Aurelia

Mord in München – Andrea Mangfall ermittelt – Der Ladykiller vom Oktoberfest

Titel: Mord in München – Andrea Mangfall ermittelt – Der Ladykiller vom Oktoberfest / Verlag: Aurelia by Felicity Media GmbH / Spielzeit: 65 min / gelesen von: Fanziska Ball

mangfallInhalt: Seien Sie dabei, wenn Andrea Mangfall auf dem größten Volksfest der Welt auf Spurensuche geht. Zwei Münchener Damen der High Society werden nach einem exzessiven Oktoberfestbesuch zu Hause ermordet aufgefunden.

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Da haben wir ihn: den dritten Streich von Aurelia. Was fehlte nach Grusel und Mystery noch? Genau, ein Krimi! In diesem Falle ein Krimi, der in den feineren Kreisen der Münchner Gesellschaft spielt. An eine Frau als Ermittlerin muss ich mich immer erst ein wenig gewöhnen, aber das ging bei Andrea Mangfall recht flott, weil sie augesprochen cool und selbstbewusst drauf ist. Das gefiel mir gut.
Ihr Fall nimmt sehr zügig seinen Lauf, sodass Langeweile erst gar nicht aufkommt. Lässt er sich noch vergleichsweise unspektakulär an, so zieht er bald unerwartete und anrüchige Kreise. Man glaubt ja gar nicht, was bei der High Society auf dem Oktoverfest so abgeht! Das Gefühl dieses berühmten Volksfest kam bei mir gut an. Und Anreda Mangfall wirkte inmitten der Schönen und Reichen erfreulicherweise wie der berühmte Elefant im Porzellanladen. Das hat sie mir gleich nochmal sympathischer gemacht. In der Jagd auf den Mörder steckt viel Tempo, und zum Schluss hin wird es nochmal richtig spannend als Andrea Mangfall sich mit ihm direkt auseinandersetzen muss.

Franziska Ball liest die Geschichte wirklich gut und mit unüberhörbar bayerischem Akzent. Das steht einem München-Krimi einfach gut. Sie lässt die Komissarin schön burschikos klingen und hat bei Bedarf  auch den befehlsgewohnten Ton für diese Figur auf Lager.

Auch beim dritten Hörbuch von Aurelia spielt Musik eine wichtige Rolle. Es kam mir aber doch weniger vor als bei “Jack Deveraux” und den “Mystery Diaries”. Einmal mehr wurde viel Wert auf die Auswahl der Stücke gelegt. Sie helfen mal der Spannung, mal dem Tempo auf die Sprünge, dann wieder unterstreichen sie das Flair des Oktoberfests. Eine feine und stimmige Mischung.

Fazit:  Ein spannender und temporeicher Krimi mit einer sympathisch burschikosen Kommissarin, der dem Hörer einen Blick hinter die Kulissen des Oktoberfests im Kreise der High Society gewährt.

Jack Deveraux (02) – Der Nachtalb

Titel: Jack Deveraux (02) – Der Nachtalb / VerlagAurelia by Felicity Media GmbH / Spielzeit: ca. 77 min  / Sprecher: Patrick Roche, Werner Uschkurat

deveraux01Inhalt: Nach dem Tod seines Vaters übernimmt Jack dessen Buchladen. Dort entdeckt er ein mysteriöses Buch und kommt einem gut gehüteten Geheimnis der Deverauxs auf die Spur.

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Die erste Folge nahm sich zunächst Zeit, die Figuren vorzustellen. Das Mysteriöse nahm nur langsam Anlauf und bis es richtig rund ging, war die Geschichte fast schon am Ende angekommen. Ich fand dieses Anlaufnehmen völlig gerechtfertigt. Diese zweite Folge kommt dagegen sehr viel schneller auf Touren.
Ich mag unheimliche bis gruselige Geschichten, die sich irgendwie mit dem Schlaf und / oder Träumen befassen. Da ist ein Nachtalb natürlich ganz nach meinem Geschmack. Die Vorstellung dieses Wesens alleine finde ich schon schaurig, aber es hier quasi “bei der Arbeit” zu erleben, das ist noch mal eine Schippe gruseliger. Außerdem kann ich mich spontan nicht an andere Geschichten mit dieser Schauergestalt erinnern. Daher fand ich den Nachtalb mal ganz kreativ. Vampire, Werwölfe & Co. kann schließlich jeder.
Man merkt zudem, dass Jack und Emma so langsam zu einem Team werden. Ein sehr ungleiches Team, aber das ist ja nicht verkehrt. Es sorgt hier immerhin für ein paar wirklich pfiffige Dialoge. Aber die beiden arbeiten in ihrem zweiten Fall auch wirklich gut zusammen. So gehört sich das für ein Team auf Geisterjagd. Wobei mir Emma ja immer noch zu jung scheint. Dafür, dass sie schon mit Jacks Vater zusammengearbeitet hat. Über den erfährt man in dieser Folge übrigens ein bisschen mehr. Episode 1 war da ja nicht so ergiebig. So entwickelt sich wohl langsam der Kreis um Jack und Emma. Das sorgt so ganz nebenbei dafür, dass die Chraktere greifbarer werden und ihre Stärken und Schwächen aufgezeigt werden. Und ja, für mich brauchen solche Figuren eben auch ihre Ecken und Kanten.

Patrick Roche schlägt sich ebenso gut wie in Folge 1. Ich mag seine Stimme und den lockeren Ton, den er für Jack bereithält. Und dass er ihn nicht wie den obercoolen Helden klingen lässt, denn das ist Jack nicht. Und wird es hoffentlich auch nicht werden. Emma klingt bei ihm unüberhörbar clever, aber es blitzt immer wieder unverkennbar durch, dass Emma auch einen schönen Sinn für Humor hat.

Musik spielt auch beim “Nachtalb” wieder eine große Rolle. Mir ist es zwar nachwievor manchmal etwas zuviel des Guten, aber nun wusste ich immerhin, worauf ich mich einstellen musste. Und man muss Aurelia weiterhin zugute halten, dass sie ihe Melodien unüberhörbar sorgfältig auswählen. Das sorgt zu den entsprechenden Szenen für ein wohliges Schaudern.

Fazit:  Folge 2 kommt schneller zur Sache als die Vorgängerfolge und schickt mit den Nachalb eine schaurige Kreatur ins Rennen, die einem nicht schon an jeder Ecke begegnet ist. Ein spannender Fall für Jack und Emma, die auf dem besten Wege sind, ein richtig tolles Geisterjäger-Duo zu werden.

Jack Deveraux – Dämonenjäger

Titel: Jack Deveraux – Dämonenjäger / Verlag: Aurelia by Felicity Media GmbH / Spielzeit: ca. 75 min / Sprecher: Patrick Roche, Werner Uschkurat

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Inhalt: Nach dem Tod seines Vaters übernimmt Jack dessen Buchladen. Dort entdeckt er ein mysteriöses Buch und kommt einem gut gehüteten Geheimnis der Deverauxs auf die Spur.

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Ein Dämonenjäger! Na, da freuen wir uns doch jetzt alle, oder? Wo es davon doch im Hörspiel- und Hörbuchbereich sonst kaum welche gibt 😉
Doch so voreilig sollte man hier mit seinem Urteil nicht sein. Es lohnt sich, Jack Deveraux kennenzulernen. Wobei vom Dämonenjäger zunächst noch nicht viel zu erkennen ist. Das ist aber nur logisch, immerhin müssen ja erstmal die nötigen Grundlagen für die Handlung geschaffen werden. So erfährt man, wie Jack zu seinem Buchladen kam, und lernt seine Kollegin Emma kennen, die ihm bald nicht nur im Laden mit Rat und Tat zur Seite steht. Kaum hat man dieses Rüstzeug an die Hand bekommen, hält aber auch schon das Dämonische in die Geschichte Einzug. Jack lernt ein paar äußerst verdächtige Leute kennen und entdeckt ein Buch mit gruseligem Eigenleben. Ich fand es vor allem schön zu hören, dass Jack nicht sofort den obercoolen Dämonenjäger raushängen lässt, sondern sich unverkennbar nur schwer mit seinem Zweitjob arrangiert.
Zum Finale hin, als er erstmals als Dämonenjäger Einsatz zeigen muss, meistert er das schon ganz gut. Da sind Spannung ein Schuss Action drin.
Erfreulicherweise mischt in der Story auch ein schöner Funken Humor mit. Speziell in den Dialogen zwischen Jack und Emma. Und in Jacks Gedanken über seine Angestellte. Da darf dann auch mal geschmunzelt werden.

Patrick Roche habe ich bei diesem Hörbuch zum ersten Mal gehört. Er klingt angemessen jung, locker und zum Glück nicht so -ich-hab-doch-eh-alles-im-Griff-mäßig, wie die alteingesessenen Dämonen- und Geisterjäger. Das kommt frisch und sympathisch rüber. Für Emma hält er ebenfalls einen pfiffigen Tonfall bereit. Ich muss mal nachforschen, ob man ihn noch in anderen Produktionen antreffen kann. Das würde mich interessieren.

Mit Musik wird hier nicht gespart. Genau wie in den “Mystery Diaries” gibt es kaum eine Szene, die nicht von Musik begleitet wird. Genau wie schon dort finde ich das auch hier zwar etwas zu viel, muss aber widerum sagen, dass man bei der Auswahl der Stücke unüberhörbar große Sorgfalt hat walten lassen. Der Soundtrack präsentiert sich abwechslungsreich und stimmungsvoll, was viel vom Flair des Hörbuchs ausmacht.

Da es sich um ein Hörbuch zum Download handelt, gibt es kein Cover im eigentlichen Sinne. Dafür aber ein schickes Artwork, das einen ansehnlichen Jack Deveraux vor einer geheimnisvoll leuchtenden Landschaft zeigt. Nur über die Darstellung der Emma wundere ich mich etwas. Immerhin steht in der Geschichte der Verdacht im Raum, sie könne mehr für Jacks Vater gewesen sein als nur seine Angestellte. Wow, dann lagen zwischen den beiden aber ein paar Jährchen!

Fazit:  In dieser ersten Episode geht es vor allem darum, Grundlagen zu schaffen Jack Deveraux ist (noch) kein obercooler und abgebrühter Dämonenjäger, und wird es hoffentlich auch nie werden. Doch seinen ersten “Fall” meistert er schon ganz ordentlich. Ich hoffe, es bleibt bei dieser eher lockeren Gangart, die obendrein recht humorvoll daher kommt.

Mystery Diaries – Schattenherz

Titel: Mystery Diaries – Schattenherz / Verlag: Aurelia by Felicity Media GmbH / Spielzeit: ca. 69 min / Sprecher: Anke Kortemeier

schattenherzInhalt: Die junge Sarah liebt Bücher über mystische Wesen und magische Welten. Kurz nach ihrem 21. Geburtstag wird sie eines Abends auf dem Nachhauseweg von zwei Männern überfallen, und von einem geheimnisvollen Unbekannten gerettet.

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Aurelia bzw die Felicity Media GmbH ist eine dieser Zufallsentdeckungen, von denen es gerne mehr geben dürfte. Nach kurzem Stöbern hatte ich gleich drei Titel entdeckt, die interessant klangen.
Den Anfang machen heute de “Mystery Diaries” mit “Schattenherz”. Eine Geschichte, die vor allem Fans der aktuell so angesagten Romantasy ansprechen dürfte. Üblicherweise bin ich kein Fan davon, aber irgendwie sprach mich der Titel an, weil er mir sofort ein bestimmtes Bild vor Augen zauberte. Aber auch sonst hat die Geschichte bei mir einen guten Eindruck hinterlassen. Mit Sarah habe ich mich schnell angefreundet. Vor allem weil sie wirklich Charakter hat und nicht im Nu zum liebeskranken Dummchen wird, sobald der geheimnisvolle Kieran auftaucht. Und auch Kieran und seinen Freund Finn mochte ich. Sie wirken zwar durchaus rätselhaft, haben aber auch ganz menschliche Züge an sich.
Die Story erfindet nicht unbedingt das Rad neu. Der Verlauf ist recht typisch mit dem mysteriösen Zusammentreffen, einer Herausforderung für Sarah, die sie vor eine schwere Entscheidung stellt und dem gefährlichen Showdowan gegen Ende. Und natürlich -es gehört sich für dieses Genre einfach so- spielt auch die Liebe zwischen Sarah und Kieran eine wichtige Rolle. Ein ganz dickes Plus dabei ist es, dass hier in keinem Punkt übertrieben wird. Es geht weder kitschig zu, noch ziehen sich Kämpfe ewig hin, und Finn und Kieran sind auch keine Lichtgestalten. Das wäre in 69 Minuten alles wohl auch kaum unterzubringen gewesen. So ist das Geschehen schön kurzweilig, nicht abgehoben und auch ganz spannend.

Anke Kortemeier hat mir prima gefallen. Sie lässt Sarah schön selbstbewusst und realistisch klingen, sodass man sich leicht ein Bild von der jungen Frau machen kann. Für Kieran und Finn hätte ich mir etwas markantere Stimmen gewünscht, aber da Sarah erzählt, wer was sagt und da auch nicht so viele Charaktere mitwirken, fällt es trotzdem leicht den Überblick zu behalten. Beeindruckt hat Anke Kortemeier mich gegen Ende bei finalen Kampf. Bösewicht Toran verleiht sie einen wirklich boshaften Ton und sie scheut sich auch nicht zu schreien, wenn das Geschehen es erfordert.

Was die Untermalung angeht, war es mir hier etwas zuviel des Guten. Kaum eine Szene, die nicht von Musik begleitet wird. Das fand ich nicht immer wirklich notwendig. Dafür ist es aber unverkennbar, mit wieviel Sorgfalt die Stücke ausgewählt wurden. Sie sind stets gut auf die Atmosphäre der Szenen abgestimmt, hilft mal der Spannung auf die Sprünge, verdeutlicht mal die Freiheit bei einem Drachenflug oder schürt die Dramatik am Ende. Eine Reihe Geräusche sind ebenfalls eingestreut.

Fazit:  Eine schöne kurzweilige Fantasygeschichte mit romantischem Einschlag, die eindeutig von den nur 69 Minuten Spielzeit profitiert. So hat Langeweile keine Chance und es fällt leicht, sie in einem Rutsch zu hören. Ich bin gespannt auf weitere Geschichten aus den “Mystery Diaries”.

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