. Er klingt dabei angemessen verzweifelt.

Erstmal ein ganz dickes Lob dafür, dass hier keine Sprecher für die Rollen der Tiere zum Einsatz kommen! Toll! So klingt es mit dem Elefantentrompeten, dem “Wiehern” der Zebras und dem Affengekreische schön nach Afrika. Musikalisch leider weniger. Ganz ehrlich, beim “Afrika” hat doch jeder sofort eine bestimmte Musik im Ohr. Mit Trommeln, beispielsweise. So etwas hätte ich mir hier und da schon gewünscht. Fehlanzeige, leider.

Das Cover zeigt eine lustige Szene aus der Geschichte. Der Elefant spritzt die Freunde nass. Schön gelungen ist der Hintergrund, der wirklich nach Afrika aussieht und nicht nach einem künstlich angelegten Safari-Park.

Fazit:  Eine unterhaltsame und spannende neue Folge, die wieder man viele Informationen zu Afrika und seiner Tierwelt im Gepäck hat.

Meine Freundin Conni (41) – Conni und die wilden Tiere

Titel: Meine Freundin Conni (28) – Conni und die wilden Tiere / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: Lea Sprick, Philipp Draeger, Henry König, Achim Buch ua

conni41Inhalt: Conni und ihr kleiner Bruder Jakob besuchen mit Oma und Opa einen Safaripark. Sie treffen Giraffen, Affen, Löwen und viele andere große und kleine Tiere. Conni erfährt viel über die Aufzucht, die Haltung und den Schutz wilder Tiere. Und danach wissen alle auch, dass Affen sich gerne selbst fotografieren und dass Ziegen ganz schön frech werden können.


Einmal mehr eine Tierfolge in der Reihe. Mich stört das nicht weiter, denn mit Tieren kann man mir immer kommen. Anderen Hörern wäre etwas Abwechslung aber vielleicht nicht unrecht.
Conni und ihr Bruder Jakob schauen mit den Großeltern Fotos von der Safari an, die diese vor Jahren gemacht haben. Beide sind sofort begeistert und wollen auch nach Afrika auf Safari. Realitätnahe wie die Reihe sich jedoch hält, klappt das natürlich nicht. Und -etwas weniger realitätsnah- proben weder Conni, noch Jakob deshalb den Aufstand.
Mit den Groeßltern verbringen sie allerdings bald ein Wochenende in einem Safaripark in Deutschland. Gemeinsam mit Conni und Jakob lernt man als Hörer dabei die Tiere kennen, die sie dort anschauen. Dabei kann man ein bisschen was lernen und Spass macht es außerdem. Da bekommt man direkt Lust, selber mal einen solchen Park zu besuchen.
So richtig spannend wird es, als Jakob eines nachts verschwindet und Conni sich auf die Suche macht. Dieser Teil der Geschichte hat mir am besten gefallen. Da darf man sich zusammen mit Conni die gefährlichsten Dinge ausmalen und ihre Suche ist durchaus ein wenig schaurig. Kindgerecht schaurig.
Und zuletzt bekommen beide noch einen Blick hinter die Kulissen des Parks gewährt. Dabei dürften die jungen Hörer dann wirklich nur so dahinschmelzen. Da Affen (außer einigen Krabbelviechern) die einzigen Tiere sind, denen ich nichts abgewinnen kann, konnte ich das nicht ganz so nachvollziehen. Außerdem wird hier oberflächlich das Thema Arbeit in solch einem Park angeschnitten. Dabei überwiegen zwar die guten Seiten eines solchen Jobs, aber den Kindern wird durchaus auch mitgegeben, dass es nicht damit getan ist, täglich alle Tiere zu streicheln.

Lea Sprick und Philipp Draeger geben auch hier wieder ein munteres und aufgewecktes Geschwisterpaar. Henry König hat einen passenden, leicht brummigen, aber sympathischen Opa-Ton auf Lager Ingeborg Christiansen steht ihm in der Rolle von Connis Oma zur Seite. Auch sie klingt so lieb und herzlich, wie man es von einer Oma erwartet. Achim Buch hat mir als Parkranger ebenfalls gefallen. Er kommt nett rüber, kann aber auch energisch werden, wenn es nötig ist.

Die bereits aus der Serie vertrauten Stücke begleiten die Geschichte. Sie kommen fröhlich daher und sorgen für ein Gefühl von Sommer. Eine ganze Reihe Geräusche sind ebenfalls zu hören. Tausend Dank, dass man für die Tierstimmen keine Sprecher ans Mikrofon gezerrt hat wie es andernorts gerne gehandhabt wird. Hier klingen Löwe, Elefant und Affe wenigstens auch wie Löwe, Elefant und Affe. Da möchte man manchmal meinen, man sei wirklich in Afrika.

Auch das Covermotiv macht gleich Lust auf eine Safari. Wer möchte nicht mal quasi im Dschungel stehen und Papageien und Affen sehen und fotografieren? Im Booklet werden noch ein paar der Figuren aus der Geschichte vorgestellt.

Fazit:  Einmal mehr eine einfach schöne Geschichte mit Conni. Sie macht Lust auf einen Ausflug in einen solchen Safaripark, ist spannend und nebenbei kann man sogar noch etwas lernen. Was kann man von einem Kinderhörspiel mehr verlangen? Empfehlenswert wie immer.

Gruselkabinett (63) – Besessen

Titel: Gruselkabinett (63) – Besessen / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 56 min / Sprecher: Roman Wolko, Tobias Lelle, Kai Taschner, Gabrielle Pietermann ua

Inhalt: Dom Vincente da Lusto hat eine illustre und äußerst amüsierwillige Gesellschaft in sein Schloss an der West-Küste Afrikas geladen. Misstrauisch beäugen die Eingeborenen die ankommenden fremden Weißen. Mit dem Vollmond zieht unerwartet das Grauen im Schloss und der gesamten Gegend ein…


Eine Geschichte, die in Afrika spielt. Das ist nicht gerade das Sprungbrett in meinen CD-Player. Ich ziehe andere Länder klar vor. Trotzdem war ich nach “Rappaccinis Tochter” neugierig, ob es in dieser Folge wieder schauerlicher zugeht. Das Cover lässt ja darauf hoffen. Und ich bin nicht enttäuscht worden, auch wenn mit dem Thema “Werwolf” hier eine sehr gängige Gruselgestalt im Mittelpunkt steht. So ist zunächst für Spannung und auch ein wenig Grusel gesorgt. So wie man es vom “Gruselkabinett” eigentlich auch kennt. Man wird bei der Frage, wer hinter den Greueltaten steckt eine ganze Weile an der Nase herumgeführt Später dann bekommt die Geschichte auf gewisse Weise auch einen menschlich-dramatischen Einschlag, denn der Werwolf hier ist keine grundböse Kreatur. Hinter seiner Erscheinung, der immer widerkehrenden Verwandlung steckt ein trauriges menschliches Schicksal. Mir ist außerdem aufgefallen -womöglich weil “Rappaccinis Tochter so ruhige Tönse anschlug?-, dass in dieser Folge richtig gut was los ist. Diese Prise Action steht der Geschichte gut und hat bei mir dafür gesorgt, dass mich die Handlung noch mehr fesseln konnte. Das passt sicher nicht zu jeder Story, hier aber schon! Die Auflösung bzw Erlösung des Besessenen kam mir ziemlich einfach gestrickt vor. Es hätte doch eine so viel fulminatere Möglichkeit gegeben… Aber gut, der arme Besessene hat mir ja schon leid getan. Von daher sei es ihm gegönnt.

Roman Wolko hat mir in der Rolle des jungen Pierre prima gefallen. Er vermittelt ein symapthisches Bild dieses Charakters, dessen Erzählung ich gerne gefolgt bin. Tobias Lelle alias de Montour konnte mich ebenfalls überzeugen. Seine Stimme passt gut zu dieser Figur und es gelingt ihm sowohl die harte Seite dieses Charakters aufzuzeigen, aber auch in den Szenen glaubhaft zu sein, die sich mit seinem Schicksal befassen. Kai Taschner schließlich übernimmt den Part von Gastgeber Dom Vincente da Lusto und klingt der Position dieser Person angemessen energisch.

In Sachen Musik kann man der Serie ein weiteres Mal nichts vorwerfen. Stimmungsvolle Stücke sind zu hören, die der Atmosphäre zusätzlich auf die Sprünge helfen. Eine gelungene Mischung aus klassisch schauerlichen Melodien und Stücken, die sich auch in einem Gruselfilm von Heute hören lassen könnten.

Das Covermotiv verrät natürlich sofort mit welcher Art Kreatur es Pierre und die anderen Charaktere auf dem Schloss zu tun haben. Ansonsten hätte man vielleicht noch etwas länger rätseln können, ob nicht doch ein Leopardenmensch hinter den Angriffen steckt. Zur Story passt dieses Motiv aber natürlich, von daher geht es schon in Ordnung.

Fazit:  Eine Werwolfgeschichte an einem -für solche Storys- exotischen Schauplatz. Dem Gruselfaktor schadet das aber nicht. Zudem wird hier ganz gut Action geboten, was die Folge aus den anderen Episoden der Reihe heraushebt. Mir hat die Folge gut gefallen!

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