Anke Kortemeier

Mystery Diaries – Schattenherz

Titel: Mystery Diaries – Schattenherz / Verlag: Aurelia by Felicity Media GmbH / Spielzeit: ca. 69 min / Sprecher: Anke Kortemeier

schattenherzInhalt: Die junge Sarah liebt Bücher über mystische Wesen und magische Welten. Kurz nach ihrem 21. Geburtstag wird sie eines Abends auf dem Nachhauseweg von zwei Männern überfallen, und von einem geheimnisvollen Unbekannten gerettet.

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Aurelia bzw die Felicity Media GmbH ist eine dieser Zufallsentdeckungen, von denen es gerne mehr geben dürfte. Nach kurzem Stöbern hatte ich gleich drei Titel entdeckt, die interessant klangen.
Den Anfang machen heute de “Mystery Diaries” mit “Schattenherz”. Eine Geschichte, die vor allem Fans der aktuell so angesagten Romantasy ansprechen dürfte. Üblicherweise bin ich kein Fan davon, aber irgendwie sprach mich der Titel an, weil er mir sofort ein bestimmtes Bild vor Augen zauberte. Aber auch sonst hat die Geschichte bei mir einen guten Eindruck hinterlassen. Mit Sarah habe ich mich schnell angefreundet. Vor allem weil sie wirklich Charakter hat und nicht im Nu zum liebeskranken Dummchen wird, sobald der geheimnisvolle Kieran auftaucht. Und auch Kieran und seinen Freund Finn mochte ich. Sie wirken zwar durchaus rätselhaft, haben aber auch ganz menschliche Züge an sich.
Die Story erfindet nicht unbedingt das Rad neu. Der Verlauf ist recht typisch mit dem mysteriösen Zusammentreffen, einer Herausforderung für Sarah, die sie vor eine schwere Entscheidung stellt und dem gefährlichen Showdowan gegen Ende. Und natürlich -es gehört sich für dieses Genre einfach so- spielt auch die Liebe zwischen Sarah und Kieran eine wichtige Rolle. Ein ganz dickes Plus dabei ist es, dass hier in keinem Punkt übertrieben wird. Es geht weder kitschig zu, noch ziehen sich Kämpfe ewig hin, und Finn und Kieran sind auch keine Lichtgestalten. Das wäre in 69 Minuten alles wohl auch kaum unterzubringen gewesen. So ist das Geschehen schön kurzweilig, nicht abgehoben und auch ganz spannend.

Anke Kortemeier hat mir prima gefallen. Sie lässt Sarah schön selbstbewusst und realistisch klingen, sodass man sich leicht ein Bild von der jungen Frau machen kann. Für Kieran und Finn hätte ich mir etwas markantere Stimmen gewünscht, aber da Sarah erzählt, wer was sagt und da auch nicht so viele Charaktere mitwirken, fällt es trotzdem leicht den Überblick zu behalten. Beeindruckt hat Anke Kortemeier mich gegen Ende bei finalen Kampf. Bösewicht Toran verleiht sie einen wirklich boshaften Ton und sie scheut sich auch nicht zu schreien, wenn das Geschehen es erfordert.

Was die Untermalung angeht, war es mir hier etwas zuviel des Guten. Kaum eine Szene, die nicht von Musik begleitet wird. Das fand ich nicht immer wirklich notwendig. Dafür ist es aber unverkennbar, mit wieviel Sorgfalt die Stücke ausgewählt wurden. Sie sind stets gut auf die Atmosphäre der Szenen abgestimmt, hilft mal der Spannung auf die Sprünge, verdeutlicht mal die Freiheit bei einem Drachenflug oder schürt die Dramatik am Ende. Eine Reihe Geräusche sind ebenfalls eingestreut.

Fazit:  Eine schöne kurzweilige Fantasygeschichte mit romantischem Einschlag, die eindeutig von den nur 69 Minuten Spielzeit profitiert. So hat Langeweile keine Chance und es fällt leicht, sie in einem Rutsch zu hören. Ich bin gespannt auf weitere Geschichten aus den “Mystery Diaries”.

Shadow Falls Camp (01) – Geboren um Mitternacht

Titel: Shadow Falls Camp (01) – Geboren um Mitternacht / Verlag: DAV / Spielzeit: ca. 445 min / Buch: C.C. Hunter / gelesen von: Anke Kortemeier

Inhalt: Im Leben der 16-jährigen Kylie geht alles schief: Nach der Scheidung ihrer Eltern, dem Tod der Großmutter und der Trennung von ihrem Freund wird sie in ein Camp für Schwererziehbare geschickt. Doch Shadow Falls ist kein normales Sommercamp hier entpuppen sich die Teenager als Vampire, Werwölfe, Hexen und Gestaltwandler. Als wäre das nicht schon verwirrend genug, kämpfen zwei aufregende Jungs um Kylies Herz. Doch bevor sie sich ihrem Liebesleben widmen kann, muss sie herausfinden, wer sie ist.


Mein erster Eindruck von dieser Geschichte war: ein “House of Night”-Klon. Dieser erste Eindruck hat sich für mich während des Hörens bestätigt. Es gibt nur geringfügige Abweichungen wie zB dass die Handlung nicht in einem Internat, sondern in einem Sommercamp spielt. Und dass nicht nur Vampire die Geschichte bevölkern, sonden außerdem auch noch Werwölfe, Gestaltwandler und Geisterseher. Das Schema sonst ist auffallend ähnlich. Ein junges Mädchen gerät aufgrund eines Zwischenfalls unter das übersinnliche Volk, kann kaum glauben, was es hier erlebt und noch viel weniger, dass es selber dazu gehört. So geht es auch Kylie und den größten Teil dieser Geschichte nimmt auch genau dies ein. Kylie kommt in das Camp und kann sich mit all dem Neuen nur schwer abfinden. Sie glaubt nicht, dass sie etwas Besonderes ist, und findet auch nur schwer Anschluss im Camp. Zudem läuft es bei ihr zuhause gerade nicht sonderlich gut und so ganz nebenbei buhlen noch diverse übersinnliche und nicht übersinnliche Jungs um ihre Zuneigung. Ich gebe zu, ich habe mich sehr lange gefragt, wann denn hier endlich mal etwas geschieht. Darauf muss man bis CD 5 warten! Aber ich habe mich bis dahin wirklich gut unterhalten gefühlt. Mir gefällt es, dass hier verschiedene übersinnliche Wesen mitmischen, das bietet eine gewisse Brisanz und Abwechslung. Und wenn es spaßig ist, dann mag ich auch solche Teenie-Stories um Freundschaft, Liebe und Eltern-Probleme. Und gerade im Vergleich mit “House f Night” sehr wichtig für mich: man wird nicht mit irgendwelchen öden Ritualen gelangweilt. Es ist im Gegenteil eigentlich immer etwas los. Und für das Geschehen am Ende hat es sich auch gelohnt bis dahin durchzuhalten. Denn das verspricht durchaus mindestens eine interessante Fortsetzung.

Anke Kortemeier habe ich hier zum ersten Mal in einem Hörbuch gehört. Mir hat sie für diese Geschichte gut gefallen. Ihre Stimme klingt passend jugendlich und sie hat gerade in den Dialogen auch den passenden Teenie-Tonfall für jede Situation auf Lager. Die Variationen mit denen sie den Charakteren ihre Stimmen verleiht sind dabei zwar ziemlich dezent, aber sie funktionieren trotzdem prima. Ich habe immer gewusst, wen sie gerade spricht. Es muss also nicht immer sowas von markant sein. Feine und gute Nuancen erzielen die gleiche Wirkung. Sie klingen in meinen Ohren sogar besser!

Das Covermotiv gibt jetzt zugegebenermaßen nicht viel her. Das Camp befindet sich in bzw  nahe einem Waldgebiet und im Zentrum der Geschichte steht das Mädchen Kylie. Ein Baum und ein Mädchen sind da also eine ganz passende Wahl. Immerhin mal kein Gesicht! Danke! Ich mag außerdem das Farben- und Lichtspiel, das dem Bild einen mysteriösen “Anstrich” gibt.

Fazit:  Die Anleihen bei Genre-Kollegen wie “House of Night” sind nicht zu leugnen. Sie sind bis in Details unübersehbar vorhanden. Mir gefällt “Shadow Falls Camp” trotzdem besser, da man hier eine bunt gemischte übersinnliche Truppe antrifft, die einfach sympathisch ist. Und weil es -zumindest bisher- locker und unterhaltsam zugeht. Ich bin auf die nächsten Teile gespannt und solange die Geschichten um das “Shadow Falls Camp” so munter und vergnüglich sind, bleibe ich der Reihe treu.

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